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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 09.04.2021 um 17:33 Uhr
aktualisiert am 29.04.2021 um 11:27 Uhr

Leserbrief

Die weltbesten Kernkraftwerke

Zu: „Klimaschützer machen Druck“, vom 20. März

Wahrscheinlich ist die Erwärmung unseres Planeten auf die Erhöhung der Treibhausgase durch den Menschen zurückzuführen, deren Reduzierung höchste Priorität, besonders bei den Grünen, hat. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 wurde das Prozedere für die kommenden Jahre festgelegt.

Allerdings haben die USA unter Trump Paris aufgekündigt (inzwischen sind sie wieder dabei), Brasilien holzt fleißig die Regenwälder ab, China ist der größte Umweltverschmutzer aller Zeiten und die Türkei ist dem Abkommen erst gar nicht beigetreten.

Für viele Nationen gehört zu einer sauberen Energiepolitik die Einbeziehung der Kernkraft, gerade in den starken Wirtschaftsnationen. Ich kann das Vorgehen Deutschlands in Hinblick auf die künftige Energiegewinnung und hier besonders das Vorpreschen der Grünen nicht nachvollziehen. Wir haben in unserem Land die besten Kernkraftwerke der Welt. Die letzten werden zum Jahresende abgeschaltet. Die alternativen Energiequellen sind aber keine wirkliche Option, weil sie eben vom Wetter abhängen. Solarzellen arbeiten nur, wenn die Sonne scheint, Windräder drehen sich nur, wenn der Wind weht, und zwar zwischen 3 und 7 Beaufort. Im Übrigen sind diese Stromproduzenten potenzielle Umweltschädiger. Bei einem Brand werden hochgiftige Substanzen frei, durch die Windräder werden Tausende Vögel getötet, außerdem wird durch diese Gebilde unsere Landschaft verschandelt.

Wenn es nach den Grünen geht, sollten die neuen Energien die altbewährten konventionellen am besten morgen schon ablösen. Die alternativen Energiequellen sind allerdings anfällig bei sogenannten Energiespitzen. Netzschwankungen können zu einem Blackout führen, dessen Tragweite für die Menschen und die Wirtschaft unvorstellbare Folgen hätte. So wird Deutschland bei Energieengpässen Atomstrom aus dem Ausland für viel Geld dazukaufen müssen. Wir haben jedoch keinen Einfluss auf die Sicherheit dieser Kernkraftwerke. Bei einem Reaktorunfall wird Deutschland genauso verstrahlt wie vom Kraftwerk um die Ecke. Mit dem Unterschied, dass ein Super-GAU in deutschen KKW nicht stattfinden wird.

Die jugendlichen „Fridays for-Future“-Aktivisten sollen sich mal Gedanken darüber machen, woher der Strom für die E-SUVs ihrer Eltern, die Energie für ihren 85-Zoll-Fernseher oder das Aufladen ihrer Smartphones und ihrer Laptops sowie des neuen E-Mountainbikes herkommen soll. Ebenso für die vielen, vielen E-Autos! Die jungen Schulverweigerer sollten gegebenenfalls ihren ausgefallenen Freitagsunterricht nachsitzen, ebenso die Grünen, um zu verstehen, dass Schnellschüsse in der Klima- und Energiepolitik nur nach hinten losgehen.