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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 29.05.2020 um 21:28 Uhr

Menschen handeln empathielos

Die Tiere leiden

Zu: „Seltener Frauenschuh gestohlen“, vom 7. Mai
Es fängt mit kleinen Dingen an, wie reife Ähren für eine Erntekrone oder Ähnliches vom Feld zu stehlen. Dabei wird von einigen Zeitgenossen auch gleich mal eine größere Fläche zertrampelt.

Dann werden großzügig Sonnenblumen von Blühstreifen geschnitten. Geschützte Pflanzen wie der Frauenschuh werden einfach ausgegraben. Und nun beginnt die absolute Dreistigkeit. Tiere werden von der Weide gestohlen. Das Menschenkind findet die Lämmchen so süß, das hätte man doch auch sehr gern. Und seltsamerweise ist das Lamm am nächsten Tag nicht mehr auf der Weide. Jeder sollte sich mal fragen, was die Schafmutter für einen Stress hat, weil ihr Lamm plötzlich weg ist. Geschweige von den gesundheitlichen Problemen, weil sie ihre Milch schlagartig nicht los wird. Das Lamm wir ohne Mutter und Herde nicht lang leben, aber das scheinen einige in Kauf zu nehmen. Fragen Sie sich, wie es wäre, wenn ihr Kind auf einmal weg ist, ohne Aussicht auf Rückkehr? Und dann gibt es noch eine höhere Stufe der Grausamkeit. Tiere werden innerhalb einer Herde einfach geschlachtet. Dafür brauchen in Deutschland selbst erfahrene Schlachter eine Sondergenehmigung. Liebe Mitmenschen, wie würde es Ihnen gefallen, wir dringen in ihre Gärten und Häuser ein und nehmen das, was uns gerade gefällt, und wenn sie niedliche Kinder haben, werden die auch gleich mitgenommen. Sie würden sofort schreien „Diebstahl, Entführung...“, aber bei Landwirten und Tierhaltern ist es ein Selbstbedienungsladen für Jedermann? Es reicht, so geht es nicht weiter!