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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 24.04.2020 um 22:10 Uhr

Einfache Antwort auf das Hamstern

Alles findet zu Hause statt

In dem Bericht von Frau Balzereit geht sie der Frage nach, aus welchen Gründen in den Hamelner Supermärkten und anderswo so sehr „gehamstert“ wird, dass selbst Toilettenpapier für Privathaushalte nicht mehr zu haben ist.

Zu: „Wann gehamstert wird – und wann nicht“, vom 9. April


Auch die deutsche Geschichte und Psychologen werden diesbezüglich bemüht, um in dieses „dunkle Geschehen“ der „Hamsterkäufe“ ein bisschen Licht zu bringen. Dabei ist die Sache doch ganz einfach, wenn man überlegt, auf welche Weise wir vor der erzwungenen Quarantäne gelebt haben. Da gingen wir alle zum Beispiel einer geregelten Arbeit nach, indem wir morgens das Haus verließen, die Kinder gingen in die Schule oder in die Kita, und am späten Nachmittag trafen sich alle Familienmitglieder in der gemeinsamen Wohnung wieder. Das heißt, es wurde außer Haus gegessen und dieses vielleicht auch außer Haus wieder verdaut. Unser aller Leben fand mehr außerhalb unserer vier Wände statt als innerhalb. Und dieses „Leben“ bricht nun weg. Alles, aber auch alles, muss in den eigenen vier Wänden“ stattfinden. Das Kochen, die Kinder betreuen, die Freizeit – und auch das Verdauen im hauseigenen Bad.

Selbst das „glorifizierte Homeoffice-Arbeiten“ hat hier seine Schattenseiten, denn man muss zu Hause „müssen“. Da es nicht nur Singlehaushalte gibt, brauchen Familien und Großfamilien pro Tag schon mehr an Lebensmitteln, Getränken, Milch und auch – Klopapier – weil es keine Ausweichmöglichkeiten gibt, im Vergleich zur damaligen Zeit.