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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 20.08.2019 um 20:29 Uhr

Bürger sind besorgt wegen der geplanten Bauschutt-Deponie

Das sind Schadstoffe!

Wichtig für die anwesenden Bürger ist es, mit ihren Sorgen und Fragen ernst genommen zu werden. Dazu trugen die mit rhetorischen Feinheiten vorgetragenen und häufig im Konjunktiv bleibenden Erklärungen des Antragstellers und der von ihm beauftragten Ingenieurbüros nicht bei

Zu: „Die Zweifel bleiben“, vom 15. August

. So ist es unter anderem wichtig, klarzustellen, dass es sich nicht um eine, wie häufig verharmlosend genannt, „Bauschutt-Deponie“ handelt. Von den Hannoverschen Basaltwerken wird eine Deponie der Klasse 1 beantragt. Die Antragsunterlagen enthalten auf zehn Seiten eine Liste von über 100 Abfallarten wie zum Beispiel Schlacke, Katalysatoren, Bremsbeläge, Filterstäube usw. Diese Stoffe haben sehr wenig mit Bauschutt zu tun. Das sind Schadstoffe! Nicht nur über die berechtigten „Sorgen“ der Bürger wurde gesprochen.

Es wurde von den sehr gut vorbereiteten Expertinnen und Experten der Naturschutzverbände sowie von den ebenfalls anwesenden Rechtsanwälten betroffener Unternehmen und beruflichen Fachleuten Angaben im Antrag hinterfragt, die die Behörden und der Antragsteller nicht eindeutig klären konnten. Dies führte dann sogar zum Antrag, die Anhörung abzubrechen, um die veralteten Antragsdokumente aktualisieren zu lassen. Auch die Fragen nach der Rechtsgrundlage zur Umweltverträglichkeitsprüfung wurden nicht abschließend geklärt.

So konnten bis zum Ende der Veranstaltung nach mehr als acht Stunden gerade einmal zwei der sechs Themenbereiche behandelt werden.

Das Gewerbeaufsichtsamt hat daher eine zweite Anhörung für Ende September angesetzt. Wann diese genau stattfindet, wird noch bekanntgegeben, da ebenfalls geklärt werden soll, ob ein neuer Antrag erforderlich ist oder der vorliegende Antrag nachgebessert werden kann. Auf Vorschlag hin soll diese Anhörung dann direkt in Lauenstein stattfinden.