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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 07.06.2021 um 11:43 Uhr
aktualisiert am 07.06.2021 um 16:50 Uhr

Der Verlust von Real wird den verbleibenden Handel schwächen

„Ach wäre doch schon letztes Jahr OB-Wahl gewesen!“ Dann hätten sich die Kandidaten und deren Parteien bereits nach dem ersten Corona-Lockdown Gedanken darüber gemacht, wie sie dem Hamelner Handel durch eine Internet-Plattform helfen können – statt über Einkaufsgutscheine für jedermann oder kostenlose Schüler-Brötchen zu diskutieren. Nach der FDP-Kandidatin Frau Blume präsentiert nunmehr auch Kornfeld von den Grünen „den Wandel des Handels hin zum Online-Handel“ in seiner Wahl-Agenda. Fragt sich nur, wann und wie diese Forderung umgesetzt werden soll? Denn wenn der Dachstuhl brennt, reicht der Gartenschlauch nicht mehr aus. War die Mitteilung über die Schließung von Realkauf die Sirene beziehungsweise das letzte Signal für ein Umdenken? Der Verlust von Realkauf wird unweigerlich zu einer geringeren Frequentierung der Stadtgalerien führen und den verbleibenden Handel zusätzlich schwächen. Meines Wissens hatte der parteilose Ratsherr Klaus-Peter Symansky die Menetekel frühzeitig erkannt und bereits vor Monaten dem Stadtrat einen dezidierten Antrag mit der Forderung vorgelegt, die Entwicklung einer Online-Angebots-Plattform für den Handel und Gastronomie zu forcieren. Da fragt sich der kritische Leser, warum dieser Antrag seinerzeit mit den Stimmen aller Fraktionen abgelehnt wurde?