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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 08.12.2020 um 10:14 Uhr

„Lila Schleife“ vergessen

„Antigewaltmaske“ konterkariert das Anliegen

Zu: „Zeichen gegen häusliche Gewalt“, vom 23. November
Am 25. November ist es also wieder so weit, weil am 1. Januar im Jahr 2002 in Deutschland das „Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen“ in Kraft getreten ist und daran erinnert werden soll.

Dieses neue Gesetz, auch „Gewaltschutzgesetz“ genannt, wurde erforderlich, weil es erhebliche Rechtsunsicherheiten im Bereich der „häuslichen Gewalt“ in Deutschland gegeben hatte.

Häusliche Gewalt wird nun definiert zwischen Menschen, die in einem Haushalt leben, das heißt Gewalt gegen den Ehepartner oder der Partnerin, gegen die Kinder oder die Kinder gegen ihre Eltern.

Alle diese Gewaltformen sind in einem Familienverband möglich. Aus welchem Grund sich nun unsere Gleichstellungsbeauftragten einer „Antigewaltmaske“ bedienen, konterkariert ihr Anliegen, da sie ja wollen, dass gerade über „Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit“ – und auch in Hameln, diskutiert werden muss. Doch die „verschlossenen Münder“ der Frauen auf dem Plakat weisen auch darauf hin, dass Männer immer häufiger Opfer häuslicher Gewalt durch Frauen werden und deren Kinder, die den Launen beider Elternteile ausgesetzt sind, weil diese ihre eigenen Probleme haben. Und darauf wird nicht reagiert, weil den Erwachsenen ihre eigenen Probleme wichtiger sind als das Wohl ihrer Kinder. Da ist es besser, sich mithilfe einer „Antigewaltmaske“ locker aus jeder Verantwortung herauszustehlen. Nach einem anwaltlichen Motto: „Bevor du dich selbst belastet, ist es besser, du sagst nichts.“

Was unsere „Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Hameln-Pyrmont“ jedoch vergessen haben, ist die „Lila Schleife“, denn diese ist weltweit das Symbol der häuslichen Gewalt.