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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 02.10.2020 um 10:50 Uhr

Nachforschungen verdienen Respekt

Dank an Bernhard Gelderblom

Großer Dank gebührt Herrn Bernhard Gelderblom für sein unermüdliches Bemühen, das schreckliche und herzergreifende Schicksal der jüdischen Bevölkerung der hiesigen Region aufzuklären und zu dokumentieren.

Zu: „Eine unerbitterliche Arbeit, die nicht aufhört“, vom 16. September


Seine gründlichen Nachforschungen verdienen Respekt und sind sicher auch von Animositäten begleitet worden.

Welche ungeheuerlichen Folgen kann Antisemitismus haben! Ich habe geglaubt, dass es nie wieder zu Untaten gegenüber den jüdischen Mitbürgern in meinem Land kommen würde. Ich habe mich geirrt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an das ergreifende Gedicht „Babij Jar“ des russischen Dichters J. Jewtuschenko, das die Morde an jüdischen Einwohnern Kiews durch deutsche Sonderkommandos beklagt und auch den traditionellen Antisemitismus seiner Heimat thematisiert. Zum Ende des Gedichtes heißt es: „Die Internationale – ertönen, erdröhnen soll sie, wenn der letzte Antisemit, den sie trägt, diese Erde, im Grab ist, für immer.“