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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 13.03.2020 um 23:32 Uhr

Bewerberin abgewiesen

Zu: „“, vom 2. März

Meine Tochter hat eine Ausbildung bei der Bundeswehr als Fluggerätemechanikerin gemacht und bestanden. Als Soldat hätte man bleiben können, aber nicht als Zivilangestellte.

So wurde man, wie die anderen in ihrer Ausbildungsgruppe, arbeitslos und bewarb sich bei den Fluggesellschaften. Diese wollen zwar solche Arbeiter, aber gleich mit zehn Jahren Berufserfahrung. Also umdenken – man bewarb sich bei der Bahn, ob nun bei den Privaten oder der DB für die Instandsetzung oder als Lokführerin. Ein Vorstellungsgespräch bei der Bahn – und man hörte nichts mehr, obwohl man dort nochmals Bewerbungen hingeschrieben hat und auch telefonisch versuchte, mit der DB Kontakt aufzunehmen. Nichts passierte. Da man sich auch bei der Nordwestbahn beworben hatte, kam es zum Vorstellungsgespräch in Osnabrück. Es schien wohl gut zu laufen – aber nach ein paar Tagen kam die Absage, dass man als Frau nicht in diese Männerwelt passt. Was soll das? Einerseits sucht man Leute und dann so eine Aussage. Ist der Lokführermangel nur ein Fake? Die Aussage, dass eine Frau nicht in diese Männerwelt passt – da hätte man eine Anzeige machen müssen wegen Diskriminierung.