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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 09.08.2019 um 20:47 Uhr

Schluss mit unseren „Vorräten“

Dafür wird es keine Entschuldigung mehr geben

„Alle Jahre wieder…“ wird auf den Welterschöpfungstag (auch „Erdüberlastungstag“ genannt) in den Medien (und dankenswerterweise auch in der Dewezet) hingewiesen. Doch im Gegensatz zu Weihnachten verändert sich dessen Datum fast jedes Jahr – nach vorne!

Zu: ,„Wir werden uns nicht ergeben“‘, vom 29. Juli

1971 war die Welt noch fast in Ordnung, da hatten wir Erdenbürger erst am 21. Dezember die natürlichen, nachwachsenden Ressourcen unseres Planeten für jenes Jahr ganz verbraucht. Innerhalb eines halben Jahrhunderts also hat sich dieses bedenkenswerte Datum um fünf Monate verschoben. Und würden alle Menschen auf unserem Globus so leben wie wir Deutschen, dann wäre bereits Ende April in diesem Jahr Schluss mit unseren „Vorräten“ gewesen. Seit Jahren überziehen wir unser „ökologisches Konto“ massiv. Wie viele Angehörige der Nachkriegsgeneration, habe ich meine Eltern in den späten sechziger Jahren gefragt, was sie getan hätten, um die Nazis und damit den Zweiten Weltkrieg zu verhindern. Ich glaube, sie waren ehrlich, wenn sie immer wieder sagten, dass sie vieles nicht wussten oder wissen konnten. Uns werden unsere Kinder – und mehr noch – unsere Enkel schon sehr bald fragen, was wir getan haben, um ihnen ihre Zukunft zu erhalten. Und wir werden sagen müssen: Wir haben alles gewusst, es aber verdrängt und wir haben nur an uns und unser eigenes, kurzes Leben gedacht, und wir hatten nur unsere eigenen Vorteile und nicht das Ganze und schon gar nicht euer Wohlergehen im Blick. Dafür aber wird es keine Entschuldigung mehr geben!