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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 24.03.2021 um 13:38 Uhr

Zu: „Gibt es bald Klarheit über den Baumschutz?“, vom 3. März

Das ist absolutunverhältnismäßig

Der wiederholte Versuch, die Baumschutzsatzung im Stadtgebiet Bad Münder zu verschärfen, stößt bei mir auf Unverständnis.


Welchen Nutzen sieht die Ratsgruppe durch einen derartigen Eingriff in das Eigentum anderer? Unsere Bäume und Hecken sind bereits durch die gültige Satzung von 1997 weitgreifend geschützt. In der Feldmark greifen weitere, bereits bestehende Gesetze wie zum Beispiel das Bundesnaturschutzgesetz.

Jeder Bürger mit Eigentum weiß, dass Bäume und Hecken von Zeit zu Zeit zurückgeschnitten werden müssen, im Privatgarten, so wie auch in der Landschaft. Die neue Satzung soll genau solche Pflegeschnitte nicht mehr ohne Genehmigung zulassen. Ein bürokratisches Monster für „Bäumchen“ ab 28 Zentimeter Stammdurchmesser mit Anzeigeverfahren, Lageplanerstellung und Genehmigungsverfahren soll entstehen.

Dies ist absolut unverhältnismäßig! Mir ist schleierhaft, wieso der Rat der Stadt einen derartigen Eingriff in das Privateigentum anstrebt. Die Landwirte pflegen und erhalten seit Generationen die Bäume und Hecken in der Feldmark, Privateigentümer pflegen ihre Gärten liebevoll. Ich sehe keinen Änderungsbedarf. Hoffentlich erkennt die Politik dies auch noch.