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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 07.12.2020 um 12:32 Uhr

200 Meter Fußweg sind zu viel

Dafür fehlen einem die Worte

Zu: „Zu lang und zeitaufwendig“, vom 27. November
Zugegeben – die Wegeverhältnisse vor dem Aerzener Kindergarten sind mir nicht bekannt. Mit drei Kindern, die alle bis vor Kurzem im Kindergarten waren und der Kenntnis darüber, was 200 Meter mit Kind im Schlepptau bedeuten, denke ich trotzdem: „Autsch!

Da ist die Verwaltung bereit, vom Parkplatz bis zum Kindergarten einen neuen Fußweg zu bauen, Erwachsene klagen (meist wegen Bewegungsmangel) über Rückenschmerzen, Ärzt*innen beklagen zunehmendes Übergewicht und mangelnde motorische Fähigkeiten bei Kindern. Und dann schreien die Eltern: Der Weg (200 Meter) wäre zu weit! Da fehlen mir erstens die Worte und zweitens weiß ich leider, dass das genau die Kinder sind, die später mit dem Auto bis ins Klassenzimmer (Drive-in-Schule) hineingefahren werden (sehr schön zu beobachten jeden Morgen an Pyrmonts Schulen). Und das sind dann auch die Eltern, die sich am lautesten empören, wenn im Bringe-/Abholchaos ein Kind über den Haufen gefahren wird. Wenn’s nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen.