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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 14.06.2021 um 11:25 Uhr

Absolutes Versagen der Politik

Zu: „Ansturm auf Impftermine in den Praxen“, vom 8. Juni


Welchen Grund gibt es, die Impfpriorisierung aufzuheben, wenn kein Impfstoff zur Verfügung steht? Vermutlich nur Wahlkampftaktik! Eine durchstrukturierte und ständig propagierte Priorisierung zur Coronaimpfung wurde erstellt, war richtig und ist es noch. Längst sind noch nicht alle alten oder vorerkrankten Personen geimpft, da wird alles „über den Haufen geworfen“, was monatelang Gültigkeit hatte. Dabei nimmt es die Politik in Kauf, dass die Bevölkerung gespalten wird. Es wird ungerührt mit dem Neid und den Ängsten der Bevölkerung gespielt, die sonst so beklagte Ellenbogen-Gesellschaft wird noch rücksichtsloser als vorher. Befeuert wird alles noch durch Ankündigungen, dass die Impfzentren voraussichtlich im September die Pforten schließen und dann alle Menschen bei den niedergelassenen Ärzten geimpft werden sollen. Die Praxen sind jetzt schon am Limit, das „Hauen und Stechen“ um die freien Impfdosen spielt sich bereits in den Praxen ab. Patienten, die nicht warten wollen, beschimpfen sogar frech und unverschämt das Praxisteam, machen Ärzten und Team das Leben schwer. So treffen jetzt schon Praxen die Entscheidung, sich am Impfen nicht weiter zu beteiligen beziehungsweise beteiligen zu können. Die Impfzentren waren für Impfkapazitäten vorgesehen, die vielfach kaum erreicht wurden, da der Nachschub an Vakzinen fehlte, obwohl er vollmundig versprochen wurde. Es ist absolutes Versagen der Politik, sowohl bei der Beschaffung der Vakzine, als auch bei der Verteilung an Ärzte und Impfzentren, und nun auch noch die schwachsinnige Aufhebung der Priorisierung, obwohl kaum Impfstoff zur Verfügung steht. Das miese Spiel, Ängste der Bürger zu schüren, ist an Perfidität nicht zu überbieten.