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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 03.01.2020 um 21:50 Uhr

Gehälter von Polizisten

Auch andere Beamte schlecht bezahlt

Zu: „Jeder siebte Polizist hat einen Nebenjob“, vom 24. Dezember
Immer wieder liest man in den Medien, dass sich Polizeibeamte einen Nebenjob suchen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Man sollte jedoch auch die vielen Beamten in Niedersachsen erwähnen, die außerhalb der Polizeiinstitution ihren Dienst verrichten. Hier seien zum Beispiel die hauptberuflichen Feuerwehren, die Justizverwaltung, der Zoll und viele Landesämter beispielhaft genannt. Die Einstiegsgruppe in den mittleren Dienst beginnt hier in der Regel mit der Besoldungsgruppe A6, was einem Bruttobetrag von zur Zeit circa 2300 Euro entspricht.

Für den Augenblick hört sich das relativ passabel an, aber was nach Versteuerung und Abzug der notwendigen privaten Krankenkasse noch bleibt, ist für eine Familienplanung absolut nicht ausreichend. Im Polizeidienst beginnt die Eingruppierung bereits am Anfang mit der Besoldungsgruppe A9/A10, was einer Einstiegsbesoldung von über 2700 Euro entspricht. Dazu kommt noch die freie Heilfürsorge, sodass eine private Krankenkasse entfällt. Nur einmal so zum Vergleich. Viele Bürger meinen, der Staat muss einfach funktionieren, aber diese Funktionalität hat auch seinen Preis und sollte entsprechend anerkannt werden. Die Lebenshaltungskosten sind hier auf dem Land in der Regel preisgünstiger als in den Großstädten. Ich vermute jedoch, dass in den Großstädten im Land auch die Beamten außerhalb des Polizeidienstes vielfach Nebenjobs haben, um ihren Unterhalt zu bestreiten. Das sollte auch einmal erwähnt werden.