weather-image
12°
×
Ein Leserbrief von veröffentlicht am 17.08.2021 um 19:16 Uhr
aktualisiert am 17.08.2021 um 22:00 Uhr

Leserbrief

An der falschen Stelle gespart

Zu: „Fahrverbot für Trecker bleibt“, vom 14. August

Wieder einmal eine wenig durchdachte Planung, an der Realität vorbei. Von Hameln bis Coppenbrügge ist auf der B 1 landwirtschaftlicher Verkehr erlaubt und auch notwendig. Außerdem verfügt dieser Bauabschnitt über breite Seitenstreifen, sodass sicher zum Beispiel Fahrradverkehr möglich ist. Eine tolle Straße bis Coppenbrügge. Der neue B1-Umgehungsabschnitt ist nur zweispurig ohne Seitenstreifen und ohne Überholspurmöglichkeit.

In Mehle und Einbeckhausen zum Beispiel verfügt die Umgehung über diese Möglichkeit, und der Verkehr rollt. Bei uns wurde an der falschen Stelle gespart und engstirnig geplant.

Es wird in unserem Staat so viel Geld verschleudert und zum Fenster rausgeworfen, dass uns Bürgern mittlerweile das Verständnis fehlt (Verkehrsminister Scheuer mit der Maut, Gesundheitsminister Spahn mit seinen überteuerten Schnelltests und Mundschutze, Bafinprobleme, Cum- Exgeschäfte, der größte Steuerbluff aller Zeiten [FAZ] etc…). Wir leben hier auf dem Lande, die Landwirte arbeiten mit immer größeren Maschinen, brauchen Platz und eine funktionierende Infrastruktur. Trotz Umgehungsstraße rollen weiterhin schwere Landmaschinen durch unseren Ortskern. Es ist in Bestellungs- und Erntezeiten eine enorme Belastung für die Anwohner.

Ich vermute, die Planungen für diesen Bauabschnitt stammen aus den 1960er Jahren und wurden nicht ausreichend den heutigen Bedürfnissen angepasst. Wir wollen für die Landwirte „freie Fahrt“ auf der B 1 und nicht zwölf Monate abwarten. Wie heißt das? „Und wenn man nicht mehr weiterweiß, dann bildet man einen Arbeitskreis.“ „Wachet auf!“ ruft uns die Stimme. Und zwar JETZT!