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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 01.01.2020 um 19:45 Uhr

Neubau auf dem Werder

Bauwerk versperrt die Aussicht

Zu: „Was wird aus dem Werder in Hameln?“, vom 20. November
Seit vielen Jahren lebe ich in München, aber meine Heimatstadt ist nach wie vor meine Geburtsstadt Hameln.

Vor einigen Wochen besuchte ich mal wieder die Rattenfängerstadt und ging über die Weserbrücke am Münster. Dabei fiel mir ein in Bau befindliches riesiges, nicht zu übersehendes Gebäude auf. Ich war erschrocken, dass man solch einen Koloss mit solcher Gebäude-Nutzung mitten auf dem Filetstück der Stadt Hameln platziert. Ich habe mich dann davon überzeugt, dass man sowohl vom Ufer Langer Wall, als auch vom Torbayufer keinen großen Panoramablick mehr auf die gegenüberliegende Seite hat. Von wichtigen Standorten aus ist die Aussicht sehr begrenzt, zum Beispiel auf das Münster oder auf den Klüthang. Wie kann eine historische Stadt, die auf Touristen angewiesen ist, solch ein Bauwerk in der Mitte des Weserstromes genehmigen? Wenn man in der Innenstadt ein Haus unter Denkmalschutz besitzt, muss man sich jede Veränderung genehmigen lassen. Da stellt sich mir die Frage, hatte diese städtische Behörde ein Mitspracherecht? Warum hat man denn nicht ein Restaurant mit Café dort platziert, mit einem beeindruckenden Blick auf die Münsterkirche bzw. auf den Klüt. Das wäre sicher ein weiteres Highlight geworden.