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Zu: „Bitcoin steigt rasant in der Krise“, vom 8. Januar

Bei Bitcoins werden die Risiken gerne ausgeblendet

Aussagen wie diese sind aktuell in unseren Medien fast an der Tagesordnung und verführen unerfahrene Sparer dazu, in den Bitcoin-Handel einzusteigen.

veröffentlicht am 25.01.2021 um 15:28 Uhr

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Die modernen Medien wie Google liefern nun auch Informationen, wie man an diese Finanzprodukte gelangt. Bitcoins und andere Kryptowährungen mögen in Profihänden in wenigen Fällen sinnvoll sein, sie gehören aber nicht in die Hände unerfahrener Anleger. Diese können nur verlieren. Die genannte Steigerung von 300 Prozent im Jahr 2020 ist beeindruckend. Die möglichen Verluste aber auch.

Im Rausch der Gier, der man nur schwer widerstehen kann, werden Risiken gerne ausgeblendet. Für eine gute Aktienkultur, die in Deutschland bitter nötig ist, ist dies schädlich. Es werden unnötigerweise bei diesen Geschäften vermeintliche Verlierer provoziert, die Verluste erleiden und dann frustriert für den Wertpapierhandel verloren sind und nie wieder eine Aktie anfassen.

Beteiligt man sich am Aktienhandel, darf man nicht am Geld „hängen“ und sollte Verluste ertragen können. Die aktuellen Bitcoin-Meldungen erwecken Hoffnungen, die die „Gierigen“ in die Verluste treiben. Mein Freund Paul war in dem vorangegangenen Hype 2017 nicht zurückzuhalten und hat die für ihn vertretbare Summe von 5000 Euro investiert und hatte in den vergangenen Jahren bei diesem Posten immer einen Verlust, der nun am 8. Januar 2021 bei dem neuen Hype sich auf 3630 Euro verringert hat.

Gerade in Zeiten der Null-Zinspolitik wären Aktien für die „Normalverdiener“ eine gute Altersversorgung, die bei der älter werdenden Gesellschaft bitter nötig wäre. Stattdessen werden gut gemeinte Riestersparpläne und ähnliche für den Sparer teure Instrumente angeboten, die für den Anbieter ein gutes Geschäft sind, aber für die Altersversorgung zu oft nicht gut geeignet sind. Leider wird dieses Geschäft von den Gewerkschaften, der SPD etc. favorisiert. Bei einem Finanzminister, der sein privates Geld auf dem Giro- und Festgeldkonto nach eigenen Aussagen lagert, ist dies schade, aber nichts anderes zu erwarten.

Es gibt eine Unzahl guter Aktien, mit denen man ruhig oder spekulativ handeln kann, und bei entsprechender Mischung konnte man 2020 einen tollen Depotgewinn von plus 60 Prozent erreichen.

Eine Aktie ist eine Beteiligung, die dem Besitzer gehört und ihn am Erfolg der Firma beteiligt. Hätte mein Großvater statt Staatsanleihen, die nun verloren sind, nur eine Daimler-Aktie gekauft, würde es seinen Erben heute richtig gut gehen.

In der EU wünschen sich die „Südstaaten“ schon wieder einen Kapitalschnitt, das heißt, man nimmt den Bürgern einen Teil ihres gesparten Geldes oder macht es, wie nach den zwei Kriegen, gar ganz wertlos. Rainer Hinze,
Salzhemmendorf



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