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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 29.08.2021 um 21:12 Uhr

Beim Stierkampf geht es nur um Geld

Was für eine mutige, starke, bewundernswerte Frau und Bürgermeisterin ist Ana Gonzáles Rodriguez, die in ihrer spanischen Stadt Gijón die Stierkampfarena nicht mehr für „Corridas“zur Verfügung stellen will. Die Anfeindungen deswegen gegen sie sind riesig, und es bleibt abzuwarten, ob sie dem immensen Druck standhält.

Denjenigen, die unbedingt am Stierkampf festhalten, geht es nicht um Tradition, sondern um Geld. Die Stierzüchter, Veranstalter, die Toreros uvm. verdienen am Stierkampf Unsummen. Die Toreros in ihren Glitzeranzügen aber sind lächerliche Figuren, denn sie „kämpfen“ gegen einen Stier, der zuvor schon durch Schläge in die Nieren, Absägen der Hornspitzen, das Einreiben von Vaseline in die Augen und so weiter kampfunfähig gemacht wurde. Das ganze ist einfach nur ein widerliches, barbarisches Spektakel, bei dem es immer nur einen, zuvor grausam gequälten, Verlierer gibt – den Stier! Junge Spanier wenden sich mehr und mehr von diesem blutigen Schauspiel ab, aber noch immer sind es auch die vielen Touristen, die mit ihrem Eintrittsgeld dafür sorgen, dass der Stierkampf fortgeführt wird. Mit der spanischen Tierschutzpartei Pacma und der Tierschutzorganisation Anima Naturalis hoffe ich so sehr, dass ein baldiges Ende der Stierkämpfe endlich in Sicht kommt und dass die Bürgermeisterin Rodriguez, allen Anfeindungen zum Trotz, weiter an ihrem Vorhaben festhält.