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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 27.01.2020 um 20:50 Uhr

Missbrauchsfall Lügde

Bartels als Unschuldslamm

Zu „Ich wäre sonst daran zerbrochen“ vom 8. Januar
Wenn der gute Herr Michael B. Berger ein Interview mit den betroffenen Kindern nebst Angehörigen geführt hätte, wäre vielleicht etwas mehr über deren Nöte oder die Versäumnisse der Aufsichtsbehörden, mangelnde Polizeiarbeit, verschwinden lassen von Beweismaterial, uns Bürgern zugänglich gemacht geworden.

Doch jetzt Landrat Tjark Bartels als Unschuldslamm und als Opfer der Anprangerungen unter anderem des rechten Flügels darzustellen, welches jetzt an Burnout, Depressionen und was sonst noch alles leidet, schreit zum Himmel. Kein Wort der Entschuldigung für das Leid der vielen Kinder und deren Eltern war zu hören, ganz abgesehen davon, dass diese höchstwahrscheinlich nie eine finanzielle Entschädigung für die Versäumnisse des Landkreises erhalten werden.

Schon das Betteln in Berlin um Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen in der Linsingenkaserne war keine Guttat, sondern eine hohe finanzielle Belastung für den Steuerzahler und den Landkreis. Seinen Bezügen hat die Zunahme der Bevölkerung, seines Verantwortungsbereiches und die Aufstockung des Personals um über 80 Stellen sicher gutgetan. Kein Arbeitnehmer wäre nach so viel Mist in den Ruhestand versetzt worden. Sein hohes Ruhegeld ist ein Geschenk für diesen armen Kranken. Weiter so.