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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 16.12.2020 um 11:33 Uhr
aktualisiert am 16.12.2020 um 16:30 Uhr

Die Altstadt wird nicht belebt

Absurde Idee

Zu: „Gutschein-Aktion scheint zu platzen“, vom 8. Dezember
Die Negativliste ist groß und real: EWR, Hochzeitshaus (innen und Dach), Rattenfängerhaus, hässlich ungrüne Fußgängerzone, Leerstände, „Bäumevernichter“, Visionen ohne Geld, Weserufer und vieles mehr.

Die Negativliste ist groß und real: EWR, Hochzeitshaus (innen und Dach), Rattenfängerhaus, hässlich ungrüne Fußgängerzone, Leerstände, „Bäumevernichter“, Visionen ohne Geld, Weserufer und vieles mehr. Diese Negativliste führt Hameln landesweit an. Eine absurde Idee – zehn Euro zum Bummeln sollen uns Hamelner jetzt an die Landesspitze bringen. Der Stadtschreiber und Wirtschaftsförderungsexperte spricht von einem großen Wurf, reserviert für die „berühmte Tonne“.

Nachfragekurven sind viel individueller, als diese mit zehn Euro zu beeinflussen. Belebt wird nicht die Altstadt, sondern der Schuldenstand der Stadt. Wo die 700 000 Euro obendrauf kommen (Zitat Wirtschaftsexperte), bleibt ein Rätsel. Ein Schuldenprojekt mehr.

Sinnvoll in der Weihnachtszeit, dieses Geld – wenn schon – den Armen und sozial Schwachen zu geben. Einen noch schlechteren Antrag möchte der Ratsherr Symansky laut „radio aktiv“ am 16. Dezember stellen, das Geld zwecks Seminar für den Handel und die Gastronomie zur Verfügung zu stellen. Zur Begründung heißt es, diese sollten sich mehr im Internet präsentieren. Abgesehen von den Kosten sind Handel und Gastronomie schon viel weiter. Wir hatten den 1. Advent und nicht den 1. April.

Peter Steinkönig, Hameln