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Lesermeinung

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Lesermeinung

30.03.2020 23:45 Uhr Verantwortungsbewusste Entscheidung

Zu: „Neuer Bückeberg-Streit spaltet die Politik“, vom 14. März, und zu: „CDU und AfD stellen sich quer“, vom 17. März


Für die städtebauliche Entwicklung in Emmerthal hat allein die Gemeinde und nicht der Landkreis das hoheitliche Planungsrecht und die Bauleitplanungspflicht. So bleibt es ein Rätsel, wie die baulichen 1,3-Millionen-Maßnahmen in Wirklichkeit vor Ort aussehen würden. Von öffentlichen Toilettenanlagen, „grünem“ Klassenzimmer, Restaurierung der verrotteten Nazi-Ehrentribüne und des „Führerweges“, von einbetonierten Stelen, Info-Inseln und großen Hinweistafeln auf dem Hanggelände ist die Rede. Ohnehin sollten die noch unübersehbaren Folgen der verheerenden Corona-Krise auch für die öffentlichen Finanzen zu anderen Prioritäten führen.

30.03.2020 23:44 Uhr Schlussstrich ziehen

Zu: „Großeinsatz für Pyrmonter Feuerwehren“, vom 24. März

Die hohen Kosten vom 23. März und der Vergangenheit können doch wohl nicht von der Allgemeinheit getragen werden? Überlassen Sie weiter den Chaoten das Spielfeld? Die Stadt sollte einmal überlegen, ob nicht eine Enteignung zulasten des Besitzers vorgenommen werden müsste?

30.03.2020 23:42 Uhr Müssen jetzt Rauchmelder geprüft werden?

Zu: „Rauchmeldertests trotz Corona“, vom 21. März


Konkret: In der Dewezet vom 21. März, Seite 10, wird berichtet, dass die HWG zurzeit Rauchmelder überprüfen lässt. Muss das jetzt sein? Gleichzeitig habe ich gehört, dass Räuberbanden unterwegs sind, die sich unter dem Vorwand, die Rauchmelder zu kontrollieren, Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen.

30.03.2020 23:40 Uhr Schutz nutzen

Zu: „Mundschutz nähen gegen Corona“, vom 27. März

Wer im Besitz von Mundschutz und Handschuhen ist, sollte diese zum Beispiel beim Einkauf benutzen. Diese Maßnahme schützt alle Personen, denen wir unsere Versorgung verdanken. Ein Senior macht sich Gedanken.

30.03.2020 23:12 Uhr Ausbau der Bahnstrecke ist richtig

Zu: „Bahnausbau-Gegner nehmen Stellung“, vom 18. März


Eine Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Ost-West-Achse unseres Landkreises ist ohne diese Maßnahme nicht zu machen. Für die Einrichtung der gewünschten Haltepunkte Hameln-Süntelstraße und Fischbeck ist eine Wiederherstellung der Zweigleisigkeit sowie Elektrifizierung unerlässlich.

Dies alles kann die BI Transit jedoch nicht erschüttern. Im Gegenteil: Es wird einfach behauptet, dass die Bevölkerung erhebliche Bedenken hat! Worauf stützt sich denn diese steile These? Sind damit etwa die 24 000 Unterschriften gemeint, die die BI 2015 dem Bundestag übergeben hat? Diese Unterschriften wurden seinerzeit unter den Eindrücken des „Planfall 33“ geleistet, der in seiner ursprünglichen Form ja gar nicht mehr verfolgt wird. Zu dieser Zeit waren in den lokalen Medien fast ausschließlich Schlagzeilen zu lesen wie zum Beispiel „160 Güterzüge am Tag“, „Dauerstau am Bahnübergang“ und „die Region hat nichts davon“. Es wurden lediglich die BI-Thesen bedient. Gegenargumente fand man allenfalls auf der Leserbriefseite.

Zum Glück ist die Berichterstattung heute wesentlich differenzierter und damit eine objektive Meinungsbildung im Gegensatz zu damals möglich. Ich habe daher erhebliche Zweifel, dass unter den aktuellen Umständen eine vergleichbare Unterschriftenzahl auch nur ansatzweise zusammenkäme. Sich darauf heute noch zu stützen, ist schon gewagt. Außerdem ist beim Thema Lärmschutz inzwischen einiges auf den Weg gebracht worden: Das Lärmsanierungsprogramm der DB beinhaltet den zeitnahen Bau diverser Lärmschutzwände auch im Landkreis Hameln-Pyrmont, und zwar ohne irgendeine gesetzliche Verpflichtung. Außerdem sind die alten Grauguss-Bremsbeläge, die einen Großteil des Lärms verursachen, ab 2021 deutschlandweit verboten. Hiermit lässt sich eine Lärmreduktion um 10dB (etwa 50 Prozent) erreichen. Immer mehr Eisenbahnverkehrsunternehmen beschaffen inzwischen sogenannte Zweikraftloks, die mit Elektromotor angetrieben werden, aber den Strom bei fehlender Oberleitung auch mit einem integrierten Dieselaggregat erzeugen können.

Allein DB Cargo hat bereits 2019 einen Rahmenvertrag über 400 solcher Loks ausgeschrieben. Der Güterverkehr auf der Weserbahn wird also zunehmen, sogar ohne Elektrifizierung. Wir müssen die im BVWP geplanten Infrastrukturverbesserungen daher als Chance begreifen, um damit die oben genannte Angebotsverbesserungen im SPNV beim Land einzufordern. Ohne die Millionen vom Bund, die dieser für die Einrichtung der Güterverkehrsumleitung über Elze-Hameln investieren will, wären diese Maßnahmen nämlich rein für den SPNV gar nicht zu finanzieren.

28.03.2020 00:19 Uhr Es steht viel auf dem Spiel

Zu: „Die Manager der Krise“, vom 21. März


Wir brauchen ein ethisch-moralisches Miteinander zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen, die unser aller Gegenwart und Zukunft bestimmen werden. Eines ist deutlich geworden: Es steht viel auf dem Spiel, es geht um unser Dasein auf der Erde, das sich entscheidend wandeln wird. Die Art der Menschen, miteinander auszukommen und gesellschaftliche Prozesse zu gestalten, hat im Laufe der Jahrtausende bereits unzählige Wandlungen erfahren. Aber sie sind heute mehr denn je notwendig. Möge es uns gelingen, unser Denken durch Wissen und Verstehen zu erneuern, damit die Zeitenwende zur Wendezeit wird. Wir haben es in der Hand, denn wir sind nicht nur Zeitzeugen, sondern auch Akteure. Was wir brauchen, ist vor allem Mut zum Gelingen.

28.03.2020 00:17 Uhr Viel zu spät auf das Virus reagiert

Zu: „Das Virus schafft eine andere Welt“, vom 13. März

Seit 1968 sind nun 52 Jahre vergangen und die Notstandsgesetze wurden nie umgesetzt. Gut so. Das Coronavirus bringt uns weltweit in eine ganz neue Situation, auf das auch jedes einzelne Land reagieren muss.

Mittlerweile ist das Virus auch verstärkt in Deutschland eingedrungen und es muss reagiert werden. Aufgrund des Systems der Bundesrepublik ist alles Ländersache, Landkreissache, Städtesache und so weiter. Wir stehen am Beginn einer Pandemie und alle stehen da und fragen sich: „Huch, was machen wir jetzt“? Da meine Frage: Warum sagt unsere Bundeskanzlerin mal wieder „Wir schaffen das“, anstatt mal das Notstandsgesetz aus der Schublade zu holen, auf den Tisch zu hauen und Entscheidungen bundesweit zu treffen!? In anderen EU-Ländern geht das doch auch.

Fakt ist nun mal, auf die Situation Coronavirus wurde in Deutschland viel zu spät reagiert.

27.03.2020 23:54 Uhr Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln

Zu: „Krankenhäuser stehen bereit“, vom 21. März


Ja, wir müssen sogar dann noch einige Tage hoffen, dass dieser hinterlistige Feind uns nicht schon längst angesprungen hat und unter unseren Betten schläft, bis er sich am Ende der Inkubationszeit zeigt.

Und in dieser Situation musste ich in dem oben genannten Zeitungsartikel die Meinung des Geschäftsführers des Agaplesion Ev. Bathildiskrankenhaus dazu lesen, wobei mir der Kinnladen herunterklappte: „Ich persönlich glaube, dass die Krisenszenarien ein bisschen übertrieben sind.“ Das sagt nicht etwa ein hirnloser, angeheiterter Teilnehmer einer Coronavirus-Party, sondern der Mann, der verantwortlich ist für eine bestmögliche Vorbereitung auf den zu erwartenden Ansturm auf die paar wenigen Intensivbetten. Und die Redaktion unterstreicht diese Verharmlosung auch noch durch eine Hervorhebung in Fettschrift als vermeintlich zentrale Aussage dieses Artikels und mit einem Porträtfoto des Urhebers. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Bitte komme mir in diesem Zusammenhang niemand mit „Meinungsvielfalt“ und dem „Grundrecht auf freie Meinungsäußerung“. Dann bin ich ab sofort der Meinung, dass die Weser ab Minden in Richtung Hameln fließt. Nicht jede sprachliche Fehlleistung eines vermeintlichen Insiders muss man auch abdrucken, auch nicht den dümmlichen Vergleich mit der parallel grassierenden Grippe, gegen die wir sehr wohl Waffen haben, die wir nur noch konsequenter einsetzen müssten. Wer müht sich derzeit nicht alles verzweifelt, auch noch den Letzten von der Notwendigkeit der jetzt eingeführten Beschränkungen zu überzeugen. Doch das könnte so auf einen Schlag zunichtegemacht werden. Fröhliche Corona-Partys und Grillfeiern in der bevorstehenden Frühlingszeit!

27.03.2020 23:52 Uhr Wessen Glück feiern wir?

Zu: „Geld macht nicht glücklich, beruhigt aber ungemein“, vom 20. März


Selbstverständlich stellt sich die Frage, wie sich die Motivation generiert, mehr Einkommen zu erwirtschaften, als zu einem auskömmlichen Leben notwendig ist. Wissen wir doch, dass gerade in der heutigen Zeit ein großer gesundheitlicher Risikofaktor der sogenannte „Stress“ ist. Herzinfarkte, Depressionen, Burnout, usw. werden gern in Kauf genommen, um überflüssigen Reichtum anzuhäufen. Der einzige Zweck scheint darin zu liegen, sich mit Statussymbolen zu umgeben.

Dabei gibt es durchaus Beispiele für andere Gesellschaftsorganisationen wie dem unmäßigen Streben nach Geld. Misst doch das Land Buthan den Erfolg von Regierungstätigkeit in Bruttonationalglück statt mit dem Bruttosozialprodukt, mit dem ausschließlich der Erfolg wirtschaftlicher Tätigkeit erfasst wird. Selbst ein gesundes Tier käme nie auf die Idee, mehr zu fressen, als es zum Leben benötigt. Welche Triebe sind es also, dass Menschen offenbar mehrheitlich nicht gewillt sind, selbst ihren Überfluss zu teilen? Oft wird ins Feld geführt, man habe sich den Reichtum mühsam erarbeitet. Doch bei genauem Hinsehen entpuppen sich derartige Behauptungen in der Regel als konstruiert. Reichtum wird entweder vererbt oder entsteht, indem man andere Menschen übervorteilt.

Entweder geschieht dies dadurch, dass man Menschen einen fairen Lohn für ihre Arbeitskraft vorenthält oder aber indem man überteuerte Waren, Dienstleistungen oder Verträge verkauft. Wenn wir also den Weltglückstag feiern, beschleicht mich doch insgeheim die Frage, wessen Glück wir feiern? Ich vermute, für den größten Teil der Menschheit kommt keine wirkliche Feierlaune auf.

27.03.2020 00:07 Uhr Artenschutz nicht aus den Augen verlieren

Zu: „Harsche Worte zu Artenschutzpaket“, vom 5. März

Schade ist nur, dass zum Beispiel der Zwischenraum vom Feldweg zum Feld immer kleiner wird. Die sogenannte Bankette schwindet mittlerweile sehr stark (wird einfach untergepflügt), teilweise ist ein nicht ausgeklappter Zollstock schon breiter als der Grünstreifen zum geteerten Feldweg. Eine Folge: Die Wege brechen unter der Last der schweren landwirtschaftlichen Maschinen zu den Seiten weg, teure Reparaturen werden fällig. Feldhecken verschwinden, Obstbäume bekommen die praktische Erntemaschinenfrisur (Warum? Wegen Kratzern?) und gepflügt wird bis in die letzte Ecke. Muss das sein?

Es wird mittlerweile um jeden zusätzlichen Quadratmeter zu bewirtschaftender Erde gekämpft für eine ertragreiche Ernte. Das schreibt die Politik, Grüne, NABU oder wer auch immer nicht vor! Darum die Bitte an alle Landwirte: Lasst mal was stehen! Es muss nicht immer alles abgeschlegelt werden, nur der Ordnung halber! Unser aller Nachfahren werden sich darüber freuen, denn dann haben Insekten und andere Tierchen wieder einen Lebensbereich, das Thema Artenschutz verschwindet automatisch wieder vom Tisch und alle sind glücklich, oder nicht? Artenschutz – traurig dass man über so etwas ständig diskutieren muss! Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

25.03.2020 23:40 Uhr Fünf Euro für weniger Lebensqualität

Zu: „Mehr Platz für Windräder“, vom 10. März

In Wirtschaft und Politik nennt man derartige Vorgehensweisen „Bestechung und Bestechlichkeit“ – Straftatbestände! Lies rechnet vor, dass für eine Gemeinde, welche 10 Windenergieanlagen auf ihrem Gebiet zulässt, innerhalb von 20 Jahren Einnahmen von 2 Millionen Euro zusammenkommen könnten. Liebe Mitbürger, lasst Euch nicht verdummen! Rechnet einmal nach: eine kleine Gemeinde mit nur 20 000 Einwohnern, 2 Millionen Euro in 20 Jahren. Das ergibt 5 Euro pro Einwohner und Jahr. Wer möchte für diesen eindrucksvollen Betrag seine Lebensqualität und Gesundheit abkaufen lassen? Dieser Betrugsversuch ist eine Beleidigung an jeden, der die vier Grundrechenarten beherrscht, unabhängig davon, dass solches Vorgehen sittlich-moralisch verwerflich ist.

24.03.2020 23:25 Uhr Abstand halten

Zu: „Corona? Wir doch nicht!“, vom 18. März


Menschen, die ihren gerade jetzt für alle so wichtigen Job nicht ausüben können, zum Beispiel im medizinischen Bereich, weil sie wegen solchen Rudelverhaltens vielleicht in Quarantäne müssen.

So ein „soziales“ Verhalten im Sinne von „draußen treffen in Massen um jeden Preis“ zieht dann leider nach sich, dass alle Ausgangssperre bekommen. Schönen Dank auch. Es ist kein vorgezogener Urlaub, den man zum ausgiebigen Beisammensein nutzen kann!

Alle Eltern – haltet eure Pubertierenden vom Massenabhängen ab. Denn aufgrund solchen Verhaltens sieht sich die Regierung irgendwann dazu gezwungen, uns zum Isolieren zu verdonnern. Und das, wo zum Beispiel Spazierengehen jetzt so wichtig ist für das Immunsystem und ja auch fast das Einzige, was man noch gut machen kann in der Freizeit.

Also mein dringlicher Appell an alle: Geht raus an die frische Luft, genießt die Sonne, aber bitte verteilt euch! Ist doch nicht so schwer. Geht mit großem Abstand (mindestens zwei Meter) nur mit eurer direkten Familie oder Mitbewohnern spazieren, in den Wald, in den Garten, fahrt mit dem Fahrrad. Aber bleibt weg von den Massen. Und verhaltet euch damit wirklich sozial. Dankeschön.

24.03.2020 23:23 Uhr Ein Armutszeugnis

Zu: „Gescheiterte Reform“, vom 12. März


Antwort: Das Streben um Machterhalt. Peinlich? Nein. Ein Armutszeugnis und schlimmer: „Entdemokratisierend.“ Weimar lässt grüßen. Und nun? Die Lösung ist ganz einfach. Verhältniswahlrecht ohne irgendeinen Ausgleich. 30 Prozent als Wahlergebnis zum Beispiel ergeben dann 30 Prozent der 598 Sitze laut Bundeswahlgesetz. Mit den vermiedenen Mehrkosten könnte zum Beispiel ein Teil der Grundrente finanziert werden. Vermutlich einigt man sich aber eher auf die Änderung des Bundeswahlgesetzes auf demnächst 800 Sitze und mehr.

24.03.2020 23:21 Uhr Elementare Erfahrung in der Krise

Zu: „Erste Länder beschränken Ausgang“, vom 21. März

Aber zum Glück gibt es das. Und in dieser aufwühlenden Lage erreicht mich eine E-Mail von einer Freundin aus unserer französischen Partnerstadt Saint-Maur südöstlich von Paris. Sie ist gut 60 Jahre alt und lebt seit ihrer Kindheit im Ballungsraum der französischen Hauptstadt. Die Möglichkeiten, die das moderne Großstadtleben bietet, kennt und nutzt sie, und sie schätzt es: intensiver Gebrauch des Autos im täglichen Leben, Flugreisen in den Urlaub, oft mehrmals im Jahr… Mit all den Folgen, die wir ja auch hier bei uns – wenn auch noch nicht in so dramatischer Form – zur Genüge kennen. Diese Frau ist, es sei ausdrücklich gesagt, kein Öko-Freak. Und sie schreibt mir am 19. März 2020 unter anderem in ihrer Nachricht: „Seit zwei Tagen sind alle Fahrten untersagt, außer zum Einkaufen. Diese Stille in den Straßen ist wirklich erstaunlich, man hört wieder die Vögel, ansonsten kein Lärm!“ Ob diese elementare Erfahrung, die sie in so einfachen Worten beschreibt, uns alle, vielleicht die ganze Welt, zum Nachdenken, zum Umdenken und dann endlich zum Um-Handeln bringen wird? Dann hätte diese Krise einen – wenn auch schmerzhaften – Sinn.

24.03.2020 21:36 Uhr Unspektakulärer Auslöser

Zu: „Neuer Bückeberg-Streit spaltet Politik“, vom 14. März, und zu: „CDU und AfD stellen sich quer“, vom 17. März


Eine Mehrheit der Stimmen aus der Gruppe CDU/FWE und AfD hat dafür ihre Zustimmung verweigert.

Die Beweggründe für diese Entscheidung wurden von den Protagonisten ausführlich dargelegt, sodass die formale Verfahrensweise rechtlich nicht zu beanstanden ist. Es wäre jetzt und auch in Zukunft kontraproduktiv, alle politischen Entscheidungen zu boykottieren, die mit Zuspruch der AfD getroffen wurden. Immerhin ist diese Partei in Emmerthal mit 9,70 Prozent der Wählerstimmen in den Gemeinderat gewählt worden. Ihre Legitimation und Rechtsfähigkeit muss zähneknirschend respektiert werden.

Fakt ist aber auch, dass der Kompromiss zum Bückeberg-Projekt nicht quasi ein baurechtliches Genehmigungsverfahren ersetzen kann. Das eine beruht auf einer politischen Entscheidung, und das andere ist ein administrativer Vorgang. Und in der Natur einer Abstimmung liegt es nun einmal, dass deren Ergebnis nicht vorhergesagt werden kann. Schließlich sind die Mitglieder des Gemeinderates bei einer Beschlussfassung grundsätzlich nur ihrem Gewissen unterworfen. Eine Fraktionsdisziplin würde gegen das Prinzip des freien Mandats verstoßen.

24.03.2020 00:32 Uhr Es gibt durchaus Befürworter für den Ausbau

Zu: „Bahnausbau-Gegner nehmen Stellung“, vom 18. März

Dass es durchaus auch Befürworter in der Bevölkerung gibt, die eher die Chance der Weiterentwicklung unseres Landkreises sehen als eine Belästigung durch Lärm und geschlossene Schranken, geht hier völlig unter. Hier hält sich mein Mitgefühl auch in Grenzen! Wer seinen Wohnsitz an einer Bahnstrecke wählt, sollte sich nicht wundern, wenn statt des halbstündigen Dieselbrummers sich dann doch ein Güterzug dazu einreiht. Zumal die Zeit der qualmenden Dampfloks und ratternden Güterzüge mit Graugussbremsen vorbei ist. Ab Ende 2020 soll der gesamte Wagenbestand der DB-Cargo auf Flüsterbremsen umgestellt sein. Die Anwohner der Bundesstraßen im Landkreis wären sicher erleichtert, wenn mehr Waren mit der umweltfreundlichen Bahn transportiert werden als mit dem qualmenden und lärmenden Lkw vor ihrer Tür. Frau Tovar-Luthin bekräftigt, die Elektrifizierung erwirke keinen Anspruch auf Lärmschutz. Statt der Totalverhinderung des Ausbaus dieser Bahnstrecke sollte genau dieser Lärmschutz neben einem funktionierenden Personennahverkehr das Ziel der BI sein. Was wäre das für ein Gewinn an Standortattraktivität, sollte eines Tages eine S-Bahn von Hameln über Coppenbrügge nach Hildesheim/Hannover fahren.

24.03.2020 00:29 Uhr Organisatorischer Irrsinn

Zu: „KAW schließt Entsorgungspark“, vom 20. März

Die meisten Gartenbesitzer haben sicher, wie in jedem Frühjahr, auch ohne Pandemie im Laufe der Woche ihre Gärten geputzt und ihre Anhänger mit Grünzeug beladen, um sie freitags auf dem Kompostplatz zu entsorgen. Diese voll beladenen Anhänger werden jetzt wochenlang in den Hauseinfahrten oder am Straßenrand stehen, vor sich hingären und bei Regen Gülle produzieren, die in die Kanalisation läuft. Der Mitarbeiter auf dem Kompostplatz Bad Pyrmont sitzt weit weg von den Kunden auf dem geschlossenen Radlader. Die Kunden sind beim Abladen mindestens eine Fahrzeugbreite voneinander entfernt.

Ich habe viel Verständnis und unterstütze die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise, auch die Schließung von Abfallplätzen ist sinnvoll. Aber die Information der Öffentlichkeit, wenige Stunden, bevor die Maßnahme wirksam wird, ist in meinen Augen organisatorischer Irrsinn und lässt keinen Raum, sich als Betroffener darauf einzustellen.

Bleibt nur zu hoffen, dass jetzt einige Frustierte ihren Grünmüll nicht in der freien Natur entsorgen.

24.03.2020 00:25 Uhr Geld sparen: Tonziegel fürs Hochzeitshaus verwenden

Zu: „Knapp 800 000 Euro Preisunterschied“, vom 27. Februar


Zunächst ganz kurz ein paar wichtige Anmerkungen zur Historie des Hochzeitshauses: Erbaut 1610 bis 1617, saniert 1931/32 mit vollständiger Entkernung und Abbruch des alten Dachstuhls, umgebaut 1996 im Zuge des Projektes „Erlebniswelt Renaissance“. Als Resümee des vorgenannten Rückblicks bleibt festzuhalten, dass sich etwaige Denkmalschutzbestimmungen lediglich auf die Außenfassade des Hochzeitshauses beziehen können und keinesfalls auf die innere Beschaffenheit und auch nicht auf die Dacheindeckung, wie Stadtbaurat Aden vermutet. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint mir ein Zuschuss in Höhe von 450 000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderpro- gramm äußerst fragwürdig.

Wenn ich weiterhin berücksichtige, dass in den letzten 15 Jahren nahezu alle Bauvorhaben in Hameln die ursprünglich veranschlagten Kosten um ein Vielfaches überstiegen haben, so befürchte ich, dass dies bei der Dachsanierung des Hochzeitshauses nicht anders sein wird. Schon jetzt ist unbestritten, dass die Eindeckung mit Sandstein erheblich teurer sein wird als mit Tonziegeln. Bislang nicht berücksichtigt sehe ich die Instandhaltungskosten in den Folgejahren. Dass diese bei Sandstein höher sein werden als bei Tonziegeln, dürfte außer Frage stehen. Vielleicht könnte uns Herr Aden hierzu genauere Zahlen liefern, wenn er die Reparaturkosten für das vorhandene Dach der letzten zehn Jahre nennen würde. Fazit: In Anbetracht der ohnehin klammen Stadtkasse plädiere ich für eine Dacheindeckung mit Tonziegeln! Der Betrachter wird aus zirka 25 Metern keinen Unterschied zum Sandstein erkennen, heimische Firmen können an der Ausschreibung teilnehmen, da es keiner Spezialfirmen bedarf, und die Folgekosten bleiben überschaubar.

Das eingesparte Geld könnte in Schulen und Ausbildungsplätze für unsere Kinder investiert werden

24.03.2020 00:24 Uhr Hilfe anbieten in der Krise

Zu: „Zwischen Krise und Solidarität“, vom 19. März

Wochen, Monate und Jahre kämpfe ich gegen meine Trauer und damit vor allem gegen mich selbst und meine Ungeduld. Mir wurde klar, dass das nichts bringt. Es braucht Zeit und wertvolle Menschen! Danke an meine Freunde, meine inzwischen drei Familien und an meinen Verlobten, dem ich mich immer anvertrauen konnte und kann.

Auch meine offene Art, mit dem Verlust umzugehen, hat dazu beigetragen, dass ich Hilfe annehmen konnte und kann, die man definitiv in Krisen braucht.

Aktuell steckt die Welt in einer Krise. Der Verlust gemeinsamer Aktivitäten und sozialer und kultureller Möglichkeiten verunsichert viele Menschen. Die Situation macht Angst und lässt einige Panik verbreiten und Hamsterkäufe tätigen. Haltet einen Moment inne und seid dankbar! Dankbar, dass ihr bis jetzt immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen seid, sonst würdet ihr vielleicht (auch) nicht mehr leben. Ich bin es auch!

Vertraut auf euch selbst und die Menschen um euch herum. Danke an alle Menschen, die „den Laden am Laufen halten“, zum Beispiel in Krankenhäusern, Supermärkten…! Ohne euch wären wir aufgeschmissen. Ihr seid Helden! Führt (digitale) Gespräche mit wertvollen Menschen, die euch zu besseren machen, die gute Laune ausstrahlen, die euch unterstützen und lieben. Ignoriert den Rest oder versucht, sie positiv zu beeinflussen. Versucht, die Krise aktiv mitzugestalten. Bietet Hilfe an: Fremden, Nachbarn, Freunden, Familien. Das hilft vor allem euch selbst!

Nehmt euch Zeit für euch und Eure Umgebung: Braucht ihr all das? Räumt auf, sortiert aus, repariert. Macht Dinge, für die sonst keine Zeit ist. All das tut uns gut. Wir brauchen uns jetzt! Liebe, Gesundheit und positive Energie an alle!

24.03.2020 00:22 Uhr Weserbergland könnte als Touristenziel geopfert werden

Zu: „Mehr Platz für Windräder“, vom 10. März

2018 betrug der Anteil der erneuerbaren Energie in Deutschland ca. 35 Prozent. Einige Bundesländer liegen darüber, zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern mit 71,9 Prozent, Schleswig-Holstein mit 69,3 Prozent.

Niedersachsen ist mit 45,3 Prozent dabei. Andere Bundesländer liegen deutlich darunter, zum Beispiel Baden-Württemberg mit 27,1 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 12,6 Prozent.

Es wäre also auch unter dem Aspekt – da es sich um ein bundesweites Thema handelt – dringend erforderlich, das Thema erneuerbare Energien aus dem Föderalismus herauszunehmen und es in die Bundespolitik einzugliedern. Zum einen müssten dann alle Bundesländer die gleichen Quoten erfüllen und zum anderen wäre dann auch Schluss damit, dass jedes Bundesland die (fast) unverbindlichen Richtlinien des Bundes in seinem Sinne interpretiert: In Bayern gilt immer noch ein Abstand von 2000 Metern, und bei uns will Ministerpräsident Weil die Anlagen bis auf 400 Meter vors Haus stellen.

Ich fürchte, dass damit das Weserbergland als Touristenziel geopfert wird. Zum Abschluss noch der Hinweis, dass es zur Erzeugung der erneuerbaren Energien neben der Windkraft auch noch zum Beispiel Photovoltaik, Biomasse und Stromerzeugung aus Wasser gibt.

24.03.2020 00:18 Uhr Verhalten der Politik wirft Fragen auf

Zu: „Auf Schweigen folgt Kritik – an der Presse“, vom 29. Februar

Da diese Frage insgesamt aktuell ist, hat es Sinn, sich den Ursprung unserer Parteien anzusehen: Die SPD ist die älteste aller Parteien und baute sich bereits in der „Weimarer Republik“ als eine „reine“ Arbeiterpartei auf mit einem sog. „sozialistischen Flügel“ der USPD. Zu diesem „Flügel“ gehörten z. B. die Sozialistin Elisabeth Selbert und ihr Mann Adam. Beide waren in der „Weimarer Republik“ in Kassel bis 1933 politisch aktiv. Mit der Machtübernahme Hitlers 1933 „tauchten“ alle Parteimitglieder der SPD ab, d. h. sie waren politisch nicht mehr aktiv. Einige gingen ins Exil nach England, der Niedersachse Kurt Schumacher als führender Kopf der SPD kam bis 1945 ins KZ, wo er schwer erkrankte. Elisabeth Selbert jedoch trat in vier Naziorganisationen der NSDAP ein, damit sie als Anwältin durch „glückliche Umstände“ in ihrer eigenen Kanzlei in Kassel arbeiten konnte, die vorher dem Juden Leon Roßmann gehört hatte. Nach dem Krieg wurde sie wieder SPD-Mitglied in Kassel, wurde jedoch von ihrer Partei politisch „ausgebremst“.

Alle übrigen Parteien CDU, CSU, FDP, SED (Ost-Deutschland), entstanden erst nach dem Krieg 1945. In jeder Besatzungszone wurde anders „entnazifiziert“, sodass davon ausgegangen werden kann, dass mit der Neugründung der o. g. Parteien sehr viele Nazis in diese eintraten und wieder politisch aktiv wurden. Nur so ist zu verstehen, dass es möglich wurde, dass eine ausgewiesene Nazifrau wie Agnes Miegel oder der Nazi Friedrich Kölling durch die Politik in Form von Straßennamen geehrt wurden.

Wenn jedoch heute – mit unserem Wissen – eine Nazijuristin wie Elisabeth Selbert als Namensgeberin für eine Schule geehrt wird und die Politik sich nicht entscheiden kann, selbst Straßennamen von „Alt-Nazis“ einfach mal „rein symbolisch“ zu canceln, wirft das Fragen auf, die nur die Politik mit Hilfe von Selbstreflexion und politischer Standortbestimmung klären kann. Nur aus diesem Grund ist das kritische Nachfragen der Presse – „Wo steht die Politik“ heute – immer gerechtfertigt.

24.03.2020 00:17 Uhr Unverantwortliche Anweisung aus dem Kultusministerium

Zu: „Schwere Aufgabe für Eltern“, vom 14. März

Völlig unverständlich und unverantwortlich ist jedoch die Anweisung aus dem Kultusministerium an alle Lehrkräfte, ihrer „Anwesenheitsverpflichtung in der Schule nachzukommen und dort außerunterrichtliche Aufgaben zu übernehmen“. Während die Unternehmen in Deutschland versuchen, möglichst viele Beschäftigte im Homeoffice arbeiten zu lassen, sollen Niedersachsens Pädagogen die Sporthalle aufräumen oder noch mal gemeinsam die Arbeitspläne im Fach Biologie durchgehen.

Es scheint, als solle dem Virus noch eine letzte Chance gegeben werden, sich über das 80-köpfige Kollegium im System Schule auszubreiten. Dies ist besonders unsinnig, da sich die Versorgung der Schüler mit Aufgaben über das Internet mangels schulischer Arbeitsplätze sowieso nur über das häusliche Arbeitszimmer durchführen lässt.

Jedoch wird offenbar angenommen, dass wir als vereidigte Beamte zu Hause nicht unseren Dienst pflichtgemäß durchführen würden. Die Vorstellung, dass ein Lehrer vormittags heimlich während der Dienstzeit seinen Garten umgraben könnte, scheint ein beängstigenderes Szenario für die Damen und Herren im Kultusministerium zu sein als die Infektion ihrer Mitarbeiter mit einem potenziell tödlichen Virus.

Seuchenbekämpfung sieht anders aus und Fürsorgepflicht für Mitarbeiter sowieso. Letztendlich verbleibt den jeweiligen Schulleitungen die Möglichkeit, den größtmöglichen Teil des Kollegiums ins Homeoffice zu schicken, so wie es dankenswerterweise auch an meiner Schule passiert ist.

24.03.2020 00:11 Uhr Politik sitzt in der Millionenfalle

Zu: „Es kostet rund zwölf Millionen“, vom 27. Februar

Einen Plan B scheint es für die Feuerwehrführung nicht zu geben, gestützt auf den Feuerwehrbedarfsplan wurde die Bad Pyrmonter Politik scheinbar festgenagelt und sitzt nun in der Millionenfalle! Der Feuerwehrbedarfsplan wurde 2017 erstellt, um der Stadt eine Hilfe an die Hand zu geben, und ist eine Empfehlung. Die Pflichtaufgabe der Stadt Bad Pyrmont ist es, den Brandschutz auf sichere Beine zu stellen, und dafür gibt es nicht nur die eine Lösung! Die beiden Ortsfeuerwehren in der Kernstadt sind personell gesund, ansonsten wäre eine komplette Fusion nötig. Aber selbst wenn es irgendwann nötig wird, kann man trotzdem weiter von zwei Standorten aus arbeiten und dem Bürger schnell zu Hilfe kommen.

Was in Eichenborn und Neersen sinnvoll ist, kann im weitläufigen Stadtgebiet von Bad Pyrmont nicht schlecht sein! Ein gemeinsames Feuerwehrhaus hört sich gut an, und wenn man einen geeigneten Bauplatz hat, kann man sicherlich auch Geld sparen, aber im Fall Gondelteichparkplatz ist es eher ein Millionengrab. Die Bausumme für ein einzelnes Gerätehaus ist quasi schon weg, bevor der Grundstein gelegt wird und mit der Errichtung des Gebäudes begonnen werden kann. Zur Zeit stehen die geplanten Gesamtkosten bei stolzen 12 Millionen, keiner weiß, ob es noch mehr kosten wird! Wenn man die Gesamtsumme sinnvoll verteilt, könnten zeitnah alle Baumaßnahmen an allen Feuerwehrhäusern der Stadt abgeschlossen werden und das wäre ein Spitzenergebnis für alle. Für die Stadt, für alle Kameraden der gesamten Stadtfeuerwehr und für die Sicherheit der Bürger! Ein Plan B liegt bereit, wenn wir uns jetzt ernsthaft mit einer Alternative beschäftigen, können in Kürze viele Spatenstiche gemacht werden und die Feuerwehrhäuser schnell in Betrieb gehen!

23.03.2020 23:41 Uhr Durchschaubare Inszenierung

Zu: „Ein Brief an die AfD und ein Antrag“, vom 10. März.

Im letzten Jahr hat die AfD in dieser Mensa eine Podiumsdiskussion durchgeführt, die öffentlich angekündigt wurde und an der ich als interessierter Bürger teilgenommen habe. Anders als letztes Jahr wurde der Veranstaltungsort am 7. März jedoch von Personen – überwiegend von Schülerinnen und Schülern – umzingelt und demzufolge die Durchführung der Veranstaltung massiv gestört. „Hier sind Nazis“, „ekelhaft“ und andere beleidigende und respektlose Parolen wurden über zwei Stunden überlautstark skandiert. Ist das die vom Grundgesetz geschützte freie Meinungsäußerung?

Den Andersdenkenden niederschreien bzw. mundtot machen ist repressives Verhalten und Erkennungsmerkmal autoritärer Herrschaftsformen. Es steht ganz bestimmt im Gegensatz zum Bildungsauftrag der Schulen im demokratischen Staatswesen. Zu Beginn der Veranstaltung am 7. März hat die Kreisvorsitzende der AfD, Frau Klages, darauf hingewiesen, dass nach den Reden die Möglichkeit besteht, dem Kandidaten, Herrn Emden, Fragen zu stellen. Frau Jörg war aber weder zu Beginn der Veranstaltung noch am Ende anwesend. Frau Jörg und eine andere Besucherin wollten den Zeitpunkt zum Stellen von Fragen an den Kandidaten nicht abwarten und waren offensichtlich darauf aus, den Versammlungsverlauf zu stören.

Ich habe gelernt, als Gast die Regeln des Gastgebers zu respektieren! Dass sich Frau Jörg nach dem Verlassen der Versammlung als „Opfer“ präsentierte und sich von den Schülern bejubeln ließ, ist Teil einer durchschaubaren Inszenierung. Für die Auseinandersetzung in einer lebendigen Demokratie war das Verhalten der Protestierer am 7. März kein Lehrbeispiel.

20.03.2020 21:06 Uhr Coronavirus: Vorbildlicher Umgang in Asien

Zu: ‘, vom 11. März

Vom 15. Februar bis 8. März waren wir in Malaysia, Kuala Lumpur und fünf Tage in Thailand/Phuket. Das Verhalten der Menschen würde ich so beschreiben: Das Leben geht weiter. Einige wenige tragen in der Öffentlichkeit Mundschutz, in den Lokalen haben die meisten Servicekräfte Mundschutz um. Überall ein reges Betriebsleben der entsprechenden Mentalität. Man merkt, dass die Menschen bei Begegnungen auf der Straße beim Vorbeigehen körperlichen Kontakt meiden. An den Rolltreppen und Treppengeländern werden die Handläufe so gut wie gar nicht mehr angefasst. In Kuala Lumpur zeigen die Behörden und Geschäftsleute hohen Einsatz und Verantwortung. In allen Einkaufsmeilen, Geschäften und an Veranstaltungsorten standen Desinfektionsständer zur freien Benutzung. Wir hätten uns alle 10 Meter die Hände desinfizieren können.

Am Flughafen in Kuala Lumpur und Phuket wurden Fieberkontrollen durchgeführt. In den WCs stand zusätzliches Personal. Wer die Toilettenräume ohne Händewaschen verlassen wollte, wurde zurückgeschickt und zum Händewaschen begleitet. Unter Aufsicht wurde zusätzlich Seife in die Hand gespritzt, gezeigt, wie man sich die Hände waschen soll. Wenn die Aufsicht nicht zufrieden war, musste der Gast die Hände ein zweites Mal waschen. Hut ab, das nenne ich Verantwortung! Bei größeren Veranstaltungsorten wurde am Eingang Temperatur gemessen. In Phuket wurde alles nicht so genau genommen.

Zurück in Deutschland: Hier keine Spur von Eigenverantwortung, weder von Geschäftsinhabern noch von behördlicher Seite. Flughafen Hannover: Kontrollen – null. Keine Desinfektionsspender, keine zusätzlichen Servicekräfte zur Kontrolle. Bei unseren Einkäufen im ECE-Center in Hameln, Aldi, Real, Rewe in Bodenwerder ergab sich uns ein erschreckendes Bild. Nirgends gab es die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren. Weder in Eingangsbereichen noch an den Stellplätzen der Einkaufswagen. Gerade bei den Einkaufswagen wäre ein Desinfektionsständer vonnöten.

Was tun unsere Politiker? Sie debattieren und geben kluge Ratschläge, anstatt zu handeln.

20.03.2020 21:00 Uhr Nehmt die Bürger mit ins Boot

Zu: „Neuer Bückeberg-Streit spaltet Politik“, vom 14. März
Die kürzlich durchgeführte Wahl zum Landrat hat mit der geringen Beteiligung doch alles unter Beweis gestellt. Nehmt die Bürger mit ins Boot. Schickt eine Wahlbenachrichtigung an jeden Berechtigten! Auf dieser sollte zum Beispiel stehen: A: Wer möchte sich noch nach 75, in Worten „fünfundsiebzig“ Jahren nach Kriegsende an Adolf Hitler erinnern? B: Wer hätte das Areal lieber als Streuobstwiese für unsere so gebeutelte Umwelt? Die Mitbürger sollten sich nur durch ein Kreuz daran beteiligen müssen!

20.03.2020 20:55 Uhr Das sieht im Moment ziemlich düster aus

Zu: „60 Trecker vor der Mensa“, vom 6. März

Wir alle wollen essen und trinken und auch noch ein paar Tage auf dieser Erde leben. Und genau genommen ist das Allerwichtigste die Natur und dann auch die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen. Aber letzten Endes geht es allen nur ums Geld. Dabei können wir doch am Ende nichts mitnehmen. Und unser Vermächtnis ist das, was wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen. Und das sieht im Moment ziemlich düster aus.

Jeder sollte sich doch fragen, möchte ich diese Welt, so wie sie ist und sich entwickelt, wirklich meinen Kindern hinterlassen? Kann ich nicht etwas verbessern, etwas zum Guten ändern? Warum fragen sich die Landwirte das nicht? Sie könnten selber Vorschläge zum Wohle der Natur erarbeiten und dafür kämpfen, dass die Politik diese unterstützt. Das wäre wirklich eine Verbesserung und fände sicherlich eine große Akzeptanz vonseiten der Bevölkerung. Alles mit Treckern blockieren schafft nur noch mehr Feindschaft. Und warum nur Trecker? Mit PS protzen und elektronischer Vollausstattung! Wäre es nicht eine größere Gaudi gewesen, mit Rindern angeritten zu kommen? Das hätte richtig für Schlagzeilen gesorgt.

13.03.2020 23:31 Uhr Bewerberin abgewiesen

So wurde man, wie die anderen in ihrer Ausbildungsgruppe, arbeitslos und bewarb sich bei den Fluggesellschaften. Diese wollen zwar solche Arbeiter, aber gleich mit zehn Jahren Berufserfahrung. Also umdenken – man bewarb sich bei der Bahn, ob nun bei den Privaten oder der DB für die Instandsetzung oder als Lokführerin. Ein Vorstellungsgespräch bei der Bahn – und man hörte nichts mehr, obwohl man dort nochmals Bewerbungen hingeschrieben hat und auch telefonisch versuchte, mit der DB Kontakt aufzunehmen. Nichts passierte. Da man sich auch bei der Nordwestbahn beworben hatte, kam es zum Vorstellungsgespräch in Osnabrück. Es schien wohl gut zu laufen – aber nach ein paar Tagen kam die Absage, dass man als Frau nicht in diese Männerwelt passt. Was soll das? Einerseits sucht man Leute und dann so eine Aussage. Ist der Lokführermangel nur ein Fake? Die Aussage, dass eine Frau nicht in diese Männerwelt passt – da hätte man eine Anzeige machen müssen wegen Diskriminierung.

13.03.2020 23:29 Uhr Hund erbricht sich

Die Aussage von Herrn Brünjes, dass bereits bestehende Vorschriften einen „sicheren und schonenden Einsatz“ von Herbiziden und Insektiziden gewährleisten, darf stark angezweifelt werden. Zu behaupten, dass ein Verbot dieser Pestizide lediglich der Profilierung der Gruppe 17 diene, grenzt schon an Unwissen beziehungsweise Unverschämtheit.

Ich gehe mehrmals am Tag mit meinem Hund hinunter zum Schellental. Der dortige Bauer hat den Rain so dicht an den Flurweg untergepflügt, dass von einem Blühstreifen keine Rede sein kann; am liebsten würde er wohl noch die Straße unterpflügen. Ich bemerke die Anwesenheit dieses Bauern immer dann, wenn sich mein Hund nach dem Gassigang erbricht, weil er das vergiftete Gras für seine Verdauung gefressen hat.

13.03.2020 23:28 Uhr Gut für alle

Wie die einstimmigen Beschlüsse der Ortsräte zu bewerten sind, ist dem Artikel zu entnehmen. Wenn Herr Meyerhoff meint: „Da werden die Ärger machen“, hat er sich wohl mit den Anwohnern der Cumberlandstraße (Südumgehung-Ersatz) noch nicht unterhalten. Herr Siepmann scheint der einzige in dem Gremium zu sein, der erkennt, was gut für die Stadt (geringe finanzielle Belastung), gut für die Bevölkerung (weniger Beeinträchtigung durch Straßenverkehr), gut für Radfahrer und Fußgänger (Teileinziehung) ist.

13.03.2020 23:26 Uhr Kein Neubeginn

Das erste Ziel wurde dank Votum der Wähler erreicht bei einer sicher sehr holprigen, aber demokratischen Wahl im Landtag mit der Wahl des FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich. Der Neubeginn nicht.

Die Wahlleitung hatte die Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke) inne. Obwohl formal alles richtig lief, wurde dieses Ergebnis nicht respektiert. Nicht von der Bundeskanzlerin, am wenigsten aber vom Wahlverlierer Ramelow und seiner Entourage, die in alter Tradition ihrer SED-PDS-Linke-Linie ihre Anhängerschaft mobilisierte und gegen den gewählten und vereidigten Ministerpräsidenten Kemmerich und die ihn in geheimer Abstimmung wählenden Abgeordneten und Parteien mobilisierte.

Die Linke-Fraktionschefin zeigte sich als schlechte Verliererin und brüskierte den gewählten Ministerpräsidenten und das gesamte Parlament, ohne von der Landtagspräsidentin einen Ordnungsruf zu erhalten. Aber die ist ja von derselben Partei. Wenn man sich aber auch die Liste der aktuellen Politiker der Linken im Thüringer Landtag anschaut, so stellt man fest, dass immer wieder alte SED-Kader an den Fleischtöpfen der Macht standen und weiterhin stehen wollen, so die ehemaligen Minister Holter, Klaubert und Werner sowie die Landtagspräsidentin Keller. In der DDR waren sie kleine Lichter der Staatspartei, aber gebrannt haben sie alle. Die SED war immer eine Partei gegen Demokratie, Freiheit und Wohlstand! Die Abgrenzung zu dieser Partei ist nie ehrlich gewesen seitens SPD, CDU, FDP und Grünen.

CDU und FDP verspielen eine bürgerliche Mehrheit und weiter das Vertrauen der Wählerschaft, wenn sie dem abgewählten Ramelow ins Amt verhelfen.

13.03.2020 23:21 Uhr Gemeinsam mit den Landwirten Lösungen suchen

An Bewegungen wie zum Beispiel Fridays for Future ist gut erkennbar, dass auch die Jugend Angst vor der Zukunft hat, wenn auch aus einer anderen Perspektive. Ich finde es beschämend, wenn diesen Jugendlichen (und inzwischen ja auch vielen Erwachsenen) unterstellt wird, dass sie demonstrieren und direkt danach mit dem SUV nach Hause fahren würden. Offensichtlich kennt Herr Meyer im Gegensatz zu mir niemanden, der sich dort engagiert. Die, die ich kenne, kommen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad.

Besonders perfide ist aber, wenn das Landvolk behauptet, die wahren Schützer der Natur zu sein. Ich finde, dass die Landwirte unersetzbar sind, um Nahrungsmittel für die Bevölkerung zu produzieren. Über die Art der Anbaumethoden kann man aber trefflich streiten. 42 Prozent der 2018 in Deutschland verkauften Pestizide sind Unkrautvernichter, das bedeutet, dass fast die Hälfte der Pflanzenschutzmittel nicht dem Schutz der Kulturpflanzen, sondern der Arbeitserleichterung dient. Wie so oft geht, es hier ums Geld. Die konventionelle Landwirtschaft muss mit dem Weltmarkt konkurrieren, da ist man vermutlich froh, dass die chemische Industrie hier helfen kann. Besonders effektiv wird es dann, wenn die Kulturpflanze dann auch noch durch Züchtung unempfindlich gegen diese Unkrautvernichter ist – ein besonderer Fullservice von Firmen wie Monsanto, dem Entwickler von Glyphosat und einem der weltgrößten Pflanzenzüchter.

Natürlich ist auch das nur ein Aspekt, aber das Thema ist viel zu komplex, um es in einem Leserbrief umfassend zu betrachten. Daher mein Appell: Gemeinsam sollten wir in unserer Gesellschaft schnell nach Lösungen suchen. Hier müssen alle helfen: die Politik, die Landwirtschaft und natürlich auch die Verbraucher. Anderen die Schuld geben, reicht jedenfalls nicht!

13.03.2020 23:19 Uhr Schwer zu vermitteln

Da spricht auch nichts dagegen, sofern Herr Weil die Flüchtlinge privat unterbringt und die Kosten dafür übernimmt. Mit dem Koa-
litionspartner CDU scheint das nicht abgestimmt zu sein. Es ist auch uns Bürgern schwer zu vermitteln, dass Herr Erdogan und Herr Putin in Syrien einen Stellvertreterkrieg führen und als Verantwortliche des Flüchtlingsstroms die Migranten nach Europa schicken wollen. Man darf nur hoffen, dass die Grenze nach Griechenland geschlossen bleibt, denn wenn der Flüchtlingsstrom bis nach Istanbul reicht, wird auch der türkische Präsident lernen müssen, dass das Öffnen der syrischen Grenze nicht das der europäischen ist.

13.03.2020 23:17 Uhr Tunnel für Radfahrer freigeben

Radfahrer, die von der Scharnhorststraße kommen, biegen links ab und fahren getrennt von den Kraftfahrzeugen auf dem 164er Ring bis zum „Café am Ring“, rechts ab am Parkstreifen der Deisterallee entlang bis zum Platz vor der Tourist-Information, rechts ab zum Kastanienwall oder links ab auf die vorhandene Rampe durch den Tunnel „Grüner Reiter“, links ab zur Deisterallee (Fuß-/Radweg-Kennzeichnung), rechts ab auf dem Weg an der Hamel entlang zur Südstadt oder im Tunnel „Grüner Reiter“ rechts ab bis zur Osterstraße, Freigabe für das Fahrradfahren in diesem oberen Bereich der Osterstraße, links ab in die Bungelosenstraße (Freigabe für Radfahrer) oder rechts ab in die Heiliggeiststraße (Freigabe für Radfahrer). Somit erreichen die Radler, getrennt von den Hauptverkehrsstraßen, viele Bereiche der Stadt und den Weserradweg. Auch der Bürgergarten ist nicht davon betroffen, somit entfallen die Kosten für den Radwegausbau im Bürgergarten.

13.03.2020 23:11 Uhr Abschiedsfeier nicht aus der Staatskasse

Verabschiedung gut, das gebietet der Anstand, aber schon vorher einen Kostenanschlag von eventuell 10 000 Euro anzudenken, das spottet nun doch jeglicher Vernunft. Wenn man eine Feier mit angedachten 500 Personen möchte, sollte diese auf private Initiative von Herrn Bartels ausgehen. Und sicherlich würde sich auch eine Location finden, die nicht schon einen Kostenvoranschlag von bis zu 3000 Euro beinhaltet, und der Steuerzahler würde nicht für die Kosten aufkommen müssen, wenn der Landkreis dieses initiieren sollte. Impertinenz lässt grüßen.

Merkwürdig an diesem Umstand erscheint mir auch die Tatsache, dass der ehemalige Landrat am 18. Februar einen Vortrag halten konnte vor internationalem Publikum zu einem Thema, das sowohl Politiker als auch Privatpersonen betrifft, nämlich über Hasskommentare im Netz sowie auch Morddrohungen. Er war nicht in der Lage, sich den Vorwürfen zu Lügde zu stellen, sein Credo: Ich habe nichts gewusst, die Verantwortung lag bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendämter! Der 50-Jährige hat im Missbrauchsfall von Lügde Fehler seiner Behörde eingestanden und sich in diesem Zusammenhang mit viel Kritik auseinandersetzen müssen. Wer sich so aus der Verantwortung stiehlt – anders kann ich das nicht nennen –, ist für einen solchen Posten nicht geeignet. Politiker sollten hinter ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen, das nennt man Fürsorgepflicht. Bei der internationalen Konferenz mit zahlreichen wohl internationalen Bürgermeistern in Wien über seinen psychischen Druck zu sprechen, halte ich für Bigotterie.

Isabella Conti, Bürgermeisterin der italienischen Stadt San Lazzaro di Savena, setzt dagegen nach eigenen Angaben auf Dialog. „Ich versuche, den Menschen viel zu erklären, damit sie nicht das Gefühl haben, vor den Kopf gestoßen zu werden“, so Conti. Meine Aufgabe ist es, für alle zu sorgen. Diese Haltung nenne ich Verantwortungsbewusstsein!

Abschiedsfeier ja, aber nicht aus der Staatskasse.

13.03.2020 23:09 Uhr Auf den Zug verladen

Statt 70 Lkw-Fahrten täglich sollten die Verladeanlage und die Strecke für den Bahntransport des Massengutes fit gemacht werden. Wer trotz bestehenden Bahnanschlusses heute noch auf Lkw-Transport von Massengütern setzt, hat die Zeichen der Zeit verschlafen!

13.03.2020 23:08 Uhr Kein Gewinn für die Bahn-Anwohner

Und da hat der Vertreter von Pro Bahn sehr trefflich dargestellt, dass die Elektrifizierung für den Güterfernverkehr lediglich einer Entlastung der Strecke um Hannover dienen wird. Dem ist folglich zu entnehmen, dass es keinerlei Vorteile für den Naturpark Weserbergland bringen wird.

Um doch noch der Sache etwas Gutes abzugewinnen, wird gern auf die Chancen der Verbesserung des Personennahverkehrs hingewiesen. Da werden Plan- und Fantasiespiele hinsichtlich eines Einsatzes eines Regionalexpresses ins Feld geworfen, obwohl so ein Zug das Weserbergland „durchrasen“ wird. Außerdem besteht derzeit keinerlei Bedarf seitens der Betreibergesellschaften aufgrund geringer Fahrgastzahlen, die sich auch aufgrund der ländlichen Strukturen und schlechter Anbindungen nach Hannover nicht absehbar erhöhen werden. Des Weiteren läuft eine Elektrifizierung der Strecke Hameln–Elze zumindest für den Personennahverkehr ökologisch ins Leere, da die eingesetzten Triebfahrzeuge vertraglich noch acht Jahre fahren werden.

In Summe ist eine Elektrifizierung der Strecke Hameln– Elze für die Bewohner des Weserberglandes, besonders für diejenigen, die im Bewusstsein und im Vertrauen, dass die Strecke kein Thema mehr sei, an selbiger gebaut oder Eigentum gekauft haben, kein Gewinn. Sie dient lediglich der Durch- und Umleitung des bereits vorhandenen Güterfernverkehrs (kein Lkw wird deshalb weniger auf unseren Straßen sein). Mehrbelastungen durch Lärm besonders in den Nachtstunden, ständig geschlossene Bahnschranken mit Staubildung auch in Wohngebieten und eher Einschränkungen für den Personennahverkehr als Vorteile für diesen dürften die Folgen einer Güterfernverkehrstrasse durch den Naturpark Weserbergland sein.

13.03.2020 23:06 Uhr Europa muss solidarisch sein

Nationalisten wollen ein Europa der Vaterländer – Vaterländer, die uns bereits zwei Weltkriege bescherten. Sie wollen also ein Europa des ständigen Streits, wo es nie zu einer Einigung kommt, weil jedes Land nur seinen Vorteil sieht. So, wie nun beim EU Gipfel, so, wie wir es bereits lange haben.

Die EU-Länder, die sich am wenigsten für die Not anderer interessieren, allen voran Ungarn und Polen, schreien am lautesten. Und das wird auch so lange andauern, wie es die lächerlichen unbedeutenden europäischen Vaterländer gibt. Wer sich ständig streitet, weil jeder nur an seinen Vorteil denkt, ist schwach und kommt zu keinem Entschluss, keinen Haushalt und keine Hilfe für Flüchtlinge. Die AfD und andere Nationalisten faseln derweil von einem zentralistischen einheitlichen Europa, vor dem sie eine Heidenangst haben. Warum? Weil es sich wehren könnte und es in ihrer Philosophie nur Zentralstaaten gibt. Bundesstaaten kennen sie nicht. Angeblich fürchten sie um ihre Identität. Dabei sind in Hessen immer noch Hessen und in Bayern immer noch Bayern. Wieso soll-ten in einem Bundesstaat Europa Italiener nicht Italiener bleiben können?

Die Demokraten allerdings, wollen ebenfalls kein starkes Europa und keine Einigung in wichtigen Fragen. Dafür haben sie die schwachsinnige Einstimmigkeit geschaffen, damit es um keinen Preis zu einer Einigung kommt und Leute wie Orban und Kaczynski Europa lahmlegen können und anderen Ländern, mangels Sanktionen, ebenfalls Solidarität verweigern.

Wir suchen Arbeitskräfte und die sollten wir nun, wo die Flüchtlinge vor der Tür stehen, nehmen und ausbilden. Sämtliche Gelder dafür müssen aus der EU-Kasse entnommen und dafür die Unterstützung für die Länder eingestellt werden, die von der Solidarität der anderen Länder leben, aber selbst keine ausüben. Damit würde man Leid und gleichzeitig auch einen Teil der eigenen nationalistischen Tendenzen mindern („Wir zahlen, die anderen kassieren“). Und ein solidarisches Zusammenwachsen Europas fördern, Europa wäre keine Lachnummer mehr. Ups, geht ja nicht! Dazu muss die dämliche Einstimmigkeit weg, und Mehrheitsbeschlüsse müssen möglich sein. Die Moral von der Geschicht: Solidarität ist gut, Nationalismus nicht.

13.03.2020 23:04 Uhr Aktion gegen Artenvielfalt

Nur ein Beispiel: die unüberlegten Aufträge der Stadt an die Gärtner, den Rückschnitt von Buschwerk und Hecken in der Feldmark auszuführen (unter anderem in Haverbeck oberhalb des Neubaugebietes), der alle paar Jahre notwendig ist. Bis auf den Stock sind die sowieso schon spärlich vorhandenen Büsche rigoros abgesägt worden. Welchen Sinn hat das? Vögeln sind dadurch die Nistmöglichkeiten abhandengekommen, Insekten die Nahrung. Im Frühjahr boten diese Pflanzen ein Blütenmeer.

Die ganze Welt beklagt den Rückgang der Artenvielfalt. Viele Gemeinden planen in Sitzungen, wie und wo sie Wildblumen oder Streuobstwiesen anlegen können, um Insekten und Vögel anzulocken. Jeder sollte es endlich verstanden haben. Der einzelne Bürger kann noch so bemüht sein, nach seinen Möglichkeiten zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen. Wenn jedoch von Amts wegen dagegen gearbeitet wird, steht er machtlos davor.

13.03.2020 23:02 Uhr Von der Lehrerin aufgewiegelt?

Aber halt, hier könnte man dieselben Züge aus der dunkelsten Zeit Deutschlands bei ihren „Demos“ wiedererkennen. Selbst die Großeltern müssen jetzt wieder herhalten. Es ist noch nicht lange her, da wurden die Großeltern vom WDR-Kinderchor geschmäht. Rassisten gegen Flüchtlinge eintauschen? Bei so viel Weltoffenheit kann man ihnen den Wunsch verwehren – gebt ihnen Flüchtlinge mit nach Hause, um die vielgepriesene Kulturlandschaft in vollen Zügen genießen zu können.

Aber warum wird eigentlich auf die Tränendrüse gedrückt, weil die AfD nicht intensiv geworben hat? Wer aufmerksam die Medien liest, wird bestimmt erkennen können, warum es so gelaufen ist. Da wären Brandanschläge, Bedrohung der Gastwirte und vieles mehr zu erwähnen.

Am besten ist die erwähnte Pädagogin, man sollte ihr ein Taschentuch oder das Grundgesetz geben. Sieht man sich die „Schülerdemo“ genauer an, sollte man vermuten, dass genau diese Schüler von der Pädagogin aufgewiegelt worden sind. Ob sie in ihrem Beruf richtig ist, sollte mal genau überlegt werden. Neutralität scheint da ein Fremdwort zu sein? Auch der Abschnitt mit der Mensa und der Erwähnung der Schüler, Jugendlichen und Reinigungskräften aus verschiedenen Ländern und Kulturen sind schon sehr seltsam. Was soll uns das sagen? Zumindest scheint der Bürgermeister den Demokratie-Gedanken folgen zu können, er fand teils die richtigen Worte.

13.03.2020 22:59 Uhr Differenziert betrachten

Die Landwirtschaft ist auf Objektivität und Verständnis angewiesen. So ist es kontraproduktiv, wenn der Vorsitzende des Landvolks Weserbergland selbst in Unsachlichkeit abgleitet. Wenn demonstrierende Landwirte mit Monstertraktoren Straßen blockieren, bewegen sie sich in einer ähnlichen Liga wie Jugendliche im „SUV von Mutti“.

Bedingt durch die moderne Landwirtschaft, hat sich das Gesicht unserer Offenlandschaft dramatisch verändert. Genauso wenig wie aber die Landwirte an allem Schuld sind, sind sie in Summe „die wahren Schützer der Natur“, die sich von „Montag bis Sonntag für Natur und Klima“ einsetzen. Es gibt sicherlich Landwirte, denen wir das konstatieren müssen, genauso wie es eine große Anzahl von Jugendlichen gibt, deren Ernsthaftigkeit uns zum Nachdenken bewegen sollte. Letztere alle über einen Kamm zu scheren, wird sich rächen. Es sind die Wähler von morgen, die es verdient haben, differenziert betrachtet zu werden. Genauso, wie es die Landwirte für sich beanspruchen.

13.03.2020 22:57 Uhr Busverkehr ausbauen

Vielleicht würden sich in solch einem Fall auch vermehrt Menschen, die im Besitz eines Pkw sind, dennoch für die Busnutzung erwärmen. Warum tut man sich in Deutschland mit solchen Dingen immer sehr schwer? Wenn es zum Schutz der Umwelt, dem Wohle der Menschen und der Qualität des Lebens dient, sollten die Kosten nicht an erster Stelle stehen. So gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es auch in Deutschland ein solches Angebot geben wird.

12.03.2020 16:26 Uhr Aufwachen!

In Hanau ist sehr Trauriges passiert. Haben Sie das gar nicht gelesen, gehört oder gesehen? Ja, die Herrschaften haben auf der Straße, am Markt oder an der Ecke Wahlreklame verteilt oder geplaudert. Die Institutionen laufen den eigenen Interessen hinterher. Wo sind die Herrschaften, die vor 70 Jahren getötete Unschuldige wieder in unseren Gedanken wachrufen? Wir würden gerne zuhören und unser Mitleid aussprechen. Möchten Sie an Hanau auch nach 70 Jahren denken? Ich bin gerne, wie immer, dabei. Oder erinnern wir uns erst, wenn der Elefant in den Porzellanladen marschiert? Bis dahin schlafen wir weiter.

12.03.2020 16:24 Uhr Den permanent besorgten Eltern muss geholfen werden

Es reicht längst nicht mehr, dass bei Unterrichtsbeginn und -ende ganze Straßenzüge von Elterntaxis verstopft werden, damit die lieben und oft auch zu dicken Kinder bloß nicht zu Fuß gehen müssen. Es könnte ja sein, dass einige hinfallen, eventuell bei Regen nass werden, weil sie nicht wissen, wie ein Schirm funktioniert oder im Winter durch herunterpolternde Schneeflocken verletzt werden. Mein Gott, wie konnte meine Generation damals ohne ständige Überwachung bloß überleben? Mir ist das sogar als frisch geborener Säugling im Keller gelungen, als in den letzten Kriegstagen eine Bombe die Wohnung meiner Großeltern im Dachgeschoss so arg beschädigte, dass herunterfallende Trümmer im Schornsteinschacht für ordentlich Staub in meiner temporären Kinderstube sorgten. Das war noch echte Fürsorge!

Nun gut, das waren andere Zeiten. Jetzt gibt es eierlegende Wollmilchsäue, die als Smartwatch am kindlichen Handgelenk so ziemlich alles können, damit die permanent besorgten Eltern jederzeit wissen, was die lieben Kleinen so treiben und in welchen Gefährdungsbereichen sie sich befinden. In meiner Zukunftsvision ist das nur der Anfang. Ich fürchte, dass Eltern, deren Kinder aus Erzählungen wissen, was Bäume sind, verlangen, dass diese Gehölze gefällt werden. Es könnte ja sein, dass die Enkel von ihren leichtsinnigen Großvätern gehört haben, dass man das Geäst aus Jux und Tollerei besteigen kann. Da ist die Gefahr des Herunterfallens enorm. Allerdings glaube ich nicht an eine allzu große Gefährdung, denn wie sollen Kinder mit beiden Daumen auf ihren Smartphones Bäume beklettern können?

Mich wundert, dass Eltern von den medizinischen Wissenschaftlern noch keine Forschung für eine Dauerschwangerschaft verlangt haben. Dadurch wäre es endlich möglich, den Nachwuchs im Mutterleib bis fast zu deren Rentenalter zu behüten. In diesem Zusammenhang eine Bemerkung zu den menschlichen Lemmingen: Sie müssen ohne Individualität alles konsumieren, was im Technik- und Modebereich auf den Markt kommt – man will ja „cool“ sein. Wie langweilig ist das denn? Ich will im Gegenteil dazu ohne all diesen Schnickschnack „hot“ sein – und zum Glück fühle ich mich auch so. Cool bin ich erst, wenn ich als Körperspender auf dem Seziertisch liege.

12.03.2020 16:19 Uhr Hamelns Musikschule ist die beste in weitem Umkreis

Diese Vergleiche sind nicht zulässig, denn die angeführten Musikschulen können nicht ansatzweise mit der Qualität der Hamelner mithalten. An der Hamelner Musikschule sind weitgehend ausgezeichnete Musiklehrer tätig, die vorwiegend Hochschulabschluss haben und deshalb auch etwas besser bezahlt werden müssen, als nicht so gut ausgebildete Musiklehrer.

Dass man trotzdem versuchen sollte, die Kosten möglichst niedrig zu halten, ist richtig, doch bitte nicht auf Kosten der Qualität. Der Vorschlag, den Einzelunterricht zu einem erheblichen Anteil durch Gruppenunterricht zu ersetzen, funktioniert nur auf Kosten der Qualität, das versteht doch schon jeder Laie. In diesem Zusammenhang sollte die Stadt Hameln sich auch bewusst werden, welchen Sinn der Musikunterricht an der Musikschule hat. Neben der Ausbildung auf dem Instrument hat die musikalische Ausbildung auch einen hohen Stellenwert bei der Persönlichkeitsbildung. Nicht umsonst haben sich Generationen von Eltern und der langjährige Leiter der Musikschule, Herr Schulz (ihm sei gedankt), um die Entwicklung der Hamelner Musikschule bemüht und sie zur besten in weitem Umkreis gemacht, zum Wohle unserer Jugend. Und nun wird wieder kräftig zurückgedreht: Die komfortablen Unterrichtsräume sind schon weg, nun geht es an die Lehrkräfte und die Unterrichtsmethoden. Auch das Engagement der Zuständigen hat sich geändert, einige wohnen schon nicht mehr in Hameln. Seien Sie doch froh, wenn unsere Kinder ihre Freizeit mit schönen Interessen verbringen und sich nicht auf der Straße langweilen und Unsinn treiben. Es geht um die Entwicklung unserer Jugend, und die sollte uns doch etwas wert sein. Und hier meine ich die gesamte Jugend. 104 Euro pro Kind und Monat sind für manche Familien mit mehreren Kindern kaum möglich. Hier sollte die Stadt auch diese Jugend fördern, mit Kostenreduzierungen und Kostenfreistellungen. Ich begleite die Hamelner Jugendmusikschule seit 45 Jahren als Vater, Großvater und ehemals Vorstand im Förderverein.

02.03.2020 23:49 Uhr Wie lange will er sich selbst noch bedauern?

Zu: „Bartels spricht über Druck auf Politiker“, vom 19. Februar

Wie lange will er sich selbst noch bedauern und bedauern lassen? Zu bedauern sind die Menschen, die durch sein Mitversagen betroffen und geschädigt wurden und sind. Sinnvoller hätte er sich – wenn er sich schon bei dieser Konferenz in Wien „einbringen“ wollte – ähnlich der Aussage von Isabella Conti angeschlossen, nämlich: „Ich versuchte zwar, den Menschen zu erklären, damit sie nicht das Gefühl hatten, vor den Kopf gestoßen zu werden. Leider habe ich das nicht geschafft.“

02.03.2020 23:46 Uhr Fakten anschauen

Zu: „Krankenversicherung für alle würde Beiträge senken“, vom 18. Februar


Viel wichtiger wäre jedoch der finanzielle Aspekt – würden doch alle in Zukunft weniger zahlen müssen. Wer dies glaubt, glaubt auch noch daran, dass in unserer Demokratie der Wille des Volkes das politische Handeln auch nur im geringsten beeinflusst.

Schauen wir uns die Fakten an: Privat krankenversichert sind circa 8,8 Millionen Menschen und damit auch zahlungspflichtig. In den gesetzlichen Kassen sind insgesamt circa 73 Millionen Menschen versichert, aber allein 16,2 Millionen sind beitragsfrei, und es gibt sicherlich einen nicht unerheblichen Prozentsatz der Beitragspflichtigen, die die Beiträge nicht aus eigener finanzieller Kraft aufbringen können, sondern die öffentliche Hand die Zahlungen leistet. Kein Wunder also, dass die Privaten diese Begehrlichkeiten wecken. Wir könnten uns auch einmal über das Zusammenlegen von Pensionen und Renten unterhalten: Für 1,3 Millionen jetzige und zukünftige Pensionäre werden 70 Milliarden Euro aufgewendet, aber für 21 Millionen Altersrentner nur 200 Milliarden Euro.

02.03.2020 23:43 Uhr Es wird alles schöngeredet

Zu: „Zeichen am Rattenfängerhaus stehen auf Neustart“, vom 19. Februar

Das Interieur soll also nach Renaissance gestaltet werden. Na, dann mal los. Ob ein Inder sich damit identifiziert, ist sehr fraglich. Es wird, wie auch beim Hochzeitshaus, alles schöngeredet.

Aus dem Rattenfängerhaus hätte man ein Haus der Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Museum gestalten können. Und dies ohne zusätzliche Kosten von 117 000 Euro. Bleibt es bei diesem Betrag? Aber egal, dann wird halt die Grundsteuer erhöht. Da die Stadt bei der Pacht immer überrascht wird, wird sie hier ihr blaues Wunder erleben. Beim ZDF in der „Heute Show“ gibt es den goldenen Pfosten. Die Stadt kann sich schon einmal dafür bewerben.

Wenn es so „angenehm“ weitergeht, dann wird es für einige Bürokraten unangenehm.

02.03.2020 23:40 Uhr Gesellschaftliches Klima ändert sich

Zu: „Es hätte auch uns treffen können“, vom 22. Februar


Die Gesellschaft gewöhnt sich dabei langsam an Ausdrucksformen und Umgangsformen, die vor ein paar Jahren allenfalls am Stammtisch zu erleben waren. Dort mussten Menschen damit rechnen, sofort Widerspruch zu ernten oder ausgegrenzt zu werden.

Jetzt können Häme, Beleidigungen, Behauptungen und Lügen ohne Folgen anonym verbreitet werden. „Das tut man nicht!“ , diese Selbstverständlichkeit schwindet wohl langsam. Im Gegenteil: Wenn Teile unserer Volksvertreter – oder die, die sich dafür halten – öffentlich und offiziell sogar im Bundestag eine Art „Geländesprache“ benutzen und dafür von vielen Seiten als Helden gefeiert werden, geht jeglicher Respekt, jegliche Würde anderen gegenüber verloren. Und das ist dann „normal“! Frechheit siegt! Wenn zum Beispiel die Bundesregierung als „Irrenhaus“ bezeichnet wird, unsere Gesellschaft angeblich von „Kopftuchmädchen und Messermännern“ überschwemmt wird und eine „Umvolkung“ droht, ist ein Klimawandel in vollem Gange. Jeden Tag ein wenig mehr!

Es gibt einen Bodensatz von deutschen Mitbürgern, die nicht bereit sind oder in der Lage, differenziert zu denken und zu argumentieren. Für sie gelten nur die einfachen Antworten – nicht Lösungen – auf komplizierte Fragen. Das ist ja auch bequemer. Damit kann man sich ganz toll und überlegen fühlen. Nur, wer als Partei und Politiker wirklich Verantwortung für unser Land und unser Gemeinwesen reklamiert, wer sich als Bürger für unser Land interessiert, muss kühlen Kopf bewahren und sollte diesen Kopf bitte auch anstrengen. Das stetige Drehen am Thermostat der Stammtischmeinungen heizt das Klima Grad um Grad auf. Wie wir wissen, ist die Klimakatastrophe dann nicht mehr weit!

02.03.2020 22:57 Uhr Internetwüste?

Zu: „Breitbandausbau – Pötzen ist Abschlussquotensieger“, vom 18. Februar


Festzustellen ist jedoch Folgendes: In der Kernstadt von Hessisch Oldendorf gibt es noch keine Werbung von htp und auch keinen flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser-Hausanschlüssen. Dort werden nur die Straßen und Bürgersteige aufgerissen für die Hauptleitungen der umliegenden Ortsteile.

Gleichzeitig steigt die Telekom in massive Werbung ein, um Anschlüsse einzusammeln. Daraus resultiert die Frage: Ist die Kernstadt nur Dienstleistungsgebiet, warten die htp, der Landkreis und die Stadtverwaltung darauf, dass die 40-prozentige htp-Anschlussquote nicht erreicht wird? Dann wird die Kernstadt mit der geringeren Datenmenge der Telekom eine Internetwüste bleiben.

02.03.2020 22:53 Uhr Worauf noch Rücksicht nehmen?

Zu: „Politik fordert Antworten zum Dach“, vom 13. Februar

Die Vorgänger-Generation hat das Gebäude schon fast entkernen lassen, für den allen bekannten Schwachsinn! Worauf noch Rücksicht nehmen? Baut Solarpaneele auf die riesige Dachfläche, dann kommt über den gewonnenen Strom sogar noch „Kohle“ ins Stadtsäckel! Unter die Stromerzeuger könnt Ihr von mir aus verzinktes Wellblech schrauben, sieht kein Mensch! Falls für die
Blicke von unten noch ein Sichtschutz nötig ist, müsst Ihr mal an der Autobahn gucken! Falls weitere Hilfe erforderlich sein sollte, ich bin nicht aus der Welt! Gerade für öffentliche Gebäude gilt eine Vorbildfunktion, und das Erwähnte ist eines.

02.03.2020 22:49 Uhr Humor ist Geschmackssache

Zu: „Wo Oskar Wilde draufsteht ...“, vom 14. Februar

Meine beiden Begleiterinnen und ich fanden die Aufführung spitze! Wir haben uns sehr amüsiert und hatten einen schönen Theaterabend. Wir finden, dass der Stoff sehr gut in die heutige Zeit und Gesellschaft transportiert wurde. Wir würden die Inszenierung dann auch nicht mit „Klamauk und Karikaturen“ beschreiben, sondern schlichtweg mit „witzig und charmant“! Aber Humor ist ja bekanntlich eine Geschmackssache... Unseren hat die Inszenierung jedenfalls getroffen! Und den des Publikums, das gelacht und viel Beifall gespendet hat, offenbar auch!

28.02.2020 20:26 Uhr Reiche werden reicher

Wenn jemand Gewinne in Höhe von 100 000 Euro und Verluste in Höhe von 90 000 Euro erwirtschaftet hatte, waren am Ende des Jahres nur 25 Prozent Steuern auf (100 000 bis 90 000) 10 000 Euro zu zahlen. Jetzt können Verluste nur noch in Höhe von 10000 Euro steuerlich abgezogen werden. Das heißt, es müssen 100 000 Euro versteuert werden. Die Bank überweist sofort 25 Prozent Steuern auf diesen Betrag, also 25 000 Euro, an das Finanzamt. Der Steuerpflichtige kann nachträglich in seiner Steuererklärung Verluste bis zur Höchstgrenze von 10 000 Euro geltend machen, erhält von den 25 000 Euro Steuern nur 2500 Euro zurück. Der Staat kassiert also kräftig mit, wenn jemand im Alter seine Vermögensanlagen realisieren will. Darüber wird gar nicht diskutiert. Niemand macht an der Börse nur Gewinne, der Börsenhandel beinhaltet immer unkalkulierbare Risiken. Diese trägt nun der Steuerzahler fast allein. Es kann ihm sogar passieren, dass er 200 000 Euro Verlust einfährt und dennoch volle 25 Prozent Steuern auf magere Gewinne zahlen muss, sofern diese den Betrag von 10 000 Euro jährlich übersteigen. Aktienkauf ist für die Altersvorsorge nur bedingt tauglich. In aller Regel werden auch an der Börse die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

28.02.2020 20:25 Uhr CDU verspielt ihre Glaubwürdigkeit

Zur Information sei an dieser Stelle erwähnt, dass im Dewezet-Artikel vom 25. September 2019 unter dem Titel „Bäumchen wechsel Dich“ ein Aufschrei der Forstwirtschaft durch die Medien ging, der zu einem Berlin-Gipfel führte, um mit Milliardenhilfe den deutschen Wald zu retten.

Sätze wie: „Das ist eine völlig neue Stufe der Eskalation“ oder „Der deutsche Wald stirbt“ liest man dort, weil 110 000 Hektar Wald in Deutschland vertrocknet sind. Julia Klöckner (CDU) stellt Beihilfen in Aussicht, um gegen die geschädigte Waldfläche von 180 000 Hektar vorzugehen. Die Forstlobby fordert 2,3 Milliarden Euro als Soforthilfen. Unter dem Dewezet-Artikel „Noch kein Ende in Sicht“ vom 16. Oktober 2019 starteten die CDU und DU (Die Unabhängigen Hameln) einen Aufruf zur Rettungsaktion des Hamelner Stadtwaldes, zu dem alle Behörden und Bürger animiert werden sollten, einen finanziellen Beitrag zu spenden oder durch praktischen Arbeitseinsatz, wie Bäume pflanzen, ihren Beitrag leisten sollten. Und nun die Absichtserklärung der CDU, dass allein in Niedersachsen 120 000 Hektar Wald freigegeben werden sollen, zur Bebauung für Windindustrieanlagen. Ein Schlag ins Gesicht aller, die bislang dem Aufruf gefolgt sind, im guten Glauben, etwas Positives für den Wald zu tun. Wo bleibt der Aufschrei der Forstwirtschaft?

Es zeigt wieder einmal mehr, hier soll Lobbyarbeit vergoldet werden. Bezahlt von uns Bürgern. Wie in meinen bislang erschienenen Leserbriefen weise ich wiederholt daraufhin, dass in Deutschland durch eine verantwortungslose Energiepolitik unsere bislang sichere Energieversorgung vor die Wand gefahren wird, was sich durch ständige Strompreiserhöhungen Jahr für Jahr schon jetzt widerspiegelt. Durch immer höhere flatterhafte Stromerzeugungen, bedingt durch den weiteren Ausbau der Windkraft, stellen sich bei Dunkelflauten der Erneuerbaren, zunehmende Netzstabilitätsprobleme in naher Zukunft ein. 2019 sind wir nach Medienberichten mehrfach einem großen Blackout nur knapp entkommen.

Leider nehmen sich Medien wie die Dewezet noch nicht dieser Probleme an, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Somit bleibt nur der Weg per Leserbrief.

28.02.2020 20:23 Uhr Elektrobetrieb von Bahnen ist nicht umweltfreundlich

Das Thema Elektrifizierung Löhner Bahn sei in Berlin und bei den Planern in Hannover auf unabsehbare Zeit abgeschrieben, da sowohl im Süden (Kasseler Kurve) als auch nördlich von Hannover aktuell Ausbaumaßnamen angeschoben werden, die zur Entlastung des Güterschienenverkehrs in der Landeshauptstadt führen sollen. Dieser Entlastung der Landeshauptstadt selbst aber galt und gilt bei den beiden Planern das Hauptaugenmerk, war und ist der eigentliche Grund, sich ab Anfang 2010 für unsere Strecke zu interessieren. Nicht der Personenverkehr!

Der Wegfall des zweiten Gleises und der Umstand, dass die Elektrifizierung im Wegeplan jetzt nur bis Hameln reicht, macht die Strecke mangels Profitabilität für die Planer nur noch wenig attraktiv. Was Herr Fisser verschweigt in seinem Beitrag, ist also längst im Gang: Die Entlastung Hannovers durch die nördliche und südliche Peripherie. Nicht zu reden von den Erweiterungsmaßnahmen im Bahnhof selbst. Unsere Strecke wird daher von einer möglichen und rechtlich unkontrollierbaren (Stichwort: Antidiskriminierung von Güterverkehren) Heimsuchung durch Güterzüge hoffentlich verschont – für immer.

Zum Thema Wasserstoff als Alternative zur Elektrifizierung: Der Betrieb mit Fahrdraht ist, wie im Artikel behauptet, nicht umweltfreundlich, da Deutschland eine traurige Quote von knapp 50 Prozent fossiler Energieträger hält. Dass diese kompensiert werden, durch unstete alternative Energien, ist nicht möglich in einem hochindustrialisierten Land. Vor diesem Hintergrund ist die im Artikel unterstellte Sauberkeit eine rechnerische Fiktion, da niemand weiß, woraus sich der angebliche Grünstrom tatsächlich gerade speist. Wasserstoff ist die einzige Möglichkeit, sofern dafür die Windkraft oder PV-Anlagen verwendet werden, einen Brennstoff CO2-neutral zu produzieren und damit Elektromotoren anzutreiben. Es gibt massenhaft dieser Energie im Inland und an der Küste, deren Quelle Wind und Sonne unendlich ist. Wasserstoff selbst ist aufgrund seiner enormen Dichte effizient transportierbar. Bereits funktionierende Strecken mit Wasserstoffzügen – ausgerechnet im Cuxhavener Wahlkreis des im Artikel zitierten Staatssekretär Ferlemann – sind der Beleg dafür, dass dies auch hier funktionieren könnte und der Fahrdraht der Löhner Bahn somit eigentlich nicht mehr notwendigist.

25.02.2020 21:24 Uhr Südumgehung hat Nachteile

Spätestens, wenn klar wird, dass viele Gebäude (ein ganzer Straßenzug!) einer Stadt abgerissen werden müssen, um eine Umgehungsstraßen zu bauen, muss klar werden, dass die Umgehungsstraße die Stadt nicht umgeht, sondern durch die Stadt führt und damit am falschen Platz ist. Hameln würde durch die Südumgehung jedoch nicht nur die Nordseite der Werftstraße verlieren, jede neue Straße lockt neuen Verkehr an. Die Südumgehung holt mehr Lkw-Verkehr von der Autobahn auf die B 1 nach Hameln!

Verlieren würde Hameln auch den Tönebönplatz und das Südbad, dessen kompletter Eingangsbereich durch Auf- und Abfahrten der Südumgehung überplant wurde. Wir brauchen in Hameln eine ergebnisoffene Diskussion, die auch die Probleme der Südumgehung benennt. Wir müssten uns dabei auch unangenehme Fragen stellen: Südbad oder Südumgehung? Naherholung an Düth, Weser und Töneböns Teichen oder Lkw-Lärm? Wie ruhig bleiben die Wohngebiete in Tündern und im Norden von Afferde? Soll die neue Weserbrücke wirklich nur Autospuren bekommen oder vielleicht doch auch einen Rad- oder sogar Fußweg? Muss die Trasse wirklich so exponiert als Hochstraße gebaut werden? Reicht vielleicht eine zweispurige Südumgehung? Passen die Jahrzehnte alten Pläne noch zu unserer Zeit?

Für diese Fragen müssen sinnvolle Lösungen und Antworten gefunden werden, wenn die Südumgehung Hameln wirklich ent- und nicht belasten soll.

25.02.2020 21:21 Uhr Eltern kümmern sich zu wenig

. Wir lernten und orientierten uns (zuerst einmal) an ihrem Vorbild. Das führte zu Stabilität und Bindung.

Die folgende Situation gehört heute zum alltäglichen Straßenbild: Ein Kind sitzt in der Karre und deutet lebhaft, mit Brötchen in der Hand, auf die flatternden Tauben, das Flugzeug, den Hund… Der schiebende Elternteil ist in sein Smartphone vertieft und reagiert nicht. Er befindet sich in seiner eigenen Welt. Das Kind macht die Erfahrung, dass die digitalen Medien wichtiger sind als die direkte Auseinandersetzung und das reale Leben. Zum Spaß der Erwachsenen kann es, noch bevor es läuft oder spricht, über den Bildschirm wischen, bemüht, dem Vorbild zu entsprechen. Mit einem Jahr kommt es dann in die Krippe, ob gruppenfähig oder nicht. Dort soll es dann alles lernen. Die Verantwortung liegt ab sofort nicht mehr in der Hand der Eltern. Bequem, oder? Mir ist bewusst, dass es auch die „anderen“ Eltern gibt, die ihr Bestes geben.

25.02.2020 21:18 Uhr Bald eine Stadt ohne Bäume?

Es begann schon, als ich noch in Hameln war: Kahlschlag Ilphulweg, etc. Aber was jetzt mit dem Katanienwall passiert ist, unfassbar! Und fast täglich lese ich über neue Baumfällungen. Wenn alles kahl ist, sieht das bestimmt super aus! Auch hier in Bayern gibt es viele schöne Bäume, aber die werden nach Möglichkeit erhalten beziehungsweise gestutzt und es wird nicht alles radikal „ausradiert“.

25.02.2020 21:16 Uhr Theaterstück war sehr gelungen

Manchmal kann ich das nachvollziehen. Im Hinblick auf die Operette „Im weißen Rössl“ vom letzten Samstag, an deren Aufführung der Kritiker der Dewezet leider kein gutes Haar lässt, erscheint mir das aber sehr unberechtigt. Ich habe sowohl die Ausstattung und die Kostüme, als auch die Inszenierung, vor allem aber Musik und Gesang als äußerst gelungen wahrgenommen. Natürlich kann die Akustik in unserem Theater nicht mit der Elbphilharmonie mithalten. Dennoch haben auch andere Zuschauer – wie ich – die drei Stunden Aufführung als sehr unterhaltsam und kurzweilig empfunden. Der langanhaltende Applaus im voll besetzten Haus sprach für sich. Insofern meine ich, dass die veröffentlichte Kritik diejenigen, die nicht dabei waren, einen falschen Eindruck vermitteln muss. Übrigens enthält das Stück selbst eine Episode, die das Thema der unberechtigten Kritik behandelt. Der Figur des Sigismund wird nämlich ihr (scheinbar) gutes Aussehen vorgeworfen, nur: „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist ...?“

25.02.2020 21:14 Uhr Aufgabe der Eltern

In dem Artikel geht es aber um etwas Anderes, nämlich das Erlernen des Schwimmens. Früher kamen fast keine Kinder ohne „Seepferchen“-Abzeichen in die Schule. Es war üblich, dass Eltern oder Großeltern die Ferien nutzten, um den Kindern entweder selbst das Schwimmen beizubringen oder aber einen Kurs beim Bademeister zu buchen. Und in der Regel kamen die Kinder nicht ohne elementare Kenntnisse in die Grundschule. Anfängerunterricht, wie er heute laut Rektor Schieb für mehr als die Hälfte der Schüler nötig wäre, ist eine Aufgabe, die der Schule, wie manches Andere, allmählich und unmerklich zugeschoben worden ist. Bevor nun Schule, Politik und Verwaltung hier Handlungsbedarf einfach akzeptieren, könnte man vielleicht mal innehalten und den Eltern deutlich machen, dass es eigentlich ihre Aufgabe ist, hier tätig zu werden. Denn es besteht die Tendenz, der Schule immer mehr Aufgaben zuzuweisen. Das beginnt mit dem Zubinden der Schuhe im Kindergarten, das in vielen Fällen als Aufgabe des dortigen Personals angesehen wird. Später kommen Ernährung und sexuelle Aufklärung hinzu. Aber mit etwas Fantasie wäre die Liste noch zu erweitern. Fahrradfahren, auch auf dem E-Bike, Tanzstunde und Autofahren... Vieles ist denkbar, sodass die Kinder und Jugendlichen dann schließlich auf eine 50-Stunden-Woche kämen und, wie schon jetzt in Japan zu sehen ist, zu einem großen Teil in eine Depression geraten aus Überforderung und zu wenig Freizeit. Übertrieben? Ja sicher. Vorläufig noch.

25.02.2020 21:12 Uhr Drogerieketten werden Rückzieher machen

Ein Baumarkt und ein Elektromarkt wollten nach Bad Pyrmont. Müller hat nach der Insolvenz von KDM sogar schon Personal für ein neues Kaufhaus eingestellt. Alle wurden letztendlich vertrieben. Ich persönlich habe schon lange keine Lust mehr in eine Innenstadt zu gehen, wo die einzige Attraktion ein stets überfüllter Rossmann mit genervtem Personal ist. Früher gab es allein im Zentrum mindestens drei Drogeriemärkte, heute streitet man sich über jeden Quadratmeter Ladenfläche, obwohl mindestens 30 Prozent der Geschäfte Leerstand haben. Im Zuge des zunehmenden Online-Handels kann sich eine Stadt doch freuen, dass dm und Müller trotzdem in den stationären Handel investieren. So fahre ich weiter nach Hameln oder Detmold und gebe da mein Geld aus. Es fehlt seit Jahren mindestens ein Drogeriemarkt in Bad Pyrmont, der Standort am Königsbrink ist für Pendler (zum Beispiel Phoenix Contact) ideal. Das Zentrum ist für ältere eher schlechter zu erreichen als ein Gewerbegebiet mit ausreichend Parkplätzen. Ich hoffe, ich habe Fachleute in der Politik gewählt, die das Interesse der Bürger und Bürgerinnen vertreten. Oder nicht?

24.02.2020 14:49 Uhr Energieverschwendung

Zu: „33 Millionen: Kosten steigen weiter“, vom 14. Februar


Und nicht nur einzelne Notbeleuchtungen, sondern das volle Programm, auf der Baustelle in jeder Etage, im Fahrradkeller davor, in der Aula der IGS etc. Die Energiekosten sind angesichts der Gesamtkosten von 33 Millionen zwar Kleinkram, aber auch das wird sich summieren und es wäre ein Leichtes, diese Kosten einzusparen! Von der Energieverschwendung mal ganz abgesehen!

24.02.2020 14:46 Uhr Nazis versuchen, an die Macht zu kommen

Zu: „Gedenken an Naziopfer“, vom 23. Januar


Den Holocaust hat er überlebt. Sieben Jahre später, 1952, wurde Paul Schepelmann wieder zum Bürgermeister gewählt. Der Staat hat es versäumt, diesen Mann vor Gericht zu stellen. Wegen Mordes, Totschlags, Tötung eines Menschen. Im Jahre 2019 wurde ein Soldat – er war 96 Jahre alt – wegen tausendfachen Mordes angeklagt. Er war abkommandiert und hatte keine Chance. Dem soldatischen Eid, den er im KZ geleistet hatte, musste er nachkommen. Paul Schepelmann hat aus reinem Hass gegen die Juden gehandelt. Ich schäme, mich in einem Land zu leben, wo so etwas möglich war. Ich schäme mich, in einem Land zu leben, wo Nazis wieder versuchen, an die Macht zu kommen. Gebt diesen hirnamputierten Idioten keine Chance!

Hessisch Oldendorf

24.02.2020 14:45 Uhr Bürgernähe sieht anders aus

Zu: „Neue Trassenführung für Hamelns Südumgehung“, vom 14. Februar


Aber was mir bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass ich als langjähriger Bewohner eines Wohnhauses an der Werftstraße aus der Dewezet erfahren muss, dass auch mein Wohngebäude dieser veränderten Trasse zum Opfer fällt. Offensichtlich sind ausschließlich die Gewerbetreibenden wichtig genug, um informiert zu werden, der „einfache Bürger“ jedoch nicht. Es wäre gar nicht so schwierig gewesen, die überschaubare Zahl von Bewohnern in einem Schreiben über diese Planung zu informieren, ebenso wie den ebenfalls betroffenen Dartclub Hameln. Mit den Gewerbetreibenden werden Alternativen und Lösungen diskutiert, die Bewohner sollen offensichtlich alleine schauen, wie sie klarkommen. Bürgernähe siehtanders aus. Leider habe ich Ähnliches bereits von dieser Behörde als seinerzeit stellvertretender Ortsbürgermeister von Hachmühlen-Brullsen erleben müssen, als der Ausbau der B 217 im Zuge der Expo mit dieser Behörde diskutiert wurde und der Vorschlag durch den Ortsrat kam, die Ortsdurchfahrt lediglich dreispurig zu gestalten, da mehr Spuren nicht nötig seien. Stattdessen sollte Begleitgrün den Ort attraktiver machen. Das ginge keinesfalls, allein wegen des Verkehrsaufkommens durch die Expo. Ergebnis: Die Bauarbeiten liefen noch während der Expo, der Verkehr wurde während der ganzen Expo zweispurig durch den Ort geführt und es gab keine Verkehrsbehinderungen. Aber eben auch kein Begleitgrün, keinen schöneren Ort und keine zufriedenen Bürger. Für mich ist diese Art der Kommunikation ein Déjà-vu und ein ganz schlechter Stil im Umgang mit betroffenen Bürgern.

24.02.2020 14:41 Uhr Endlich TÜV-Prüfung einführen

Zu: „Rotorschaden – Reparatur lässt auf sich warten“, vom 12. Februar


Zudem bleiben die entscheidenden Fragen ungeklärt: Wie kann es sein, dass die Rotorblätter nach einem Jahr Betriebszeit bereits Defekte aufweisen? Gemessen an der Verfügbarkeit von konventionellen Kraftwerken pro Jahr, haben die Windkraftanlagen lediglich ein Viertel der Volllaststunden geleistet. Was ist die Ursache für diese Schäden? Sind es Fertigungsfehler oder muss man sich eingestehen, „Fremdkörper“ (Vögel) in der Luft zerschlagen zu haben? Werden die Schäden auch an den restlichen Anlagen auftreten und wurden auch diese ausreichend kontrolliert? Wieso kann eine Gefährdung der umliegenden Infrastruktureinrichtungen (Trinkwasserbrunnen, Höchstspannungsleitungen und Bahntrasse) durch Havarie ausgeschlossen werden? Leider wird keine dieser Fragen beantwortet. Als Lösung werden uns neue Rotorblätter präsentiert, das heißt, bereits nach einem Jahr „Betrieb“ ist tonnenweise Sondermüll entstanden! Es wird Zeit, endlich verpflichtende TÜV-Prüfungen für Windräder einzuführen. Jede andere Industrieanlage unterliegt einer Prüfpflicht, wieso gilt dies nicht für Windkrafträder?

Übrig bleibt im Artikel lediglich der Eindruck, dass es dem Schallopfer in Grohnde nur um Schadenersatz geht, doch Gesundheit und Heimat lassen sich nicht mit Geld aufwiegen. In der Klage geht es um eine angestrebte Nachtabschaltung sowie um den Nachweis, dass der emittierte Infraschall dieser Industrieanlagen gesundheitsschädlich ist. Doch solange die Messungen nach einer veralteten Norm für Industrieanlagen bis maximal 30 Meter Höhe erstellt werden, sind die Ergebnisse das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

18.02.2020 00:07 Uhr Sinnstiftender Akt

Zu: „Politbeben in Thüringen macht Parteien fassungslos“, vom 6. Februar

Nun hat bekanntlich Rot-Rot-Grün keine politische Mehrheit im Landesparlament von Thüringen. Herr Kemmerich erhält eine Mehrheit der Stimmen und wird zum Ministerpräsidenten gewählt. Ein nach dem Grundgesetz der Landesverfassung und der politischen Kräfteverteilung im Thüringer Landtag sinnstiftender Akt. Schließlich ist die Stimme jedes Abgeordneten gleich viel Wert. Eben auch die Stimmen der AfD-Parlamentarier!

Die AfD ist eine nach unserem Verfassungsrecht zugelassene Partei und wirkt an der Willensbildung der Bevölkerung mit. Es ist deshalb nicht akzeptabel, dass die Bundeskanzlerin auf die Ministerpräsidentenwahl Einfluss ausübt. Das steht der Kanzlerin nicht zu. Stattdessen hat sie die Rechte und die Stellung der Abgeordneten, wie vom Grundgesetz verlangt, zu schützen. Das Verhalten der Kanzlerin ist für mich ebenso wenig hinnehmbar wie die Haltung des Bundespräsidenten, der die Verstöße gegen die Schulpflicht von Schülern der Bewegung „Fridays for Future“ lobt und unterstützt. In den letzten Jahren erlebe ich eine zunehmende Geschwindigkeit, wie unsere Rechtsstaatlichkeit und demokratische Kultur in unserem Land Schaden nimmt. Das toleriere ich nicht.

18.02.2020 00:04 Uhr Der Rat hat das Gefahrenpotenzial erkannt

Zu: „Eine Million mehr für Busbahnhof“, vom 6. Februar


Erstaunlich, dass der Stadtbaurat diese leichtfertige Planung zugelassen hat. Nun hat der Rat dieses Gefahrenpotenzial erkannt und will eine Standortverlegung erreichen.

Völlig unverständlich ist, dass einige Ratsfraktionen diese einzig richtige Entscheidung nicht mittragen wollen und sie als Lachnummer bezeichnen.

Die Ratsmehrheit muss bei ihrer jetzt gewonnenen Einsicht bleiben und einen gefahrlos erreichbaren Busbahnhof verwirklichen, denn wie sagte Ratsherr Paschwitz richtig: „Sicherheit hat Vorrang.“ Erst wenn die gewährleistet ist, kommen Baubeginn und Fördermittel.

18.02.2020 00:02 Uhr Vorschlag zum Erhalt der Kunstschule

Zu: „Protest mit Ballons“, vom 8. Februar


Die hohen Kosten für einen neuen Fahrradweg durch den Bürgergarten kann man einsparen, wenn am Anfang und Ende des zirka 20 Meter langen Weges zwischen Rathausplatz und Scharnhorststraße ein Schild mit dem Aufdruck „Fahrradfahrer bitte absteigen“ aufgestellt würde. Es hat ja auch am „Guten Ort“ das Hinweisschild auf eine riskante Überquerung der Bahngleise für Fahrradfahrer gereicht. Und dort sind schon einige Stürze vorgekommen! Mit dem eingesparten Geld für die Bürgergartenquere könnte man zumindest einige Zeit die Kunstschule weiter finanzieren. Die Kinder sollten es uns wert sein!

17.02.2020 23:59 Uhr Wo bleibt der Vorteil für unsere Region?

Zu: „Vor der Elektrifizierung sind Bürger und Bundestag gefragt“, vom 5. Februar


Der aufmerksame Leser stellt aber bald fest, an der Faktenlage hat sich nichts geändert: Verbesserungen im Personennah- oder Personenfernverkehr sind nicht geplant. Realisiert wird diese Elektrifizierung nur, um Gütertransitverkehr auf dieser Strecke zu ermöglichen. Gäbe es Pläne für verbesserten Personenverkehr, der Artikelschreiber hätte dies dem Leser sicher in einer Sensationsmeldung präsentiert. Im Gegenteil, die Bahnstrecke Elze–Hameln–Löhne ist Bestandteil des künftigen „Dieselnetzes Niedersachsen-Mitte“. Hier ist der Einsatz von Dieselfahrzeugen aus dem Fahrzeugpool der Landesnahverkehrsgesellschaft geplant. Sozusagen die „Abwrackstrecke“ für ausgemusterte Dieselzüge aus anderen Regionen. Reine Elektronahverkehrszüge werden später auf der Strecke Elze-Löhne nicht fahren können, da ja nur bis Hameln elektrifiziert werden soll. Hybridzüge mit Akkus, die den nicht elektrifizierten Teil überbrücken könnten, sind von den Fahrleistungen vergleichbar mit Wasserstoffzügen, die bereits heute ohne Elektrifizierung fahren könnten. Teilweise erreichen Hybridzüge mit Akkus nur die Fahrleistungen von Dieselzügen, um die Reichweiten zu erhöhen. Wo bleibt da noch der Vorteil für unsere Region, der die großen Belastungen durch nächtlichen Gütertransitverkehr kompensieren könnte? Es gibt ihn schlicht nicht.

17.02.2020 23:57 Uhr Das Sicherheitsproblem bleibt

Zu: „Vor Busbahnhof soll das Tempo runter“, vom 27. Januar

Was die Geschwindigkeit von 20 oder 30 km/h betrifft, so müssen wir erfahrungsgemäß von der alltäglichen, beiderseitigen Nichtbeachtung ausgehen. Das Sicherheitsproblem bleibt.

Und die Kinder? Was wirklich notwendig erscheint, ist die absolute Trennung von Schülern und Autos, sprich die völlige Aufgabe einer „Begegnungszone“ bei der Querung der Basbergstraße. Mir scheint, die Diskussionsrunde ignoriert die Wesensart von Kindern: Sie verlassen die Schule oft in Gruppen albernd, träumend, taub zugestöpselt, rennend, immer ablenkungsbereit. Zu wissen, dass Unmengen von Radfahrern die Stadt Kopenhagen durchfahren, ohne jeden Autokontakt, auf eigens erschaffenen Routen...

17.02.2020 23:54 Uhr Man ist in Deutschland willkommen

Zu: „,Jeden Tag Beleidigungen“‘, vom 10. Februar


Tatsache: So gut wie jeder auf der Welt verfügt über Medien, um sich politisches und kulturelles Wissen über jedes Land dieser Erde anzueignen.

Will man in einem anderen Land, in diesem Fall Deutschland, leben, sollte die Toleranz des Kommenden schon eher ausgeprägt sein, so wie bei dem überwiegenden Teil der deutschen Bevölkerung auch. Schätzungsweise will auch in Afrika nicht jeder neben einem Weißen sitzen, ist es in vielen afrikanischen Ländern in dörflichen Gegenden noch üblich, in Lehmhütten zu wohnen, sind hungernde, kinderreiche Menschen usw. nicht gerade selten, und wahrscheinlich sind es diese sowie perspektivische Gründe, um zum Beispiel in Deutschland leben zu wollen. Wenn sich Brot für die Welt hauptsächlich in Afrika mit einer mehrheitlich schwarzen Bevölkerung engagiert, dann sind in den Broschüren, die ja für Spendeneinnahmen sorgen sollen, halt schwarze Menschen zu sehen. Die allgemeine Aussage, dass schwarze Menschen täglich beleidigt und bedroht werden, finde ich unangemessen. Im Übrigen dient die Integration hauptsächlich der Sprachförderung und der Orientierung in unserem demokratischen Land. Auf keinen Fall sollte sie dem Aufbau von Parallelgesellschaften dienen.

14.02.2020 22:07 Uhr Mehrere Schuldige

Zu: „“, 6. Januar


Die Weichsel wurde gemeinsame Grenze. Polen, behauptet Putin, sei mitverantwortlich für den Krieg, und die polnische Führung in Warschau sei antisemitisch gewesen. Die Besetzung Ostpolens 1939 habe Juden das Leben gerettet. Dazu der polnische Premier: Die Teilung Polens sei eine Folge des Hitler-Stalin-Paktes gewesen. Putin bezeichnete er als Lügner. Weiter die US-Botschafterin in Warschau: Hitler und Stalin hätten den Zweiten Weltkrieg begonnen. Interessant, in diesen Stellungnahmen gibt es mehrere Schuldige, niemals Deutschland allein. Wer zum Alleinschuldigen gemacht wird, mit dem kann man so ziemlich alles machen.

14.02.2020 22:03 Uhr Geplanter Standort ungünstig

Zu: „“, vom 1. Februar


Dafür müssen Pkw-Stellplätze weichen, junge gesunde Bäume (Klimaschutz) werden gefällt. Die Paritäten haben dort ihre ambulante Pflege und Tagespflege. Ebenso stehen Hotels in der Nähe. Wir sind ein Kur-/Heilbad. Der zusätzliche Lärm würde auch einen Großteil der Erholung suchenden Kurgäste stören. Warum wird der Standort am Krankenhaus abgelehnt? Er wäre geradezu ideal, um kranken Menschen und Schwerverletzten schnellstmöglich helfen zu können. Auch dieses sollte oberste Priorität haben.

14.02.2020 21:55 Uhr Schleichwege nötig

Zu: “, vom 31. Januar


Denn auch die Hauptstraßen haben wegen ihrer Ampeln nur eine begrenzte Kapazität. Nur durch Aufteilung des Verkehrs auf viele, auch kleinere Routen erreicht man einen gewissen flüssigen Verkehrsablauf, weil jeder Fahrer sich dann den für ihn kürzesten Weg suchen kann und damit im Endeffekt auch einen Teil zur CO2-Reduzierung beiträgt. Wann begreift man, dass die Interessen einzelner Anlieger vor dem Gemeinwohl zurückzustehen haben? Damit Anwohner ihre Ruhe haben, sterben potenziell mehr Menschen durch die erhöhte Schadstoffbelastung.

14.02.2020 21:54 Uhr Den Wald nicht antasten

Zu: „“, vom 5. Februar

Also Prämien für Solaranlagen, Windenergie mit aller Kraft aufbauen. Dann: „Wir schalten Kohlekraftwerke ab.“ Nur jetzt wird festgestellt, die Ökoenergie schafft das ja nicht. Es fehlen etwa 40 Prozent. Was tun? Anstatt erst zu überlegen und dann zu handeln, reißen unsere Politiker erst alles ab, um dann zu überlegen, was machen wir danach. Nun sollen auch noch die letzten ruhigen Ecken in Deutschland mit Windrädern zugepflastert werden. Es wird der Waldboden für die Leitungen aufgerissen, Bäume gerodet. Naturschutz? Wozu.

Es wurden Fehler gemacht, nur verantwortlich ist ja keiner. Wer schon einmal in der Nähe von Windrädern Urlaub gemacht hat, wer die Windräder im Lachemer Forst hört, der weiß, wie laut sie sind. Der Erholungsort für viele Menschen, aber auch Tiere, wird durch eine Fehlplanung der Politik zerstört. Nur sind sie weit weg.

Wann wacht eigentlich die Politik auf? In Schweden und Finnland sind neue Kernkraftwerke gebaut worden. Nur hier??? Die Energiepreise werden steigen, durch eine Fehlplanung. Wie schon geschrieben, verantwortlich ist die Politik. Nur merken wird es der kleine Endverbraucher.

14.02.2020 21:54 Uhr Wie lange wird das dauern?

Zu: „“, vom 4. Februar

Wie lange wird es wohl dauern (wenn überhaupt möglich), das Ortsschild in Halvestorf zu versetzen?
Dieser Zeitraum wird wohl eher in Jahren als in Tagen zu bemessen sein. Armes Deutschland!

14.02.2020 21:51 Uhr Zwei Seiten

Zu: „“, vom 10. Februar


Aber ausgerechnet einen aus dem Zusammenhang gerissenen Satz von Frau Albrecht als „u. a.“ Begründung anzuführen, macht mich bezüglich der Objektivität ebenso nachdenklich. Jede Sache hat, wie immer, zwei Seiten. Der unbedingt integren Frau Albrecht wird damit jedenfalls – gering gesagt – mehr als Unrecht getan. Das hat sie nicht verdient und das darf nicht unwidersprochen bleiben!

14.02.2020 21:50 Uhr Genau hinschauen

Zu: „g“, vom 11. Februar

Die Dimension wird auf die einfache Formel reduziert „glühender Nazianhänger gleich alles Mist, was sonst noch von ihm stammt“. Selbstverständlich gehört Köllings Nazivergangenheit aufgeklärt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ebenso selbstverständlich ist aber auch die Frage zu klären, ob seine politische beziehungsweise ideologische Überzeugung seine Forschungsergebnisse beeinflusst hat. Und wenn ja: in welcher Weise? Das mündet in die entscheidende Frage: Was sind seine Forschungsergebnisse aus heutiger Sicht wert? Für den Einzelnen, für die Kommune. Das ist mühselig und unspektakulär und erlaubt die bisherigen Schnellschüsse nicht.

14.02.2020 21:49 Uhr Aberwitzig und unnötig

Zu: „“, vom 11. Februar

Wenn man hier von einem Umweg für einige wenige Bürger spricht, um diesen Radweg zu nutzen, entspricht das einer Länge von zirka 800 Metern. Das dauert mit dem Fahrrad nur wenige Minuten. Im Übrigen ist dieser Weg sehr gut befahrbar und in einem annehmbaren Zustand. Da ich ihn sehr oft benutze, maße ich mir an, das beurteilen zu können. Also kann man diese Einwände nicht gelten lassen.

Wie weit dieser Fahrradwahn gehen kann, sieht man in Hastenbeck, wo ein Fahrradweg in Höhe von Holz-Müller auf die Straße gepinselt wurde, obwohl auf der anderen Straßenseite einer vorhanden ist. Ich nenne das einen schlechten Treppenwitz. Wenn man Geld generieren kann, sollte man vielleicht mal die Seitenstreifen am Reuteranger sanieren, sodass die Zuschauer bei Fußballspielen nicht im Schlamm parken müssen. Oder den Schützenplatz mit einem ordentlichen Belag versehen. Ein weiterer Fahrradweg sollte auf gar keinen Fall gebaut werden, weil er aberwitzig und unnötig ist.

14.02.2020 21:47 Uhr Wurzeln benötigen Platz

Zu: „Zu trocken – 25 Bäume müssen weg“, vom 30. Januar

Die Säuleneichen der Brunnenstraße stehen bereits sehr lange – seit dem Ausbau der Fußgängerzone ist ihr Untergang programmiert. Kein Baum dieser Größe kann sich mit so wenig Platz arrangieren. Die Stadtplaner sollen sich ihr Lehrgeld wiedergeben lassen! Auch nach dem Ausbau der Schanze vor zirka 40 Jahren wurden Ahornbäume gepflanzt, die sehr hitzeempfindlich seien und in den letzten Sommern sehr gelitten haben. Es gibt auch Ahornbäume, die nicht so gelitten haben, aber diese hatten mehr Platz für ihre Wurzeln. „Auf der Schanze“ wird der Ahorn auf der einen Seite durch die Fahrbahn bedrängt, auf der anderen durch das Verbundsteinpflaster des Fahrradweges, der inzwischen für Radfahrer eine große Sturzgefährdung bedeutet, da die Baumwurzeln die Steine angehoben haben. Leider benötigen auch diese Bäume mehr als 80 bis 100 Zentimeter Bodenfläche (... wer hätte das gedacht!) und müssen nun teilweise gefällt werden. Im Zeichen des Klimawandels können wir uns über jeden erhaltenen Baum freuen. Es wäre schlauer gewesen, die Bedürfnisse der Bäume vorher zu berücksichtigen, anstatt Neuanpflanzungen zu starten.

14.02.2020 21:45 Uhr Es lohnt der Blick auf die analoge Landkarte

Zu: „“, und zu: „Die Lage einer zerrissenen Nation“, vom 6. Februar

Iowa ist mit etwa 145 000 Quadratkilometern ungefähr dreimal so groß wie Niedersachsen. Unser Land müsste man dann wohl im Vergleich als „Mikro-Staat“ bezeichnen …

Es lohnt immer ein Blick auf eine Landkarte, möglichst eine analoge, nicht nur eine virtuelle auf dem Smartphone. Noch besser: Der gute alte Schulatlas, in dem am Rand eine kleine Karte von Deutschland die wahren Größenverhältnisse deutlich machte. Und wenn wir – und vielleicht auch eines Tages unsere amerikanischen Freunde – wegen Flugscham wieder mit der Bahn reisen, werden wir die tatsächlichen Entfernungen auch wieder selbst „erfahren“. Gemeint war vielleicht auch nur die relative Mini-Zahl von Wählern in Iowa, aber das stand eben nicht dran …

14.02.2020 21:42 Uhr Argumente nicht berücksichtigt

Zu: „“, vom 31. Januar


Da es bis heute keine abgestimmte Verkehrsanbindung gibt, befürchten die Anwohner einen massiven Anstieg der Verkehrsbelastung. Das angrenzende Wohnquartier leidet schon heute unter einer hohen Verkehrsdichte. Alle Argumente sind mehrfach schriftlich und mit vielen Unterstützerunterschriften bei der Stadtverwaltung eingereicht worden, bisher scheint es so, dass dies zu keinerlei Berücksichtigung führt. Teilweise wurde noch nicht einmal die Notwendigkeit gesehen, auf Schreiben zu antworten.

Der gesamte Hang unterhalb des Riesackweges soll bebaut werden. Die Pläne liegen bereit. Die städtebauliche Sinnhaftigkeit stelle ich ebenso infrage wie die Vorgehensweise zur Umsetzung dieses Baugebietes.

Hoffen wir, dass sich nicht nur die Anwohner bezüglich der Verkehrsanbindung erfolgreich zur Wehr setzen können, sondern dass auch die Entscheidungsträger nochmals sorgfältig prüfen und abwägen.

14.02.2020 21:40 Uhr Wo bleiben die Proteste?

Zu: „CDU will Windradbau in Wäldern erlauben“, vom 5. Februar

Wald steht für bessere Ökobilanz. Das ist doch bekannt. Oder verfügt die CDU über eine neue Erkenntnislage? Und nur der Regenwald ist schützenswert? Erhebliche Flächen rund um die Windräder werden versiegelt – die Zufahrtswege nicht eingerechnet. An den neuen Lärmpegel werden die Tiere sich gewöhnen. Die Spaziergänger auch. Und die geschredderten Tiere fiepen eh nicht mehr ...

Der bisher erzeugte Strom hat noch keine Durchleitung nach Süden, und andere Möglichkeiten der Stromerzeugung scheinen im Positionspapier der CDU nicht vorzukommen. Zukünftig suchen wir Silence-Room-Partys auf, statt im Wald Erholung zu suchen.

14.02.2020 21:38 Uhr Nicht im Wald!

Zu: „“, vom 5. Februar

Wir haben in unserem Land eine wunderschöne Landschaft, die gibt es in Europa nur noch in der Schweiz, in Österreich und im Elsass. Jetzt sollen Bäume gefällt werden, um Windräder aufzustellen. Unglaublich! Dann müssen Straßen in das Gebiet gebaut werden für schwere Fahrzeuge, um das Material dorthin zu bringen. Und es wird ein großes, tiefes Fundament gegossen. Darauf kommt dann das Windrad. Dazu eine Leitung, um den Strom an die nächste Übergabestelle zu leiten. Außerdem gibt es viel Fahrerei für Wartung und Reparatur. Ich frage: „Sind die Befürworter verrückt geworden?“ Die Windräder liefern zwar Strom, aber nicht für die Grundlast, sondern Flatterstrom. Die großen Flügel werden im Wald Vögel und Insekten schreddern. Und dafür sollen Bäume gerodet werden? Ich hoffe, dass die Stadt Hameln das nicht macht. Ich würde mich einer Gegendemo anschließen.

07.02.2020 22:23 Uhr Wird Optimismus allein reichen?

Zu:„Gewinnen am Ende die Roboter?“, vom 31. Januar

Frank Henke im Gespräch mit dem Zukunftsforscher und Philosophen Prof. Armin Grunwald. Es mag sein, dass die Dewezet mit diesem Beitrag ihren Lesern etwas Gutes tun wollte und Frank Henke fragt auch zu Recht nach den Wirkungen der Digitalisierung auf den Menschen. Können die Menschen die Digitalisierung überhaupt steuern oder ist sie eine Art Naturgewalt? Angesichts der bisherigen Erfahrungen in der Arbeitswelt mit der Globalisierung und dem derzeitigen Stand der Globalisierung ist die Frage hochaktuell. Sie spaltet westliche Wirtschaftskreisläufe, führt zu Spannungen und Brüchen in den internationalen Beziehungen, nimmt kaum mehr Rücksichten auf Weltklima, Artenvielfalt und Bodenressourcen. Alles unterliegt strategischen Effizienzerwägungen kleiner globaler Gewinnmaximierer. Am Beispiel des Plattformkapitalismus kann man ablesen, wie sich trotz Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die Alltagskultur von Millionen Menschen verschlechtert. Ängste, Populismus, Kriminalität, Gewaltattacken, Respektlosigkeit vor der Würde des Lebens und eine Verrohung im Zwischenmenschlichen sind die Folge.

In dieser Gemengelage gibt es Menschen wie Prof. A. Grunwald, die uns glauben machen wollen, in unserer Gesellschaft ist alles noch steuerbar. Sorgen um den Arbeitsplatz – kein Problem, schlimmstenfalls, wenn uns die Arbeitsmenge ausgeht, muss man neue Modelle finden. Bei diesem Szenario kann man locker fast spielerisch die Frage stellen: „Gewinnen am Ende die Roboter?“ Natürlich nicht, wenn man die digitale Mündigkeit erreicht. Ich finde, ein Ziel wird Prof. Grunwald mit seinen Vorträgen und seinem Buch erreichen, es wird immer Menschen geben, die seinen Optimismus gerne glauben wollen. Doch wird Optimismus allein reichen? Es gibt Städte im Ruhrgebiet und Regionen in Deutschland, die unter Strukturkrisen leiden und mit hohen Arbeitslosenzahlen und sozialen Problemen zu kämpfen haben – und das schon seit den 60er Jahren. Die verantwortlichen Oberbürgermeister, Mitarbeiter und Spitzen der Wirtschaft werden auch nicht alles falsch gemacht haben. Hier ist nun der Punkt erreicht, wo sich der Leser seine eigene Meinung bilden kann.

07.02.2020 22:18 Uhr Geld für externe Beratungen verschleudert

Zu: „Eine halbe Milliarde Euro für Berater“, vom 1. Februar

Hätte man vorher doch nur mich gefragt. Mein Vorschlag für externe Beratungen wären Besuche von Wahrsagebuden auf Kirmesplätzen. Die Ergebnisse der Glaskugelbefragungen hätten für die Verbesserung unserer Verteidigung zwar auch nichts bewirkt, doch diese Art der externen Unterstützung wäre erheblich preiswerter. Ähnliches gilt wohl auch für die anderen Ministerien – allen voran das Verkehrsministerium.

Kann es sein, dass in diesem zu viele Be-Scheuer-te (kleines Wortspiel) tätig sind? Warum leisten wir uns überhaupt ein so aufgeblasenes Politikerwesen inklusive aller nachgeordneten Fachressorts, wenn dennoch derart umfangreiche externe Beratungen nötig sind? Und wer garantiert uns, dass diese Unternehmen wirklich die Interessen des Volkes vertreten? In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, dass laut lobbycontrol.de zirka 6000 Lobbyisten in Berlin tätig sind, von denen laut abgeordnetenwatch.de 778 mit einem Hausausweis direkten Zugang zu den Abgeordneten haben. Diese Leute sind ebenfalls „beratend“ tätig, haben allerdings völlig andere Ziele als das Wohl der Bevölkerung. Für einen wirtschaftlich besseren Ablauf hätte ich zwei Vorschläge. Erstens könnte man die Politiker komplett durch Beratungsfirmen ersetzen, weil dadurch wahrscheinlich mehr Steuergeld übrig bliebe.

Eine weit bessere Lösung wäre es, zweitens, wenn man auf die externen Berater verzichten würde. Dann könnten einmal jährlich für ein paar Tage alle Minister die Fenster des Finanzministeriums öffnen, eine Schaufel in die Hand nehmen und jede Menge des dadurch gesparten Bargelds in den Hof schütten. Nach Tagen geordnet könnten dann nacheinander Vertreter des maroden Schul- und Sozialwesens, der Pflege- und Kultureinrichtungen usw., sich bedienen und aufsammeln, was sie benötigen. Dort fehlt das Geld nämlich seit Jahrzehnten.

07.02.2020 22:15 Uhr Bußgelder sorgen für Abschreckung

Zu: „Ordnungsdienst soll Streife gehen“, vom 29. Januar

Mit hier meine ich den „neuen“ Fahrradweg (mit „Inseln“) an der Kreuzung Münsterwall, Mühlenstraße, Ostertorwall und Bäckerstraße.

An dieser Stelle überqueren Fußgänger permanent die Radwege (auch bei Rot) und ignorieren die Fahrradfahrer. Dies erlebe ich als Radfahrer ständig.

Dabei ist es für die Fußgänger schneller, die Unterführung zu nutzen (wenn man nicht bei Rot geht), da die Ampelschaltung nicht durchdacht ist. Heute steht der Artikel über die Erweiterung des Ordnungsdienstes in der Dewezet. Da hat jemand meine Gedanken gehört.

Ich halte es für sinnvoll, wenn sich an diese Stelle der Ordnungsdienst ab und zu hinstellt. Allerdings reicht eine persönliche Ansprache an die Fußgänger meines Erachtens, nicht aus.

Die Erfahrung habe ich schon selbst gemacht. Da fehlt bei einigen Mitmenschen der nötige Respekt. Eine Ordnungsstrafe ist wesentlich effektiver. Man kann durch Bußgelder Abschreckung schaffen.

07.02.2020 22:07 Uhr Ärztliche Autorität wurde missbraucht

Zu: „Zu Unrecht vor dem Berufsgericht?“, vom 4. Februar


Wie weit muss eigentlich seine Erkenntnisfähigkeit und seine moralische Werteskala verrutscht sein, wenn er kein Problem damit hat, ärztliche Autorität zu missbrauchen, um von betagten Patienten Zustimmung zu rechtem Gedankengut zu erschleichen und das auch noch als „Privatsphäre“ bezeichnet.

Die Staatsanwaltschaft hätte in diesem Fall vermutlich nur dann weiter ermittelt, wenn „Herr Doktor“ statt Augentropfen eine geladene Pistole als „Argumentationshilfe“ benutzt hätte.

Dankenswerterweise scheint die Ärztekammer doch etwas sensibler zu sein. Völlig unverständlich für „Herrn Doktor“. Er glaubt ja auch, wenn man rechtsgerichtete Propaganda von den Wänden wieder abhängt, dass man sie damit ungeschehen machen kann.

So fühlt sich „Herr Doktor“ doch tatsächlich als Opfer, dabei ist er in Wirklichkeit Täter, weil er Abhängigkeitsverhältnisse ausnutzte.

07.02.2020 00:10 Uhr Was sind uns gute Lebensmittel wert?

Zu: „Wie billig darf das Essen sein?“, vom 4. Februar


So weit brauchen wir (leider) gar nicht zu schauen: Auch beim E-Center in Bad Pyrmont wird damit geworben. Ein Schlag ins Gesicht auch hier für die Landwirte und den Umweltschutz!

Was sind uns gute Lebensmittel und faire Arbeitslöhne wert? Diese Herabwürdigung der Menschen, die in der Lebensmittelproduktion arbeiten, ist einfach nur zum Fremdschämen.

07.02.2020 00:08 Uhr Badestadt-Politik ändern

Zu: „Der erste von 300 Bäumen steht“, vom 21. Januar


Bad Pyrmont muss seine Badestadt-Politik ändern, muss neu und ganzheitlich gedacht werden und sein Naturerbe und seine historische Substanz ernst nehmen und aktiv in die Zukunft entwickeln. Die Vision wäre eine Natur- und Landschaftsverbundene, großzügige, nach innen offene, wieder begrünte, der Ökologie, Kultur und Lebensfreude verpflichtete Badestadt. Sanfter Tourismus, Aktivurlaub, Naherholung, kleine Pensionen, Youthhostels, junge Gäste, Bürgerbeteiligung ... Mit gesundem Menschenverstand und vernünftigen Entscheidungen ist ein freundlicher, belebter, homogener, nachhaltiger, weltoffener und prosperierender Kur- und Ferienort möglich!

07.02.2020 00:03 Uhr Unbegreiflich

Zu: „Der Pakt der Stadtbücherei mit Amazon“, vom 30. Januar


Angesichts der vielfach beklagten negativen Auswirkungen überbordender Online-Käufe auf den Einzelhandel vor Ort, das innerstädtische Leben und nicht zuletzt auf Klima und Umwelt durch ein erhöhtes Verkehrs- und Abfallaufkommen, ist es nicht zu begreifen, dass die Stadt Hameln einem international marktbeherrschenden Online-Handelskonzern mit ihrer Bücherei eine Werbeplattform bietet.

Was sollen wir als steuerzahlende Bürger davon halten, dass ein Konzern, der ein Meister darin ist, keine Steuern zu zahlen, durch unsere Stadtbücherei beworben wird, die aus Steuermitteln finanziert wird und so wie auch andere öffentliche Einrichtungen ständig mit begrenzten Haushaltsmitteln zurechtkommen muss? Und was sollen wir als Nutzer der Stadtbücherei davon halten, dass wir beim Lesen des Online-Katalogs darauf hingewiesen werden, dass wir die Bücher ja auch gleich bei Amazon bestellen können? In dem Dewezet-Artikel wird diese Widersprüchlichkeit klar und deutlich herausgearbeitet.

Die Auflösung seitens der Verantwortlichen der Stadt Hameln steht noch aus. Vielleicht gibt es ja auch noch mehr Ideen zur Kooperation mit Amazon und Konsorten?

07.02.2020 00:00 Uhr Kreisel ist hier ungeeignet

Zu: „Ein Kreisel für die Wangelister Straße?“, vom 1. Februar


Die Probleme sind zum einen, dass es manche Leute nicht auf die Reihe bekommen, voreinander links abzubiegen. Sie warten ewig, obwohl oftmals gar keiner geradeaus möchte, dann wird es schon mitunter knapp, wenn man zum Beispiel der Dritte in der Reihe ist, weil die Hauptstraße wieder grün wird. Mitunter wartet man auch, weil keiner links blinkt und denkt, er will geradeaus, aber er biegt dann doch ab. Solche Blinkmuffel sind häufig. Dann gibt es noch die Kandidaten, die abbiegen wollen und den geradeaus Fahrenden die Vorfahrt nehmen. Das ganze Szenario gilt natürlich auch für die gegenüberliegende Seite aus kommend. Die sinnvollste Lösung wäre, die Pfeile anders aufzumalen: Eine Linksabbiegespur mit eigener Grünphase, wie es vor ein paar Jahren schon auf der gleichen Kreuzung von Hameln oder Aerzen kommend zur Böcklerstraße und zum Wangelister Feld eingerichtet wurde, und eine Spur für rechts und geradeaus. Der Hauptverkehr müsste zwar etwas länger an der roten Ampel warten, aber der Verkehrsfluss wäre immer noch flüssiger als mit einem Kreisel, den ich an der Stelle auch für ungeeignet halte. Übrigens gibt es noch einen weiteren Gefahrenpunkt: Die Kurve ins Wangelister Feld hinein. Viele schneiden diese beim Abbiegen und seit da die Busse lang fahren, teilweise auch die ganz langen, haben die oft Probleme, dort rumzukommen. Vermutlich ist für die großen Fahrzeuge der Radius zu eng bemessen.

05.02.2020 23:49 Uhr Bei Planungen auch Bevölkerung berücksichtigen

Zu: „Vor Busbahnhof soll das Tempo runter“, vom 27. Januarund „Supermarkt? Fehlanzeige“, vom 11. Dezember

Falls es dazu kommen würde, könnten die Bürger und die Personen von den vorhandenen und entstehenden Einrichtungen in der Nordstadt die nahen Einkaufsmöglichkeiten nutzen. Diese Baumaßnahme würde auch dazu dienen, dass die Stadt (gegenüber anderen geplanten Einrichtungen) dauerhaft Steuergelder einnimmt und keine Steuergelder ausgeben muss. Es besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, dass auf dem Kundenparkplatz der Firma Penny die Lehrerschaft vom Schulzentrum Nord (überquert sicherer die Basbergstraße als Schulkinder) dort eine Parkmöglichkeit erhält. Somit kann der geplante Busbahnhof zur Sicherheit der Schulkinder auf der freiwerdenden Parkfläche vor dem Schulzentrum Nord (auf die Sehenswürdigkeit des Schulgebäudes kann verzichtet werden), entstehen.

Die jetzige Kreuzung an der Fahlte, Basbergstraße und Süntelstraße ist für Fußgänger, Fahrradfahrer und den Kfz-Verkehr verhältnismäßig sicher, die Ausgaben für den geplanten Kreisel (unsicher für Fußgänger und Fahrradfahrer) entfielen.

Es wäre wünschenswert, wenn bei der Planung der Baumaßnahmen auch die Hinweise der Bevölkerung beachtet würden.

05.02.2020 23:46 Uhr Aufkommender Nationalismus

Zu: „Der Name des Bösen“, vom 18. Januar
Aber der auch bei uns aufkommende Nationalismus zeigt, dass dergleichen Hochmut ebenso unbegründet wie verwerflich ist. Der Beitrag macht dies erfreulicherweise deutlich.

05.02.2020 23:42 Uhr Gebäude ist viel älter

Zu: „Was wird aus der Brandruine?“, vom 13. Januar
Aus der Chronik der Stadtkirche zum 100-jährigen Stadtkirchenjubiläum (1877- 1977) geht hervor und wird in einem Artikel ausführlich beschrieben, das das Haus 1889 gebaut wurde. Es wurde genutzt als Kindergarten und Gemeindepflegestation.

05.02.2020 23:41 Uhr Verlust von Rechtsstaatlichkeit?

Zu: „Ordnungsdienst soll Streife gehen“, vom 29. Januar


Der kommunale Ordnungsdienst mit Handschellen, Schlagstöcken, Elektrodistanzwaffen, sogenannten Tasern in der Hand? Ich befürchte, dass dann der Verlust der Rechtsstaatlichkeit im polizeilichen Alltag immer mehr in Erscheinung tritt. Werden die Ordnungsamtmitarbeiter kaserniert? Eine Eskalation der Gewalt ist damit gewissermaßen vorprogrammiert. Wiederholt sich deutsche Geschichte? Lass das mal den Profi machen – das ist insgesamt kein schlechter Erfahrungssatz. Muss der jetzt ausgerechnet auf einem besonders heiklen Feld außer Kraft gesetzt werden, nämlich wenn es um unsere Rechtsordnung geht? Das Stichwort lautet Ordnungsamt als Hilfssheriffs.

Ganz ehrlich: Ich finde das alles entsetzlich. Ich möchte mich nicht von selbst ernannten Ordnungshütern mit Stablampen anleuchten lassen. Ich will nicht erklären müssen, warum ich werktags um 2.40 Uhr noch nicht brav zu Hause im Bett liege. Ich will nicht beim Verlassen der Stadtgalerie Ordnungsamtsmitabeitern meine Einkäufe vorzeigen müssen und meinen Einkaufsbon vorzeigen müssen. Dieser Unwille ist übrigens völlig unabhängig davon, ob sich mir ein tumber Glatzkopf mit Springerstiefeln in den öffentlichen Weg stellt. Oder ob mein Nachbar, der distinguierte Herr Wirtschaftsprüfer, nun in seiner Freizeit als Hilfssheriff auftritt, und zwar unter Hinweis auf eine semiamtlich wirkende Warnweste mit einem „Besorgte Bürger von Hameln“-Emblem.

Der Grund für mein Unbehagen ist ein doppelter. Da ist, erstens, meine ausgeprägte Abneigung gegen Blockwarte. Man muss nicht viele Geschichtsbücher konsumiert haben, um zu wissen, dass Schnüffelei eine Gesellschaft noch nie weitergebracht hat. Zweitens: Selbstjustiz in jeder Form ist ein Giftpfeil für die Demokratie. Auf beides läuft der Ansatz der Ordnungsamtsmitarbeiter als Quasi-Ersatz-Polizei hinaus. Die Schattenseiten der deutschen Polizei im 20. Jahrhundert zeigen, dass Machtapparate ohne die strikte Verpflichtung auf den Rechtsstaat unkontrollierbar sein können. Dann wird manchmal aus dem „Freund und Helfer“ ein Massenmörder.

05.02.2020 23:38 Uhr Draghis Vorgehen war richtig

Zu: „Ein Orden für Mister Nullzins“, vom 28. Januar
Die Null-Zins-Phase ist ja gerade der Versuch einer notwendigen Korrektur für jahrzehntelange Fehlentwicklung.

Und die Anklage muss sich an diejenigen richten, die jene getäuscht haben, die ihr Geld hergegeben haben aufgrund der Verlockung: Lassen Sie ihr Geld doch „arbeiten“! Weshalb vertrauen Menschen dieser Worthülse?

Ich habe noch nie gesehen, dass Geld arbeitet. – Schauen wir doch mal auf die Realität: Mein Friseur fordert von mir 15 Euro für den Haarschnitt. Beim Bäcker zahle ich 0,60 Euro für ein Vollkornbrötchen, für einen Tintenstrahldrucker gebe ich 120 Euro. Ich gebe mein Geld für Dienstleistungen, die andere Personen geleistet haben – auch Brötchen und Drucker sind durch „Arbeit“ = „Dienstleistung“ entstanden. In einem Monat muss ich wieder zum Friseur, morgen hole ich mir ein frisches Brötchen, in einigen Jahren werde ich einen neuen Drucker benötigen, weil der alte defekt ist.

Die Produkte der Dienstleistungen sind nach einer bestimmten Zeit verbraucht. Das ist die Realität. – Geld sollte die gleiche Eigenschaft erhalten, wie die Produkte der Dienstleistungen, damit alles wirtschaftliche Handeln im Gleichgewicht bleibt. Geld sollte auch „altern“; in einem ständigen Fluss sollten Teile meines Eigentums an Geld in den Kreislauf zurück, von dem es her kam.

Es ist Aufgabe der Zentralbank, dies zu regeln. Draghi versuchte, das Gleichgewicht der Wirtschaft auszugleichen. Ein wenig ist er diesem Ziel nähergekommen; er hat die „Nullzins-Grenze“ erreicht.

Ein stabiles Gleichgewicht im Wirtschaftskreislauf kann allerdings nur mit Überschreiten der Nullzins-Grenze in den Minus-Bereich hinein erreicht werden. Das steht noch aus. Wir sollten das eher unterstützen, anstatt dagegen zu protestieren.

04.02.2020 23:56 Uhr Selbstinszenierung

Zu: „Sonst wäre ich daran zerbrochen“, vom 8. Januar


Die Selbstinszenierung als eines der Hauptopfer des Lügde-Skandals hat etwas von Reality Show: „Holt mich hier raus – ich bin ein Landstar.“

04.02.2020 23:54 Uhr Es gibt Umschulungen

Zu: „Doppelte Zuwanderung“, vom 9. Januar


Die Beschäftigten, die es betrifft, sind jahrelang in einer Firma beschäftigt. Die Leute werden als blöd hingestellt. Es gibt doch Umschulungen; es ist billiger als Neuausbildungen.

04.02.2020 23:51 Uhr Bürger sind sehr an der Natur interessiert

Zu: „Eine halbe Million Bäume“, vom 28. Januar

Die vielfältige uneigennützige Arbeit hierfür sowie der Aufruf für Baum-Zupflanzungen und nicht zuletzt die vielseitigen Geldspenden, die unter anderem durch das Benefizkonzert im Quäkerhaus Bad Pyrmont am 13. September zusammen kommen sollen, zeigen, dass wir Bürger sehr an unserer Natur und unserem Klima interessiert sind.

Ich denke, wir alle können im Kleinen viel bewirken, ohne auf große Gesetze warten zu müssen. Und zwar: 1. Heimische Bäume in unsere Gärten pflanzen, die gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen – als Begrenzung, als Insel, als kleiner Wald, als Haus- und Hofverschönerung, als Schutz, als Wahrzeichen und nicht zuletzt als Nahrungsquelle und Heim für Insekten, Vögel und andere heimische Tierarten. Statt ungenutzter Rasen und sonnenschirmbeschatteter Plätze sollten wir unsere Freunde, die Bäume, um Hilfe bitten. Neben der Klimaverbesserung bescheren sie uns auch im Garten wunderbare gesunde Luft zum Atmen und erholsamen Schatten zum Verweilen. 2. Totholz nicht komplett entsorgen, sondern als Insektenheim zur Verfügung stellen; gegebenenfalls kleine Löcher in dickere abgesägte Äste bohren und somit ohne viel Aufwand natürliche Insektenhotels schaffen; eine „Benjeshecke“ daraus bauen. 3. Wildblumen und Wildkräuter stehen lassen oder einsäen. 4. Blühende Mischhecken pflanzen. 5. Wasserbiotope einrichten. 6. Heimische Produkte kaufen, um CO2 Ausstoß durch lange Transportwege zu verringern.

Hier noch ein Tipp für die Kommunalpolitik: Anreize bieten. Wie wäre es mit einer prozentualen Steuer-Erleichterung für jeden Grundstückseigentümer, welcher Bäume auf seinem Gelände vorzuweisen hat? Ähnlich wie dieses schon zur Berechnung der Regenwassersteuer geschieht, könnte der heimische Baumbestand belohnt werden.

04.02.2020 22:53 Uhr Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun

Zu: „Holzeinschlag löst Empörung aus“, vom 25. Januar

Leider wurde darauf nicht weiter eingegangen. Dies erweckt den Eindruck, dass es sich seitens der Forstverwaltung um eine Standardantwort handelt, um erst einmal die aufgebrachten Bürger zu beruhigen.

Natürlich ist grundsätzlich nichts gegen Holzeinschläge einzuwenden, die Frage ist aber, wie diese umgesetzt werden. Der Wald wird maschinengerecht angelegt. Alle 20 Meter entstehen Rückegassen, das ist rund ein Fünftel der Fläche des betreffenden Waldstückes. Im Falle des betreffenden Waldstückes wurden zahlreiche periodisch wasserführende Gräben quer durchfahren und können so in den wenigsten Fällen wieder geöffnet werden. Auch austretendes Schichtwasser wird aus mangelnder Ortskenntnis nicht beachtet. Das Resultat kann man im Bereich unterhalb des Osterwalder Tennisplatzes in Augenschein nehmen. Den forstlichen Lohnunternehmen soll hier kein Vorwurf gemacht werden, da der Preis- und somit auch der Zeitdruck in diesem Gewerbe erheblich ist.

Auf ihrer Internetseite haben es sich die Niedersächsischen Landesforsten mit ihrem LÖWE Programm (Langfristige Ökologische Waldentwicklung) unter Grundsatz 13 auf ihre eigene Fahne geschrieben, dort steht: „Ökologisch verträglicher Einsatz der Forsttechnik.“ Ich denke, dass niemand, der sich das, was gerade im Osterwald passiert, einmal ansieht, dies noch als „ökologisch vertretbaren Einsatz“ bezeichnen kann. Mit wirtschaften im Sinne der Natur und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, hat dies nichts mehr zu tun. „LÖWE Programm“..., ein großer Name mit großen Worten, die aber allzuwenig umgesetzt werden. Und so ist vom Löwen nur noch ein schnurrendes Kätzchen übrig geblieben.

04.02.2020 22:46 Uhr Wo bleibt die Bürokratenkeule?

Zu: „Das Rattenfängerhaus wird indisch“, vom 10. Januar

Den Vorkoster für alle Hamelner machte in Hildesheim – Frage: In einem Renaissance-Haus? – Herr Grandt. Bravo! Interessant wird die neue Gebäudeausrichtung (Eigentum der Stadt Hameln). Wo sind der neue Brandschutz, die Energieeinsparung, Sicherheitseinrichtungen, behindertengerechte Einrichtung? Werbung außen tabu. Hallo, Stadt Hameln, wo bleibt eure Bürokratenkeule, die den übrigen Betreibern das Leben zur Hölle macht und gemacht hat? Hat diese Bürokratiekeule unter anderem auch einen Neubeginn an der Wehrberger Warte verhindert? Die Preisgabe von Stadt, Leben, Zeit und Kultur ist eine Schande! Dies alles unterstützt auch die HMT, die auch noch Querdenker benötigt. Querdenken ist eigentlich in Hameln verboten. Der Kontrast zwischen Mittelalter, Renaissance und Indisch ist eine historische Totgeburt! Vielen Dank an die Entscheider, dass es keine McDonald’s-Filiale wird. Allen gemeinsam ist eine vorzeitliche Unterlassung und Fahrlässigkeit zu bescheinigen. Aber Hameln ist angenehm, nur wo?

04.02.2020 22:42 Uhr Vegetarische Gerichte gehören auf die Speisekarte

Zu: „Da fangen wir an zu rotieren“, vom 21. Januar


Doch mache auch ich immer wieder die Erfahrung, dass es Restaurants gibt, die überhaupt kein vegetarisches Gericht anbieten. Andererseits habe ich bei Ausflügen auch die positive Erfahrung gemacht, dass es wiederum Restaurants gibt, die sogar zwischen fünf und acht vegetarische Gerichte auf ihrer Speisekarte haben.

Der Vegetarismus hat doch längst seinen Platz in der Gesellschaft gefunden. Musste ich mich vor 34 Jahren, als ich anfing, mich auf Grund des für mich nicht zu akzeptierenden Tierleids vegetarisch zu ernähren, noch ständig erklären und wurde belächelt, sieht das heute ganz anders aus.

Angesichts der Vielzahl an vegetarischen Kochbüchern ist es für mich unverständlich und traurig, dass manche Restaurants es schwierig finden, vegetarische Gerichte anzubieten. Wenn bereits im ersten Lehrjahr das Thema gesunde Ernährung, das auch den Vegetarismus beinhaltet, ansteht, sollte es doch für einen ausgelernten Koch erst recht möglich sein, solche Gerichte zuzubereiten.

Immer mehr Menschen wenden sich ab von der Massentierhaltung, für die die Tiere erst zurechtgestutzt werden müssen, um dann in fensterlosen Hallen die wenigen Monate ihres Daseins zu vegetieren, ehe sie vielleicht auch noch auf einen langen Tiertransport geschickt werden. In dieser Haltung werden Tiere nicht mehr als Lebewesen und schon gar nicht als Individuum wahrgenommen, sondern wie eine gefühllose Sache behandelt. Das kann und darf einfach nicht sein.

Der Vegetarismus wird weiter zunehmen und darauf sollten sich auch die Restaurants einstellen.

04.02.2020 00:22 Uhr Weniger Energie verbrauchen

Zu: „Woher kommt der Strom“, vom 15. Januar
Um beim Beispiel des Autors zu bleiben: Wenn ein Autofahrer sein altes Auto verkauft, bevor er ein neues hat, kann das sogar eine ziemlich gute Strategie sein. Er könnte nämlich in der Zeit, in der er ganz ohne Auto lebt, feststellen, dass er gar kein neues braucht. Oder nur ein kleines. Oder ein besseres Fahrrad. Oder, dass er sich prima eins mit dem Nachbarn teilen kann. Diese Möglichkeiten hätte er gar nicht in Erwägung gezogen, wenn er sich stumpf ein neues zugelegt hätte.

Bedeutet für unsere Stromversorgung: Vielleicht müssen alle (Industrie und Privathaushalt) mal überlegen, wie wir insgesamt weniger Strom verbrauchen können, sodass die Lücke in der Stromerzeugung gar nicht mehr so beängstigend groß ist! Weniger konsumieren, energiesparende Technik, öfter mal das Licht aus ... Und vielleicht führt ja auch das drohende Loch in der Stromversorgung dazu, dass Strom teurer wird und damit dann auch eher mal überlegt wird, ob wirklich alles so bleiben muss, wie es jetzt ist oder man nicht doch lieber mal anfängt (siehe oben), einfach mal weniger zu verbrauchen. Ich wette, es gibt schon viele, viele gute Lösungen dazu, und am Besten fangen wir bei der eigenen Nase an!

04.02.2020 00:19 Uhr Über die Geschäftsordnung hinweggesetzt

Zu: „Die Grünen stricken an ihrem Erfolg“, vom 10. Januar
Ich erlaube mir nur daran zu erinnern, dass die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth am 28. Juni 2019 bei einer von ihr geleiteten Sitzung entgegen dem Augenschein und dem Antrag der AFD, die Beschlussfähigkeit des Parlamentes zu überprüfen, nach zehn Sekunden des Zauderns einfach beschloss, den Hammelsprung, also Auszählung, zu verweigern. Der bloße Augenschein – zu überprüfen bei YouTube – erwies die Unterbesetzung des Hauses. Nun mag die Frau betrunken und dies ein einmaliger Vorfall gewesen sein, was zu hoffen wäre. Allerdings spricht vieles dafür, dass es sich bei ihr um eine Charaktereigenschaft handelt, wenn sie sich über die Geschäftsordnung hinwegsetzt – und man auch ihr sonstiges Gebaren betrachtet.

Jeder Kleingartenverein muss sich bei Tagungen an seine Geschäftsordnung halten, nur der Bundestag offensichtlich nicht. Niemand der sonstigen „Volksvertreter“ der Regierungsmehrheit steht dagegen auf. Wen vertreten die eigentlich?

Ein besserer „Lernort“ für den Widerstand gegen diktatorische Verhältnisse im Land als der Bückeberg ist der Bundestag allemal. Und da braucht man nicht einmal Geld für.

Solche „Kleinigkeiten“ sind für die Presse natürlich nicht erwähnenswert, sie betreffen ja auch nur die Verfassung unseres Staates. Kritisieren oder gar korrigieren wollen sie ganz offensichtlich nicht, dass wir zukünftig von einigen unreifen, ungelernten Studienabbrechern und Arbeitsunfähigen regiert werden, die die Verfassung nicht ernstnehmen, aber sonst vor Menschenliebe nur so überlaufen.

Die Installation des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes durch Heiko Maas, von dessen Konsequenzen für die Meinungsfreiheit in diesem Land kaum jemand weiß, noch unterrichtet wurde, spricht unter anderem auch für die Missachtung demokratischer Regeln.

04.02.2020 00:15 Uhr Vergebene Chance

Zu: „18 Fragen und Antworten zum Feuerwehrhaus“, vom 9. Januar


Ein Wettbewerb kann Konzeptionen aufzeigen, die sogar ein Feuerwehrgerätehaus beinhalten könnten. Verbauen wir uns nicht die Zukunft!

04.02.2020 00:11 Uhr Hier stimmt etwas nicht mehr

Zu: „Was ist normal?“, vom 11. Januar
Dirk Schmaler schreibt: „Das Gewohnte gilt nicht mehr und das Vertraute verschwindet. Das macht vielen Angst und führt zu Ausgrenzung, Hass und Unsicherheit.“ Hier verliert die Normalität auch durch Globalisierungseffekte das wertende Empfinden und wird immer schneller zum gesellschaftlichen Streitfall. Letztendlich kann das zu Hass und Gewalt, pathologischen Einschätzungen und angstbesetzten Verhaltensmustern wie Unterordnung und dem Ruf nach starken Persönlichkeiten, Populisten und Ideologien führen. Dazu passt die neuere Entwicklung, dass Populisten und Ideologien führen. Dazu passt die neuere Entwicklung, dass Populisten und Ideologen rationale Fakten leugnen, bei komplexen Sachverhalten einfache Lösungen anbieten und provozierende Thesen aufstellen.

Fakt ist, wir sehen heute vieles in Bewegung, alte Sicherheiten brechen weg. Gleichzeitig setzt im politischen, arbeitsrechtlichen und kirchlichen Raum ein massives Schwinden der Kritik- und Gesprächsfähigkeit ein. Eine gewisse Sprachlosigkeit scheint die gesamte Gesellschaft erfasst zu haben. Symptomatisch dafür: In Deutschland wachsen um Vorgärten und Eigentum Hecken und Mauern real immer höher und dichter. Dem steht allerdings in den sozialen Medien des Internets ein Heer von mitteilungsbedürftigen und kritikbeladenen/-freudigen Menschen gegenüber. Hier stimmt etwas nicht mehr. Das Verhältnis ist nicht mehr normal.

Dirk Schmaler empfiehlt mit Artikel 2 des Grundgesetzes, der Normalität auf die Sprünge zu helfen. Maybrit Illner hat für ähnliche Problemlagen den immer gleichen Satz: „Wir müssen reden.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

03.02.2020 23:40 Uhr Am Torbayufer haben immer schon Bänke gestanden

Zu: Lesertelefon „Abfallberge sorgen für Verärgerung“, vom 8. Januar
Die waren dort nie auf privatem Grund und Boden. Die Privatgrundstücke enden dort meistens mit einer Mauer oder einem Zaun zum Fuß- und Radweg. Der Weg besteht aus Fußweg und Randstreifen mit Beeten und Bäumen. In diesen Randstreifen sind mehrere Einbuchtungen (seit ich denken kann) mit vorhandenen Bänken gewesen. Davon hat man einen großen Teil entfernt und nicht ersetzt.

Das Gleiche ist an der Promenade zur Uferstraße und an der Uferstraße passiert (auch nicht auf privatem Grund). Bänke waren auch mal an der Ecke Brückenkopf zum Abgang Richtung Uferstraße, auf dem Werder an der Brücke, wo jetzt der Neubau entsteht, und auf der gegenüberliegenden Seite in dem Rundeck. Alles wurde genommen aber nicht ersetzt. Viele Bürger, ältere und auch jüngere, würden sich freuen, wenn einmal eine Sitzgelegenheit vorhanden wäre. Man merkt es erst, wenn man nicht mehr so mobil auf den Beinen ist. Auch mancher Tourist würde sich darüber freuen, so wie ich mich in einer anderen Stadt. Die Ratsherren und -damen und der Stadtsprecher mit Oberbürgermeister sollten einmal darüber nachdenken, was wäre, wenn sie gehbehindert oder sonst irgendwie gehandicapt wären (ich glaube, ein Beinbruch würde Wunder bewirken – ich gönne es keinem). Mancher Bürger würde auch noch mal in die Stadt gehen, wenn er sich irgendwo ausruhen könnte (manchmal nur ein paar Minuten). Aber der Weg in die Stadt ist weit für Bewegungseingeschränkte. Sollte im Rathaus jemand Bedarf in dieser Richtung haben, könnte ich ihm alles vor Ort zeigen (auf Bildern, wie es war).

Was am Weserufer zutrifft, betrifft sehr wahrscheinlich ganz Hameln. Man kümmert sich in dieser Stadt um Dinge, die unwichtig sind, statt mit Kleinigkeiten einmal anzufangen. Zum Beispiel zur Radfahrstraße ist zu sagen: Wenn sich die Radfahrer (nicht alle) an die Straßenverkehrsordnung halten würden, dann bräuchten wir die nicht. Autofahrer werden an den Ortseingängen aufgefordert, Rücksicht auf Radfahrer zu nehmen. Wann erscheint dort mal die Aufforderung „Radfahrer, richtet Euch nach der Straßenverkehrsordnung?“ Aber laut Fahrradbeauftragtem fahren alle Radfahrer vorschriftsmäßig!

02.02.2020 21:55 Uhr Geld wird mit vollen Händen rausgeworfen

Mich ärgert vor allem die Verschwendung von 1,3 Millionen (oder mehr) an Steuergeldern, die von uns allen bezahlt werden. Überall fehlt Geld für verschiedene sinnvolle Aufgaben. Beispiele dafür, wo es gebraucht wird, gibt es fast täglich in der Dewezet. Aber für das Bückebergprojekt wird das Geld mit vollen Händen rausgeschmissen. Auch ich bin der Meinung, dieses Projekt sofort zu beenden. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

02.02.2020 21:54 Uhr Schon wieder eine Tradition weniger

Schließlich werden hier seit mehreren Jahrzehnten gutbürgerliche Deutsche Speisen angeboten, die nach dem Märchen benannt sind.

Es kann nicht sein, dass diese Tradition aufgegeben wird. Für Hameln ist das sowieso keine Bereicherung, zumal es seit Mai 2019 schon ein indisches Restaurant in der Neuetorstraße gibt. Egal, unter welcher Leitung das Rattenfängerhaus weitergeführt wird, dort gehören Fleisch und Rattenschwänze, (sowie auch ein Angebot für Vegetarier und Veganer) auf den Teller. Es gibt sicherlich genügend andere Immobilien, in denen ein indisches Restaurant eröffnen könnte. Leerstand haben wir ja sowieso schon mehr als genug in Hameln.

Wollen wir mal hoffen, dass das India-Haus gut anläuft und die Inneneinrichtung weitestgehend erhalten bleibt, da sonst schon nach kurzer Zeit wieder ein Leerstand droht, so wie im Hochzeitshaus, das auch von innen umgebaut wurde und schon seit Jahren wieder leer steht. Die Stadt Hameln war mal wieder zu voreilig, bloß nichts mehr mit der Immobilie zu tun haben wollen. Mal schauen was unsere überwiegend japanischen Touristen sagen, wenn sie sich auf das Rattenfängerhaus freuen und dort indische Küche vorgesetzt bekommen. Schon wieder eine Tradition weniger. Armes Hameln.

02.02.2020 21:53 Uhr Wichtiges Datum fehlt

Damit konnten wesentliche Investitionen, nicht zuletzt durch die Aktivitäten der jeweiligen Kurdirektoren in Zusammenarbeit mit der Landesregierung, realisiert werden. In der Amtszeit von Friedrich Wilhelm Stolze (1946 bis 1966) entstanden das CO2-Quellgasbad, der Friedrichspark mit Helenenquelle, der gläserne Konzertsaal in der Wandelhalle, sowie der Neubau der großen Fontaine in der Hauptsallee. Unter der Regie von Heinz Schneider (1966 bis 1972) wurde der internationale Kurbetrieb gefördert und es entstand das Moorbadezentrum mit dem Bewegungsbad. Unter Leitung von Heinz-Gustav Wagener wurde das Hufelandbad gebaut, das Kurhotel modernisiert und 1992 wieder eröffnet und die Klinik „Der Fürstenhof“ errichtet. Heinz-Hermann Blome trat am 1. Juli 1987 als Verwaltungsdirektor sein Amt an und war von 2003 bis 2015 als Kurdirektor tätig. In seine Amtszeit fallen der Wiederaufbau der Hufelandtherme nach dem Brand, die Herstellung des asiatischen Refugiums im Kurpark und die Verlegung des Rosariums. Er war Vorbereiter der Sanierung des Königin-Luise-Bades und Präsident des Heilbäderbandes Niedersachsen. Seit März 2015 ist Dr. Maik Fischer als Kurdirektor tätig. Er modernisierte die Verwaltung und vernetzte das Staatsbad mit Hochschulen. Er gibt wesentliche Anreize für die Entwicklung des Staatsbades zu einem führenden Gesundheitsstandort und leitet den Umbau des Königin-Luise-Bades zu seiner modernen Gesundheitseinrichtung.

02.02.2020 21:50 Uhr Falsches Planungsbüro

Da drängt sich mir die Frage auf, nach welchen Kriterien die Verantwortlichen der Stadt Hameln dieses Planungsbüro ausgewählt haben.

Referenzen zu gut funktionierenden Lösungen für alle (!) Teilnehmer am Stadtverkehr können es wohl nicht gewesen sein. Es gehört zu den verkehrsplanerischen Grundsätzen, bestehende oder zu erwartende starke Verkehrsströme zwischen Quelle und Ziel möglichst wenig oder nur folgenarm zu durchschneiden. Deshalb fand ich den, in einem Leserbrief geäußerten, Gedanken absolut überlegenswert, den Verlauf der Basbergstraße im Bereich des Schulzentrums Nord soweit in Richtung des ehemaligen Kasernengeländes zu verrücken, dass auch unter Beachtung des bestehenden Wassersammelbeckens alle anzulegenden Bushaltestellen direkt unterhalb des Schulzentrums angelegt werden können und damit im Schülerverkehr jegliches Überqueren der Basbergstraße unterbleibt.

Sicherlich erfordert das Tiefbauarbeiten in nennenswertem Umfang, aber das ist bei der Anlage eines Busbahnhofes auf dem ehemaligen Kasernengelände nicht anders und vor allem sollte bedacht werden, dass eine anzustrebende Lösung langfristigen Bestand garantieren und daher frei von konfliktreich gestalteter Lenkung der Verkehrsströme sein muß.

02.02.2020 21:51 Uhr Brandschutz berücksichtigt?

Die Politik hat die Auflage, so zu entscheiden, dass es der Bevölkerung gutgeht. Da habe ich so meine Zweifel. Nach dem Brand einer Anlage in Hohe ist die Frage: „Was passiert bei einem Brand in der Entfernung von 400 bis 500 Meter?“ Um die zur Diskussion gestellten Windräder Haverbeck-Halvestorf liegen schnell brennende Felder oder wie bei mir Scheunen, in denen Heu und Stroh gelagert wird. Wie ist bis jetzt der Brandschutz berücksichtigt? Bei einem Trassenkorridor von drei Kilometer ist doch wohl ein Bau dieser Windräder nicht mehr möglich. Wann fällt dazu eine Entscheidung? Die angedachte Lösung, die betroffenen Bürger mit Geld zu entschädigen, ist m.E. eine Schnapsidee. Was passiert, wenn bei sechs Häusern drei nicht wollen oder der Vermieter dort nicht wohnt, aber das Geld kassiert? Noch schlimmer, wenn die Kommunen das Geld bekommen, die Betroffenen aber leer ausgehen. Ich glaube, keiner möchte das Problem durch Geld lösen. Hier geht es um Lebensqualität. In dem Biotop vor den geplanten Windrädern Haverbeck-Halvestorf leben schützenswerte Tiere, zum Beispiel der rote Milan. Auch ein Schwarzstorch wurde dort gesehen. Meine in der Scheune lebenden Schwalben und Fledermäuse würden mit Sicherheit auch ziemlich dezimiert. Ich hoffe, dass bei einer zeitnahen Entscheidung des Rates, Mensch und Tier berücksichtigt werden.

02.02.2020 21:48 Uhr Soli-Abschaffung ist ein Fehler

Das ist ja auch verlockend, so eine Summe ausgeben zu können. Es sollte aber auch beachtet werden, dass der Bund unzählige Milliarden an Schulden hat, die bei guten Zeiten ja verringert werden könnten. Und diese Schulden abzubauen, sollte im Vordergrund stehen. Denn es wird wieder Zeiten geben, in dem der Bund keine Nullrunde bei der Neuverschuldung hat. Ein gute Finanzpolitik ist, immer noch das Ziel zu haben, so gut wie schuldenfrei zu sein und der zukünftigen Generation dadurch eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Jeder private Haushalt ist ja auch bemüht, schuldenfrei zu sein. Ich würde es als Fehler betrachten, den Soli abzuschaffen, denn dieses Geld wäre ebenfalls zum Schuldenabbau gut geeignet und wäre nicht sinnlos verschwendet, so wie es heute ja ist und es würde allen zugute kommen. Zwar nicht gleich, aber auf lange Sicht.

02.02.2020 21:48 Uhr Medizinisches Personal leistet gute Arbeit

Schon seit Jahren kämpfen Pflegekräfte für mehr Unterstützung, nicht nur finanziell sondern vor allem personell. Leider werden die großen Missstände in Medizin und Pflege auf dem Rücken derer ausgetragen, die sich Tag für Tag mit Herzblut dafür einsetzen, dass es erkrankten und verunfallten Menschen irgendwann wieder besser geht, sie gar vollständig genesen. Und dieses Engagement reicht oft ganz weit über die eigene physische sowie psychische Gesundheit hinaus. Leider wird das viel zu wenig ERkannt und ANERkannt. Wenn sich jemand dieser Gutmenschen aber einmal fehlerhaft verhält, steht es am nächsten Tag auf der Titelseite, während die vielen (manchmal kleinen) Heldentaten keine Berücksichtigung finden, weder in unseren Köpfen noch in der Öffentlichkeit. Und, seien wir doch mal ehrlich, diese überwiegen. Ich selbst bin im letzten Jahr wegen eines Unfalls im Sana operiert, zwei Wochen stationär behandelt worden und den Ärzten und Pflegekräften sehr dankbar, dass ich heute meine gewohnte Lebensqualität wieder erlangt habe. Sie alle haben gute Arbeit geleistet. Ich möchte mich weder auf die Seite des Sana Klinikums stellen, noch bestreiten, dass sich die einzelnen Begebenheiten so zugetragen haben. Und ich verstehe auch den Unmut der Betroffenen. Aber ich möchte alle dazu auffordern, die näheren Umstände zu hinterfragen, die dazu geführt haben, dass es so gekommen ist und wer wirklich die Verantwortung dafür trägt. Wir können froh sein, dass wir in Hameln noch ein Krankenhaus haben, dessen Personal in den allermeisten Fällen Leben und Gesundheit rettet.

29.01.2020 21:06 Uhr Worten sollten Taten folgen

Zu: „Das große Umsatteln beginnt“, vom 7. Januar, und „Nach Jahrzehnten eine Lösung“, vom 8. Januar
Es ist erfreulich, dass die Stadt Hameln nun den Radverkehr stärken will. Eine Stadt, in der ein gesunder Erwachsener von jedem Punkt A zu jedem Punkt B mit dem Fahrrad in höchstens 20 Minuten kommt, ist allerdings auch prädestiniert für eine Verkehrswende, die die Sicherheit und Mobilität von Fahrradfahrern verbessert, notfalls auch, indem man es den Autofahrern schwerer macht.

Nur so – das zeigt die Entwicklung in viel größeren Städten, wie Kopenhagen oder Amsterdam – wird man die Menschen auch wirklich zum „Umsatteln“ bewegen, auch wenn schon jetzt die Vorteile (für die Umwelt, die Gesundheit, den Geldbeutel) auf der Hand liegen. Dass aber nicht nur bei den Menschen, die zur Bequemlichkeit neigen, sondern auch bei Verkehrsplanern immer noch dicke Bretter gebohrt werden müssen, zeigen Verkehrsführungen, in denen an manchen Kreuzungen dem Fahrradfahrer drei oder vier rote Ampeln vorgesetzt werden, die es zu überqueren gilt, wo der Autofahrer nur einmal auf Grün warten muss (Beispiel: Kreuzung Münsterwall – Osterwall – Mühlenstraße). Auch eine Begebenheit, die dem Schreiber dieses Artikels gerade ergangen ist, veranschaulicht gut die gängige Behörden-Mentalität: In Ihren Artikeln stand zurecht die Bahnhofsgegend besonders im Fokus, vergessen wurde dabei allerdings die Kaiserstraße, die zwar Fahrradstreifen aufweist, welche aber auf der Straße verlaufen und zu schmal sind. Fährt man dann als Radler aus Sicherheitsgründen auf dem Fußgängerweg (wohlgemerkt: ohne dass Fußgänger in der Nähe wären!), wird man schnell mal von der Polizei zur Kasse gebeten.

Es bleibt zu hoffen, dass den (Dewezet-)Worten auch Taten folgen, und die Stadt Hameln nicht nur die angedachten Lösungen umsetzt, sondern auch zu ihrer Herzensangelegenheit macht, damit die Radfahrer für ihre Klimaneutralität und Gesundheitsprävention belohnt und nicht bestraft werden.

29.01.2020 21:04 Uhr Desinteresse oder Schlamperei

Es gibt in Europa Staaten und Länder, die in solchen Dingen Erfahrung und es geschafft haben, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Warum kann man nicht diese Experten zu Rate ziehen? Wenn es eine Kostenfrage ist, dann wird der Weg des Abschnitts B 83 Steinmühle noch Jahre gesperrt bleiben. Wenn ich dann noch lese, es wird ein bisschen Bewegung in die Sache kommen, weil zum Beispiel Unkraut entfernt und Kanaldeckel freigehalten werden, kann ich das nur als Witz bezeichnen oder anders rum: Die Leute werden einfach nur verarscht! Wer kommt für die Mehrkosten auf, die entstehen, wenn Umwege zu fahren sind? Wären die zuständigen Personen in der freien Wirtschaft beschäftigt, hätten sie die Kündigung schon in der Hand. Das ist einfach nur entweder Desinteresse oder Schlamperei. Neunzehn umfangreiche Einwendungen sind abgegeben und keine ist verwertbar? Habe die Ehre.

29.01.2020 21:01 Uhr Organspender sollten Geld erhalten

„Mit Speck fängt man Mäuse“, so kommentierte ein Leser. Wenn Gemeinden und Bürger durch Geld beteiligt werden, dann steigt die Zustimmung. Bei den Organspenden sollte man auch so verfahren: Wer spenden will, der bekommt bei seinem Ableben 5000 Euro. Egal, ob ihm Organe entnommen wurden oder nicht. Die Bereitschaft soll belohnt werden. Damit kann er/sie zum Beispiel die Beerdigung mitfinanzieren. Das dafür nötige Geld kommt aus einer Kasse, in die Organempfänger einzahlen müssen. Wer ein Herz bekommt, zahlt 5000 Euro, eine Leber kostet 3000 Euro, ein Lungenflügel 2000 Euro, eine Niere 1500 Euro et cetera. Versicherungen könnten hier ein neues, sinnvolles Geschäftsfeld aufbauen. Sozial schwache Patienten werden aus der oben und unten genannten Gemeinschaftskasse unterstützt, wenn sie nicht ohnehin schon Spender sind, denn die müssen ja nichts bezahlen. Wer grundsätzlich nicht selbst spenden will, der zahlt diese Preise, wenn er ein Organ benötigt, Organspender sind von den Kosten befreit. Jeder kann auch freiwillig in diese Kasse spenden. Der Spendenbetrag ist steuerlich absetzbar. So leistet auch der Staat seinen Beitrag. Er erhält sich so manche wertvolle Arbeitskraft. Unter diesen Bedingungen wäre ich gerne Spender, aber ich würde mich nicht gerne zum Nulltarif ausweiden lassen. Ob das alles ethisch vertretbar ist? Das sollten nicht nur Politiker entscheiden, sondern die Bevölkerung durch eine Befragung. Bei den Windrädern wurde das ja auch schon gemacht. Natürlich darf es nicht zu einem Handel mit Organen kommen, wie das in einigen Ländern schon üblich war. Die jetzt schon eingerichteten Organisationen können das verhindern. Also: Dann mal ran an die neuen Ideen, Herr Spahn und Herr Lauterbach. Wenn man daran denkt, was eine Organverpflanzung kostet, dann muss man sich auch Gedanken darüber machen, wo das Geld herkommen soll, wenn die Verpflanzungen noch weiter zunehmen sollen. Die Krankenkassen gehen jetzt schon am Stock! Es geht um die Kosten für das Finden von Spendern, die Entnahme von Organen, deren Beurteilung durch Fachkräfte, deren schneller Transport und dann schließlich die Einpflanzung. Man kann nur hoffen, dass es in der ethischen Frage zu einem Umdenken kommt. Davon würden tausende von schwer Kranken profitieren.

29.01.2020 21:02 Uhr Politik auf dem Rücken der Bevölkerung

Mir kann keiner erklären, warum wir Dinge ablehnen, die in anderen Ländern funktionieren, und zwar das Organspendegesetz mit Widerspruchslösung. Anscheinend will ein Teil unserer Politiker immer etwas besonderes haben. Denen ist es egal, dass circa 65 Prozent der Bevölkerung für die Widerspruchslösung sind. Hier wird Politik auf dem Rücken der Bevölkerung gemacht. Es interessiert nicht, dass die Mehrheit dieses neue Vorhaben nicht will. Wenn man schon diese Sonderregelung möchte, sollte man wenigstens mit aufnehmen, dass die Inhaber eines Organspendeausweises bei Organspenden bevorzugt werden. Wer kein Organ spenden möchte, hat auch kein Recht, ein Spenderorgan zu erhalten. Nun zu den 65 Prozent, die für die Organspende sind: warum habt ihr nicht alle schon einen Spenderausweis? Dann hätten wir die Probleme der fehlenden Spenderorgane nicht.

28.01.2020 21:07 Uhr Busbahnhof am falschen Standort geplant

Ein Leserbrief in der Samstagsausgabe der Dewezet vom 10. Januar beschreibt das deutlich. Die Basbergstraße ist ja keine kaum frequentierte Nebenstraße, sondern eine vielbefahrene Entlastungsstrecke. Da ist es doch wohl besser, Basbergstraße und Busbahnhof tauschen die Plätze: Die Basbergstraße wird künftig über das ehemalige Kasernengelände geführt und der Busbahnhof rückt auf die freiwerdende Trasse. Dann muss kein Schüler eine Straße queren und kein Autofahrer deswegen einen Schreckensmoment befürchten. Außerdem wäre die neue Streckenführung der Basbergstraße infolge des wegfallenden Schwenks um das ehemalige Kasernengelände auch übersichtlicher.

28.01.2020 21:06 Uhr Unterlassene Hilfeleistung

Eine junge Frau wird nach achtstündigem Warten unter unerträglichen Schmerzen mit einer Fehldiagnose wieder nach Hause geschickt. Mehrere Knochenbrüche wurden bei ihr nicht erkannt (Dewezet berichtete).

Ein offensichtlich von krankhafter Selbstüberschätzung besoffener Weißkittel in der Notaufnahme sieht sich standesgemäß als Halbgott und will vom Notarzt mit Verdacht auf lebensgefährliche Krankheiten eingewiesene Patienten abweisen. Dabei ist die Rechtslage klar: Der einweisende Notarzt wählt das unter den Bedingungen anzufahrende Krankenhaus und stellt den Erstbefund. Aufgrund dessen ist der Patient bei vom Notarzt festgestellter Lebensbedrohung vom Krankenhaus (zunächst) aufzunehmen. Punkt! So einfach ist das! Die Abweisung eines vom Tode bedrohten Patienten erfüllt zumindest den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung. Hierbei ist es gleichgültig, ob das Krankenhaus seine Notfalleinrichtungen oder Teile davon „abgemeldet“ hat. Im Bedarfsfall ist die Noteinweisung eines Patienten in das Sana-Klinikum Hameln mit Amtshilfe der Polizei durchzusetzen. Na toll! Soweit sind wir gekommen mit der Privatisierung, mit der Ausbeutung unseres Krankenhauses und seiner Patienten. Eins ist und war immer klar: Vorsätzlich herbeigeführter Personalmangel und knapp gehaltene Kapazitäten erhöhen auf kurze Sicht die Wirtschaftlichkeit und den Gewinn jedes Unternehmens. Mit dem hypnotisch starren Blick auf Profit und Reibach und auf Kosten leidender, vom Tode bedrohter Patienten Geld zu scheffeln, das geht gar nicht, und von Rechts wegen schon lange nicht. Inkompetente Parteibonzen in Stadt- und Kreisverwaltung und die Raffkes der privaten Krankenkassen haben profitbesoffen und geldgeil mit dem Krankenhaus Hameln so richtig Kasse gemacht. Sie konnten es nicht abwarten, unser Krankenhaus 2008 meistbietend zu verschachern. Und jetzt haben wir den Salat! Einer der Kandidaten für die anstehende Landratswahl hat sich für die Rekommunalisierung, für die Rückkehr des Krankenhauses unter das Dach der Stadt und des Kreises, ausgesprochen. Das wird schwierig zu machen und zu bezahlen sein, aber trotzdem: Selten, zu selten, trifft auch unser Städtchen ein Sonnenstrahl, wenn auch aus weiter Ferne.

28.01.2020 21:05 Uhr Gesundheit darf nicht dem Profit zum Opfer fallen

Die Daseinsvorsorge ist ein lukratives Feld, wenn es gelingt, sie Markt- und Profitmechanismen zugänglich zu machen. Daran haben viele Bundesregierungen, aber auch die EU, seit langem gearbeitet.

Ein Verbot, in Krankenhäusern Gewinne zu machen, verbunden mit der Abschaffung der DRGs und der Wiedereinführung der kostendeckenden Finanzierung der Krankenhäuser, würde gleich mehrere Probleme beseitigen: Die verheerenden Folgen der marktwirtschaftlichen Steuerung für Patienten und Beschäftigte und die Übernahmeversuche der Privaten. Ohne Gewinnaussichten würden diese das Interesse am Gesundheitswesen schnell wieder verlieren. Hinzu kommt, dass die städtischen Kliniken und die Uni-Kliniken einen Versorgungsauftrag haben, sie müssten eigentlich alle Patienten aufnehmen. Doch im Klinikalltag bedeutet das auch, dass Ärzte und Pfleger noch häufiger an die Grenze ihrer Belastbarkeit geraten und das Unmögliche möglich machen müssen. Insofern sagen die Abmeldungen im Sana-Krankenhaus (in Deutschland kein Einzelfall, wenn man den Zeitungberichten glauben kann) sehr wohl etwas aus über die medizinische Versorgungssituation. Wer will sich schon operieren lassen, wenn die ärztliche Versorgung nicht gewährleistet ist? Gleiches gilt für die Pflege. Studien belegen eindeutig: Müssen sich zu wenige Pflegekräfte um zu viele Patient/innen kümmern, leidet die Qualität und letztlich die Patientensicherheit. Sind Bereiche oder Stationen überlastet, müssen zum Beispiel planbare Eingriffe dorthin umgeleitet werden, wo die Patienten gut und sicher behandelt und gepflegt werden können. Grundsätzlich muss aber überall genug Personal zur Verfügung stehen. Für die Luftfahrt gilt: Aus Gründen der Passagiersicherheit darf kein Flugzeug abheben, wenn Cockpit und Kabine nicht vollständig mit dem vorgeschriebenen Personal besetzt sind. Nicht einzusehen, dass für die Patientensicherheit im Krankenhaus andere Maßstäbe angelegt werden.

28.01.2020 21:03 Uhr Sana-Vorfall muss geprüft werden

Wenn Versorgungskapazitäten einzelner Abteilungen erreicht sind, wird eine Abmeldung in Sonderfällen nötig. Unzumutbar sind allerdings häufige und langfristige Abmeldungen von Bereichen, wie zum Beispiel Intensivbetten, aufgrund von Personalmangel. Da muss die klinikinterne Politik hinterfragt werden. Trotz Abmeldung müssen Notfälle behandelt werden. Sowohl das Sana Klinikum, als auch der ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. J. Meckelburg, bestätigen das. Was an jenem Tag in der Notaufnahme des Sana-Klinikum passiert ist, ist nicht nachzuvollziehen und sicherlich ein massives Fehlverhalten einer Einzelperson. Ich kann mich nicht erinnern, dass sogar der „hauseigene“ Notarzt abgewiesen wurde, sodass das Einschreiten des ärztlichen Leiters Rettungsdienst nötig wurde. Trotzdem darf man nicht verallgemeinern. Die Mitarbeiter des Sana-Klinikums leisten eine gute Arbeit. Patienten nicht annehmen wollen und langwierige Diskussionen kennt jeder Notarzt aus nahezu jeder Klinik. Auch als Klinikarzt sind für Verlegungen teilweise stundenlange Telefonate nötig. Den Unmut des Kollegen Dr. von Storch kann ich mehr als nachvollziehen. Das Sana-Klinikum macht sich in der Pressemitteilung leider auch unglaubwürdig, da laut Bericht der Dewezet besagte Patientin in die Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde verlegt werden musste. Hier wäre vor einer Äußerung eine genaue Prüfung der Umstände vermutlich besser gewesen. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Art der Beschwerde des Kollegen in dieser Form nicht zwingend nötig gewesen wäre und auch über das Ziel hinausschießt. Eine Einschaltung der Geschäftsleitung, des Chefarztes der Notaufnahme und des ärztlichen Leiter Rettungsdienst wäre der erste Schritt gewesen. Ob sich mit der Anzeige der Kollege selbst einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln. Inwieweit die Politik des Hauses hier ursächlich sein könnte, muss intern geklärt werden. Leider fällt dieser negative Beigeschmack nun auf alle Mitarbeiter zurück. Und dass dieser Vorfall, der so auch in anderen Kliniken durchaus passieren kann, medienwirksam aufgearbeitet wird, ist zu erwarten. Den Mitarbeitern, die sehr gute Arbeit leisten, bleibt zu wünschen, dass sie sich davon nicht zu sehr beeinflussen lassen.

27.01.2020 20:51 Uhr Firma wurde 1871 gegründet

Eine sachliche und zeitliche Richtigstellung sei mir erlaubt. Die Firma „Ottomeyer & Cordes“ wurde 1871 in Wellentrup, Fürstentum Lippe, von meinem Urgroßvater Friedrich Wilhelm Ottomeyer und einem Herrn Cordes gegründet. Firmenzweck war die Herstellung von Häckselmaschinen und Handel mit aus England importierten Hornby-Bindern. Dampfpflüge waren zu der Zeit noch nicht bekannt. 1877 wurde die Firma wieder aufgelöst. 1887 importierte Friedrich Wilhelm Ottomeyer den ersten Dampfpflugsatz von der englischen Firma Fowler und gründete noch im gleichen Jahr im preußischen Steinheim eines der ersten Dampfpflug-Unternehmen zum Pflügen landwirtschaftlicher Großflächen und Staatsdomänen im Lohnauftrag. Nach seinem Tod 1895 übernahm sein zweiter Sohn Wilhelm Ottomeyer diesen Geschäftszweig. Erst 1919 verlagerte Wilhelm Ottomeyer den Dampfpflugbetrieb auf ein seinen unternehmerischen Zielen angepasstes, großes Gelände in Lügde, an der Grenze zu Pyrmont und bahnverkehrsnah zum Güterbahnhof Pyrmont. Dort gründete er seine Firma „Wilhelm Ottomeyer Dampfpflug- und Planierungsunternehmen“. Bald setzte sich wegen der Nähe zum Güterbahnhof Pyrmont die Adresse „W. Ottomeyer am Bahnhof Pyrmont“ oder kurz „Ottomeyer Pyrmont“ durch. Indem er die Ausdehnungsmöglichkeit, die Lügde ihm bot, mit der betriebswirtschaftlich genauso wichtigen Verkehrsanbindung des Pyrmonter Güterbahnhofs verband, wurde der Betrieb über die Ländergrenze hinweg in der Tat ein Teil des gemeinsamen Pyrmonter Tals.

27.01.2020 20:49 Uhr Bartels als Unschuldslamm

Doch jetzt Landrat Tjark Bartels als Unschuldslamm und als Opfer der Anprangerungen unter anderem des rechten Flügels darzustellen, welches jetzt an Burnout, Depressionen und was sonst noch alles leidet, schreit zum Himmel. Kein Wort der Entschuldigung für das Leid der vielen Kinder und deren Eltern war zu hören, ganz abgesehen davon, dass diese höchstwahrscheinlich nie eine finanzielle Entschädigung für die Versäumnisse des Landkreises erhalten werden.

Schon das Betteln in Berlin um Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen in der Linsingenkaserne war keine Guttat, sondern eine hohe finanzielle Belastung für den Steuerzahler und den Landkreis. Seinen Bezügen hat die Zunahme der Bevölkerung, seines Verantwortungsbereiches und die Aufstockung des Personals um über 80 Stellen sicher gutgetan. Kein Arbeitnehmer wäre nach so viel Mist in den Ruhestand versetzt worden. Sein hohes Ruhegeld ist ein Geschenk für diesen armen Kranken. Weiter so.

27.01.2020 20:48 Uhr Eigentum verpflichtet

Die Missstände sind offenkundig: überquellende Müllcontainer mit aufgeplatzten Müllsäcken, die Ratten und Krähen ein reiches Betätigungsfeld bieten, ein marodes Dach, von dem sich bei Stürmen regelmäßig Ziegel lösen und bereits zu umfangreichen und lang anhaltenden Sperrmaßnahmen durch die Feuerwehr geführt haben und immer wiederkehrende unsachgemäße Sperrmüllablagerungen vor dem Haus.

Die gesellschaftliche Verantwortungslosigkeit des Eigentümers ist in diesem Fall eklatant. Da wird eine Immobilie ausschließlich zur Gewinnmaximierung missbraucht, indem man minimal investiert und die dort wohnenden Menschen und das Gebäude sich weitgehend selbst überlässt. Wie sollten zum Beispiel Bewohner, die aus anderen Kulturkreisen stammen und eventuell unsere Sprache nur unzureichend beherrschen, die stringenten Regularien der Sperrmüllabholung ohne Anleitung umzusetzen imstande sein? Es gilt nach wie vor der Grundsatz: Eigentum verpflichtet, aber leider nur in Form dieses moralischen Appells, ohne konkrete Rechtsgrundlage.

27.01.2020 20:46 Uhr Wer sind die wahren Schuldigen?

Das passt zu den vielen anderen Fehlentscheidungen, die dieser sogenannte mächtigste globale Politiker ohne nachvollziehbare Strategien getroffen hat. Diese Fehler haben der Welt durch Zollkriege, turbulente Börsen, steigende Ölpreise usw. nicht nur viel Geld, sondern leider auch Menschenleben gekostet, was allerdings auch auf einige vorherige Präsidenten zutrifft.

Es mag sein, dass General Soleimani der Drahtzieher für diverse höchst unappetitliche Vorgänge im Nahen Osten war, doch damit hat er sich nahtlos in die Reihen der Staaten – allen voran den USA – eingereiht, die seit Jahrzehnten nahezu überall auf dem Globus mehr oder weniger sinnlos herumballern. Und das nach Art der Westernfilme auch noch oft aus illegalen Gründen und ohne Mandat. Wenn es dann wie zum Beispiel im Irak schief geht, hinterlässt man ein gewaltiges Chaos, das erheblich mehr Tote und Schäden generiert, als zu Saddams Zeiten. Es ist völlig klar, dass sich durch derartige Aktionen die Gewaltspirale mit rasanter Geschwindigkeit weiterdreht, wie man unter anderem auch bei den Israelis und den Palästinensern sieht. Es ist entsetzlich, dass seit den Zeiten des Homo habilis vor Tausenden von Jahren sich human in vielerlei Hinsicht nichts geändert hat, denn die Menschen schlagen immer noch aufeinander ein – und das mit immer brutaleren Mitteln. Woran liegt das? Nach meiner Meinung an den unterschiedlichen Religionen, überzogene Gier nach Macht, Geld und Rohstoffen, dem massiv übersteigerten Nationalismus und demagogischen Egomanen, die als Staatsoberhäupter ihre Köpfe unbedingt auf den Briefmarken ihres Landes sehen wollen. Das ist aber nur möglich, wenn es gelingt, die allzu häufig selbstverschuldet unaufgeklärte jeweilige Bevölkerung hinter sich zu vereinen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Dümmsten sich am leichtesten manipulieren lassen, wie man auch hierzulande deutlich sieht. Damit stellt sich die philosophische Frage: Wer sind jetzt die wahren Schuldigen an diesem Dilemma? Die wenigen intelligenteren Drahtzieher, oder die eher dümmlichen Massen von Hurraschreiern und Mitläufern, die die Macht ihrer Herrscher zementieren? Ein Satz noch zu Krieg und Terror: Der Krieg ist der Terror der Reichen, und der Terror ist der Krieg der Armen – beides jedoch führt immer zur Zerstörung. Das wird sich wohl nur ändern, wenn es gelingen sollte, die Globulikügelchen unter den Schädeldecken nicht weniger Mitmenschen durch Gehirn zu ersetzen.Peter Neff,

Bisperode

27.01.2020 20:46 Uhr Nicht auf der sicheren Seite

Aber im Freilauf in der freien „Wildbahn“ stellt es sich etwas schwieriger dar, gerade, wenn ich einen Hund habe, der, wie beschrieben, wie ein „Staubsauger“ funktioniert. Zudem hat jeder Hersteller von Rattengift seine eigene Rezeptur. Der Wirkstoff im Gift ist nicht immer identisch. Einige enthalten Wurfarin/Coumatetralyl, andere Brumadiolon/Difeacoum, um nur einige zu nennen. Das eine mit Haferflocken, das andere mit Fettzusätzen, andere mit Haselnuss oder Karotten usw. Um einen Hund auf all diese individuellen, verschiedenen Gerüche des Wirkstoffs zu konditionieren, damit er diese nicht aufnimmt, kann man kaum abdecken. Man kann natürlich mit einem Hund trainieren, Fleischbällchen oder Ähnliches nicht aufzunehmen, aber auf der sicheren Seite ist man leider nicht.

27.01.2020 20:45 Uhr Radfahrer suchen kürzesten Weg

Als direkte Verbindung wäre hingegen auszubauen: Die im oberen Bereich hinlänglich breite Kaiserstraße, die ja keinen Durchgangsverkehr aufnimmt wie die Deisterstraße, bis zum Wittekindplatz, von dort über die Zentralstraße, Karlsplatz und Wilhelmstraße über den Wall zur Neuen Marktstraße bis zum Parkhaus Kopmanshof, wo ein Bereich für das Abstellen von Fahrrädern abgeteilt werden müsste, ebenso wie im Parkhaus am Bahnhof. Letzteres könnte auch Fahrtziel für Radfahrer aus dem Klütviertel sein, die das von der Münsterbrücke über die Papen- und Wendenstraße bequem erreichen.

27.01.2020 20:43 Uhr Ausführung war ein Desaster

Nett, wenn man den Mutigen empfohlen hatte, Bütterchen und Getränke mitzubringen, aber von einer Halogenlampe zur eigenen Sicherheit war nicht geraten worden. So blieb also der Brunnenplatz ein dunkles Loch. Die Wandelhalle ein lichterloser Klotz, die Weihnachtsbäume dunkle Gestalten, selbst die Stadtkirche ein dunkles Monster im Silvesterqualm. Aber immerhin läuteten die Glocken der Stadtkirche dieses Jahr wieder.

Treffend erwähnt im oben genannten Artikel, dass die Griechen die Toilettenbenutzung erlaubten. So wurde dies nicht zum Problem. Oh liebes Pyrmont, wo bist Du bloß hingerutscht?!

16.01.2020 22:17 Uhr Geld nicht für diesen Unfug verpulvern

Liebe CDU, SPD, Grüne und FWE: Geht es noch? Es geht hier um Steuern, welche für diesen Unfug verpulvert werden.

Die hochgepriesenen Kompromisse sind meist faul, das werden die im Zeitungsartikel benannten Personen auch bei der nächsten Kommunalwahl wahrnehmen. Zwei Jahre schon geistert dieses Projekt herum, und geschehen ist gefühlt nichts – außer, dass ehemalige Gegner umgefallen sind. Was aber kostet diese Broschüre und die Tätigkeit des schon eingesetzten Geschäftsführers der Bückeberg gGmbH?

Hoffentlich kommen die wortführenden Herren Grossmann, Welzhofer und Nitschke zur Besinnung und stellen das Projekt Bückeberg endgültig ins Aus! Der heimische Bürger will ein totgeborenes Projekt nicht mit seinen schwer erarbeiteten Steuern finanzieren.

16.01.2020 22:15 Uhr Leidiges Streitthema beenden

Als Zeugnis zeitgemäßer Gemeindeentwicklung verkaufte demgemäß das Land Niedersachsen 1980 vom Bückeberggelände eine erhebliche Fläche als attraktive Bauplätze. Aus den anfangs zugesagten „niederschwelligen Maßnahmen“ entwickelte sich immer mehr ein aufwendiges Bückeberg-Revitalisierungskonzept mit Bau einer Plattform, Sanitärgebäude, grünem Klassenzimmer, Gelände-Infostelen und anderem für vorläufig mehr als 1,3 Millionen Euro ohne die außerordentlich hohen Folgekosten. Erstaunlich die Mithaftungs- und anteilige Zahlungsbereitschaft des Landkreises mit seinen jetzt schon 151 Millionen Euro Schulden, die bis 2024 auf 291 Millionen Euro anwachsen, weil Schulen, Kindertagesstätten und sonstige Pflichtaufgaben warten.

Eine in Emmerthal bürgernah beschlossene demokratiefreundliche Einwohnerbefragung wurde zurückgenommen, Protestunterschriften wurden ignoriert. 10 000 Euro Kreismittel für eine Bürgerinfobroschüre wurden anderweitig verplant. Im Digitalzeitalter sind medienkonforme Dokumentations-, Lehr- und Lernmethoden gefragt. Für die umstrittenen Bückebergmaßnahmen bietet sich als Alternative mit Info-Tafeln am Bückeberg der vom Wetter unabhängige Museumskomplex in Börry an. Neben dem Kostenfaktor würde für Emmerthal und die Menschen vor Ort ein leidiges Streitthema beendet werden können.

16.01.2020 22:13 Uhr Familienbetriebe fördern

Wie sich in unserer Samtgemeinde die Mandatsträger der Parteien zeigen, gibt ein gespiegeltes Bild der Bundesparteien wider. Allen voran wurde durch die CDU als erste Handlung nach der Wahl die höchst strittige Tourismusbeitragssatzung vom 7. Dezember 2017 erlassen. Nach harter Kritik aus eigenen Reihen und der Erkenntnis der Samtgemeinde-Bürgermeisterin über einen Verlust an Anerkennung in so kurzer Amtszeit wird zurückgerudert.

Wie ertönt es aus der SPD- Spitze? „Wir wollen Brückenbauer sein?“ Mir scheint, die SPD Bodenwerder-Polle hat ihr Tal der Tränen genau hier erreicht, politisch eine Nullnummer. Sehr entspannt zeigt sich die FDP, souverän spricht sie sich für starke Kommunen und Bürgernähe aus. Sie fordert notwendige Chancen für Unternehmen und ist Sprecherin für die „liberale Mitte“ der Bürgerinnen und Bürger. Eine klare Haltung zeigt Bündnis 90/Die Grünen, wo die Bürgerinnen und Bürger an Grenzen gelangen, müssen die Standardeinstellungen geändert werden.

Es ist der Kern der Politik, klare Regeln zu setzen. Die Brüder Stephan und Karl-Jörg Mittendorf zeigen sich hier als klare Gewinner. Selbstbewusst und klar positionieren sie sich, indem sie sachliche Prozesse planen, Ziele definieren, entscheiden, um schließlich zu realisieren: keine kommunalen Veranstaltungen in ihrem Haus. Gastronomie Mittendorf ist ein familiengeführtes Unternehmen, als traditionsbewusster Innovator und attraktiver Arbeitgeber prägt sie seit Jahrzehnten die Wirtschaft unserer Region, und das weit über die Landesgrenzen hinaus. Das Unternehmen auf lange Sicht zu sichern, macht es langfristig erfolgreich. So schlägt sich der unternehmerische Erfolg auch gesellschaftlich nieder, da er für viele Beschäftigte einen attraktiven Arbeitsplatz mit verlässlichem Einkommen bietet. Eine weitere Besonderheit in Familienunternehmen ist die Einheit von Risiko und Haftung, deshalb ist es stets wichtig, in unternehmerischen Kalkulationen umsichtig zu handeln. Nachhaltigkeit steht vor kurzer Gewinnmaximierung. Ein wichtiges Thema der kommunalen Politik für die Zukunft ist es, solche Familienunternehmen zu fördern und zu stärken, sei es in der Landwirtschaft, im Handwerk, in der Dienstleistung oder der Gastronomie. Dieses scheint an der Politik Bodenwerder- Polle vorbeigezogen zu sein, nur langsam, aber immer dichter legt sich ein übler Geruch über das Rathaus, wie man schon gehört hat: „Der Fisch stinkt vom Kopf her.“

16.01.2020 21:50 Uhr Ohne Ampel funktioniert es nicht

Die Stadtverwaltung würde eine Bedarfsampel installieren, „wenn man erkennt, dass das Konzept entgegen unserer Überzeugung nicht funktionieren sollte“. Was bedeutet das? Wie viele Unfälle müssen passieren, bis ein Umdenken stattfindet?

Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Reife und Entwicklung gehen ins Schulzentrum Nord. Da sind die Fünftklässler, die bisher kurze Wege in ihre Grundschule hatten, nun mit dem Bus zur Schule fahren und die Anforderungen des Schulalltags auf einer großen Schule bestehen müssen. Da sind die Schülerinnen und Schüler, die lieber auf ihr Handy schauen, als den Straßenverkehr zu beachten, weil „die Welt ihnen gehört“ und die Pubertät sowieso gerade furchtbar anstrengend ist und sie sicher auf der anderen Straßenseite ankommen müssen. Da sind die Lehrenden, die ihre Schulstunde etwas überziehen oder noch etwas klären müssen. Der Bus wartet aber nicht und muss noch erreicht werden. Schnell über die Straße rennen – hoffentlich passiert nichts. Im Zuge der Inklusion sind und werden weitere Schülerinnen und Schüler mit seelischen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen auf dem Gymnasium oder der Gesamtschule sein. Diese Kinder und Jugendlichen sind teilweise nicht in der Lage, achtsam im Straßenverkehr aufzupassen, benötigen sichere Verkehrsregeln, wie zum Beispiel eine Bedarfsampel.

Ich appelliere an die Verantwortlichen, sich erneut fachlich beraten zu lassen, um die Verhaltensweisen von jüngeren Kindern, pubertierenden Jugendlichen und beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern zu verstehen. Aus meiner Sicht ist eine Bedarfsampel dringend erforderlich auf einer viel befahrenden Hauptverkehrsstraße. Sie sollte von Beginn an eingesetzt werden, bevor auch nur ein Mensch zu Schaden kommt. Außerdem wird es zu den Stoßzeiten eine lange Menschenkette geben, die die Straße queren und den Verkehr zum Erliegen bringen wird, wenn dieser nicht mittels Ampel geregelt wird.

16.01.2020 22:07 Uhr Da hilft nur ein Böllerverbot

Borniertheit, schlichte Dummheit und Ignoranz sind offensichtlich noch größer als vermutet. Die Feinstaubbelastung ist wieder besorgniserregend, die Bilanz der Silvesternacht jedes Jahr erschreckend. Laut Bundesumweltamt werden an Silvester zirka 4500 Tonnen an Feinstaub produziert. Der Klimawandel ist vergessen, wenn es um den eigenen (fragwürdigen) Spaß geht. Dazu kommen Unfälle, die wegen sorglosem und fahrlässigem Umgang mit Feuerwerk entstehen, absichtliche Zerstörungen, Verletzungen anderer Menschen und auch der Tiere. Das Fazit ist ganz simpel: Nur ein Verbot der Silvesterknallerei kann diesem „jährlichen Katastrophentag“ ein Ende bereiten. Die Worte Vernunft und Freiwilligkeit existieren im Sprachgebrauch nicht mehr – kein Wunder, da die Bildung ja ebenfalls den „Bach runter geht“.

16.01.2020 22:01 Uhr Knallerfreier Kurort

Zum Beispiel: Leiche in Brandruine, Tote in der Silvesternacht, Einsatzkräfte mit Raketen beschossen, Großfeuer im Affengehege. Es ist unverständlich, dass diesem Wahnsinn nicht durch Verbote und Auflagen Grenzen aufgezeigt werden. Zumal dadurch die Umwelt erheblich belastet wird und die Tiere leiden, von dem entstandenen Müll ganz zu schweigen.

Die Polizei und Feuerwehr befinden sich im Dauereinsatz und dazu auch selbst in Gefahr. Für Bad Pyrmont als Kurort wäre es eine gute Gelegenheit, das Knallen an Silvester entweder ganz zu verbieten oder nur an bestimmten Stellen zu erlauben. Mit diesem ruhigen Kurort könnte bundesweit geworben werden. Bis jetzt wird leider auch in unmittelbarer Nähe vom Bathildiskrankenhaus und den Altenheimen geböllert.

16.01.2020 22:10 Uhr Radfahrer können 100 Meter schieben

In Brüssel wird der Klimanotstand verkündet, die Schüler protestieren für den Klimaschutz, die Förster bangen um den Wald. Die 25. Weltklimakonferenz in Madrid fand unter dem Motto „Zeit zu handeln“ statt. Was machen die Hamelner lokalen Politiker? Sie kämpfen unermüdlich gegen die Bäume in der Stadt und jetzt auch gegen den einzigen Bürgergarten. Und es geht nicht um eine gefährliche große Straße, sondern um vielleicht maximal 100 Meter, die man sehr gut zu Fuß gehen und sein Fahrrad schieben kann. Unser Bürgergarten ist die einzige Oase in der Stadt. Die Bäume spenden Schatten und Sauerstoff. Die sehr wichtigen, für den Hitzschlag prädisponierenden Fakten, sind laut Studien fehlender Schatten und fehlende Luftbewegung. Gerade die kann man nur mit viel Grün verhindern. Ich finde für alle Bürger unserer Stadt, wäre es besser, den Bürgergarten so zu lassen, wie er ist.

16.01.2020 17:52 Uhr Versprechen

Meiner Erinnerung nach, war es sogar ein Wahlversprechen. Das Gleiche gilt aber auch für die Schwarze Null. Glaube, auch hier gilt einfach der Grundsatz der Politiker: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern.“ Dann wundern sich noch alle über Politikverdrossenheit.

16.01.2020 17:48 Uhr Auf den Punkt gebracht

Für die hauptamtlich arbeitende Frauenbeauftragte ist dieses ihr Beruf, für die ehrenamtlich Arbeitende ist diese Aufgabe ihre Neigung, sich für die Belange der Beschäftigten in einer Behörde und den Menschen in den Ortschaften einzusetzen. Die Politik im Flecken Salzhemmendorf hat sich insgesamt und konsequent für die Arbeit einer ehrenamtlich arbeitenden Gleichstellungsbeauftragten bekannt, indem sie von Anfang an dieser neugeschaffenen Arbeit einen eigenen Etat zugestanden hat. Das ist in Niedersachsen nicht selbstverständlich, wie mir das in vielen Diskussionen in der Vernetzungsstelle in Hannover gesagt wurde.

Dieser Etat wird seit 2001 für die neu geschaffenen „Salzhemmendorfer Gespräche“ verwendet, die sich zur Aufgabe gemacht haben, zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen Experten einzuladen und mit diesen ins Gespräch zu kommen. Zum anderen braucht eine ehrenamtlich arbeitende Gleichstellungsbeauftragte die Erlaubnis ihres Arbeitgebers, wenn sie diese Aufgabe ausführen möchte. Das heißt, dass ihre Hauptarbeit nicht unter diesem Ehrenamt leiden darf.

Für mich bedeutete dies, dass ich an keiner Arbeitskreissitzung, zu der Frau Wente als hauptamtlich arbeitende Frauenbeauftragte des Landkreises in ihrer Arbeitszeit vormittags einlud, nicht teilnehmen konnte, da ich als Berufsschullehrerin vormittags mit meinen Schülern Unterricht machte. Ich habe dieses Frau Wente mitgeteilt und bat um Protokolle dieser Sitzungen, die ich nie bekam.

Der Bericht weist auch darauf hin, dass der etwas unglücklich gewählte Begriff „Frauenbeauftragte“ 2005 abgelöst wurde und an diese Stelle die „Gleichstellung“ getreten ist. Diese Bezeichnung entkrampfte vorerst die Debatte der Gleichstellung, wurde jedoch ersetzt durch das 2006 in Kraft getretene „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“, in dem Artikel 1 „Grundsatz der Gleichbehandlung“ der europäischen Richtlinien fokussiert werden muss. Dies bedeutet für eine Gleichstellungsbeauftragte, dass sie in ihrem Arbeitsumfeld dafür sorgen oder gegebenenfalls beratend eingreifen muss, wenn Kolleginnen oder Kollegen aufgrund ihrer Tätigkeit keine oder nur eine geringere Wertschätzung erhalten als höher qualifizierte Mitarbeitende. Außerdem: Salzhemmendorf wird mit seiner Gleichstellungsbeauftragten auf der Homepage des Kreises nicht erwähnt. Das nenne ich Diskriminierung einer ganzen Dorfgemeinde.

16.01.2020 17:42 Uhr Mit Speck fängt man Mäuse

Hoffen darauf, dass die Regenerativen nach Abschaltung der herkömmlichen Energieträger es schon irgendwie richten werden. Für die Windlobby galt das Prinzip Hoffnung wahrscheinlich auch im Hinblick auf das Verhalten der Bürger: Man hoffte wohl darauf, dass betroffene Bürger Windräder vor ihrer Haustür schon akzeptieren würden. Dabei hätte es doch bereits vor zehn Jahren allen Windkraft-Enthusiasten klar sein müssen, dass viele betroffene Menschen sich monströse Windräder in ihrer Nachbarschaft und eine Verspargelung der Landschaft nicht einfach gefallen lassen würden. Offensichtlich besinnen sich Teile der Windlobby auf das Sprichwort „Mit Speck fängt man Mäuse“. Ein sogenanntes Windbürgergeld, wahrscheinlich bezahlt von allen Steuerzahlern, soll die Akzeptanz bringen. Den Kritikern soll die Zustimmung zu Windrädern abgekauft werden Nicht nur, dass ein derartiges Unterfangen nicht im Sinne der Demokratie ist, auch die Wirksamkeit darf bezweifelt werden. Starke Einbußen an Lebensqualität und hoher Wertverlust des Eigenheims beispielsweise dürften wohl kaum durch ein „Windbürgergeld“ ausgeglichen werden.

Zu den ohnehin reichlich fließenden Subventionen werden allenthalben weitere Unsummen in die Energiewende gesteckt. Auch die Argumentation, der Bürger müsse mehr Windräder hinnehmen, denn er habe ja die Energiewende gewollt, verfängt nicht. Denn im Grunde genommen wurde der Bürger gar nicht gefragt. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass auch nur eine Partei bei den Wahlen mit einem Konzept für eine Wende hin zu Erneuerbaren vor die Wähler getreten ist. Vielleicht mag es daran liegen, dass keine Partei ein schlüssiges Konzept hatte.

09.01.2020 23:41 Uhr Heikle Anträge abgewiesen

Zu: „Die AfD – gefestigt radikal“, vom 2. Dezember
Waren Parteitage der AfD in der Vergangenheit von Richtungskämpfen geprägt, so wurden diesmal heikle Anträge deutlich abgewiesen. Es gibt weiterhin eine Unvereinbarkeitsliste zu radikalen und extremistischen Organisationen. Gegen den fragwürdigen Abgeordneten Wolfgang Gedeon treibt der AfD-Bundesvorstand weiter ein Ausschlussverfahren voran. Jörg Meuthen, seit vier Jahren Bundessprecher und wiedergewählt, hat deutlich gemacht, dass ein radikaler Kurs mit ihm nicht zu machen ist. Richtig ist, die Partei verschreckt wegen gelegentlicher, derber Sprüche zu viele Bürger, vor allem Frauen. Sachlich inhaltlich ist die AfD für mich alternativlos. Die einzige Alternative, die Werteunion, ist ja noch keine eigene Partei.

09.01.2020 23:38 Uhr Schaum vor dem Mund

Zu: „Bückeberg-Broschüre liegt auf Eis“, vom 2. Januar

Auch angesichts der Tatsache, dass der Geschäftsführer Herr Remmel nun schon ein ganzes Jahr Gehalt bekommen hat, und es hat sich in dieser Zeit optisch nichts getan, fällt es schwer, sich nicht darüber aufzuregen.

Informationen kommen rar oder gar nicht. Nun musste ja auch noch der Landkreis in Vorkasse treten, weil die versprochenen Gelder von Bund und Land noch nicht fließen. Verwundert bin ich auch über den Satz von Bürgermeister Grossmann bezüglich der versprochenen, bisher nicht gedruckten Infobroschüre: „Wenn diesen Knoten jemand lösen kann, dann nur einer derjenigen, die den Kompromiss ausgehandelt haben“. Soweit ich mich erinnere, ist in der Gemeinderatssitzung vom Dezember 2018 kein einziger Einwand von Herrn Grossmann gegen den ausgehandelten Kompromiss durch Herren Welzhofer und Nitschke gekommen.

Nachdem Herr Nitschke so fleißig Unterschriften gegen das Projekt im Sommer 2017 gesammelt hatte, und die Mehrheit der Emmerthaler dagegen war, kann ich mir nicht vorstellen, dass angesichts dieses Umfrageergebnisses Land und Bund dann trotzdem freudig die enormen Geldsummen zugesagt hätten. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät, das Ganze zu stoppen. Dann wäre es zwar auch eine Blamage für die Befürworter, aber es wären Millionen eingespart, und in ein paar Jahren wäre wirklich „Gras darüber gewachsen“.

09.01.2020 23:36 Uhr Schönrednerei

Zu: „Sie will Bauern eine Stimme geben“, vom 7. Dezember
Ihm ging es in der Vergangenheit darum, der nicht unmittelbar mit der Landwirtschaft verbundenen Bevölkerung angesichts der immer sichtbarer werdenden Missstände mit Floskeln wie „tiergerechte/moderne Haltungsformen“ tierquälerische Haltungssysteme, wie die Kastenstände für Sauen und die zwar arbeitswirtschaftlich günstigen, aber für Paarhufer völlig ungeeigneten Betonspaltenböden ebenso schönzureden, wie den durch die großflächigen Monokulturen zunehmend erforderlichen Pestizideinsatz, den er mit dem Begriff „Pflanzenschutzmittel“ rechtfertigte.

Auch die Behauptung, Landwirte brächten nur so viel Dünger auf das Land, wie die Pflanzen benötigten, stimmte nicht. Das Ausbringeverbot für Gülle während der winterlichen Vegetationsruhe musste ja gerade deshalb erlassen werden, weil sich Landwirte der zunehmenden Güllemenge durch die fachlich nicht gerechtfertigte Ausbringung zum Beispiel auf gefrorenen, schneebedeckten oder durchnässten Boden entledigten.

Der oft geäußerte Vorwurf, die Bürger hätten keine Ahnung von der modernen Landwirtschaft, geht ins Leere, weil die Ställe für Legehennen, Schweine und Mastgeflügel hermetisch verschlossen gehalten werden, damit kein Einblick genommen werden kann. Man schämt sich offenbar wegen der erbärmlichen Lebensbedingungen der Nutztiere. An Tagen des offenen Hofes wurden schon in den 90er Jahren stattdessen lieber fünf Mastschweine in einem großzügigen Pferch auf dicker Stroheinstreu gezeigt. Begründet wurde die Weigerung mit angeblicher Seuchengefahr, die offensichtlich nicht bestand, als ich zum Beispiel einmal mit einer großen, aus Schweinemästern bestehenden Gruppe an einem Nachmittag innerhalb von vier Stunden drei schweinehaltende Betriebe mit Ferkelproduktion, spezialisierter Ferkelaufzucht und Mast besichtigte.

Also, liebe Frau Struß, gehen Sie auf die Verbraucher zu. Sie und Ihre Kollegen sollten jedoch zuvor das eigene Tun und Lassen kritisch hinterfragen. Indoktrinationsversuche gegenüber Kritikern werden scheitern. Nur durch einen konstruktiven Dialog, der keine Einbahnstraße ist, auf der die zunehmend gut informierten Bürger nach Art des DBV über den Tisch gezogen werden sollen, wird eine Wiederannäherung möglichen!

09.01.2020 22:51 Uhr Südumgehung muss endlich kommen

Zu: „Noch mehr Verkehr auf der Deisterstraße?“, vom 18. Dezember
Jahrelang wird schon über die Verkehrssituation in der Deisterstraße diskutiert und geschrieben. Aber es geschieht nichts. Alles nur Luftblasen. Warum kriegt es Hameln nicht gebacken, den Bau der Südumgehung durchzusetzen? Nur weil ein beziehungsweise zwei unverbesserliche Anwohner aus Afferde ständig dagegen prozessieren? Diese Anwohner sollten mal ihren Wohnsitz in die Deisterstraße verlegen, dann wüssten sie auch, um was es geht. Der Bau der Südumgehung und einer Westumgehung würde die Verkehrssituation in der Innenstadt sicher drastisch entschärfen. Aber solange es solche Querköpfe gibt, wird es auch keine Änderung geben.

07.01.2020 14:43 Uhr Weiter so!

Jugendliche engagieren sich im JuPa und machen sich Gedanken über die Gestaltung unserer Stadt – das ist wirklich prima! Ein Wunsch, den die Jugendlichen haben, ist ihnen aber schon vor langer Zeit erfüllt worden: Morgens auf dem Weg zur Schule durch die Brunnenstraße radeln – das darf man, bis 10 Uhr, und ab 18.30 Uhr! Trotzdem: Weiter so!

06.01.2020 21:50 Uhr Unsinniger Trend

Zu: „Verkauf von SUV boomt in Deutschland“, vom 12. Dezember
Diese Vehikel müssten normalerweise mehr Steuern zahlen, um mit diesem Geld etwas für die Umwelt zu tun, wie zum Beispiel den Wald wieder aufzuforsten.

Wie war das mit dem Schwerlastverkehr auf den Straßen? Überall nerven die SUVs. Ob auf Parkplätzen, in Parkhäusern oder auf sämtlichen Straßen machen sie sich breit, sodass andere Fahrzeuge Probleme haben, so zum Beispiel die Rettungsdienste, die Müllabfuhr, die Straßenreinigung oder auch die Streufahrzeuge beim Winterdienst.

Diesen unsinnigen Trend mit den SUVs haben wir auch mal wieder den Amerikanern zu verdanken. Aber dort herrschen auch ganz andere Straßenverhältnisse, das ist mit Deutschland nicht zu vergleichen. Hier fällt auf, dass die Leute immer unbeweglicher werden und am liebsten gar nicht mehr zu Fuß gehen würden. Daher fehlen trotz aller Extras bei den Vehikeln noch zwei ganz wichtige Dinge: Das sind zum einen Schiebetüren, damit es keine Beulen mehr in den Nachbarautos auf Parkplätzen gibt; zum anderen schwenkbare Sitze mit Einstiegshilfe, da man so häufig sieht, wie schwerfällig sich die Besitzer in ihre Fahrzeuge quälen.

06.01.2020 21:42 Uhr Kritik der AfD ist unsachlich

Zu: „Bückeberg bleibt Streitthema“, vom 19. Dezember
Heutzutage, wo laut Herrn Seehofer der Rechtsextremismus in den Jahren 2018 und 2019 stark zugenommen hat, kann man die Bürger gar nicht oft genug an die Gräueltaten der Nazis erinnern.

Nochmal zur Klarstellung und besserem Verständnis für die AfD: Dies wird kein Mahnmal für ignorierten Bürgerwillen, sondern ein Mahnmal gegen Rechtsextremismus, Nazis, brauner Terror und die Gräueltaten im Dritten Reich.

Es wird hoffentlich auch über die Grenzen des Landkreises hinaus seine Wirkung zeigen und der Verbreitung braunen Gedankenguts entgegenwirken.

06.01.2020 21:39 Uhr Scheuer setzt Millionen in den Sand

Zu: „Neuer Unmut über Scheuer“, vom 19. Dezember
Nun haben wir in Sachen Maut wieder das gleiche Ergebnis wie vor Jahren. Sie ist mit der gleichen Argumentation zum zweiten Mal gescheitert wie unter Dobrindt. Nur mit dem Unterschied, dass ein inkompetenter CSU-Verkehrsminister diesmal Millionen Euro „in den Sand“ gesetzt hat, weil er die Entscheidung des EuGH nicht abwarten konnte. Wer so mit Steuergeldern umgeht, gehört in keine Bundesregierung. Und jetzt auch noch vieles als „Geheim“ eingestuft, das lässt vermuten. Frau Bundeskanzlerin: Bescheren Sie uns, bevor er nicht freiwillig geht, einen kompetenten Bundesverkehrsminister, bitte nicht aus der CSU. Wir werden vermutlich Millionen Euro an die vertraglich gebundenen Firmen bezahlen müssen. Nach meinen Informationen hört Herr Scheuer schon auf den Spitznamen „Trump“. Eigentlich ist das ganz schön be„scheuer“t.

06.01.2020 21:34 Uhr Nur mit den Großen dieser Welt ist Klimaschutz wirksam

Zu: „Die Rechnung, bitte!“, vom 20. Dezember
Fakt ist: Unser Land ist mit gerade mal zwei Prozent am weltweiten Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen beteiligt.

Die größten Klimakiller sind China (29,7 Prozent), USA (13,9 Prozent), und Indien (6,9 Prozent), wobei Indien und China in den letzen zehn Jahren Zuwachsraten von 300 und 352 Prozent hatten. Selbst wenn es gelänge, Deutschland heute klimaneutral zu gestalten, wäre nichts gewonnen. Nur zusammen mit den großen Luftverschmutzern dieser Welt ist Klimaschutz wirksam zu machen, doch Amerikas präsidialer, neureicher Geldsack, der mit dem quietschgelben Haarteil, schert sich einen Dreck um den Dreck, den er in die Luft schleudert.

Ohne das wirkungsvolle Mittun der großen Klimasünder bleibt unser sicher löbliches Bemühen um das Weltklima innerhalb einer kleinen, wirkungslosen Minderheit von Staaten eine luftwurzelnde Vorwitzigkeit und ein irrsinnig teures Muster ohne Wert. Zuallererst ist es aber eine kapitale Beraubung der Bürger unseres Landes. Es sind unerträgliche Kostenlasten, die uns unter dem (jetzt noch) sinnlosen Vorwand der Klimarettung auferlegt werden. Doch die Klimakrise ist unseren Regierenden willkommener Anlass, erneut zum räuberischen Kreuzzug gegen die eigenen Bürger auszuziehen und unsere Steuerlast weiter und weiter in schwindelnde, atemraubende Höhen zu treiben. Das alles kommt unserer Politikkaste naturgemäß sehr gelegen, ist äußerst opportun und dabei auch noch höchst ergiebig für die mit nimmersatter Geldgier nach Beute schreienden Parteikassen und Bonzenkader. Die nächsten Steigerungen der Klimaabgaben sind schon beschlossene Sache. Bund und Länder prügeln sich schon jetzt wie die Kesselflicker um das Fell des erlegten Klimabären. Die Belastungen für jeden von uns werden schmerzlich sein. Die versprochenen Rückzahlungen der von uns zu erbringenden Opfer sind, wie schon jetzt erkennbar, bis zum Rand gefüllt mit Unglaubwürdigkeit. Die Bahn hat, entgegen der versprochenen Preissenkungen, soeben einige ihre Preise erhöht. Das faustische Gift der staatlichen Beutelschneiderei wird uns zwangsweise eingetrichtert und das (be)trügerische Parteiengesäusel von der Rettung durch Rückzahlung ist nur spöttisch zu belachen. Die herrschaftliche Botschaft hören wir wohl, doch der Glaube daran ist uns längst genommen! Uns bleibt nur die Ausfertigung der Quittung bei den nächsten Wahlen für die jetzt unter sinnlosem Vorwand angezettelte, gigantische, räuberische Plünderung unserer Geldbeutel durch die regierenden Parteien. Die Moral von der Geschicht: Wer so oft lügt, dem glaubt man nicht.

06.01.2020 21:32 Uhr In der Abwärtsspirale

Zu: „Landtag billigt Milliardenhilfe für Nord/LB“, vom 17. Dezember
Geld, das hier vor Ort bitter nötig wäre, um unseren Ort vor dem „Zerfall“ zu retten. So sind offensichtlich weder Vorstand noch Verwaltungsrat der Stadtsparkasse bereit, zum Beispiel die im Eigentum befindliche Ruine des ehemaligen Hotels „Bergkurpark“ mindestens als Schandfleck zu beseitigen. Wie sollen dann die Bürger Bad Pyrmonts noch motiviert werden, sich zu engagieren, wenn nicht mal öffentliche Institutionen beispielhaft vorangehen? Es ist höchste Zeit, in dieser Stadt nicht nur zu reden, sich selbst darzustellen, sondern auch zu handeln. Die Spirale zeigt für Bad Pyrmont deutlich abwärts.

06.01.2020 21:28 Uhr Bezahltoilette ist der falsche Weg

Zu: „Ärger an Schulen: eingesaute Toiletten“, vom 21. Dezember
Dazu gehört auch nach Benutzung der Toilette das saubere Verlassen derselben.

Ein Teil der Schulkinder kommt morgens ohne vorherige Nahrungsaufnahme und ohne Pausenbrot in die Schule, weil einfach das Geld fehlt. Wenn die Schüler pro Toilettengang jetzt zehn Cent bezahlen sollen, wird bestimmt in einigen Fällen die Notdurft unterdrückt und die notwendige Flüssigkeitsaufnahme stark reduziert. Die Folge sind eventuelle Blasenentzündungen oder auch Nierenerkrankungen. Das Wildpinkeln auf den Schulhöfen könnte dadurch ebenfalls gefördert werden. Von dieser Überlegung einer Bezahltoilette in der Schule würde ich mich schnell verabschieden.

Ein deutlicher Elternbrief, wie es die Schulleitung der Wilhelm-Raabe-Schule getan hat, ist eine gute Maßnahme. Hier werden die Eltern dazu angehalten, mit ihren Kindern eindringlich zu sprechen, „wie sauber und ordentlich man eine Toilette benutzt und sauber wieder verlässt“.

Eine Toilettenfrau sollte nicht von den Kindern, sondern von den Steuern bezahlt werden. Es wird ja genug an Lehrern, Lehrmaterial, Unterrichtsräumen, Sporthallen, digitaler Ausstattung, teilweise mangelhaftes Schulessen und noch an vielen anderen Sachen gespart.

03.01.2020 21:54 Uhr Weiter so!

Ein Wunsch, den die Jugendlichen haben, ist ihnen aber schon vor langer Zeit erfüllt worden: Morgens auf dem Weg zur Schule durch die Brunnenstraße radeln – das darf man, bis 10 Uhr, und ab 18.30 Uhr! Trotzdem: Weiter so!

03.01.2020 21:52 Uhr Zukunftsweisende Strategie

Die Gesamtfördersumme liegt sogar über der in dem Artikel genannten Summe.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es hier bundesweit erhebliche Unterschiede gibt. Die Strategie der Stadtwerke ist diesbezüglich zukunftsweisend und als Bürger der Stadt Bad Pyrmont wünsche ich mir eine CO2-neutrale Stadtentwicklung, wie sie bereits in einigen Kommunen und Urlaubsorten betrieben wird. Der Klimawandel ist real und jeder muss seinen ganz individuellen Beitrag leisten. Allgemein herrscht allerdings eine große Unsicherheit zum Thema Elektromobilität. Diese resultiert unter anderem aus teilweise einseitiger und theoretischer Berichterstattung in den Medien. Meine praktischen Erfahrungen ergeben ein völlig anderes Bild: Standardisierte Steckersysteme, Zugang zu 130 000 Ladepunkten über eine Ladekarte mit Festpreisgarantie, günstigere Energiekosten pro Kilometer, minutenschnelles Laden der Batterie, und vieles mehr. Diese positiven Erfahrungen zeigen, dass es langsam voran geht mit der Elektromobilität. Dauert das jedoch zu lange, dann werden die Elektroautos nicht in Deutschland gebaut, sondern in China. Insofern also eine existenzielle Frage für den exportorientierten Automobilstandort Deutschland. Aus diesem Grund ist es richtig, die Investitionen in die E-Mobilität zu bündeln. Wer das heute versäumt, dem fehlen morgen die Kunden. Die Verantwortlichen bei den Stadtwerken Bad Pyrmont jedenfalls haben das in Punkto Ladeinfrastruktur erkannt und umgesetzt.

03.01.2020 21:51 Uhr Fahrlässig gehandelt

Weshalb sollen „ewig Gestrige“ eine Schlagzeile wert sein, weil sie angeblich „die Klimakarte ziehen“?

In unserer Bundesrepublik überwiegt die Sehnsucht nach einer ungefährlichen, friedlichen Zukunft. Darum mühen sich unzählige Gruppen und Einzelpersonen. Und das Klima-Problem macht deutlich, dass die Menschheit als Ganzes betroffen ist, von dem kurzsichtigen Handeln der vergangenen Jahrzehnte, vor allem von den Industriestaaten. Die technische Entwicklung hat so ungeheure Kräfte bereitgestellt, dass einzelne Entscheidungsträger gezielt oder fahrlässig Schaden auf dem gesamten Erdball anrichten können in unermesslichem Ausmaß. Und es geschieht weiterhin. Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, das Buch von den acht jungen Wissenschaftlern zur Kenntnis genommen, die in der „Generationen Stiftung“ vier Jahre mit älteren Experten diskutiert und geforscht und dann ihre Erkenntnisse zusammengefasst haben? Der Titel des Buches macht sehr klar, wo der Brennpunkt des Versagens der Vergangenheit zu orten ist: „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen.“ Angesprochen sind sowohl politische Entscheidungsträger als ebenso solche in der Wirtschaft, und aber auch alle Bürgerinnen und Bürger.

Das überraschend Neue an dem Buch wird in dem Titel-Nachsatz deutlich, da heißt es: „Darum machen wir einen“. Und so entstanden unerschrockene, präzise formulierte Bedingungen für die Rettung unserer Zukunft. Kennen Sie dieses Buch noch nicht? Im November 2019 ist es erschienen, es wird vom „Spiegel“ als Bestseller bezeichnet – und es ist mehr. Hoffentlich werden die mutigen Sätze das Klima in unserer Bundesrepublik – und dann weltweit – deutlich verbessern.

03.01.2020 21:50 Uhr Auch andere Beamte schlecht bezahlt

Man sollte jedoch auch die vielen Beamten in Niedersachsen erwähnen, die außerhalb der Polizeiinstitution ihren Dienst verrichten. Hier seien zum Beispiel die hauptberuflichen Feuerwehren, die Justizverwaltung, der Zoll und viele Landesämter beispielhaft genannt. Die Einstiegsgruppe in den mittleren Dienst beginnt hier in der Regel mit der Besoldungsgruppe A6, was einem Bruttobetrag von zur Zeit circa 2300 Euro entspricht.

Für den Augenblick hört sich das relativ passabel an, aber was nach Versteuerung und Abzug der notwendigen privaten Krankenkasse noch bleibt, ist für eine Familienplanung absolut nicht ausreichend. Im Polizeidienst beginnt die Eingruppierung bereits am Anfang mit der Besoldungsgruppe A9/A10, was einer Einstiegsbesoldung von über 2700 Euro entspricht. Dazu kommt noch die freie Heilfürsorge, sodass eine private Krankenkasse entfällt. Nur einmal so zum Vergleich. Viele Bürger meinen, der Staat muss einfach funktionieren, aber diese Funktionalität hat auch seinen Preis und sollte entsprechend anerkannt werden. Die Lebenshaltungskosten sind hier auf dem Land in der Regel preisgünstiger als in den Großstädten. Ich vermute jedoch, dass in den Großstädten im Land auch die Beamten außerhalb des Polizeidienstes vielfach Nebenjobs haben, um ihren Unterhalt zu bestreiten. Das sollte auch einmal erwähnt werden.

03.01.2020 21:48 Uhr Wo bleiben die Proteste?

Die Sozialdemokraten und die Linken im Rathaus schweigen. Pfui! Was scheinbar harmlos klingt, birgt sozialen Sprengstoff zuhauf. Denn Grundsteuer zahlen praktisch alle. Immobilieneigentümer sowieso, aber eben auch die Mieter. Die Grundsteuer wird an sie weitergereicht. Dabei sind nicht nur die Mieten, sondern auch die Mietnebenkosten vielerorts schon happig genug. Auf der anderen Seite stehen die Kommunen. Für sie gehört die Grundsteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen. Wahrlich ein brisantes Spannungsfeld. Dafür muss die Stadt dann vermehrt Wohngeld zahlen.

Zweifellos gäbe es hier ein wirksames Gegenmittel. Nämlich das Verbot, die Grundsteuer über die Nebenkosten auf Mieter umzulegen. Ohnehin stellt sich die Frage, warum Mieter sie bezahlen müssen, obwohl es sich doch eigentlich um eine Steuer auf das Eigentum handelt – Eigentum, das nicht dem Mieter gehört, wohl aber dem Vermieter. Doch offenbar wollte sich die Große Koalition nicht mit der Eigentümerlobby anlegen. Neben der Grundsteuer A (für land- und forstwirtschaftliche Flächen) und B (für bebaubare Flächen) soll es künftig auch eine Steuerart „C“ geben: Für unbebaute Grundstücke. Das soll jene Grundbesitzer dazu bringen, ihre unbebauten Grundstücke schneller beziehungsweise überhaupt zu bebauen. Wo bleiben die Gelbwesten-Proteste in Hameln?

Olaf Scholz (SPD): „Einige müssen wohl mehr Grundsteuer zahlen“. „Es ist das Ziel, dass es nicht zu einer Erhöhung des Grundsteueraufkommens in Deutschland kommt, weder insgesamt, noch in der einzelnen Gemeinde“, sagte Scholz. Das gelte aber unterm Strich und nicht für jeden einzelnen Bürger. Letztlich bestimmen die Kommunen die Höhe der Grundsteuer durch ihre Hebesätze.

Scholz geht davon aus, dass die Gemeinden diesen Faktor senken werden, damit ihre Bürger nicht stärker belastet werden, garantieren kann er dies aber nicht. „Es gibt kein Mittel, die Gemeinden zu zwingen, es so oder so zu machen“, sagte er. Wer jetzt noch SPD wählt, ist selber schuld.

03.01.2020 21:46 Uhr Investor sollte Gebäude besser sichern

Das riesige Gelände mit den beiden Parkplätzen müssten die Investoren komplett sichern, am besten mit Bauzäunen. Und am besten auch noch den Weg vor dem Gebäude auf Staatsbadgelände, weil dort ständig Stühle, Latten, sonstige Möbel und Balkonplatten vom Turm und dem Dach geschmissen werden. Manche Dinge fliegen bis in die Allee. Nicht ungefährlich für Spaziergänger. Die Verursacher bekommen im Internet für das Veröffentlichen ihrer Videos Geld für „Klicks“ und kommen trotz Begehens einer Straftat (Hausfriedensbruch/Einbruch) nicht nur ungeschoren davon, sondern werden sogar noch belohnt.

Das ist halt Deutschland, zu viele Grauzonen. Man kann nur hoffen, dass nie ein unbeteiligter Spaziergänger verletzt wird. Denn nicht nur nachts wird in der Klinik randaliert, sondern auch tagsüber fliegen häufiger Dinge durch die Luft. Bereits am Tag nach dem Brand war an der Klinik wieder reger Betrieb, vor allem natürlich im Turm. Dieser ist auch sehr beliebt bei Kurgästen und wird gerne als Aussichtsturm genutzt. Aber wen wundert es, da es den Spelunkenturm nicht mehr gibt. Das Sicherste wäre vermutlich, den Turm ab der vierten Etage zuzumauern und ein Nachtfahrverbot für den Grenzweg von 23.30 bis 6 Uhr zu verhängen. Als Bürger fragt man sich auch, ob der Eigentümer der alten Klinik eigentlich für die häufigen Einsätze von Polizei und Feuerwehr bezahlt, oder ob das alles auf uns Steuerzahler zurückfällt.

01.01.2020 19:45 Uhr Bauwerk versperrt die Aussicht

Vor einigen Wochen besuchte ich mal wieder die Rattenfängerstadt und ging über die Weserbrücke am Münster. Dabei fiel mir ein in Bau befindliches riesiges, nicht zu übersehendes Gebäude auf. Ich war erschrocken, dass man solch einen Koloss mit solcher Gebäude-Nutzung mitten auf dem Filetstück der Stadt Hameln platziert. Ich habe mich dann davon überzeugt, dass man sowohl vom Ufer Langer Wall, als auch vom Torbayufer keinen großen Panoramablick mehr auf die gegenüberliegende Seite hat. Von wichtigen Standorten aus ist die Aussicht sehr begrenzt, zum Beispiel auf das Münster oder auf den Klüthang. Wie kann eine historische Stadt, die auf Touristen angewiesen ist, solch ein Bauwerk in der Mitte des Weserstromes genehmigen? Wenn man in der Innenstadt ein Haus unter Denkmalschutz besitzt, muss man sich jede Veränderung genehmigen lassen. Da stellt sich mir die Frage, hatte diese städtische Behörde ein Mitspracherecht? Warum hat man denn nicht ein Restaurant mit Café dort platziert, mit einem beeindruckenden Blick auf die Münsterkirche bzw. auf den Klüt. Das wäre sicher ein weiteres Highlight geworden.

01.01.2020 19:43 Uhr Bückeberg mit Bäumen bepflanzen

Obwohl viele Bürger dagegen waren, wird das Projekt von der rot-rot-grünen Gruppe mithilfe vom Historiker Bernhard Gelderblom durchgezogen. Auf der einen Seite klagen die Kreispolitiker, dass zu wenig Geld für marode Schulen und Kitas da ist, und jetzt wird das Geld verschwendet. (Anmerkung d. Redaktion: Der größte Teil der Summe kommt von Bund, EU und Stiftungen). Die Befürworter brauchen sich dann nicht zu wundern, wenn dort von den Neonazis wieder das „Reichserntedankfest“ gefeiert wird. Eine bessere Idee wäre, diesen Hang mit Bäumen zu bepflanzen, wie von den Gegnern befürwortet worden ist. Dieses tut der Umwelt gut, denn Bäume nehmen CO2 auf und geben Sauerstoff ab. Ich hoffe, man wird sich eines Besseren belehren lassen

01.01.2020 19:41 Uhr Die Leute sind bequem geworden

Urnengräber werden wegen dem kleineren Pflegeaufwand gerne genommen. Vor zwanzig Jahren kamen die Menschen noch mit Schubkarre, Eimer, Laubharke, Besen und Rosenschere zum Friedhof, um das Grab zu pflegen und brachten ihren Abfall in die dafür vorgesehenen Behältnisse. Heute kommen sie mit dem SUV angedüst, mit Handy und Autoschlüssel in der Hand begeben sie sich auf den Friedhof. Sie ragen mit den Füßen das Laub und sonstigen Unrat grob vom Grab auf die umliegende Rasen-/Wegefläche (gerne auch mal mit Akkugebläse), gießen Wasser über die Steine (Handfeger?), um den gröbsten Schmutz abzuspülen und legen asiatische „Kleinkunst“ aus dem „zwei mal 50 Cent Laden“ auf das Grab. Anschließend gibt es noch ein Handyfoto als Beweis, dann hasten sie zurück zu ihrem SUV und düsen zum Discounter um Zigaretten und Biogemüse zu kaufen. Nach Totensonntag sieht man leider kaum noch Menschen auf dem Friedhof, denn dann haben die meisten ja ihre Jahrespflicht erfüllt und brauchen erst im nächsten Jahr wieder zum Grab kommen. Hoffentlich kommt die Verwandtschaft nicht an Weihnachten, sonst muss man ja noch mal hin. Bequem und dickfällig geht die Welt so langsam zugrunde!

27.12.2019 18:15 Uhr Risiken durch Kernkraft werden deutlich überschätzt

Zu: „Zu wenig Jodtabletten für die Region?“, vom 3. Dezember
Aber das weiß der Grüne effektiv zu verhindern. So erst jüngst wieder geschehen in Form eines halbseitigen Artikels, der warnt: Die Jod-Tabletten in Niedersachsen reichen nicht!

Zu diesem Schluss kommt die stellvertretende Vorsitzende der Grünen im Landtag, Miriam Staudte. Frau Staudte würde am liebsten Jodtabletten an alle Bundesbürger verteilen.

Wer sich damit auseinandersetzen möchte (www.jodblockade.de) lernt schnell, dass dies überhaupt keinen Sinn ergibt: Aus medizinischen Gründen ist eine Einnahme nur für bestimmte Personengruppen sinnvoll und darf überhaupt nur erfolgen, wenn eine tatsächliche Gefahr in Form einer „radioaktiven Wolke“ bestünde, worüber die Katastrophenschutzbehörde informieren würde.

Das sieht die deutsche Strahlenschutzkommission so und das spiegelt sich auch in den Katastrophenschutzmaßnahmen in Niedersachsen wider – mehr noch: Aus der Antwort des Innenministeriums geht hervor, dass in Niedersachsen ein Schutzniveau existiert, das über die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission hinausgeht. Und so werden künftig bei einem extrem unwahrscheinlichen Unfall in Niedersachsen alle unter 45-Jährigen – immerhin 4,2 Millionen Bürger – unabhängig davon, ob sie innerhalb von 100 Kilometern um ein Kernkraftwerk leben oder nicht, mit Jod-Tabletten versorgt. Die Vorräte hierfür sind in den Landkreisen mehr als vorhanden. Dass es überhaupt zu einem solchen Unfall kommen könnte, ist wegen der robusten Auslegung deutscher Kernkraftwerke einerseits, der technologischen Unterschiede zu den verunfallten Kernkraftwerken andererseits und nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen – wie mehrere unabhängige Überprüfungen auf deutscher und europäischer Ebene nach dem Unfall von Fukushima (z. B.: www.ensreg.eu) zeigten. Es ist diese Propaganda der Grünen, gefördert von einer ideologisch getriebenen Berichterstattung, die in Deutschland mitunter dazu geführt hat, dass die Risiken durch Kernkraft deutlich überschätzt werden.

27.12.2019 18:13 Uhr Wer rettet die Anleger?

Zu: „Landtag billigt Milliarden-Hilfe für Nord/LB“, vom 17. Dezember
Mit Sirenengeheul hat man uns in die Banken gelockt, uns faule Produkte aufgeschwätzt und das Blaue vom Himmel versprochen. Alle kritischen Fragen unsererseits nach Sicherheit und Bonuszahlungen an die Mitarbeiter wurden in unserem Sinn beantwortet. Laut Staatsanwaltschaft ist es kein Betrug, sondern nur „Falschberatung“! Ich selber habe dadurch ca. 21 000 Stunden im Leben umsonst gearbeitet. Da freut sich der Kunde, wenn ihm erst sein sauer verdientes Geld geklaut wurde und nun sein Steuergeld noch hinterhergeworfen wird! Ist halt ein Land, in dem wir gut und gern leben!

27.12.2019 18:07 Uhr Mitglieder der Vereine opfern ihre Freizeit

Zu: „Erst auf den Markt und dann...“, und „Vielfältig weihnachtlich“, vom 9. Dezember
Diese werden von Vereinen organisiert. Die Mitglieder opfern ihre Freizeit, um alle Genehmigungen für solch eine Veranstaltung zu bekommen, und müssen alle Vorschriften, die von Jahr zu Jahr schlimmer werden, beachten. Die Veranstaltungen werden mit viel Liebe vorbereitet und durchgeführt.

Ich war zum Beispiel in Fischbeck und habe eine wirklich tolle Veranstaltung vorgefunden. Ob das Foto mit dem Kuchen, dass die Dewezet für die Veranstaltung in Fischbeck ausgesucht hat, die richtige Auswahl war, lasse ich mal dahingestellt. Es gab viele Stände, an denen man die Ideen der Hobbybastler bewundern konnte. Eine solche Aufnahme würde besser zu einer Weihnachtsausstellung passen.

Was mich aber am meisten geärgert hat, war der Mini-Bericht, zusammengefasst auf Seite 20 über die vier Weihnachtsmärkte. Für mich ist es eine Respektlosigkeit gegenüber den Vereinen, die solch eine Veranstaltung auf die Beine stellen und durchführen.

27.12.2019 18:01 Uhr An Egoismus und Ignoranz nicht zu toppen

Zu: „Juwelen der Ecclestone-Tochter gestohlen“, vom 17. Dezember
Dass aber jemand diesen im Wert von über 60 Millionen Euro besitzt, wo es genauso viele Menschen gibt, für die es einfach ums Überleben geht, ist für mich an Egoismus und Ignoranz nicht zu toppen!

23.12.2019 20:58 Uhr Zugeparkt

Zu: „Auch Parksünder sollen Bad Pyrmonts Finanzen sichern“, vom 29. November
Abends und am Wochenende sind die Straßen Am Hylligen Born und Heiligenanger zugeparkt – im eingeschränkten und absoluten Halteverbot. Parkende Fahrzeuge vor der Brasserie Fürstenhof und am Brunnenplatz sind keine Seltenheit. Der Hyllige Born ist fast jeden Abend zugeparkt. Die Polizei fährt zwar Streife, kümmert sich aber nicht um die Falschparker.

23.12.2019 20:56 Uhr Wir schützen Verbrecher

Zu: „Berlin weist russische Diplomaten aus“, vom 5. Dezember
. Nach und nach sickert durch, dass es sich bei dem Ermordeten um einen Georgier oder Tschetschenen handelt, der in Russland mit Haftbefehl gesucht wird und viele Verbrechen ausgeführt oder organisiert hat, zum Beispiel den Anschlag auf die Moskauer U-Bahn. Wie kann es sein, dass die Bundesrepublik einem Georgier Asyl oder Duldung gewährt, der international gesucht wird und über dessen Verbrechen sich die Behörden fachkundig beraten lassen können? Wir gewähren Duldung und unterhalten den Mann, der aus taktischen Gründen heiratet. Manchmal glaube ich, wir sind verrückt geworden. Es besteht der Verdacht, dass die Rechtspflege im Land Berlin nicht mehr intakt ist: Wir schützen Verbrecher. Damit treiben die Behörden den Rechten noch mehr Wähler zu.

23.12.2019 20:52 Uhr Ein Landrat für alle?

Zu: „Der erste Hut liegt im Ring“, vom 30. November
Auf Vorhaltungen durch ein Stadtratsmitglied, dass die Verwaltung einen schlechten Vertrag beim Bürgerhaus abgeschlossen hat, lässt er den Bürgermeister, der verantwortlich ist, antworten, sagt aber selbst nichts dazu und nimmt damit die Kontrolle des Stadtrates nicht wahr. Und als wohnungspolitischer Sprecher im Landtag ist nicht erkennbar, dass er sich um Senioren- und Sozialwohnungen kümmert, obwohl zumindest in der Kernstadt Wohnungsmangel herrscht. Hinzu kommen unklare Äußerungen zum Bahnausbau.

23.12.2019 20:50 Uhr Schizophrene Steuerpläne

Zu: „Neue Aktiensteuer trifft auch die kleinen Sparer“, vom 11. Dezember
Anstatt endlich für eine anständige Altersvorsorge zu sorgen, die zukunftsgewandt ist, verhindert er dies förmlich mit einer Steuer, die gerade die kleinen Sparer trifft. Herr Scholz und seine SPD sind ideologisch im 19. Jahrhundert hängengeblieben. Ich habe das Gefühl, dass er uns alle in die Grundrente treiben will und wir ihm und seiner SPD dann dafür dankbar sein sollen und SPD wählen. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen, was er in den Gesetzesentwurf gepackt hat: Will der kleine Sparer eine kleine Rendite haben, bleibt für ihn nur die Anlage in Aktien, die einfacher ist, als gemeinhin vermittelt wird. Damit er sicher investiert, wird er vorzugsweise die großen und bekannten deutschen Firmen kaufen, um eine Rendite von 4 bis 6 Prozent zu bekommen. Macht er dies, wird der Kauf von seinem ersparten und versteuerten Geld mit der Transaktionssteuer belegt. Kauft er Aktien von kleinen Firmen, die auch einmal schnell pleitegehen können, oder Aktien von den großen Amerikanern oder, noch schlimmer, die Aktien der Chinesen oder Russen, zahlt er diese Steuer nicht. Irgendwie schizophren oder nicht? Es sei denn, er hält nichts von uns und der eigenen Wirtschaft und will uns und die Wirtschaft kleinmachen.

Die wahren Spekulanten, die die letzte Bankenkrise verursacht haben und in Sekundenschnelle mit ihren hochgepuschten Derivaten viele Hundert Millionen umsetzen, bleiben ungeschoren. Man kann nur hoffen, die Kanzlerin und der Wirtschaftsmister machen dem Treiben des Herrn Scholz ein Ende und die SPD wird noch unbedeutender, als sie es schon ist. Und dies vor dem Hintergrund, dass die SPD in der Vergangenheit gute und fähige Kanzler und Minister gestellt hat. Was würde wohl Helmut Schmidt denken?

23.12.2019 20:46 Uhr Lieber Windkraft als Atomkraft

Zu: „Land will Kollaps der Windbranche verhindern“, vom 20. November
Mehr als Sonne und Wasserkraft. Jedenfalls bei uns hier im Norden und in der Mitte Deutschlands. Es gibt Personen in Coppenbrügge, die meinen, dass das Recycling der Windkraftanlagen Probleme macht. Die sollten sich mal lieber überlegen, welche Probleme das Recy-cling von Atomkraftanlagen verursacht. Außerdem: Wo soll das radioaktive Material gelagert werden, das entsteht? Und wie lang sind die Verfallwerte einzelner Atome. Keiner will ein Atomendlager vor der Haustür. Oder ist Coppenbrügge bereit dazu? Mit Sicherheit auch nicht! Die Kohlekraftanlagen sind ja unbestreitbar als Deckschleudern bekannt, und wer dort in der Nähe wohnt, kann bestimmt ein Lied davon singen.

Also, sehr geehrte Herren aus Coppenbrügge, nicht nur herummeckern, sondern auch konstruktive Vorschläge machen, wie es besser geht. Dann kann man mitreden.

19.12.2019 16:43 Uhr Fast unsichtbar

Morgens um 6.25 Uhr ist es stockdunkel. Leider investieren viele Radfahrer lieber 100 Euro in Kopfhörer, um sich abzuschotten, als 10 Euro für eine Fahrradbeleuchtung auszugeben. Wenn dann noch dunkle Kleidung dazukommt, sind sie fast unsichtbar.

19.12.2019 16:47 Uhr Gegenargumente berücksichtigt?

Ob die zwischenzeitlich angekündigte Prüfung alternativer Standorte wirklich ernsthaft verfolgt wurde, erscheint zweifelhaft. Unklar bleibt auch, warum zwei Feuerwehren ein gemeinsames Feuerwehrhaus benötigen. Wurden die Gegenargumente überhaupt berücksichtigt? Hier sind einige davon:
1. Der geplante Neubau direkt gegenüber dem Schloss zerstört das historische Stadtbild.
2. Die Frischluftzufuhr von den Emmerwiesen in die Kernstadt wird blockiert. Aufgrund der Klimaerwärmung wird in anderen Städten versucht, genau diese Frischluftzufuhr zu erhalten.
3. Der Neubau an diesem Standort verursacht erhebliche Kosten – Geld, das Pyrmont im Moment eigentlich nicht hat.

Ich frage mich, warum an der Planung so unnachgiebig festgehalten wird? Ist das Grundstück günstig zu haben? Ist es zu schwierig, eigene Entscheidungen wieder in Frage zu stellen? Besteht vielleicht die Befürchtung, dass die Feuerwehren eine veränderte Planung als Affront sehen? Auch ich habe Respekt vor der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren, die Feuerwehr ist wichtig und notwendig. Die Standortwahl sollte damit aber nichts zu tun haben.

In den Medien kann man verfolgen, was passiert, wenn Städte und Institutionen teure Großprojekte gegen alle Widerstände durchsetzen wollen. Meistens war es am Ende sehr viel teuer als gedacht.

19.12.2019 16:45 Uhr Entscheidung für Stadtgalerie zeigt Folgen

Im Grunde sind mit dieser Fehlentscheidung die erheblichen öffentlichen Fördergelder für die Altstadtsanierung der 1970er Jahre zum Teil entwertet worden. Das für die kleine Stadt übertrieben große Center hatte von Anfang an das falsche Konzept. Es kopierte nur den bestehenden Altstadteinzelhandel, brachte keine neuen Anbieter mit größerem Flächenbedarf und hat sich nach zehn Jahren als der größte Schaden für die Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges herausgestellt. Zig Millionen Mietumsatz entgehen der Stadt seit der Ansiedlung des Centers. Sie fließen nach Hamburg und in den Immobilienfonds. Aus diesen Geldern fehlen den Eigentümern auch die Mittel für die Instandhaltung der denkmalgeschützten, historischen Bausubstanz.

Der Zusammenbruch der Mieten ist es nicht allein. Die Leerstände, auch in den Nebenstraßen, lassen die Mittel gänzlich versiegen. Nun muss sich die Stadt der vom Verfall bedrohten Gebäude annehmen. Die jetzt angekündigten Maßnahmen werden bei weitem nicht ausreichen.

So ist das mit unserer Kommunalpolitik: Eine Ratsgeneration rettet die historische Altstadt vor der Flächensanierung, die andere setzt sie aufs Spiel, sorgte für den Beginn ihres Niedergangs.

19.12.2019 16:50 Uhr Basis der Gemeinde aufwerten

Anders als im Fußball scheinen die christlichen Kirchen noch nicht verstanden zu haben, dass es um die Mannschaft geht, weniger um Personen. Es geht um den Verbleib in der höchsten Spielklasse oder um den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit. Und das in einer Zeit, wo der Synkretismus der Religionen (eine Vermischung; Anm. d. Red.) immer deutlicher an den Fundamenten unserer Kulturwerte rüttelt. Ob da eine neue Kirchenverfassung, die den scheidenden Superintendenten so stolz macht, hilfreich sein kann? Mir fällt das „Impulspapier“ von 2006 ein. Damals ging es auch um die Zukunft. Doch zwischenzeitlich ist den Kirchen wieder eine Großstadt von 436 000 Christen abhandengekommen, ist die Gottesdienstbesucherzahl auf 3,6 Prozent gesunken.

Personalwechsel in der Kirche kann Sinn machen, wenn die Personen Strukturen modernisieren, überholte Traditionen und Hierarchien abbauen und das Mannschaftsspiel aufwerten. Die Basis der Gemeinden, das gleichberechtigte Mitspielen auf Augenhöhe mit dem Leitungsestablishment, muss neu gedacht werden. Dazu gehören auch und gerade die Frauen. Die Urkirche war hier in der Rollen- und Ämterverteilung vorbildlich. Auch Martin Luther hatte noch eine bedeutende Ahnung davon, wer und was in der Kirche wirklich wichtig ist. Er predigte, alle Getauften seien Priester, damit trat er für mündige Gemeinden ein. Sie sollten selbstbewusst und emanzipiert von ihren Geistlichen sein. Um der Organisation willen hielt er Ämter und Weihen für geboten, nicht aber für heilsnotwendig. Auch wenn sich die Kirchen zu Weihnachten wieder füllen, die Gesamtlage ist dramatisch, ein neuer Aufbruch zur Mündigkeit des gemeinen Kirchenmitglieds ist unabdingbar.

17.12.2019 17:33 Uhr Vermeidbares Ärgernis

So anscheinend auch in diesem Fall. Wenn einer trauernden Hinterbliebenen der Zugang zu einer Begräbnisstätte versperrt wird, ist die Empörung darüber verständlicherweise sehr groß. Insoweit muss sich der Jagdleiter auch die Frage gefallen lassen, ob und wie das Ärgernis unter Umständen zu vermeiden gewesen wäre.

Es ist rechtlich unstreitig, dass befriedete Bezirke nicht bejagt werden dürfen. Gleichwohl wurde der Ruh-Wald abgesperrt und damit einseitig der Friedhofsbesucherin eine Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit auferlegt. Wäre es stattdessen nicht angebracht gewesen, wenn die Jagdteilnehmer gewisse Opfer hätten erbringen müssen? So hätte die Absperrung sicherlich auch ohne weiteres mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand nach dem Friedhof vorgenommen werden können. Falls nötig, hätten sicherlich auch Jagdhelfer die in der Nähe des Friedhofs befindlichen Wildtiere in das eigentliche Jagdgebiet treiben können.

Derartige Optionen erschienen dem Veranstalter aber offensichtlich nicht erwägenswert zu sein. Warum auch Abstriche machen und nach bürgerverträglichen Auswegen suchen, wenn ein großer Verband mit einer starken Lobby hinter den Jägern steht. Wen wundert es da noch, dass die Jagd in ihrer heutigen Form von weiten Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen wird. Die Argumente der Widersacher kommen von allen Seiten und sind vielfältig. Trotz der Jagd werden die Wildtierbestände nicht nachhaltig reduziert; der Beitrag der Jagd zum Naturschutz wird von den Naturschutzverbänden infrage gestellt; Tierärzte und Tierschutzverbände beklagen eine skrupellose Tierquälerei im Rahmen der Jagd; Millionen von Tieren müssen sterben, um anschließend in der Tierkörperbeseitigung entsorgt zu werden.

Und was ist mit der so hochstilisierten Lust und Leidenschaft an der Jagd? Auch das ist inzwischen ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Ausgerüstet mit modernster Technik wie Nachtsichtgerät, Kamera, Zielfernrohr, Schalldämpfer und Bewegungsmelder kann von Chancengleichheit wie noch bei dem ursprünglichen Waidwerk kaum noch die Rede sein. Wissenschaftler bezeichnen daher die Jagd nach der industriellen Landwirtschaft als Artenfeind Nr. 2.

Zwar steht derzeit mehr der Klimawandel im Fokus der Öffentlichkeit, für die Menschheit aber ebenso bedrohlich und eng damit verbunden ist eine fortschreitende Zerstörung unserer Natur. Um eine Apokalypse zu verhindern, plädieren daher viele Wissenschaftler für ein radikales Umdenken in allen Bereichen des Lebens. Schließlich geht es nicht nur um unsere Lebensgrundlage, sondern auch um die künftiger Generationen.

17.12.2019 17:31 Uhr Übertrieben

Das Bad, das gut angenommen wird, den gesamten Winter zu schließen, halte ich für übertrieben. Dafür könnte man auch Maßnahmen ergreifen, die den Betrieb mit einigen Einschränkungen aufrechterhalten. Ich denke auch an die Schulen, die das zweite Halbjahr keinen Schwimmunterricht durchführen können. Daher sollte auch unter diesem Gesichtspunkt die Entscheidung dringendst überdacht werden. Wenn ich dann lese, dass der gesamte Eingangsbereich und die Außenpflasterung auch erneuert werden sollen, halte ich das für sehr übertrieben und nicht gerade kundenfreundlich. Ich hoffe, dass auch andere Badegäste von dieser Maßnahme genervt sind. Vielleicht lässt sich ja doch noch eine Kompromisslösung seitens der Stadtwerke finden.

17.12.2019 17:30 Uhr Absurde Regel

Seit es Fußball gibt, war der Schiedsrichter eine unfehlbare Entscheidungskraft, eine körperlose Stimme auf dem Spielfelde – gehorsamheischend und allgemein befolgt. Des Schiedsrichters Körper gehört zu den üblichen Utensilien des Spielfeldes wie Eckfahnen oder Torpfosten, sollte eines von diesen zufällig getroffen werden, gegebenenfalls mit spielverändernder Konsequenz, wird das in Kauf genommen, das Spiel erleidet keine Unterbrechung. Letztendlich wird die neue absurde Regel 9 zur Spielstückelung und daraufhin zu einer Verunsicherung beziehungsweise zum Verdruss aller Beteiligten führen. Daher ist in unser aller Interesse zu wünschen, dass diese absurde Regel mit sofortiger Wirkung, auch im Nachhinein, rückgängig gemacht wird. Der Schiedsrichter muss Luft bleiben!

17.12.2019 17:24 Uhr Was bringt’s?

Brauchen sie die Steuern der Menschen, die ein langes Leben gearbeitet und eingezahlt haben für ein paar Jahre im Ruhestand? Soll nicht so viel in andere Länder verschenkt werden, erst sollte an das eigene Volk gedacht werden, Obdachlose, Kinderarmut, Altersarmut! Was macht der Bund der Steuerzahler? Was bringt eine Rentenerhöhung und danach wird es wieder abgezogen.

17.12.2019 17:24 Uhr Stückwerk

An zwei Tagen wöchentlich ist der Rathausplatz bis zirka 14 Uhr wegen des Wochenmarktes nicht mit Fahrrädern befahrbar. Ich halte es für illusorisch, in dem Menschengewimmel eine Radfurt zwischen dem Ende des neuen Radweges am Eingangstor des Parks und dem Kastanienwall sicher offenzuhalten. Für so ein Stückwerk ist das Geld zu schade. Für Radfahrer, die schnell unterwegs sein wollen, halte ich die Umfahrung über 164er Ring und Sedanstraße für zumutbar.

17.12.2019 17:23 Uhr Laute Maschinenhalle nichts für Schwerhörige

Auch ein Zusammentreffen mehrerer Erkrankungen wie Herzschädigung bei Bluthochdruck plus Knie-Arthrose kann eine Behinderung begründen. Man sieht: Die behinderten Menschen haben oft alltägliche Leiden, welche weit verbreitet sind. Daher kommt es auch, dass eine sicher hohe Dunkelziffer von Menschen besteht, die zwar ebenso gesundheitlich eingeschränkt, aber nicht anerkannt behindert sind. Denn: Steuerpflichtig wird man von Amts wegen, behindert nur auf Antrag. Nur wer einen Antrag stellt, löst das amtliche Prüfverfahren zur Anerkennung einer Behinderung oder Schwerbehinderung aus.

Die Anerkennung einer Schwerbehinderung setzt einen GdB von mindestens 50 voraus. Während die meisten Krebserkrankungen für sich allein einen GdB zwischen 50 und 100 begründen, sind bei anderen Erkrankungen auch meist Kombinationen maßgeblich. So etwa Herzkranzgefäßleiden mit früherem Herzinfarkt plus Wirbelsäulenleiden plus mittelgradige Schwerhörigkeit und viele andere denkbare Kombinationen. Neben der GdB-Höhe als Zahlenwert sind von Bedeutung die zusätzlichen Nachteilsausgleiche wie Gehbehinderung, Notwendigkeit ständiger Begleitung, Hilflosigkeit, Blindheit, Gehörlosigkeit. Auch sie lösen bestimmte Unterstützungsmechanismen von Staat und Gesellschaft aus.

Bezogen auf das Arbeitsleben ist die Einstellung von schwerbehinderten Menschen in nahezu allen Berufen möglich, jeweils abhängig von der Art der Beeinträchtigung. So können seelisch-psychisch behinderte Menschen (zum Beispiel wegen Depressionen) oft nicht gut mit stressigem Publikumsverkehr umgehen, aber durchaus auch schwer körperlich arbeiten. Bei Menschen mit orthopädischen Leiden ist es vielleicht genau umgekehrt. Das Beispiel der Behindertenbeauftragten des Landes, Gehörlose in lauten Maschinenhallen einzusetzen, ist allerdings schlecht gewählt. Da die meisten Patienten mit dem Nachteilsausgleich „Gehörlos“ nicht gehörlos, sondern höchstgradig schwerhörig sind, wäre die Maschinenhalle genau der Ort, wo sie ihre Rest-Hörfähigkeit einbüßen würden. Auch die oft segensreiche Versorgung mit Cochlea-Implantaten erlaubt natürlich keinen Einsatz an solchen Arbeitsplätzen. Dass Blinde Tumore ertasten können, gehört eher in das Medizin-Verständnis des vorletzten Jahrhunderts.

Die Vermittlung gesundheits- und behinderungsgerechter Arbeitsplätze ist und bleibt eine Herausforderung an die Arbeitsverwaltung und die Arbeitgeber, unabhängig davon, ob eine Behinderung anerkannt oder noch nicht beantragt wurde. Die Betroffenen sollten abwägen, ob sie einen Antrag stellen, sind in der Regel aber gut beraten, es zu tun.

17.12.2019 17:21 Uhr Radfahrer – dreist und undiszipliniert

Nun soll auch noch die mit Abstand schönste Ecke des Bürgergartens für die dreistesten und undiszipliniertesten Verkehrsteilnehmer beschnitten werden, nur weil diese zurzeit noch einen Umweltvorteil gegenüber Autos haben? Das treibt mir die Zornesröte ins Gesicht! Das Fahrrad spielt in Hameln doch eher eine untergeordnete Rolle, denn wir leben hier nicht in Peking oder in einer Universitätsstadt. Erst kommt Garten, dann Verkehr!

17.12.2019 17:19 Uhr Will meine Ruhe haben

Wir haben in Niedersachsen schon die meisten Windräder, sind da nicht erst mal die anderen Länder in der Pflicht? Wind weht nicht nur in Niedersachsen, sondern zum Beispiel auch in Bayern. Betroffene von der Aussage des Regierungschefs sind unter anderem die Anwohner bezüglich der drei Windräder bei Haverbeck und Halvestorf.

Inzwischen steht fest, dass es sogar nur zirka 400 bis 500 Meter bis zu meiner Wohnung sind. Ich bin hier hergezogen, um meine Ruhe zu haben. Bei einem Workshop der Stadt Hameln kam heraus, dass die Priorität Nummer 1 der Mindestabstand von 1000 Metern sein sollte. Die Aussagen eines Teilnehmers aus Hilligsfeld und von Hans Brautlecht aus Bäntorf (Dewezet-Bericht vom 19. September 2019) – Natur und Ruhe, soweit das Auge reicht – weisen darauf hin, dass man bei einer geringen Entfernung nicht in Ruhe im Garten sitzen kann oder die Fenster schließen muss. Herr Weil und seine Befürworter können sich gern so ein nahes Windrad neben ihrem Grundstück installieren lassen.

Neben dem Mindestabstand ist auch noch nicht geklärt, welchen Einfluss das Gerichtsurteil für Hameln-Pyrmont bezüglich des frei zu haltenden Luftkorridors für die Bundeswehr hat. Frau Hannelore Steinhoff hatte schon am Lesertelefon der Dewezet wissen wollen, ob durch dieses Urteil die Planung für die drei Windräder bei Halvestorf und Haverbeck hinfällig ist. Leider muss erst darüber nachgedacht werden. Auch ich stelle die Frage an den Vertreter der Stadt Hameln, Herrn Hermann Aden: „Ist die Planung für die drei Windräder Haverbeck/Halvestorf vom Tisch?“ Ein Urteil, das nicht angefochten werden kann, müsste die Planung canceln.

17.12.2019 17:17 Uhr Besinnlichkeit im Laden?

Da gibt es Kekse, leckeren Tee oder Punsch. Die Zeit darf für einen Moment stillstehen, und wir hektischen „Advents- und Weihnachtsaktivisten“ haben die Chance, etwas zur Ruhe zu kommen, uns der Wartezeit, in der wir uns ja befinden, bewusst zu werden, um uns auf das zu freuen, was Weihnachten ausmacht. Und das kann ohne großen Aufwand stattfinden.

Umso befremdlicher war für mich die Ankündigung, dass im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“ die erste Veranstaltung in Hameln im kirchlichen Geschäft „Edelkreis“ stattfinden wird. Schade, dass sich hier zwei Dinge miteinander vermischen: das adventlich Besinnliche mit dem Einkaufsangebot. Vielleicht finden ja die nächsten Veranstaltungen in einem exklusiven Schuh- oder Möbelgeschäft statt. Welch bitterer Beigeschmack macht sich da breit bei dem, was ja sicher „edel“ angedacht war. Wirklich schade!

17.12.2019 17:14 Uhr Zunehmende Aggressivität in den Familien

Diese Nachricht hat mich überrascht, da das Leitthema in Bezug zu „Gewalt gegen Frauen“ bisher hieß: „Wer schlägt, muss gehen.“ Da diese Regel auch bei jeder Polizeidienststelle bekannt ist, wäre es doch ein Leichtes, den gewalttätigen Partner oder Ehemann aus der gemeinsamen Wohnung zu verbannen, sodass dieser sich eine neue Bleibe suchen muss. Auf diese Weise blieben die betroffenen Kinder, denn diese sind die Leidtragenden in dem Konflikt ihrer Eltern, in ihrer vertrauten Umgebung, was für ihre emotionale Entwicklung und Gesundheit enorm wichtig wäre.

Das zweite Problem zeigt eine zunehmende Aggressivität von Männern und Frauen gegenüber ihren Kindern, die schon sehr früh sichtbar wird in ihrem Verhalten diesen gegenüber. So erlebte zum Beispiel eine Mutter, als sie ihren etwa achtjährigen Sohn ermahnte, er möge mit seinem Kuchen nicht so herumschmieren, dass dieser sagte: „Halts Maul, Alte.“ Seine Mutter reagierte darauf gar nicht, weil sie diese Ansprache offensichtlich in ihrem Zuhause kannte.

Eine andere Erfahrung machte ein etwa 13-jähriger Junge, als dieser sich bei seinen Eltern, die vor einem Supermarkt noch eine rauchten, beschwerte, sie mögen sich beeilen, es sei kalt. Da sagte seine Mutter: „Halte endlich dein Maul, sonst trete ich dir gleich in die Eier.“ Kinder brauchen Wertschätzung von ihren Eltern, Bezugspersonen und positive Vorbilder. Wird ihnen dieses verwehrt durch eine launenhafte, rigide und lieblose Erziehung, ist das nichts anderes als Gewalt am Kind und verbaut diesem eine positive, partnerschaftliche Entwicklung und Zukunft.

Da stellt sich doch die Frage nach der Ursachenforschung, nämlich: „Was macht diese Männer so sehr wütend, dass diese handgreiflich werden?“

13.12.2019 18:23 Uhr Sanfter Tourismus für die Weser

Zu: „Die Weser ist ein Schatz“, vom 22. November


Wassersportler und Bootsfahrer: man denkt an Schwimmer, Paddler, Kajakfahrer, Drachenbootler, Standuppaddler und Ruderer. Man denkt an Menschen, die sich sportlich auf und im Wasser, im Naturraum Weser bewegen. Wassersportler, Boots- und Jetskifahrer meinen denn doch was anderes: Nur der Motor muss sportlich sein. Leider sind sie auch laut, sie stinken und sie zerstören Klima, weil es jemanden nicht weiter stört! Soll es auf der Weser werden wie auf den Straßen? Radautourismus? Nein Danke, das will ich nicht. Ich will sanften Tourismus für unsere Weser mit Wanderern, Radfahrern und muskelbetriebenen Booten und manchmal einen Dampfer, ich will eine naturnahe Weser mit richtigen Uferbäumen, ich will einen Fluss, der den Menschen gehört. Ich bin Mitglied eines Hamelner Rudervereins. Ich habe diese Sportart gewählt, weil ich Sport in der Natur liebe, ich will meine Gesundheit und körperliche Leitungsfähigkeit stärken und erhalten und ich will die Natur genießen. Neben der Weser gibt es einen weiteren Erholungsraum von Bedeutung, einen, wo motorbetriebene Fahrzeuge verboten sind: der Wald.

13.12.2019 18:18 Uhr Schwierige Situation

Zu: „Mehr Hochwasser und mehr Trockenheit“, 2. Dezember


Es gilt also nicht nur den Ausstoß von CO2 zu verringern, sondern auch die notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels einzuleiten. Beides wird weitere wirtschaftliche Belastungen für die Bürger bedeuten. Wir Deutschen haben uns in eine sehr schwierige Situation gebracht, weil wir auf die CO2-freie und gleichmäßig verfügbare Kernenergie verzichten. Unser Nachbar Frankreich vertraut seinen Kernkraftwerken und wird ein Endlager für die reduzierten radioaktiven Abfälle fertigstellen.. Frankreichs CO2-Ausstoß pro Kopf ist deshalb nur halb so hoch wie der deutsche und der Strompreis beträgt dort nur 20 Cent pro kWh verglichen mit 30 Cent pro kWh in Deutschland.

13.12.2019 18:15 Uhr Der Coup ist schlecht eingefädelt

Zu: „Schlüsselzeuge belastet Trump schwer“, vom 21. November

Im Fall der Amtsabsetzung, der via New York Times, CNN und auch ARD über uns kam, ist der Anlass, dass sich Trump nicht nur wieder einmal daneben benommen hat, sondern ein ausländisches Staatsoberhaupt erpresst und in den jetzt anstehenden Präsidentenwahlkampf 2020 ungesetzlich eingegriffen hat. Da sind sich die Medien ganz sicher, denn ein Whistle Blower aus einem der 19 US-Geheimdienste hat es ihnen gepfiffen. Es gibt nur mehrere Probleme: Viele Zeugen widersprachen sich vor dem Geheimdienstauschuss in ihren Aussagen. Der US-Botschafter konnte sich in der öffentlichen Anhörung an vieles nicht erinnern. „Würden Sie ein Auto von Herrn Sundland kaufen?“ Und: Wie wollen die Demokraten den Nachweis führen? Gibt es Gesprächstonbänder, die Aufschluss geben könnten über des Präsidenten Schuld oder Unschuld? Ohne Beweise stehen die Aussagen der Zeugen gegen das Wort des US-Präsidenten! Die US-Demokraten wissen sehr wohl, dass es nicht genügen wird, nur mit dem Finger auf Trump zu zeigen. Wieder einmal will die Opposition Trump aus dem Weißen Haus jagen – selbstverständlich ohne Wahlen. Doch der Coup ist so schlecht eingefädelt, dass er auf seine Verursacher zurückfallen könnte.

13.12.2019 18:10 Uhr Es geht günstiger

Zu: „Sorge vor noch mehr Autos im Ort“, vom 20. November

Mein Vorschlag Variante 5: Die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzen und ein Überholverbot im gesamten Bereich zwischen den beiden Ortschaften. Es würden so innerörtliche Verhältnisse geschaffen, wo der Verkehr gut fließen würde und Radfahrer recht gut geschützt wären.

13.12.2019 18:08 Uhr Verantwortungslos

Zu: „In Niedersachsen reichen 400 Meter“, vom 22. November


Die Bäume, die für diese Anlagen gefällt werden und wertvolle CO2-Senker sind? Die Tatsache, dass kein einziges grundlastfähiges Kraftwerk durch diese mittelalterliche Technologie ersetzt werden kann? Bei der Abstandsdiskussion zwischen bewohntem Raum und WKA geht es den Politikern natürlich auch um den Schutz der Anwohner vor gesundheitlichen Folgeschäden dieser Industrieanlagen und den daraus resultierenden Schadensersatzklagen. Die angebliche Akzeptanzerhöhung ist nur vorgeschoben, um weiterhin das Scheitern dieses Projektes zu vertuschen. Ist die Gesundheit der Bürger in Niedersachsen weniger Wert, als die der Bayern, die die H 10 Regel (Mindestabstand vom zehnfachen der Höhe von Windkraftanlagen) haben? Ist die Gesundheit der Bürger in Niedersachsen weniger Wert, als die der Bürger in NRW, die 1500 Meter Abstand haben? Ist die Gesundheit der Bürger in Niedersachsen weniger Wert, als die der übrigen Bundesbürger, die die 1000 Meter Abstandsregel übernehmen werden?

Die 1000 Meter in Niedersachsen nicht einzuführen und Anlagen, die diesen Abstand nicht einhalten, nicht nachts abzuschalten, damit sich die Menschen erholen können, ist verantwortungslos. Sollte uns im Landkreis Hameln-Pyrmont tatsächlich demnächst ein Imker leiten, werden noch viele diese Verantwortungslosigkeit zu spüren bekommen.

13.12.2019 17:58 Uhr Windkraft: 1000 Meter Abstand zu Wohnbebauungen einhalten

Zu: „In Niedersachsen reichen 400 Meter“, vom 22. November


Dieses hat auch die Stadt Hameln in der Diskussion mit Bürgern erfahren müssen unter dem Titel „Windräder – wohin damit“. Wenn der Wind ungünstig weht, hört man nämlich die Betriebsgeräusche auch noch in 1000 Metern Entfernung. Wenn man sich die Windkarte von Deutschland anschaut, dann erkennt man, dass nur der Norden von Niedersachsen und Schleswig Holstein mehr Wind ausweisen als die übrige Republik. Das heißt, dass gerade Bayern und Baden Württemberg noch sehr viel aufzuholen hätten, bevor Niedersachsen sich noch weiter zupflastern lässt.

Die Anzahl der Windkrafträder in Niedersachsen beträgt jetzt schon 6431 in Bayern jedoch nur 1161 und in Baden Württemberg gerade einmal 725! Und das obwohl Bayern flächenmäßig deutlich größer ist und Baden Württemberg etwas kleiner als Niedersachsen. Und für die Energiewende ist schließlich jedes Bundesland mit verantwortlich. (Übrigens gilt in Bayern: H 10. Ist die Mühle 200 Meter hoch, darf sie nicht näher als 2000 an Häuser heranrücken.

Kann das nicht mal einer unserem Ministerpräsidenten verklickern, und zwar so, dass er es auch versteht!

13.12.2019 17:48 Uhr Auf die Schnelle entschieden

Zu: „Zu kompliziert für Politiker?“, vom 4. Dezember

Es ist scheinbar zur Methode geworden, etwas schnell, mit externer Beratung, in Papierform zu bringen, Fördergelder zu beantragen, festzulegen, und dann müssen gegebenenfalls Generationen mit dem Planungs- und Bauergebnis leben. Daran ändert sich auch nichts, wenn im Radiointerview die Unzufriedenheit der Verwaltung zu Verfahrensweisen des Landes zum Ausdruck gebracht wird, wir Bürger müssen mit dem Ergebnis leben. In zehn Jahren fragt niemand mehr, ob es sich verzögert hat, aber alle Betroffenen werden die Köpfe darüber schütteln, warum manches so, und nicht viel besser realisiert wurde. Die Macht des Faktischen!

Und im Übrigen: Es passiert dann tatsächlich erst einmal: nichts. Zum Beispiel mit der Sanierung des Hallenbades: Politik musste in kürzester Frist im August 2018 einem Plan zustimmen, bis heute passierte äußerlich: nichts. Der Umbau der Fahlte wird intensiv diskutiert, Hinweise zur Optimierung nicht akzeptiert beziehungsweise verworfen, unter anderem weil alles schon verplant und vergeben sei. Angeblich sei eine Modifizierung des Fahrradweges die unüberwindliche Hürde, für wen auch immer. Und es passiert beim Bauvorhaben Fahlte nichts, da der geplante Baubeginn von Ende Oktober 2019 auf Mitte Januar 2020 geschoben wird, da man festgestellt hat, dass Urlaube und Feiertage anstünden. Dies ist tatsächlich die schriftliche Begründung der Stadtverwaltung.

Dazu gehört sicherlich unter anderem auch die Planung des Fahrradweges an der Weser zwischen Jugendherberge und ehemaligen Wasserübungsplatz, wo die Gartenbesitzer Anfang 2017 in Wochenfrist die Gärten bei Androhung von erheblichen nachteiligen Konsequenzen zu räumen hatten. Passiert ist seitens der Realisierung: nichts.

Wie lange wird dies eigentlich durch die Hamelner Parteien und Ratsmitglieder noch so akzeptiert oder gar mitgetragen?

12.12.2019 20:27 Uhr Nicht bürgerfreundlich

Zu: „Pyrmonter Hallenbad schließt von Februar bis Mai“, vom 20. November


Als langjährige Freunde der Pyrmonter Welle trauten wir gestern unseren Augen nicht, als wir von der mehrmonatigen Schließung lasen. Wir halten es für eine krasse Fehlentscheidung, in den Wintermonaten die Welle zwecks Renovierung des Umkleidebereiches und des Sprungturmes zu schließen. Es hätte sicher Alternativlösungen gegeben.

Bei Aufstellen von Containern im Freibadbereich hätten alle Arbeiten während der Sommermonate erfolgen können. Der Umkleidebereich hätte selbst bei laufendem Badebetrieb aufgefrischt werden können. Ein Monat Schließung hätte jedenfalls bei vernünftiger Planung ausgereicht. Eines neuen Eingangsbereiches und einer neuen Pflasterung bedarf es in Zeiten knapper Kassen wahrlich nicht. Bis auf den Umkleidebereich und eventuell dem Sprungturm ist in unserer Welle alles in bester Ordnung, aber vielleicht wollen sich ja gewisse Entscheidungsträger ein „Denkmal“ errichten. Von Vernunft und Bürgerfreundlichkeit kann hier jedenfalls nicht die Rede sein. Man kann nur darauf hoffen, dass sich der Bürger bei vielleicht ins Haus stehenden Energiekostenerhöhungen darauf besinnt, dass es eine Vielzahl von Alternativanbietern auf dem Markt gibt.

12.12.2019 20:24 Uhr Großes Lob für Aerzens Kämmerer

Zu: „Plus im Aerzener Haushalt“, vom 25. November
Ich als gebürtiger Aerzener Bürger bin sehr stolz auf unsere Gemeindeverwaltung, dass nach den zur Zeit aktuellen Berechnungen des Rathauses der Haushalt des Fleckens Aerzen ein Plus von zirka 130 000 Euro aufweist. Ich als ehemaliger Bürger von Aerzen finde es sehr gut, wenn eine Kommune im Haushalt 2019 einen Überschuss erwirtschaftet hat und in diesem Jahr noch sehr gut im Plan ist. Zur weiteren Erklärung wird durch die Gemeindeverwaltung angeführt, dass sich diverse Grundstücksverkäufe in der Verwaltung verzögerten, was daher weitere Auswirkungen auf den kommenden Haushalt hat. Ich möchte dem zuständigen Kämmerer von Aerzen wegen seiner sehr guten Haushaltsplanung ein großes Lob aussprechen und ihm danken, dass er seinen finanziellen Haushalt in dem Flecken Aerzen sehr gut führt sowie im Auge hat und weiterhin für Aerzen eine gute Entscheidung trifft bei den anfallenden Aufgaben in der Verwaltung.

12.12.2019 20:22 Uhr Besonders verwerflich

Zu: „Was gehört in die Öffentlichkeit?“, vom 14. November


In einer Zeit, in der wir zunehmend mit den verheerenden Folgen sogenannter „Hass-Reden“ konfrontiert werden, finde ich es besonders verwerflich, dass eine langjährige Landtags-, Kreistagsabgeordnete und Ratsfrau der Christlich-Demokratischen Union wie Frau Körtner in der äußerst komplexen, schwierigen und für die meisten Beteiligten belastenden Auseinandersetzung um den „Fall Lügde“ jede Gelegenheit nutzt, um ihr politisches Süppchen zu kochen und das Klima zu vergiften, statt zu einer angemessenen Aufarbeitung von Fehlern, Verantwortlichkeiten und schuldhaftem Versagen beizutragen. Nicht genug damit, dass sie unmittelbar nach der Rücktrittsankündigung von Landrat Bartels kräftig nachgetreten hat, setzt sie ihre Attacken fort, wie von der Dewezet berichtet, zuletzt im Jugendhilfeausschuss.

Verantwortungsvolles Handeln im Interesse der Opfer wie auch einer nachhaltigen Verbesserung bisheriger Konzepte zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch und Gewalt sieht wahrlich anders aus. Im übrigen stünde es allen, die, wie Frau Körtner, seit Jahrzehnten Kommunalpolitik in prominenter Position „mitgestaltet“ haben, gut zu Gesicht, auch nach möglicher, eigener Mitverantwortung zu fragen: Wie war es möglich, dass über zehn Jahre hinweg derartige Verbrechen auf einem Campingplatz quasi vor aller Augen und doch unentdeckt verübt werden konnten? Darüber auch selbstkritisch nachzudenken und von da aus den Dialog mit anderen Menschen oder Gruppen zu suchen – sei es in den beteiligten Behörden oder der Bürgerschaft – wäre ein Ausdruck menschlich und politisch verantwortungsvollen Verhaltens und ein Beitrag zu einem konstruktiven und heilsamen Umgang mit einem Geschehen.

05.12.2019 23:10 Uhr Protest war vorhersehbar

Da sind doch Bürger tatsächlich so dreist und und kämpfen gegen den angeblich so klimafreundlichen Windkraft-Ausbau – so denken wohl die Wind-Lobbyisten. Dabei hat sich die Windkraft-Branche selbst in die verzwickte Situation hineinmanövriert. Angesichts des völlig überhasteten Kernenergie-Ausstieg nach dem Reaktorunfall von Fukushima hat man vollmundig behauptet, dass der Umbau der Energiewirtschaft hin zu den Erneuerbaren mehr oder weniger kein großes Problem sei – getreu dem Motto „Wir schaffen das!“ Die massiven Subventionen, die letztlich alle Steuerzahler und Stromverbraucher aufgebracht haben, nahm man gerne an und baute kräftig die Produktionskapazitäten aus. Doch dass ein derart massiver Ausbau nicht gegen die Menschen gemacht werden kann hätte doch eigentlich klar sein müssen! Wie rettet man nun die Branche? Nichts einfacher als das – es werden einfach die Standards gesenkt! 400 Meter Abstand müssen zum Schutz der Anwohner auch mal reichen. Ein unglaublicher Vorgang! Man stelle sich vor, andere Branchen machten so etwas, das Geschrei wäre groß (zu Recht). Aber in der aufgeheizten Klimadiskussion ist es offensichtlich kaum noch möglich, zu sachgerechten Entscheidungen zu kommen.Doch klar ist, dass die Anwohner bei derart geringen Abständen massiv beeinträchtigt werden. Man denke nur an die Entwertung von Wohneigentum, von gesundheitlichen Beeinträchtigungen ganz zu schweigen. Eine Landesregierung sollte sich eigentlich zum Wohle der Bürger verpflichtet fühlen.

05.12.2019 23:09 Uhr Zu viel Blockadehaltung

Um im symbolhaften Bild zu bleiben: Wo hierzulande krummbeinige Kleinhunde egoismusgesteuert und zu nicht geringem Teil uninformiert herumwuseln, haben andere Länder die Zeichen der Zeit längst erkannt und auf Windhunde umgestellt. Kein Wunder also, dass sie in vielen Bereichen locker an uns vorbeiziehen. Das betrifft längst nicht nur die E-Mobilität, die mangelhafte Breitbandversorgung und das Schul- und Gesundheitswesen. Was ist aus unserer einst so innovativen Nation geworden? In mancherlei Hinsicht eine Schlafwagengesellschaft, die nicht nur in Teilen korrupt ist, sondern auch noch über kriminelle Banken und Industrien verfügt. Nach meinem Kenntnisstand hat kein Land der Welt so viele Gesetze und Vorschriften wie Deutschland. Deshalb findet der Wut- und Protestbürger auch immer irgendwelche Paragrafen, um aus Gründen der Blockade gegen das eine oder andere vor Gericht zu ziehen. Das betrifft leider nicht nur die Windenergie mit bis zu mehr als fünf! Jahre langen Genehmigungsverfahren. Es geht auch um die Stromtrassen, den Straßenausbau, um Telefonfunkmaste, den Güterzugverkehr, die Ladenöffnungszeiten und so weiter. Der erstaunliche Widerspruch: Die Bürger wollen jeden elektrischen Komfort nutzen, mit allen Waren zeitnah versorgt werden und ihre Ziele mit dem Auto oder der Bahn ungehindert erreichen. Das alles jedoch ohne die geringste Veränderung ihrer Umgebung. Leider ist es so, dass allzu viele Bürger es sich in den warmen Fettaugen ihrer Egoismussuppe bequem gemacht haben und nicht mehr über ihren Tellerrand schauen. Übrigens: Heißt es nicht, dass Allgemeinnutz vor Eigennutz geht?

05.12.2019 23:07 Uhr Windkraft ist keine Lösung

Für die Mitarbeiter, die in Kohle- oder Kernkraftwerken tätig sind, wurden keine Gedanken über deren Zukunft verschwendet. Eine Alternative gab es nicht, einfach „abschalten und aussteigen“, war die Devise. Dort hängen weitaus mehr Arbeitsplätze an der Stromproduktion als in der Windbranche. Die Mitarbeiter der konventionellen Stromerzeugung zählen in den Augen von Herrn Weil wahrscheinlich nichts. Man könnte denken, dass hier ein Zweiklassenprinzip besteht, einmal der gute Strom (Windkraft), und der böse, schmutzige Strom (Kernkraft/Kohle), den ja angeblich keiner haben möchte. Herr Weil und weitere politische Mitstreiter sollten bitte die rosarote Brille der Energiewende absetzen und sich der Realität stellen. Diese Art der Energieerzeugung ist zwar CO2-neutral, aber nicht geeignet, die Energiewende umzusetzen. Der Energieverbrauch wird in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen. Die Windkraft wird nie eine sichere Grundlast im Stromnetz und den Bedarf abdecken, der benötigt wird. Da können auch noch so viele Anlagen errichtet werden, das wird so nicht funktionieren. Letztendlich wird zur Stabilisierung des Netzes der Strom aus dem Ausland bezogen. Als weiterer Punkt steht die Entsorgung der Windkraftanlagen zur Debatte. Die Recyclingbranche steht vor der Tatsache, daß Materialien wie Glasfaser, GFK und Carbon, CFK, schwer zu entsorgen sind. Wie viele Anlagen sollen auf Biegen und Brechen noch errichtet werden, wie viel Natur muss der Windkraft noch weichen, und wie viele Menschen müssen die negativen Auswirkungen der Windkraft noch erfahren?

05.12.2019 23:07 Uhr Aufarbeitung ist notwendig

In die „Nazi-Ecke“ hat er sich also selbst gestellt. Dass er keiner Fliege etwas zuleide getan habe, so einfach dürfen wir es uns nicht machen – ohne diese Schreibtischtäter wären die jüdischen Oldendorfer wohl nicht im KZ umgekommen, nachdem sie viele Jahre friedlich mit ihren christlichen Nachbarn zusammengelebt haben. Gerade am 9. November können wir nachlesen, dass es auch dort 1938 Ausschreitungen gegen die jüdischen Mitbürger gab.  Sowohl in den Büchern von Bernd Stegemann, als auch bei Friedrich Kölling kommt das Tausendjährige Reich so gut wie nicht vor. So ist die Aufarbeitung von Erik Hoffmann über diese Zeit nach so vielen Jahren absolut kein „falsches Geschichtsverständnis“ und ist nicht „dem Zeitgeist geschuldet“, sondern mehr als notwendig. In keinem Falle wird Hessisch Oldendorf durch diese Dokumentation „beschmutzt“. Wir sollten endlich froh sein, dass diese Zeit sachlich aufgearbeitet wird. Das haben unsere Eltern – meistens selbst involviert – nicht getan, denn sonst hätte es weder eine Ehrenbürgerschaft noch eine nach Kölling benannte Straße gegeben. Ich bin in Hessisch Oldendorf aufgewachsen, mein Vater war dort in den 1950er Jahren Bürgermeister. Ein Erinnern an die jüdischen Bürger, in welcher Form auch immer, wird es angesichts der aufgeheizten Atmosphäre wohl nicht geben. Erschreckend aber ist, dass man das Gefühl hat, als wäre nach so vielen Jahren die Aussage B. Brechts „der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“  weiterhin gültig.

05.12.2019 23:05 Uhr Die Welt lässt sich nicht zwischen Buchdeckeln entdecken

Noch immer scheint die Vorstellung vorzuherrschen, Bildung sei mit der Füllung eines anfangs noch leeren Fasses vergleichbar, aus dem man in späterer Zeit nach Belieben das Eine oder Andere zum Gebrauch wieder herausfischen könne.

Dabei steckt bereits in dem Wort „Bildung“ genau das, was Kinder für ihr Leben brauchen, nämlich in der Lage zu sein sich ein Bild zu machen von den Dingen die uns umgeben und ganz besonders, auf welche Weise sie zusammenwirken. Dabei ist die Erkenntnis umso höher, je mehr Sinne am Erkenntnisprozess beteiligt sind. Der gewöhnliche Schulunterricht blendet die Sinneserfahrungen Fühlen, Schmecken und Tasten in der Regel aus. Der Versuch, sich Wissen zu erschließen kann also nur fragmentiert bleiben, was bei den meisten Schülern natürlich die Frage nach der Substanz des Leh(e)rstoffes aufwirft. Die Welt lässt sich nicht nun mal zwischen zwei Buchdeckeln entdecken. Was anderes als Depressionen kann also diese Form des Vorbereitens auf das Erwachsenenlebens hervorrufen.

Es ist fatal mit Anforderungen konfrontiert zu sein, deren Sinnhaftigkeit man nicht erkennt. Zudem ist die Erwerbswelt heute weitgehend entkoppelt vom privaten, familiären Leben. Nach den Tätigkeiten von Eltern befragt, wissen Kinder oft nichts Genaues. Die Vorstellung von einem zukünftigen Erwachsenenleben bleibt nebulös. Menschen möchten eingebettet sein, in erzählten und erlebten Geschichten, persönlichen, familiären und gesellschaftlichen, aus denen sich Zukunft entwickeln lässt. In einer mit maximalem materiellem Wohlstand ausgestatteten Welt bleiben Kinder auf eklatante Weise unversorgt, indem ihnen echte Teilhabe verweigert wird. Zaghafte Versuche, wie der Zukunftstag haben allenfalls den Charakter gekünstelter Wirklichkeit und bieten kaum reale Erfahrungen. Die Gnade meiner frühen Geburt und meiner Kindheit auf dem Lande gab mir ausreichend Gelegenheit, die Defizite des Schulunterrichtes auszugleichen, sowie ausgiebig am Erwachsenenleben teilzuhaben. Heute bietet sich Kindern oft genug nur die Erfahrung von Umwelt durch die Zweidimensionalität von Bildschirmen. Die einst von der Natur zum Überwinden langer Wegstrecken ersonnenen Gesäßmuskeln verkommen zu Sitzpolster. Natürlich ist hinreichend bekannt, dass seelische Gesundheit sich nicht aus sich selbst heraus generiert, sondern sich schöpft aus der Erfahrung, innerhalb des sozialen Umfeldes eine wie auch immer geartete wichtige Rolle zu spielen.

Wenn Kindheit die Vorbereitung auf das Erwachsenenleben bedeutet, dient Erziehung im Wesentlichen der Rollenfindung, sucht Antworten darauf, wer ich bin und wer ich werden möchte und bietet im ausreichenden Umfang Möglichkeiten in einem wohlwollendem Umfeld Erfahrungen zu sammeln. Angesichts einer grassierenden Wohlstandsverwahrlosung brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn Kinder zunehmend psychische Symptome entwickeln, weil ihnen das, was sie wirklich brauchen vorenthalten wird.

05.12.2019 20:39 Uhr Kranke Entwicklung in der Landwirtschaft

Dadurch kann der Handel die Waren zu Niedrigpreisen anbieten. Bei den Verbrauchern ist hierdurch die Wertschätzung verloren gegangen – ein Drittel der Lebensmittel werden weggeworfen (irre, wie viel Diesel und Ressourcen vernichtet werden).

Die Gier der Verbraucher nach „Geiz ist geil“ und die Gier der Landwirte nach Höchsterträgen mit Wachsen oder Weichen (mit immer weniger Beschäftigten in diesem sinnvollen Bereich) ist schon eine kranke Entwicklung. Die Tierhalter sollten sich mal selbst auf ihre steinharten Betonspaltenböden legen – kein Tier würde dies freiwillig machen.

Durch die Intensivtierhaltung mit Soja werden immer mehr klimawichtige Regenwälder zerstört.

Es ist erschreckend, dass so wenige Menschen das kapieren und handeln. Also aufwachen: Bauern und Verbraucher macht euch bitte Gedanken, Umwelt und Tiere werden es uns danken.

05.12.2019 20:38 Uhr Sicherheit hat Vorrang

Vorrangig vor allen anderen Planungen hat die Sicherheit jedes einzelnen Schülers und Schülerin zu stehen. Hier dürfen keine Kosten gescheut werden. Fehlplanungen der Stadt und des Landkreises hatten wir schon genug; zum Beispiel Zerstörung Hochzeitshaus, Blick auf historischen Bahnhof durch Neubau Busbahnhof verdeckt, nutzloser Kreisel Gartenstraße/Feuergraben, Furchen durchzogenes Kopfsteinpflaster in der Fußgängerzone und so weiter. Um die Sicherheit der Schulbesucher optimal zu gestalten gehört der Busbahnhof auf die Straßenseite des Schulzentrums. Wenn dafür das Regenrückhaltebecken verlegt werden muss, dann sind die genannten eine Millionen Euro eben dafür aufzubringen. Der vorhandene Schulparkplatz könnte auch für den Busbahnhof genutzt werden. Ein neuer Parkplatz könnte dann auf die andere Straßenseite, auf das Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne verlegt werden. Lehrern oder Schülern, die mit Pkw kommen, ist das Überqueren der Basbergstraße wohl eher zuzumuten, als den Massen von Schulkindern jedes Alters, die tagtäglich die viel befahrene Fahrbahn zweimal passieren müssten. Das Argument der Schulleitung des Albert-Einstein-Gymnasium, das der „wunderbare Blick auf das neue Gebäude…“ verstellt würde, lasse ich nicht gelten. Dass der seitliche Blick auf ein Bauwerk wichtiger sein soll als die Sicherheit der Kinder, ist für mich unverständlich, zumal das Gebäude erhöht steht. Dieses gelungene Schulzentrum Nord ist eine Bereicherung für die Stadt Hameln. Ein sicherer Schulweg muss aber für alle Kinder gewährleistet werden.

05.12.2019 20:36 Uhr Sorge ist unbegründet

Die Sperrung des Gemeindeverbindungsweges zwischen Afferde und Hastenbeck würde auch dem Nachwuchs mehr Sicherheit bringen (Grundschule und Kindergarten). Seit Jahrzehnten wird der Radweg gefordert, bei der Finanzlage wird es weitere Jahrzehnte bis Baubeginn dauern. Aber der Ortsrat Hastenbeck hat sich einstimmig für einen Radweg entschlossen, der nie kommen wird. Auch in Afferde hat man schnell eine vierte Variante aus dem Hut gezaubert, um sich nicht entscheiden zu müssen. Liebe Ortsräte, wann geht ein Ruck durch eure Gremien?

27.11.2019 18:30 Uhr Krieg nur auf freier Flur?

Zu: „Hubschrauber oder Windräder?“, vom 13. November

Wenn sie nicht in der Lage ist, wegen solcher Kleinigkeiten die Verteidigung zu gewährleisten, frage ich mich, was die Bundeswehr überhaupt kann, und welche Daseinsberechtigung sie dann überhaupt noch hat. Es ist doch abzusehen, dass noch mehr Windkrafträder in der Bundesrepublik gebaut werden. Also wäre es doch gut, wenn die Bundeswehr sich die Fähigkeit an- eignen würde, solche Gegebenheiten und Situationen zu üben und zu bewältigen. Oder meinen die Verantwortlichen, dass Kriege nur auf freiem und übersichtlichem Gelände geführt werden? Dann würde der Spruch von früher ja stimmen, in dem behauptet wird, dass die Bundeswehr nur dafür da ist, um darauf zu warten, bis die richtige Armee erscheint. Also, liebe Verantwortlichen der Bundeswehr, passt euch den neuen Lebensbegebenheiten an und entwickelt euch weiter.

26.11.2019 18:45 Uhr Nicht mit dem Auto

Zu: „Bald wird Upnor-Gelände geöffnet“, vom 23. Oktober

Mein Vorschlag: ein Kontingent an Behinderten-Parkplätzen und Fahrradständern. Ansonsten kann man das Gelände sehr gut zu Fuß oder per Bus erreichen. Bitte mal weg von der gedankenlosen Bequemlichkeit nach dem Motto: „Das geht alles mit dem Auto.“

26.11.2019 18:43 Uhr Anzuzweifeln

Zu: „Feuerwehrchef will Kritikern ,Augen öffnen‘“, vom 13. November

Es gibt neben den Belangen der Feuerwehr auch andere zu berücksichtigende Belange, zum Beispiel städtebauliche. Darüber ist genug geschrieben. Es ist schon ungewöhnlich, wenn die Standortalternative Bathildiskrankenhaus, trotz Hinweis, überhaupt nicht einmal erwähnt wurde oder Bürgeranhörungen seitens der Politik mit dem Hinweis eröffnet werden, dass bereits alles beschlossen ist. Man hat den Eindruck, dass hier die Politik den Standort Gondelteich gegen die Mehrheit der Bürger als eine Pflichtaufgabe durchsetzen will. Die nächste Wahl lässt grüßen und damit wohl auch die AfD.

26.11.2019 18:41 Uhr Konstruktive Kritik

Zu: „Feuerwehrchef will Kritikern ,Augen öffnen‘“, vom 13. November

Die dazu vom Feuerwehrchef angekündigte Aktion zur Aufklärung der Bevölkerung ist sicher gut und richtig. Grundsätzlich rennt man ja damit offene Türen ein, denn auch die Bewohner Pyrmonts schätzen die Arbeit der Wehr außerordentlich. Ein grundlegendes Missverständnis scheint es aber bei der Feuerwehr zu geben: Die Kritik richtet sich nicht gegen ihre Arbeit, sondern ausschließlich gegen die Planung des neuen Feuerwehrstandortes am Gondelteich, die wie in Beton gegossenen dargestellt wird.

Dem Beobachter ist nicht entgangen, dass hinsichtlich dieser Frage bei der Feuerwehr, Verwaltung und Politik von Anfang an wenig Flexibilität zu erkennen war. Wie anders kann man es interpretieren, wenn deren Vertreter, selbst auf konstruktive Vorschläge hin wie jüngst aus dem Staatsbad erklären, die Frage sei unumstößlich entschieden. Dieses Totschlagargument lässt den Schluss zu, dass in dieser Sache bisher die Feuerwehr die Politik wie auch die Verwaltung vor sich her getrieben hat.

Die Aussage, dass es bisher nicht einen einzigen alternativen Lösungsansatz gegeben habe, ist falsch. Zum Beispiel gibt es den Bereich hinter dem Autohaus Welger. Die zusätzliche Fahrzeit der Wehr aus Holzhausen dorthin würde nur wenige Sekunden betragen. „Hochwassergefährdung“ als Gegenargument darf hier nicht zählen, schließlich kann Lügde als Beispiel dienen: Für große Teile des nördlichen Gewerbegebietes sind Aufschüttungen vorgenommen worden, Hochwasser ist dort kein Problem. Die zusätzlichen Aufwendungen dürften gegenüber den Kostenrisiken für die Gründung eines Feuerwehrgebäudes am moorigen Standort Gondelteich vergleichsweise bescheiden ausfallen.

Konstruktive Kritik muss erlaubt sein. Und auch die Frage, ob die Meinung der Feuerwehr in der eigenen Angelegenheit bezüglich städtebaulicher Anforderungen und verkehrstechnischer Notwendigkeiten wirklich objektiv sein kann.

26.11.2019 18:37 Uhr Bloß nicht Pfleger werden

Zu: „Protest gegen Pflegekammer – Fraktionen boykottieren Winterfest“, vom 15. November

Es ist geradezu hanebüchen, wie SPD und Grüne mit den Protesten der Pflegekräfte umgehen. Der Gipfel der Unverschämtheit ist, von den eingezogenen Zwangsgeldern Feiern zu organisieren. Wasser predigen und Wein saufen, ist hier die Devise. Das Vorgehen entspricht einer mehr als fragwürdigen Rechtsstaatlichkeit, die, so gewinnt man den Eindruck, vom Niedersächsischen Landtag mit Füßen getreten wird. Insbesondere die SPD versagt hier völlig und arbeitet offensichtlich an dem Ziel, aus dem Landtag zu fliegen, schädlich wäre das nicht. Die Grünen scheinen auf einer Wolke zu schweben und verlieren ebenso den Überblick.

Einzig, so entnehme ich das ihrem Artikel, ist es die CDU, die so langsam versteht, was sie damit verbockt hat. Pflegekräfte zahlen Zwangsmitgliedsbeiträge, um Pflegebedürftige zu pflegen. Was ist das für ein Gesetz? Die einzige Konsequenz, die man daraus ziehen kann, ist, auf keinen Fall einen Pflegeberuf zu ergreifen und, wenn die Möglichkeit besteht, den Beruf zu wechseln.

Anmerkung der Redaktion: SPD und CDU haben jetzt vereinbart, die Mitgliedschaft in der Pflegekasse beitragsfrei zu stellen.

26.11.2019 18:30 Uhr Hastenbeck bald ein totes Dorf

Zu: „Kampf um separaten Radweg“, vom 9. November

Es fehlt in Hastenbeck an allem. Der Ortsrat sollte mal auf seine Bürger hören und nicht einer Greta-Euphorie hinterherhasten. Der Ort braucht ein Ladengeschäft (Hofladen) mit einem Raum für einen Geldautomaten, in dem man auch mal eine Briefmarke kaufen kann. Mit den Neubaugebieten geht es auch nicht weiter. Nach dem letzten Hochwasser sind die Straßen immer noch nicht gereinigt ...

Lieber Ortsrat Hastenbeck: Geht mal durch Euer Dorf. Wenn man genau hinschaut: Viel Leerstand an Wohnraum – und der Trend geht klar zum Drittauto, da man ja alles herankarren muss. Mit dem Fahrrad geht das leider nicht. Wenn der negative Trend so weitergeht, ist Hastenbeck bald ein totes Dorf, aber mit zwei Radwegen, die kaum genutzt werden.

26.11.2019 18:27 Uhr Bad Pyrmont sollte Zwei-Standorte-Lösung nochmals prüfen

Zu: „Bathildiskrankenhaus will Rettungszentrum werden“, vom 6. November

Mir erscheint die im Artikel erwähnte Argumentation zielführend, die Lösungskonzeption vor dem Hintergrund der Gesamttragweite zu bemessen und damit in ihrer Umfänglichkeit weiter zu fassen, als gegebenenfalls möglicherweise bisher geschehen. Insbesondere die strategische Stärkung des Gesundheitsstandortes und die erwähnte Möglichkeit, durch den Umfang der Konzeption etwa in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, sind für mich als Bürger gewichtige Punkte, die nicht außer Acht zu lassen sind. Zudem erscheint das Argument der sogenannte Hilfsfrist von acht Minuten auch kein eindeutiger Pluspunkt für die bisher verabschiedete (Ein-Standort-)Lösung zu sein, was weitere Implikationen mit sich bringen würde. Beim Lesen des Artikels frage ich mich als Bürger, warum diese Konzeptionsvariante nicht schon ein Jahr früher abgeprüft wurde (wurde sie?) beziehungsweise warum seinerzeit anscheinend nicht klar kommuniziert wurde, warum dieser Zwei-Standorte-Vorschlag nicht weiterverfolgt wurde: Das Ergebnis im Kosten-Nutzen-Vergleich der Varianten hätte den mündigen Bürger allemal interessiert!

Aus meiner Sicht kann es daher nur begrüßt werden, dass ein so wertvoller Vorschlag jetzt noch mal auf den Tisch kommt. Bleibt zu hoffen, dass die Sachlage sehr zügig objektiv beurteilt wird – vor allem vor dem Hintergrund, dass die eigentlichen Leidtragenden, die Feuerwehr, auch nicht noch diese Suppe auslöffeln müssen.

25.11.2019 22:16 Uhr Mit Grausen

Zu: „Halloween von Pastell bis Galaxy“, vom 6. November


In diesen Zeiten höchster optischer und akustischer Reizüberflutungen brauchen wir auch diesen Kick, um die Gedankenflucht nicht bei so einem historischen Großereignis wie der Reformation Martin Luthers anhalten zu lassen. Da wendet sich der Mensch mit Grausen? Aber nicht doch! Das Grausen zieht uns an und fällt natürlich auf besonders fruchtbaren Boden im Land der „German Angst“. Das rein Spielerische im Verkleiden „besonders bei Kindern beliebt und Fantasie fördernd“ wird bei Halloween auf alle Altersgruppen ausgeweitet und, um deftige Horror- und Gruselelemente angereichert, zum umsatzfördernden Event – und das verbürgt ja seinen Erfolg! Leute, haltet mal ein wenig die Luft an und erfreut euch an den herrlichen Farben des Herbstes draußen in der Natur.

25.11.2019 22:13 Uhr Werden Fehler vertuscht?

Zu: „Was gehört in die Öffentlichkeit“, vom 14. November

Nun ist es aber eine Selbstverständlichkeit, diese Fehler aufzuarbeiten, um hieraus möglichst zu lernen. Auch wenn ich oft die Ansichten der Kreistagsabgeordneten Ursula Körtner nicht teile, erwarte ich zu ihren Fragen sachliche und ehrliche Antworten. Wenn sie die Frage stellt, ob Mitarbeiter des Jugendamtes Hameln-Pyrmont gelogen haben, kann ich diese Frage mit Belegen und Fakten verneinen – oder ich muss zugeben, dass ich gelogen habe.

Ich verstehe auch nicht die große Aufregung der Beschuldigten, wenn ich ein gutes und reines Gewissen habe und die Anschuldigungen entkräften kann. Der ehemalige oberste Dienstherr des Jugendamtes, Landrat Tjark Bartels, war dieser Dimension des Falles Lügde nicht gewachsen. Er hatte als eine der ersten Maßnahmen nach dem Bekanntwerden der massenhaften Kinderschändung den Leiter des Jugendamtes strafversetzt. Weil dieser als Vorgesetzter seine Mitarbeiter nicht ausreichend angeleitet hat? Oder war er das erste „Bauernopfer“? Ich vermisse die Ebene der Dezernenten und Fachbereichsleiter. Welche Schuld haben sie, dass es zu den schlimmen Vorfällen auf dem Campingplatz kam? Haben sie die Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter/innen nicht ausreichend geprüft? Wo sind die Vermerke und schriftlichen Aufzeichnungen zu diesem Vorfall? Wurde hier oberflächlich oder gar schlampig von den Fachkräften gearbeitet oder geprüft? Des Weiteren kann ich auch nicht verstehen, warum die Akten und Unterlagen, welche das Jugendamt Hameln-Pyrmont dem Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen zur Aufarbeitung geschickt hat, teilweise geschwärzt wurden. Alle Behördenmitarbeiter und Politiker sind zur Verschwiegenheit und Vertraulichkeit verpflichtet. Deshalb kann hier auch nicht das Argument des Datenschutzes zum Tragen kommen. Oder sollen mit dieser Vorgehensweise die Versäumnisse und Fehler einzelner Mitarbeiter vertuscht und übertüncht werden?

Ich glaube, bei einer ehrlichen und offenen Aufarbeitung werden noch viele Versäumnisse einzelner Personen ans Tageslicht kommen. Dann müssen aber auch nachvollziehbare Konsequenzen für die Schuldigen erfolgen und keine Halbwahrheiten oder Vertuschungsversuche im Raum stehen bleiben. Denn sonst ist es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Fall von Kindesmissbrauch beim Fehlverhalten der zuständigen Behörden und deren Mitarbeiter uns alle fassungslos und wütend werden lässt und die betroffenen Verantwortlichen sich wieder nur wegducken und die Schuld bei Anderen sehen.

25.11.2019 22:10 Uhr Europa muss zusammenstehen

Zu: „Nicht ohne die Amerikaner“, vom 7. November


Die europäischen Nachbarn, Partner und oft als „Freunde“ apostrophierten Europäer waren da sehr skeptisch und eher abwartend, was für ein neues Deutschland da heranwüchse und die europäische Machtverteilung verändern könnte.

Im Gegensatz zu US-Präsident George Bush sen. ist sein Parteikollege Donald Trump nicht der Garant des Friedens, weder diesseits noch jenseits des Nordatlantiks. Das soll nicht als der Anfang vom Ende der Nato bewertet werden. Doch es heißt bei sich ändernden Verhältnissen in der transatlantischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sich daran zu erinnern, dass Europa in der Lage sein sollte, sich selbst zu verteidigen. Das ist weder mit Sonntagsreden noch zu Schleuderpreisen zu erreichen. So ist es nur an der Zeit, sich angesichts der Spannungen im Verhältnis zu Russland wieder um die Landes- und Bündnisverteidigung zu kümmern. Und es muss das Vereinigte Königreich sehr aktiv einbezogen werden. Brexit hin, Brexit her: Das sind zwei Paar Stiefel. Und es ist auch für Deutschland an der Zeit, sich des zuweilen besonders innigen Verhältnisses mit Frankreich zu erinnern und beide Nationen als „Lokomotiven für Europa“ aufs Gleis zu stellen. Das gilt auch für die Sicherheit und Verteidigung Europas.

25.11.2019 22:07 Uhr Tolles Zeichen

Zu: „Preishammer für Bahnpendler“, vom 7. November


Finanziere ich jetzt damit die 6000 Euro, die man beim Kauf eines Autos bekommt, was in der Herstellung eine verheerende Klimabilanz aufweist? Ein tolles Zeichen an die Tausenden betroffenen Bahnfahrer in den umliegenden Landkreisen. Die Krönung des Ganzen ist allerdings die Untätigkeit der Hameln-Pyrmonter Kreisverwaltung! Ich erwarte, dass umgehend Verhandlungen aufgenommen werden, damit der Beschluss rückgängig gemacht wird. Diesbezüglich geht noch eine Beschwerde an den Landkreis raus. Ich hoffe, damit bleibe ich nicht alleine.

25.11.2019 22:05 Uhr Zur Sicherheit einen Fußgängertunnel

Zu: „Wie sicher wird der neue Kreisel?“, vom 30. Oktober


Es mag sein, dass dieser wegen des größeren Durchmessers noch ganz sinnvoll ist, obwohl dort auch Bedenken bestehen, denn für Fußgänger, die überwiegend Kinder sind, dürfte es nicht ungefährlich sein, diesen zu passieren, da dort auch keine Ampelanlage vorgesehen ist. Die Bemerkung von Fachbereichsleiter Ralf Wilde, dass hier die Eltern in der Pflicht stehen, die Kinder vorzubereiten, ist etwas unpassend, die hätte er sich sparen sollen. In der Mitte des neuen Teilstückes soll ein Schutzstreifen für Fußgänger entstehen, nicht gerade ungefährlich, das kennt man ja von den Überwegen am Kastanienwall und beim Rathaus, da es dort nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Radfahrer, die dort warten müssen, viel zu eng ist.

Es wurde über Tunnel und Brücken nachgedacht, aber warum das eine oder andere nicht infrage kommt, wurde nicht weiter kommentiert. Ein Tunnel wäre wohl das Beste, damit die Schüler sicher zum Busbahnhof gelangen, ohne mit dem Straßenverkehr konfrontiert zu werden. Bei einem Fußgängertunnel sollte man mal darüber nachdenken, ob das nicht eine sinnvolle Lösung wäre, denn wenn man über 30 Millionen Euro für den Um-/Neubau der Schule ausgibt, sollte das für die Sicherheit eine gute Investition sein.

Den zweiten, kleineren Kreisel (Basbergstraße/Einsiedlerbach) sollte man sich eher sparen, denn bei dieser Größe wird es wohl für Busse beziehungsweise Lkw sehr schwierig sein, diesen zu passieren. Wenn Herr Wilde sagt, „Kreisverkehr ist der sicherste Verkehr“, frage ich mich, warum dies bei der Kreuzung Fort Luise verschlafen wurde. Dass die Maßnahme unter Zeitdruck gestanden habe, wie Herr Wilde einräumte, ist auch nicht gerade eine gute Voraussetzung. Eine bessere Planung, vielleicht unter Einbeziehung von Bürgern, wäre in Zukunft wünschenswert.

25.11.2019 21:56 Uhr Viele Fragen

Zu: „Wer zahlt wie viel für den Tourismus?“, vom 10. Oktober

Ist da die Pflege der Promenade mit oder anteilig enthalten? Das ist eine Grünanlage, die auch Bürger nutzen! Sind in dem Tourismusbeitrag Gelder für die Erhaltung des Hallenbades enthalten? Im Winter sind keine Gäste da, und kaum einer der Fremden geht während seines Aufenthaltes weder in ein Hallen- noch in ein Poller Freibad. Was auch besser ist, in Anbetracht des nicht mehr zeitgemäßen Zustandes. Brauchen wir eine Mitgliedschaft in der teuren Solling-Vogler-Region oder ginge Marketing auch günstiger in einem anderen Verband längs der Weser? Was brauchen wir wirklich für den Gast, damit er sich wohlfühlt? Wo ist das beständige Wochenprogramm für Gäste? Warum fehlt eine Zimmervermittlung vor Ort für alle Vermieter, obwohl es eine ständig besetzte Tourist-Information gibt? Und: Warum ist der Tourismusbeitrag in etwa so hoch wie der vom Staatsbad Bad Pyrmont?

25.11.2019 16:19 Uhr Schlicht absurd

Zu: „Krankes Geschichtsverständnis“, vom 7. November

Ich will auf die sachlichen Teile von Herrn Stegemann eingehen. Kölling hat sich weit stärker nationalsozialistisch engagiert, als er musste. Natürlich durfte kein Lehrer offen von der „Linie“ abweichen, aber keiner war gezwungen, Schulungs- und Presseamtsleiter der NSDAP zu werden und rassistische, antisemitische und kriegsverherrlichende Schriften und Reden zu produzieren.

Dass er „keiner Fliege etwas zuleide getan“ habe, stimmt nur im allerengsten Sinne. Das aufwendige Propaganda- und Schulungssystem der NS-Diktatur war nicht ohne Sinn und Zweck aufgebaut. Propagandisten waren Schreibtischtäter, zumindest Beihelfer. Findet Herr Stegemann wirklich, dass der Rassismus und Antisemitismus der Nationalsozialisten „keiner Fliege etwas zuleide“ getan haben?

Herr Stegemann findet, Kölling werde „in die Nazi-Ecke gestellt“. Er meint natürlich: ungerechtfertigt. Das ist aufgrund der nachgewiesenen Fakten schlicht absurd. Hat Herr Stegemann die Dokumentation überhaupt gelesen? Im Übrigen habe ich nicht gefordert, die „Kölling-Straße“ aufzuheben.

Wenn man meint, seine Bedeutung als Heimatforscher rechtfertige diese (auf Ewigkeit angelegte!) Ehrung trotz seiner NS-Aktivitäten, möge man sie belassen. Ich habe allerdings vorgeschlagen, dies dadurch „auszugleichen“, dass man auch die Seite der Opfer mit einem Straßennamen bedenkt – z. B. für den 1848 ernannten Ratsherrn Nathan Lilienfeld, der sowohl Vorsteher der Oldendorfer Juden als auch der Schaumburger Gesamt-Judenschaft war. Auch fragt es sich, ob es nicht auch in Hessisch Oldendorf möglich wäre – wie in Hameln und Rinteln – sogenannte „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die ermordeten jüdischen Mitbürger zu schaffen?

22.11.2019 21:10 Uhr Gehört zum Leben in der Politik

Zu: „Landrat im Ruhestand“, vom 5. November


Man kann dem Herrn Landrat nur gute Besserung wünschen. Dennoch, wohl zu erkennen, der falsche Mann wurde nicht am richtigen Platz eingesetzt. Und die Zitate jetzt aus den Mündern der den Landrat umgebenden Menschen, wie u. a. „würdigen die politischen Erfolge“ oder „wenn man so einen aktiven Landrat nicht mehr hat“, die Leistungen sind wohl mehr als fraglich. Sind doch nur zu erwähnen das Scheitern in der Administration im Fall Lügde und dem Millionen-Projekt Bückeberg. Nun wird er denen fehlen, die ihn loben, „weil er viel aufgegriffen und als Motor gearbeitet habe“.

Wohl dem, das soziale Gefüge wird dem 50-jährigen Herrn Landrat die Versetzung in den Ruhestand aufgrund von Dienstunfähigkeit das weitere Leben erleichtern.

22.11.2019 21:08 Uhr Die Zeche zahlen Verbraucher

Zu: „Niedersachsen will die Windkraftbranche retten“, vom 13. November

Profitiert haben nur die Hersteller, die Banken, die Fonds und die Verpächter. Die Zeche zahlen – wie üblich – die Verbraucher über den Strompreis (EEG-Umlage) und nun auch die Angestellten der Windenergiefirmen. Im vergangenen Jahr schreckte das Unternehmen mit einem Abbau von mehr als 800 Stellen auf. Hier zeigt sich auch die Doppelmoral der grünen Ökos, die sonst auch immer für soziale Gerechtigkeit und gegen Kapitalismus kämpfen; sie sagten damals nichts.

Politische Fehlentscheidungen und Misswirtschaft haben noch nie zum Erfolg geführt. Das Desaster ist nicht mehr abzuwenden. Drohende Blackouts gehören schon zum regelmäßigen Tagesgeschäft der Stromwirtschaft. Dass ausgerechnet SPD-Umweltminister Olaf Lies, Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik, sich als Retter der Windbranche einbringt, kommt nicht von ungefähr. Hatte er doch schon sein zweites Standbein fast bei der Windlobbybranche platziert.

Ohne die seit 20 Jahren anhaltende massive Subventionierung ist keine dieser Sparten überlebensfähig, der ökologische Nutzen der alternativen Stromerzeugung ist zweifelhaft, da sie naturgemäß starken Schwankungen unterliegt und somit Stromerzeugung und Verbrauch nie im Gleichgewicht halten können wird, um eine gesicherte Stromversorgung zu gewährleisten.

22.11.2019 21:05 Uhr Die Zukunft des Silos bleibt so oder so ungewiss

Zu: „Kontra fürs Energie-Silo“, vom 24. Oktober


Das hat drei Gründe. Mit einer Höhe von über 40 Metern und der prominenten Lage am Hamelner Hafen prägt das Silo III das Hamelner Stadtbild. Es ist ein Teil davon, ob man will oder nicht.

Als relativ junges Beispiel für Industriearchitektur besticht es durch die klare Formensprache und die Reduktion auf das funktional Notwendigste, was z. B. auch für viele Industriebauten im Ruhrgebiet zutrifft. Hameln war Mühlenstandort und braucht Bauwerke, die daran erinnern, auch wenn diese mit einer neuen Aufgabe weiterbestehen. Was den Schutz von Flora und Fauna am Hamelner Hafen anbelangt, müsste eine derartige Form der Umnutzung in jedem Fall mit einem entsprechenden Gutachten zur Umweltverträglichkeit daherkommen, was sicherstellt, dass Schäden an der Tier- und Pflanzenwelt vermieden werden.

Der Vergleich mit dem Kraftwerk Grohnde hinkt allerdings, weil es sich hierbei um eine ganz andere Größenordnung handelt. Die Turbine etwa, die beim Umbau des Silos zum Einsatz kommen würde, hätte lediglich eine Leistung von 230 kW. Somit wäre ein „Miteinander“ von Natur und Technik sicherlich einfacher zu realisieren. Schaut man auf die Kosten, ist es sicherlich richtig, dass ein Abriss weniger zu Buche schlägt als der anvisierte Umbau. Aber: Was ist mit den Kosten, die sich nicht rein monetär bilanzieren lassen, wie etwa CO2 oder der Anteil grauer Energie? Gerade in Zeiten, wo allerorten über Nachhaltigkeit diskutiert wird, müssen auch diese Faktoren miteinbezogen werden. Immerhin würde das Gebäude auch wieder CO2 einsparen, wenn es seinen Betrieb als Energiespeicher aufnimmt. So oder so bleibt die Zukunft des Silos ungewiss. Ich für meinem Teil hoffe, dass sich eine „standesgemäße“ Nachnutzung finden lässt.

19.11.2019 12:42 Uhr Wer bezahlt?

Zu: „Grundrente offenbar auf der Zielgeraden“, 1. November

Oder führen wir einen Soli-Beitrag ein, wegen der Gerechtigkeit: reiche Rentner für arme Rentner? Liebe Genossen und Zugeständnis-CDU, die ihr die GroKo unbedingt erhalten wollt: Die Zwei-Milliarden-Grenze wäre erreicht, die Kosten würden, sukzessive ansteigend, in der Zukunft astronomische Höhen erreichen. Und, ist das jetzt Volksver... – oder sind es Defizite in Mathematik?

19.11.2019 12:40 Uhr Es muss kein Beamter sein

Zu: „Landrat im Ruhestand“, vom 5. November

Unter dem Begriff „hoheitsrechtliche Aufgaben“ kann jeder etwas verstehen. Das sind Aufgaben, die ausschließlich der Staat übernehmen kann (Polizei, Feuerwehr, Gefahrenabwehr etc.). Viele Aufgaben können und werden auch von Tarifbeschäftigten ausgeübt. Da stellt sich die Frage: Kann eine Gemeinde oder ein Landkreis nicht auch von einem Tarifbeschäftigten geführt werden? Meines Erachtens schon. Denn was spricht dagegen?

Große Konzerne werden auch nicht von Beamten geführt. Diese Diskussion über die Abschaffung des Berufsbeamtentums gibt es schon länger. Sie ist machbar, man muss dies nur wollen. Hierfür wäre jedoch eine Verfassungsänderung notwendig. Es müsste jeweils eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag und Bundesrat geben. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages bestehen zu 80 Prozent aus Beamten. Es muss schon viel passieren, bevor unsere Abgeordneten so etwas beschließen.

Umstritten ist auch die Versorgung von Beamten. Stichwort: Wer soll das alles bezahlen? Der niedersächsische Gesetzgeber hat da selbstverständlich vorausgedacht und die Kommunen dazu verpflichtet, Rückstellungen für die Versorgungen von Beamten zu veranschlagen. Dies wird auch fleißig getan. Wer Interesse hat, kann sich einmal den Haushaltsplan seiner Kommune ansehen – und ist hinterher so schlau wie vorher. Aufgepasst! Es wird zwar buchmäßig Geld zurückgestellt, aber dahinter verstecken sich keine liquiden Mittel. Da stellt sich wirklich die Frage: Wer soll das alles bezahlen?

Herr Bartels war Politiker. Die meisten Bürger mögen ihn, manche nicht. Ich kenne ihn nicht, wünsche ihm jedoch gute Besserung und alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg.

19.11.2019 12:37 Uhr Gewalt gegen AfD-Politiker

Zu: „Mehr Mut wagen“, vom 4. November

Zitat: „Gewaltsame Übergriffe – Dutzende Attacken gegen Politiker – AfD am stärksten betroffen. Drei Monate, 31 Körperverletzungen: Politiker wurden zuletzt wiederholt Opfer von Gewalt. In zwei Dritteln der Fälle richteten sich die Übergriffe gegen AfD-Mitglieder.“

Ja, es gibt auch den Linksextremismus. Zum Beispiel auf indymedia.org bekennen sich Linksextreme zu Brandanschlägen und hetzen gegen Polizisten. Nein, man braucht nicht viel Mut, um sich zum linksgrünen Spektrum zu bekennen. Ich glaube, man braucht mehr Mut, sich zur AfD zu bekennen. Deshalb unterstütze ich die Überschrift „Mehr Mut wagen“ – gegen jede Form des Extremismus.

19.11.2019 12:30 Uhr Jungen Leuten zuhören

Zu: „Sorge um das Architekturerbe“, vom 2. Oktober

Es kann nämlich schnell der Eindruck entstehen, der „guten alten Zeit“ nachzuweinen und die Zukunft zu verschlafen. Es wird Zeit, jungen Leuten mehr Gehör zu verschaffen. Sie allein sind Bad Pyrmonts Zukunft. Es ist doch unsinnig, „Rattenlöcher“ zu bewahren. Häufig fallen Besuchern und Kurgästen Dreckecken auf. Ich wohne gerne in Pyrmont, fühle mich hier wohl und finde es schön. Aber die Rattenlöcher und manche maroden Gebäude (Bruchbuden) müssen, wo es rechtlich möglich ist, verschwinden. Man sollte Investoren, auch wenn sie keine Pyrmonter sind, Gelegenheit geben, sich an der Verschönerung unserer Stadt zu beteiligen. Ich schließe mit einem Goethe-Wort: „Denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht.“

19.11.2019 12:28 Uhr Maßlos enttäuscht

Zu: „Bald wird Upnor geöffnet“, vom 23. Oktober

Man müsste nur noch mit weißer Farbe die einzelnen Parkplätze markieren, und jeder wüsste sofort, wie er sein Auto abstellen soll. An- und Abfahrt könnte im Uhrzeigersinn erfolgen. Die schon vorhandene Ampelanlage würde das Einfädeln in die Bundesstraße 83 regeln.

Wie sollen Hamelner, die in der Südstadt, der Nordstadt oder am Klüthang wohnen, dort hinkommen? Sie müssen ihr Auto benutzen. Und wo sollen sie dann parken? Macht man sich über solche Fragen in der Stadtverwaltung keine Gedanken? Die Damen und Herren sind doch für uns im Amt, die Bürger bezahlen ihre Gehälter, dürfen die dann nicht auch erwarten, dass sie in ihren Köpfen denken? Und in ihren Herzen planen und handeln? Ich war selber in einigen Projektgruppen zum Thema „Hameln 2030“ dabei und bin maßlos enttäuscht, wenn ich erleben muss, mit welchen Ergebnissen aufgewartet wird. Schaurig!

Willy Brandt hat mal gesagt: „Wir müssen mehr Demokratie wagen.“ Hier könnte man sagen: „Auf mehr Verantwortungsbereitschaft (der Bürger) bauen.“ Und wie lange soll dieser abscheuliche Name „Upnor“ noch benutzt werden? Es gab sehr schöne Namensvorschläge in den Arbeitsgruppen. Die Stadt könnte zu dem Thema ja mal einen Wettbewerb zur Namensfindung starten. Das wäre schön!

08.11.2019 20:59 Uhr Mutiger Aussage lässt sich folgen

Zu: „Mindestens 50 Prozent Aktien“, vom 25. Oktober

Und das, was unserem Bundesfinanzminister Olaf Scholz hier nachgesagt wird, dass er sein Geld auf dem Spar- oder Girokonto parkt, ist „kalter Kaffee“ und „hintendran“. Bei seinem Ministergehalt und späterer Ministerpension kann er sich natürlich diesen Luxus erlauben.

Dass die Bundesregierung zu wenig für die Vermögensbildung und die Altersversorgung ihrer Bürger tut, ist geradezu sträflich und was sie tut, ist völlig antiquiert und ideenlos. Die CDU „pennt“, die SPD hält die Bürger für „dumm und überfordert“ und schließt damit wohl von sich auf ihre Wähler. Sie verordnet uns das teure „Riestern“ und statt den uns viel zulange aufgezwungenen Soli endlich ganz und sofort zu streichen, wird nur an Symptomen herumgedoktert.

Die Grünen, die uns ständig gängeln wollen, sind auch keine Hilfe. Eigentlich wurden wir Bürger über viele Jahre mit dem Soli von der politischen Führung unseres Landes betrogen und die letzten 10 bis 20 Jahre Solibeitrag müssten uns ehrlicherweise zurückerstattet werden. Das wäre ein echter Investitionsschub für Konsum und Wirtschaft.

Aber von einem Finanzminister, der nur die schwarze Null im Kopf hat, kann man dies nicht erhoffen. Wenn Herr Scholz den Bürgern dann vormacht, das zurückerhaltene Geld auf dem Spar- oder Girokonto zu parken, statt die Bürger dann zu ermutigen und zu helfen, das Geld in die eigene Immobilie oder in Aktien, wie von Vorndran vorgeschlagen, anzulegen, sollten wir, Frau Merkel und die SPD darüber nachdenken, ob wir noch den richtigen Bundesfinanzminister haben.

Mit so einem Vorsitzenden der SPD, wenn es so kommen sollte, kann man auch nichts „reißen“.

Um so erfreulicher ist es, dass die Volksbanken in Zeiten der Null- oder Negativzinspolitik und im Zeichen der modernen Finanzdienstleister (z. B. Wirecard etc.) erkannt haben, dass kreative Lösungen in Sachen Vermögensaufbau „ein Muss“ sind für ihre Kunden.

Wenn die eigene Immobilie bezahlt oder finanziert ist, folge ich der mutigen Aussage des Herrn Vorndran, dass dann verfügbare Geld zu 80 bis 90 Prozent z. Zt. in Aktien anzulegen.

08.11.2019 20:52 Uhr Panikmache ist in diesem Fall übertrieben

Zu: „Rohes Fleisch für Hund und Halter gefährlich“, vom 17. Oktober

1. Wir wissen heute (und Pioniere des ökologischen Landbaus wie Hans-Peter Rusch publizierten es schon seit den 1960er Jahren) um die Bedeutung physiologischer Bakterien sowohl im menschlichen Darm, dem Bodenleben (aerobe und anerobe Bakterien) und im Ganzen lebendiger Systeme. Pathologische Bakterien und Viren können sich dort breit machen, wo die Immunsysteme, egal, an welcher Stelle der Nahrungskette (Boden-Pflanzen-Tiere-Mensch) geschwächt sind, und wir wissen inzwischen auch, dass es leider schon tatsächlich viele komplexe Anzeichen/Indikatoren für diese Schwächungen gibt.

2. In Trockenfutter und gekochtem Fertigfutter sind natürlich auf der stofflichen Ebene so viel gute Stoffe enthalten, dass die Tiere (Katzen und Hunde – leider inzwischen immer mehr auch wild lebende Igel) damit zurechtkommen, aber es fehlt das frische rohe Fleisch, was alle Raubtiere auch unbedingt brauchen, um von kleinauf ein gutes Immunsystem und eine starke Magensäure zu entwickeln. Der Faktor Vitalität ist ja auch nur indirekt zu ermessen. Es ist leider inzwischen normal geworden für gefühlt mindestens 90 Prozent der Tierhalter, auf diese Fertigfutter zurückzugreifen.

3. Meine persönliche Erfahrung: Seit den frühen 80er Jahren habe ich die Kräuterhandbücher von Juiliette de Bairacli-Levy (1912-2009), die Pionierin einer artgerechten natürlichen Tierernährung, gelesen und meine Hunde und Katzen zu ca. 75 Prozent mit rohem Fleisch ernährt, mit besten Erfahrungen bei natürlich reinlichem Umgang mit allem! Deshalb empfinde ich Panikmache diesbezüglich als übertrieben, zumal ich es eigentlich als normal empfinde, Grundkenntnisse der Hygiene und gesunder Ernährung vorauszusetzen – die Fülle der Ratgeber ist unüberschaubar groß –; außerdem untergräbt diese Art der einseitigen Betrachtung das Vertrauen, dass gesunde Ernährung für Menschen und artgerechte Ernährung für Tiere zu größerem Wohlbefinden und besserer Vitalität führen.

So würde ich mich um eine umgekehrte Betrachtung freuen: Artgerechte Ernährung, damit die Immunsysteme der Tiere mit pathologischen Keimen fertig werden und nicht umgekehrt: aus Angst vor Bakterien & Co: die Immunsysteme weiter schwächen durch für Raubtiere nicht gut geeignete gekochte oder getrocknete Ernährung. Und wenn Sie erlebt haben, wie nach langem Spaziergang ein Hund einen rohen Fleischknochen abnagt und dann zufrieden schläft (der Wolf jagt auch erst, frisst dann und schläft), der kann vielleicht nachempfinden, dass dies artgerecht ist.

08.11.2019 20:48 Uhr Tourismusbeitrag – diese Variante ist der komplett falsche Weg

Zu: „Tourismusbeitrag ist ‚total ungerecht‘“, vom 4. November


Im Artikel wird ein Vergleich zwischen den total ungleichen Belastungen für Gastronomie- und Tankstellenbetreibern angestellt und unweigerlich der Eindruck erweckt, Tankstellenbetreiber seien in diesem Fall die großen Gewinner, weil sie bei identischem Umsatz nur rund 15 Prozent dessen abdrücken müssen, was einem Gastwirt abgenommen wird.

Dazu sollte man allerdings im Auge behalten, dass der allergrößte Teil der Tankstellen-Umsätze aus der Kraftstoff-Agentur stammt und dort Margen um 0,01 Euro/Liter die Regel sind, was bei einem Literpreis von 1,40 Euro einer Umsatzrendite von 0,7 Prozent entspricht. Bei 500 000 Euro Kraftstoff-Umsatz ergibt das rund 3500 Euro Rohertrag, und wenn mir als Tankstellenbetreiber davon dann neben allen sonstigen Belastungen auch noch knapp 10 Prozent für so etwas obskures wie einen „Tourismusbeitrag“ abgeflöht werden, dann tut das schon echt weh.

Und niemand wird ernsthaft behaupten wollen, das könne ja locker über durch Touristen veranlasste Mehrumsätze im Shop kompensiert werden. Ganz besonders nicht in Anbetracht der seit eineinhalb Jahren gültigen Sperre der B 83, die diese schlagartig zu einer besseren Sackgasse mutieren, und die Umsätze durch Durchgangskunden übelst zusammenbrechen ließ. Unter diesem Aspekt nun auch noch die Abgabe durch Änderung der Bemessungsgrundlage knapp zu vervierfachen, ist schon arg fragwürdig.

08.11.2019 20:47 Uhr Mit Zivilcourage gegen den eigenen Parteiapparat

Zu: „Die Mauer muss weg“, vom 29. Oktober


Und noch etwas, CDU/CSU sollten der Bevölkerung bei ihrer „Ausschließeritis“ das eigene Fehlverhalten in der eigenen Vergangenheit nicht vorenthalten. Es waren Zentrums- und BVP-Abgeordnete, die 1933 dem Ermächtigungsgesetz Hitlers zugestimmt haben. Und auch Dr. Adenauer hat bis heute ein gehöriges Versagenspaket auf seinen Schultern, weil er nach 1949 potenzielle Nazis in seine Regierung aufnahm.

Weil unsere Presse das Zentrum als Vorläuferpartei der heutigen CDU/CSU nicht thematisiert, weiß das kaum jemand mehr. Nur noch wenige Zeitzeugen können heute darüber berichten. Unterm Strich haben sich in der Vergangenheit Parteien schuldig gemacht, das ist Fakt. Einzig die SPD hat widerstanden! Sozialdemokraten und Kommunisten saßen damals schon in Gefängnissen und KZ. Wer heute noch Mauer und Schießbefehl allein der Partei Die Linke anheftet, der macht sich unglaubwürdig, weil eigenes Versagen sich nicht automatisch durch Verschweigen und Verdrängen auflöst! Wer heute keine Straßenkämpfe auf unseren Straßen haben will, der sollte reden, reden, reden!

Mike Mohring wählt den richtigen Ansatz, wenn er mehr „Beinfreiheit“ gegen widersinnige in Beton gemeißelte Parteitagsbeschlüsse einfordert. Im heutigen Sprachgebrauch würde man das Zivilcourage gegen den eigenen Parteiapparat nennen.

08.11.2019 20:46 Uhr Draht gehört nicht in den Wald

Zu: „Gefangen im Maschendraht“, vom 18. Oktober


Wen wollen sie denn aufmerksam machen auf Drahtrollen und Zäune, wenn sie selbst nicht in der Lage sind, ihn zu entfernen? Nun wollen sie auch noch Helden sein, weil sie die Hirsche befreit haben. Dann wollen sie uns auch noch weißmachen, dass Hirsche mit dem Maschendraht spielen, der gar nicht in den Wald gehört. Unglaublich! Die Jagdpächter haben doch zur Panik der Tiere und zur gefährlichen Situation selbst beigetragen. Ja, erschießen, das wär es noch gewesen. Wir fragen uns oft, warum im Wald so viel Draht wie Schlingen herumliegen und denkt man erst an den Natodraht in Laatzen. Wie im Krieg! Einer schiebt die Schuld wieder auf den anderen. Ein Damhirsch im Jahr als Opfer von Drahtüberresten ist einer zuviel!

07.11.2019 21:12 Uhr Tempolimit als echter Beitrag zum Klimaschutz

Zu: „Bundestag lehnt generelles Fahrverbot ab“, vom 18. Oktober


Man muss die betrügerischen Handlungen der Vergangenheit ja irgendwie überdecken. Und was ist da besser, als ein bereits verschlafenes Segment aufzugreifen und durch innovative Weiterentwicklungen ein „Alleinstellungsmerkmal“ darzustellen.

Das ist die Zukunft! Holla! Bisher ein belächelter Bereich, aber jetzt: Die Zukunft! Nun ja, die Infrastruktur fehlt noch, der Strompreis steigt immer weiter, die Ökobilanz eines E-Autos ist schlicht schlecht. Akkus müssen noch verbessert werden. Ach, und Arbeitsplätze sind gefährdet. Macht alles nichts. Die Zeit verlangt danach. Der Verbraucher noch nicht, aber kommt schon noch. Das muss jetzt! Und mal ehrlich: Wer braucht autonomes Fahren? In einem Land, in dem das Schnellfahren, Drängeln, Rücksichtslosigkeit und das Überschreiten von (Verkehrs-)Regeln kultiviert ist. Wer kauft ein Auto, dass einem jegliche Freiheit abnimmt? Freiheit, die ich meine... Und jetzt könnte mal ein Zeichen gesetzt werden und geschlossen ein echter Beitrag zum Klimaschutz durchgeführt werden, indem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen verabschiedet wird. Eine Begrenzung, die es in dieser oder anderer Form in jedem EU-Land schon gibt. Warum also nicht auch hier bei uns? Weil hier in Deutschland die Autolobby der Politik aufgibt, was mit dem Auto auf unseren Straßen geht und was nicht.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ausland habe ich immer als sehr entspannend wahrgenommen, wobei der Grenzübertritt zurück nach Deutschland dann ein wenig was von Wild West hat. Dem SUV sei Dank, kann ich zumindest wieder erkennen, wer mir gerade in den Kofferraum drängt, weil die vier Kreise oder der Stern jetzt so hoch angebracht sind, dass sie in meinem Fenster gut zu erkennen sind. Danke wenigstens dafür! Warum stolpert man eigentlich jetzt in den Städten immer öfter über achtlos abgelegte Roller? Hauptsache, das passiert mit den E-Autos nicht genauso. Ein Schelm, wer Böses denkt. Und an die Politiker: Lieber da Gas geben, wo auch etwas Sinnvolles dabei herauskommt.

07.11.2019 21:09 Uhr Lieber an Genscher erinnern

Zu: „Kaum klare Bekenntnisse“, vom 9. Oktober


Er war ein großartiger Staatsmann, besuchte auch Hameln und sollte in guter Erinnerung bleiben.

07.11.2019 21:07 Uhr Krankes Geschichtsverständnis

Zu: „Großer Heimatforscher - aber auch Nazi“, vom 22. Oktober


Hier wird etwas konstruiert, was dem Zeitgeist geschuldet ist. Also stellen wir Kölling, der seiner Stadt Hessisch Oldendorf eine 750-jährige Geschichte lebendig vermittelt hat, in die Nazi-Ecke. Börries Freiherr von Münchhausen, ein ganz großer Nazi, hat mit seiner Ballade „Der Letzte des Geschlechts“ Hessisch Oldendorf ein literarisches Denkmal gesetzt. Wie lange es wohl dauern wird, bis die Tafel mit der Ballade, die Stadt und Heimatbund vor dem Münchhausen-Burghof aufgestellt haben, auch zerstört oder die Entfernung gefordert wird? Irgendetwas ist krank an unserem Geschichtsverständnis.

07.11.2019 21:04 Uhr Fehlleistungen

Zu: „Großer Heimatforscher – aber auch Nazi“, vom 22. Oktober


Zudem ist in diesen Publikationen teilweise ein fragwürdiger Umgang mit historischen Quellen nachweisbar, der bis zu kontrafaktischen Darstellungen gehen kann.

Dafür sei im eingrenzenden Rahmen eines Leserbriefs nur dies eine Beispiel angeführt: Cordt Baxmann ist seinerzeit in den Rechnungsbüchern der Stadt Hessisch Oldendorf unter der im 17. Jahrhundert üblichen Amtsbezeichnung „Thurnman“ (Türmer/Turmbläser) geführt worden. Ich habe bereits im Jahr 2000 zu Köllings Fehlleistungen als Heimatforscher u. a. nachgewiesen, dass er Baxmanns historische Amtsbezeichnung „Thurnman“ zu „Tornemann“ verballhornt hatte.

Ob aus intellektuellem Unvermögen oder weil ihm vielleicht aus ideologischen Gründen die historisch korrekte Amtsbezeichnung „Thurnman“ nicht „mittelalterlich-altdeutsch“ genug klang, sei dahingestellt. Und so wurde in der öffentlichen Wahrnehmung aus Baxmann – dank Kölling! – der „Tornemann“. Nur ist dies leider keine philologische Petitesse. Die auf Cordt Baxmann fußende Sage ist das Fundament der Fremdenverkehrswerbung der Stadt Hessisch Oldendorf. Und dieses Fundament ist bis heute durch die Art von Köllings ‚Aufarbeitung‘ des überlieferten Baxmann-Materials kontaminiert. Man schaue sich deren Folgen nur einmal im Internet an.

07.11.2019 21:03 Uhr Tierversuche mit extrem viel Leid und Ängsten verbunden

Zu: „Zahl der Tierversuche gesunken“, vom 28. Oktober
Diese Versuche sind für die Tiere mit extrem viel Leid und Ängsten verbunden.

Eine große Anzahl stirbt während der oder nach den Versuchen. Auch ihre Haltung und der Umgang mit ihnen ist oft brutal und alles andere als tiergerecht. Die meisten Tierversuche sind nicht auf den Menschen übertragbar. Es gibt bereits zahlreiche tierversuchsfreie Testmethoden, z. B. mit menschlichen Zellkulturen, Mikrochips, Computersimulation, die für den Menschen Ergebnisse liefern. Während aber diese sinnvolle tierversuchsfreie Forschung jährlich nur mit durchschnittlich vier Millionen Euro unterstützt wird, werden für Tierversuche Steuergelder von Hunderten von Millionen Euro eingesetzt. Kein Tier müsste mehr für die Forschung leiden, würde diese fortschrittliche, am Menschen orientierte tierversuchsfreie Forschung endlich im Vordergrund stehen. „Ärzte gegen Tierversuche e. V.“ und viele andere Organisationen kämpfen massiv dafür und klären über Tierversuche auf.

07.11.2019 20:57 Uhr Habe kein Verständnis für Blockadehaltung

Zu: „Zusätzliche Güterzüge nerven Anwohner“, vom 30. Oktober


Der im Rathaus immer wieder als „Infrastrukturperle“ bezeichnete Bahnhof mit seinen 52 werktäglichen S-Bahn-Halten, der Direktverbindungen nach Paderborn und Hannover ermöglicht und zu den Hauptverkehrszeiten einen 30-Min-Takt bietet, ist ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil.

Aber dieser Bahnhof wäre nicht das, was er ist, wenn er nicht durch eine leistungsfähige Infrastruktur mit dem restlichen Eisenbahn-Streckennetz verbunden wäre. Die zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn Hannover-Soest bietet wunderbare Voraussetzungen für ein solches Zugangebot. Selbst die Verdichtung zum ganztägigen Halbstundentakt in Emmerthal und Bad Pyrmont im Vorgriff auf den Deutschlandtakt ist ohne weiteren Infrastrukturausbau möglich und bereits fest in der Planung.

Die zeitweise gestreuten Behauptungen, der SPNV würde bei zunehmendem Güterverkehr zurückgehen, sind völlig haltlos (siehe Zielnetz 2030). Die Strecke ist gerade deshalb so gut ausgebaut, weil sie regulär Güterverkehr aufnimmt. Und dabei ist sie keine Gütermagistrale, sondern eine Ausweich- und Entlastungsstrecke für den Güterverkehr zwischen Hannover und Kassel bzw. dem Ruhrgebiet.

Von solchen Voraussetzungen wie in Emmerthal können Fahrgäste aus Coppenbrügge, Voldagsen und Osterwald nur träumen: Hier halten nur 36 Züge am Tag, mehr als ein Stundentakt ist wegen der Streckenkapazität nicht möglich. Die geplante Ausbaumaßnahme würde hier auch für den SPNV viel Luft nach oben schaffen.

Noch nie war der überregionale politische und gesellschaftliche Konsens so eindeutig für eine Stärkung des Schienenverkehrs wie aktuell im Angesicht des Klimawandels. Bis 2030 sollen Fahrgastzahlen verdoppelt und bis 2025 der Elektrifizierungsgrad von derzeit 61 Prozent auf 70 Prozent erhöht werden. Dies bedarf einer erheblichen Kraftanstrengung und ist nur mit mutigem und entschlossenem politischen Handeln möglich, wie die Allianz pro Schiene in einer Pressemitteilung vom 28. Oktober 2019 vorrechnet.

An der Sinnhaftigkeit des von der BI bekämpften Projektes gibt es unter den Verkehrsexperten keinen Zweifel. Ich habe Verständnis für Forderungen nach Lärmschutz oder nach einem Ersatz für den Bahnübergang an der Emmerthaler Hauptstraße, aber ich habe kein Verständnis für diese an der Verkehrsrealität völlig vorbeigehende Blockadehaltung.

Die Deutungshoheit für ein solches Verkehrsprojekt sollte nicht einer BI überlassen werden, die mit Verkehrswende und Verkehrsbedürfnissen (regional über überregional) nichts am Hut hat, sondern ausschließlich eigene Interessen vertritt.

24.10.2019 23:25 Uhr Zu wenig Platz für Lkw

Denn die Autobahnen bieten den benötigten Platz schon lange nicht mehr, den die Lkw brauchen. Selbst kleine Ausweichmöglichkeiten wie der Parkplatz an der L 434 zwischen Rohden und Rehren sowie an der AS Rehren hier ebenfalls die L 434, sind teils schon ab 18 Uhr überfüllt.

Doch gab es einst – so auch im Landkreis Hameln-Pyrmont – Industriegebiete, in denen selbst für die Lkw noch Platz vorhanden war. Da hat niemand gemeckert oder geschrien, dass das Lkw stören. Heute jedoch will jeder die Trucks verschwinden lassen. Wie hirnlos die Leute doch mittlerweile sind, können meine Kollegen und auch ich in keiner Weise nachvollziehen. Denn diejenigen, welche die vielen Halteverbotsschilder und Halteverbote für die Trucks erlassen, müssen mal darüber nachdenken, woher denn das Blech, auf dem die Verbote geklebt sind, kommt. Wer die Lebensmittel, die Auto-Ersatzteile und vieles mehr noch an den Start bringt.

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass eine Bäckerei sich Bahngleise anlegen lässt. Denn dann müsste der Bäcker ja Monate warten auf seine Essenzen und Backzutaten. Oder auch die heimische Dewezet müsste genauso Monate warten, bis die Papierrollen im Lager wären. Ferner könnte diese Zeitung dann nicht mehr gedruckt werden. Aber das wollen die Leute nicht begreifen, genauso wenig wie den Fakt, dass der Lkw Fahrer nur eine begrenzte Lenkzeit und Schichtzeit hat, und diese strengstens kontrolliert wird. Da ist es doch kein Wunder, dass die Zunft ihre Ruheplätze auch außerhalb oder bereits zielnah sucht.

Es ist einmal sinnvoll, die Gesetze zu überarbeiten, damit die HV-Schilder für Lkw über 7,5 Tonnen weniger werden und man hier mehr Platz schafft. Das ist auch in Hameln vielerorts möglich.

24.10.2019 23:24 Uhr Namensgeber sind zu hinterfragen

Ich gehe auf das Problem von Jutta Baum ein, weil diese einen kräftigen „Gegenwind“ mit anderen Anwohnern des „Miegelweges“ in dem sie wohnt, blasen will, sollte dieser aus ethisch-moralischer Sicht der Politik, umbenannt werden. Agnes Miegel war die persönliche literarische Muse Hitlers und sie wurde auch von seinem Führungsstab akzeptiert und geachtet. Partys feiern und das Leben der „Schönen, Reichen und der Politik“ genießen, das war ihr Leben mit Adolf Hitler. Die staatliche Ermordung von Juden, Kranken, Gemeinschaftsfremden? Interessierte sie nicht. Sie war ja keine Politikerin – sondern eine „Muse“. Dann der verlorene Krieg, ihre Flucht, als das „sonnige“ Leben zu Ende ging. Doch die Flucht von Agnes Miegel sah ganz anders aus als die Flucht der vielen Millionen Flüchtlinge, die unter der Kälte, der Rache der Kriegsgewinner, unter Krankheiten litten und starben oder verhungerten, bevor sie den rettenden Westen erreichen konnten. Den gesamten „Treck“ der Flüchtlinge über die Ostsee, das Ertrinken im Meer, der Tod von Kindern, die am Straßenrand liegen gelassen werden mussten, all das Unmenschliche, die Todesangst, erlebte Agnes Miegel gar nicht. Denn die Muse Hitlers hatte Fluchthelfer, mit deren Hilfe sie über Norwegen wohlbehalten in die Westzone gelangen konnte. Und hier in Hameln wird sie als Flüchtling und ostpreußische Dichterin liebevoll aufgenommen, versorgt, erhält eine Rente auf Lebenszeit – und wird geehrt durch eine „oberflächliche“ Politik. Erinnerung verändert sich im Laufe der Zeit, sie wird deutlicher und präziser, sodass es immer Sinn macht, dass Namensgeber gerade aus der NS-Zeit neu zu hinterfragen sind. Und zwar dahingehend, welche Ethik diese für uns heute Lebenden in einer demokratischen, religiösen und multikulturellen Gesellschaft repräsentieren.

24.10.2019 23:22 Uhr Falscher Standort für Feuerwehrhaus

Dieser geplante Standort ist wohl auch einem Entfernungskompromiss zwischen den bestehenden Feuerwehrgerätehäusern in der Grießemer- und der Waldecker Straße geschuldet.

Von Seiten der Politik wird dies nicht ausgesprochen. Wie auch der Kostenaspekt des geplanten Neubaus für unsere hoch verschuldete und unter Kommunalaufsicht stehenden Stadt, wenn überhaupt, nur ein Schattendasein fristet. Die von der Verwaltung und der Politik in den Raum gestellten und geschätzten Zahlen sollen für das Feuerwehrhaus mindestens 6 Millionen Euro, die Neuverlegung des im Bereich des Parkplatzes Gondelteich gelegenen Hauptmischerwasserkanales mindestens zirka 0,8 Millionen Euro, die Neuanlegung von zirka 115 Stellplätzen im Bereich der bisherigen Skaterbahn im Bereich des Stadions als dürftigen Ersatz für die wegfallenden zirka 300 Stellplätze Parkplatz Gondelteich zu mindestens zirka 320 000 Euro somit insgesamt geschätzt mindestens zirka 7,1 Millionen Euro betragen. Das Bodengutachten wegen der Tragfähigkeit des Areals Gondelteich liegt entweder noch nicht vor beziehungsweise wird nicht veröffentlicht. Um möglicherweise überhaupt erst einen tragfähigen Unterbau des Areals zu schaffen, werden weitere Kosten im mindestens sechsstelligen Bereich entstehen. Wenn man die gewohnten Kostensteigerungen bei öffentlichen Investitionen hinzurechnet, wird man sich letztendlich zwischen 11 bis 13 Millionen Euro bewegen. Öffentliche Zuschüsse werden nicht gewährt. Folge wird sein, dass unter anderem die Grundsteuer- und Gewerbesteuerhebesätze wegen der Refinanzierung Spitzenwerte in Niedersachsen erreichen können. Es ist interessant zu beobachten, dass weder das Staatsbad, der Einzelhandelsverband, die Werbegemeinschaft, der Kur- und Verkehrverein und natürlich die DEHOGA, als Vertreterin der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, gegen diese überbordenden Pläne sich öffentlich zu Wort melden. Der Wegfall von zirka 200 Besucherparkplätzen am Gondelteich wird den noch existierenden Einzelhandel, die Gastronomie und den Kultur- und Veranstaltungsbetrieb massiv treffen. Anlässlich des Oktobermarktes am vergangenen Wochenende waren am frühen Sonntagnachmittag, 22. September, auf dem Gondelteich-Parkplatz nur noch zirka 10 Stellplätze nicht belegt.

Nur hinter vorgehaltener Hand äußern viele Mitbürger und auch gerade selbstständige Unternehmer, dass das von der Politik zusammen mit der Verwaltung einvernehmlich beschlossene Projekt Feuerwehrhaus am Gondelteich dem falschen Standort geschuldet ist. Die Feuerwehren sind selbstverständlich einer der wichtigsten Bestandteile der Gesellschaft, Retter in der Not und sollen so gestellt werden, dass sie ihren Aufgaben mit guter Ausstattung und auch mit moralischer Unterstützung nachkommen können. Aber bitte nicht mit einem Feuerwehrhaus am Gondelteich! Stattdessen ist der bereits in die engere Wahl gefasste Standort bei den Stadtwerken an der Südstraße wieder aufzugreifen und zu beplanen.

24.10.2019 23:20 Uhr Unmöglicher Präsident

Gleichzeitig droht Trump der Türkei mit der vollständigen Zerstörung ihrer Wirtschaft, wenn sie nicht so spurt, wie er das will. Kann es sein, dass bei diesem Egomanen der goldene Bettvorleger derart auf die Fontanelle drückt, dass sich in seiner Denk(?)kapsel die Neurotransmitter zwischen den Synapsen verschoben haben?

Merkt denn nach fast dreijähriger Amtszeit, in der dieser völlig abgehobene Präsident die Welt gehörig durcheinander brachte, keiner der amerikanischen Republikaner, was mit ihrem lügenden und intrigierenden Regierungschef los ist? So ein Mann gehört niemals ins höchste Regierungsamt! Um das festzustellen muss man unter anderem nur seine Mimik und Körperhaltung analysieren. Wo er wirklich hingehört, verschweige ich aber, um mir eine Anklage wegen Verunglimpfung zu ersparen, obwohl ich mir als Satiriker auch einiges erlauben kann.

Andererseits: Trump wurde vor knapp drei Jahren mit einer fragwürdigen Mehrheit vom Volk gewählt. Wenn man wirklich glaubt, dass der russische Präsident bei dieser Wahl seine Finger nicht im Spiel hatte, muss man diesen Volksentscheid als demokratisch anerkennen. Das aber sagt eine ganze Menge über das amerikanische Volk aus, wie auch bei anderen Nationalitäten, in denen immer mehr Menschen populistischen Rattenfängern nachlaufen – zu meinem Entsetzen leider auch in Deutschland. Quo vadis, vernunftgelenkte Demokratie?

24.10.2019 23:20 Uhr Geht es um Kapital anstatt ums Klima?

Wie oft haben Sachverständige sich dafür eingesetzt früher aktiv zu werden? Warum müssen immer neue Baugebiete nah am Forst ausgewiesen werden?

Auch machten Bürger ihrem Unmut mehrfach Luft, wie mit unserer grünen Lunge umgegangen wird. Daraufhin ließ die Stadtverwaltung verkünden, dass der Bürger sich damit abzufinden hat, da es sich ja um einen Wirtschaftswald handelt und nicht um ein reines Naherholungsgebiet. Da der Wirtschaftswald mittlerweile ausgezehrt ist und Stürme, Hitze sowie Borkenkäfer ihr Übriges dazu getan haben, ist man auf die ausgefuchste Idee gekommen, soll doch der Bürger die Zeche zahlen. Damit auch jeder einsieht, dass er zahlen muss, schnell noch den Klimawandel als Übeltäter ausgemacht. Da hört die Politik der Stadt Hameln doch schon die Spendenkasse klingeln. Was das schlechte Klimagewissen doch bewirken kann. Wenn Sie wirklich nachhaltig etwas für die Umwelt initiieren wollen und etwas für die nachfolgenden Generationen erwirken wollen, dann führen sie endlich wieder eine Baumschutzsatzung ein, damit nicht überall das Fichtenmoped Hochkonjunktur hat! Führen sie Regelungen ein, damit nicht immer mehr Vorgärten zu Stein- und Betonwüsten umgewandelt werden! Dies wäre angebrachter Aktionismus. Oder geht es hier gar nicht um das Klima, sondern um das Kapital?

14.10.2019 15:03 Uhr Aufs Fahrrad umsteigen

Es braucht mehr als die Bundeskanzlerin, um aus Kohlendioxid saubere Luft zu machen. Die „Friday-for-Future“- Bewegung gibt endlich auch der jüngeren betroffenen Generation die Chance zu mehr Nachhaltigkeit. Die nutzen schon Bus und Bahn, was schon mal sehr löblich ist. Die Tickets für bahnreisende Berufstätige sind ein Gewinn, sobald Arbeitgeber Verspätungen und Ausfälle berücksichtigen. Denn bisher wird aufgrund dieser Tatsache aus einem Zehn-Stunden-Tag für bahnreisende Arbeitnehmer ein täglicher Hoffnungskampf auf bezahlte acht Stunden für ein wenig Freizeit.

Dazu muss man eingestehen, dass sich ein Umstieg auf das Fahrrad bei Kurzstrecken realisieren lässt. Für die Brennstoffzellen in E-Autos wird so viel Wasser benötigt, dass Menschen in Südafrika kaum noch Wasservorräte für ihre Grundversorgung nutzen können. Denn dort wird die in Nutzbarkeit abgasfreie Brennstoffzelle hergestellt – und dafür werden 400 Meter tiefe Wasserquellen aufgebraucht. Da ist die Herstellung alles andere als nachhaltig. Also müssen die künftig ihr Trinkwasser kaufen, da die Wasserquellen versiegen.

Bei der alternativen Energie Windkraft besteht das Problem der Speicherung zur Einspeisung in das Stromnetz nach wie vor. Was genau wird dafür getan? Die Methangase als Verursacher des Treibhauseffektes entstehen nachweislich nicht nur durch die mangelhafte technische Ausrüstung von Deponien, sondern auch durch die Ausscheidungen der Tiere aus der Massentierhaltung. Da ist wohl die einzige Lösung für den Endverbraucher, zukünftig weniger bis kein Fleisch mehr zu essen.

14.10.2019 15:02 Uhr Sträflich

Die Damen und Herren vom Pyrmonter Bauausschuss haben nicht ansatzweise die Kenntnis über die Historie unseres Kurviertels: dass die Hauptallee (älteste Fußgängerzone der Welt) das Herzstück sowie grüne natürliche Klimaanlage des Viertels ist. In Zeiten von Klimaschutz und Luftreinhaltung kann es ja wohl nicht sein, zusätzlich Parkplätze auf die Allee zu bringen. Leider wurde in der Vergangenheit aus Kostengründen die barocke Gestaltung entfernt. Dass privatwirtschaftliche Interessen wichtiger wiegen als das Wohl der Anlieger, sei dahingestellt. Das Kurviertel als Ersatzparkplatz für die Südstraße zu degradieren, ist ohnehin sträflich. Ein Verkehrsgesamtkonzept fehlt seit über 30 Jahren; es ist gerade jetzt, wo Klimaschutz und Klimaneutralität in aller Munde sind, angebracht, mal ein bis zwei Schritte mutig nach vorn zu gehen. Zum Beispiel: zentrales Parkhaus, sicher und hell, Zugang nur für Personen mit Pkw, gute Anbindung an die Stadtbusse und ansonsten wenig bis keine Plätze in der Innenstadt. Danke, dass wenigstens das Denkmalamt versucht, etwas Historie zu erhalten. Pyrmonter werden in der Zukunft ihre Ahnen zu Bankrotteuren erklären.

14.10.2019 15:01 Uhr Mehr Personal

Sehr gut, Herr Buchsteiner, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen: Ohne eine Änderung der Personalpolitik wird sich nichts ändern. Es können nur dort Informationen gesammelt, Pflege und Betreuung geplant und ausgeübt werden, wo einem die Zeit und das Personal zur Verfügung stehen. Wozu ein schöner Garten vor dem neuen Zuhause, wenn man nicht in der Lage ist, ihn zu erreichen? Wofür ein einladender Gruppenraum, wenn keine Betreuungskraft vor Ort ist, die Aktivitäten anbietet? Es muss normal werden, einen schwerstpflegebedürftigen Menschen mit zwei Pflegekräften und dem nötigen Zeitaufwand zu pflegen. Im stationären und ambulanten Bereich! Danke an alle Pflege- und Betreuungskräfte! Ihr seit der Fels in der Brandung!

14.10.2019 15:00 Uhr Ins Grübeln kommen

Ein schönes Bild von streikenden Schülern, die am Schulunterricht nicht teilnehmen und demonstrativ diskutierend auf der Straße sitzen. Die Ursachen des Klimawandels möge man bekämpfen, so lautet die Forderung. Scheinbar unbemerkt oder ignoriert von den demonstrierenden Schülern, verhält sich der Individualverkehr. Folgende Nachrichten gehen völlig unter, zum Beispiel, dass die durchschnittliche Motorenleistung von Neuwagen von Jahr zu Jahr zunimmt. Der technische Fortschritt wird vom Verbraucher dazu benutzt, um das nächststärkere Automodell zu kaufen. Das Interesse an Stadtgeländewagen ist ungebrochen. Nur einiges bleibt gleichbleibend: die Richtgeschwindigkeit auf den Autobahnen und das Desinteresse der politischen Parteien, hier eine Regelung zu finden. Auch der Parteien, die von sich behaupten, besonders das Problem des Klimawandels anzugehen.

Es ist sicherlich eine komische Vorstellung, dass Eltern der streikenden Kinder am Donnerstag ein Auto mit hohem Ausstoß an klimaschädlichen Gasen kaufen und am Freitag deren Kinder wegen der Freisetzung dieser Gase die Schulausbildung vernachlässigen und auf der Straße sitzen. Eine noch komischere Aktion der streikenden Kinder könnte es sein, wenn sie die Zulassungsunterlagen der Autos ihrer Eltern durchgehen und dabei hohe klimaschädigende Abgase finden und als Reaktion in den Hungerstreik treten, ihr Konsumverhalten reduzieren und pflichtbewusst die Schule besuchen.

Denkbar könnte es sein, dass manche Eltern (Verbraucher) und manch ein „verhasster Konzernboss“ über Umwelt- und Pflichtbewusstsein ins Grübeln kommen könnte. Zugegeben, klingt alles sehr witzig, könnte aber Sitzende hochreißen und ganzheitliche, nachhaltige Wirkung zeigen.

14.10.2019 14:58 Uhr Wem nützt es?

Die Autorin hat durchaus wesentliche Punkte der Bürgeranhörung hervorgehoben. Was mir während der Anhörung und auch in den Presseberichten bisher nicht deutlich geworden ist: Welchen Gewinn die Stadt aus der Einrichtung der Anlage ziehen könnte? Ein Investor, der nur verspricht, die Belästigung möglichst niedrig zu halten, der keine Arbeitsplätze schafft, der allenfalls einer sehr kleinen Gruppe, der Jägerschaft, einige Wege abnimmt, dabei aber große Kosten bei der Verkehrsanbindung in der langgestreckten Kurve der Holtenser Landstraße verursacht, scheint mir keine Unterstützung zu verdienen, wenn dabei noch das Naherholungsgebiet „Gröninger Feld“ beschädigt wird.

14.10.2019 14:57 Uhr Verbrennen

Wenn man den Bericht liest, sollte man denken, wie schlecht alles ist. Leider sind die Ausführungen nicht ganz richtig. Im Januar 2018 legte ein Sturm große Teil des Fichtenbestandes flach. Dieses wurde für viele Waldbesitzer zum Desaster, weil keine sofortige Aufarbeitung erfolgte und teilweise das Holz hier in heimischen Wäldern bis zum Herbst lag, was durch den Megasommer 2018 für Käfer ein Fressen war. Statt das Holz zügig aufzuarbeiten, um Schaden vom Wald abzuwenden, wurde hier schön geschlafen. Wieso konnte es dazu kommen? Eine einfache Rechnung: Die Arbeiter wurden durch Maschinen ersetzt, weil diese angeblich effektiver wären; nun kommt man zur Erkenntnis, dass Deutschland weit 10 000 Arbeiter fehlen. Vorreiter war hier mal wieder die staatliche Forstverwaltung. Das einzige, was hier hilft, sind eine scharfe Säge, ein Schäleisen und ein Feuerzeug, um das Käfermaterial zu verbrennen. Wenn uns das Greta verbietet, haben wir ganz verloren. Mit diesen Maßnahmen würden unsere Wälder sicher nicht ganz so schlimm aussehen.

14.10.2019 14:56 Uhr Die Grundrechte gelten auch in der katholischen Kirche

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie möchten in einen Verein oder eine Partei eintreten, weil Ihnen deren Ziele und das inhaltliche Angebot zusagen. Dann erfahren Sie, dass satzungsgemäß festgelegt ist, dass Frauen darin keinerlei leitende Ämter ausüben dürfen. Natürlich dürfen die Frauen zu den Versammlungen gehen, sie dürfen auch das Essen dafür vorbereiten und die Tische decken, selbstverständlich anschließend das Geschirr spülen und alles wieder in Ordnung bringen. Sie dürfen sogar mitdiskutieren, Vereins- oder Parteimitteilungen an die Mitglieder oder die Bevölkerung verteilen – nur haben sie in wichtigen Fragen kein Stimmrecht, selbst wenn diese Fragen sie selbst betreffen. Und das Merkwürdigste: Der Vorsitzende sowie alle Funktionsträger, alle Verantwortungsträger dürfen nicht heiraten. Würden Sie einem solchen Verein, einer solchen Partei beitreten? Ich gehe mal davon aus, dass die meisten solche diskriminierenden Einschränkungen nicht akzeptieren und sich nach einer Alternative umsehen würden. Dieses Verhalten entspräche dem Artikel 3 unseres Grundgesetzes, wo es heißt: „(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Nur: Was sehen und empfinden die 22 Millionen katholische Christen beim Blick auf ihre Kirche? Ist die etwa ein rechtsfreier Raum? Wie ist es möglich, dass sie die Hälfte ihrer Mitglieder von der Wahrnehmung elementarer, durch das Grundgesetz unseres Landes garantierter Rechte ausschließt? Wo ist hier der Staat, der „die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern fördert und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirkt“? Wäre es nicht an der Zeit, „Maria 2.0“ zu einer unbefristeten Aktion zu machen, indem die katholischen Frauen ihr Mitwirken und sogar ihre Präsenz in der Kirche so lange verweigerten, bis ihnen endlich die ihnen zustehende gleichberechtigte Teilhabe am kirchlichen Leben auch wirklich uneingeschränkt zugestanden wird?

Mir scheint, dass die omnipotenten Herren der herrschenden Hälfte der katholischen Kirche nicht fähig oder nicht willens sind, eine andere Sprache zu verstehen. Wir haben das Mittelalter schon seit längerer Zeit verlassen, das dort vorherrschende Denken haben wir (auch theologisch!) spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überwunden, und eigentlich brauchten wir unsere ganzen geistigen und religiösen Energien für die Lösung der Fragen und Probleme des 21. Jahrhunderts – und nicht für die längst überholten Themen vergangener Jahrhunderte! Wir brauchten einen Aufstand für die Durchsetzung der Gleichstellung von Frau und Mann in unserem Land – und die katholische Kirche gehört dazu.

10.10.2019 16:15 Uhr Unsinnig

Es ist äußerst lobenswert, dass die Stadtverwaltung sich in der heutigen Zeit Gedanken über den Hochwasserschutz bei angedachten Neubaugebieten etc. macht. Da stellt sich mir nur die Frage, auf wessen Schreibtisch der Plan entstanden ist, einen Radweg entlang der Weser unterhalb der Fischbecker Landstraße zu bauen; wofür übrigens schon vor geraumer Zeit etliche Anrainer ihre Gartenparzellen aufgeben mussten. Der einzige Weg, einer Überflutung aus dem Weg zu gehen, wäre, den Radweg auf Pfähle zu setzen. Aber diese Geldverschwendung käme dann noch vor den unsinnig platzierten Kreiseln in verkehrsberuhigten Zonen.

10.10.2019 16:14 Uhr Erbärmlicher Anblick

Bad Pyrmont ist ein historisches Kurbad (oder eher gewesen?). Die „Bausünden“ der 70er Jahre sind deutlich zu sehen, angefangen vom Bahnhof im Plattenbaustil bis zu zahlreichen Betonburgen in der Innenstadt. Die Parkplatzidee der Kirchstraße gibt dem Anblick „den Rest“! Diese jahrhundertealte Hauptallee gehört zu den Herzstücken der Kurstadt und sollte es auch bleiben! Beim Spaziergang vom Brunnenplatz, die Hauptallee hinunter, freut man sich gerade über die Alleebäume und die Ansicht der alten Gebäude und wird dann plötzlich mit einer Blechansammlung konfrontiert. Welch ein erbärmlicher Anblick! Viele andere Städte versuchen, ihren wertvollen Grund und Boden der Innenstadt nicht durch Parkplätze zu verschwenden, sondern möchten den Verkehr in der Innenstadt minimieren. Ausgerechnet in unserem vielbeworbenem „Fürstenbad“ will man mehr Parkplätze dort ansiedeln.

10.10.2019 16:13 Uhr Woran das Herz hängt

Den evangelischen Gemeinden mögen „die Mitglieder weglaufen“, aber nicht, „weil die Gottesdienste zu altbacken sind“. So, wie sie sind, sind sie im Wesentlichen schon lange, und doch erinnere ich mich an Zeiten, da musste man früh genug vor 10 Uhr kommen, um einen Sitzplatz zu finden.

„Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“, heißt es bei Martin Luther. Und das Herz hängt immer weniger an dem, der im Gottesdienst in der Mitte steht. Daran ändern „andere Uhrzeiten am Sonntag, mehr Rock- und Soul-Musik“ und was auch immer höchstens kurzzeitig etwas, weil es nichts ändert, woran „das Herz hängt“. Aber muss das so bleiben? Den Tanz ums Goldene Kalb gab es schon vor 3000 Jahren, und irgendwann war er ausgetanzt. Ob das nicht wieder so sein kann? Und wird das nicht sogar geahnt und ist nicht Zeichen dafür, dass die Kirchen – mögen sie auch leerer werden – doch „im Dorfe bleiben“ sollen und sich dafür nicht nur die Noch-Mitglieder, sondern auch Ausgetretene einsetzen. In den neuen Bundesländern werden Kirchen von Einwohnern erhalten, von denen die wenigsten noch dazugehören. Wer weiß, vielleicht könnten sie als „eiserne Ration für die Seele“ noch einmal gut sein. Doch denen, die nicht weglaufen und sogar in „die altbackenen Gottesdienste“ kommen, kann gar nicht genug gedankt werden.

10.10.2019 16:12 Uhr Prüfen lassen

Warum besteht Frau Körtner nicht darauf, die Tonaufnahme von kompetenten Technikern prüfen zu lassen, und zwar unabhängig. Die Aussagen des Ersten Kreisrates sind wohl an Unglaubwürdigkeit nicht zu überbieten.

10.10.2019 16:11 Uhr Parkplätze wären fatal

Pyrmonts Geschichte drückt sich in seiner Stadtmitte auf einzigartige Weise aus. Eine faszinierende Grundstruktur, basierend auf dem historischen Alleen- und Achsensystem, verknüpft Plätze und Promenaden, Parks und Quellen. Ein Ort voller Ambiente, grün-urbaner Atmosphäre, ästhetischer Gestalt und Flair. Eine überragende Rolle nimmt die Hauptallee mit ihrem Umgebungsgrün und ihrer Bausubstanz seit nunmehr 351 Jahren ein. Am Kaiserhof treffen in schönster Weise Gartenkunst und Baukunst aufeinander. Die Rasenfläche südlich des historischen Hotels ist dabei keine beliebige Grünfläche – sie hat als Abstandsgrün eine elementare Aufgabe und ist als Freifläche ein angemessenes Pendant zum Gebäude. Die Einrichtung von Parkplätzen in die Rasenfläche der Hauptallee hinein wäre fatal. Hier gilt es, geschichtliches und kulturelles Erbe zu bewahren und das einzigartige Ambiente zu verteidigen. Im Jahr 2009 wurde über Monate von Planern, Politikern und Pyrmonter Bürgern das städtebauliche Gesamtkonzept entwickelt. Der Plan, an den Rändern des Umgebungsgrüns der Hauptallee Parkplätze einzurichten, wurde ausdrücklich verworfen. Diese Einsicht gilt es erneut abzurufen.

10.10.2019 16:11 Uhr Die Funktionalität des Parlaments steigern

Mehr als 100 Staatsrechtler fordern eine rasche Reform im Bundestag: 709 Abgeordnete entsprechen nicht dem Bundeswahlgesetz. Ja, wo sind denn unsere Abgeordneten bei den Bundestagssitzungen? Häufig sind die Besucherränge besser besetzt als die Plätze unserer Volksvertreter. Sind es die Nebentätigkeiten, die unsere Abgeordneten so sehr in Anspruch nehmen? Spaß beiseite, Ernst aus der Ecke: Die 100 Staatsrechtler haben es jetzt auf den Punkt gebracht: „Die Politiker wollen möglicherweise nicht auf Mandat und Macht verzichten.“ Für diese Einsicht braucht man aber kein Staatsrechtler zu sein: „Wer sägt denn schon den Ast ab, auf dem er sitzt?“ Das ist durchaus menschlich und damit auch verständlich: Jede Bürokratie verselbstständigt sich früher oder später.

Unsere Wirtschaftsunternehmen reagieren demgegenüber drastisch und bauen sehr schnell entsprechend Stellen ab. Nur, wir haben in unserer Demokratie ein Bundeswahlgesetz und die Einhaltung aller Gesetzte sollte meines Erachtens uns allen sehr wichtig sein. Demokratie muss gerade von unseren Volksvertretern vorgelebt werden, oder? In Zeiten einer beginnenden Rezession und Altersarmut passt das nicht mehr. Und nun? Vorschlag meinerseits: paritätische Besetzung des Bundestages aus Frauen und Männern. Aktuell hat der Bundestag nur 218 Frauen. Wie soll das nun passieren? Entweder freiwillig. Respekt, Sigmar Gabriel hat das soeben vorgemacht, oder: „Ene mene bu – und ab bist du.“ Keine Sorge. Die Betroffenen werden nicht gleich Harz IV beantragen müssen oder unter Altersarmut leiden. Dazu werden die entsprechenden Regelungen eingehalten.

Nachdem Wolfgang Schäuble als Bundestagspräsident mit seinem Auftrag zur Bundestagsreform, wie auch sein Amtsvorgänger, in diesem Frühjahr gescheitert ist und hingeschmissen hat, gibt es nun einen Hoffnungsschimmer. Neu versucht sich Thomas Oppermann mit einem Appell an unsere Abgeordneten, sie möchten doch bitte mehr Kompromissbereitschaft zeigen. Eine Einigung muss noch vor Weihnachten erfolgen, wenn sie damit vor dem nächsten Wahltag umgesetzt werden kann. Ziel sollte es sein, die Funktionalität zu steigern, um damit gleichzeitig unnötige Zusatzkosten zu vermeiden. Ebenfalls würde der Bundestag selbst auch jede Menge Kohlendioxid einsparen.

10.10.2019 16:09 Uhr Überfällig

Positiv überrascht habe ich in dem Bericht gelesen, dass sich alle Kommunalpolitiker nun für ein Tempolimit in den Ortsdurchfahrten einsetzen wollen. Lange überfällig ist es ohnehin. Wenn Tempo 30 nun am Landkreis Hameln-Pyrmont scheitern sollte (Verkehrsfluss), stellt sich mir die Frage, warum es der Landkreis Hildesheim schafft, in Burgstemmen eine 30-Zone mit festinstalliertem Blitzer zu genehmigen. Ortsumgehung jetzt!

10.10.2019 16:08 Uhr Mehr Zeit geben

Ich habe der jungen Frau, die sehr engagiert in der Altenpflege arbeitet und sich unbedingt qualifizieren möchte, ein knappes halbes Jahr neben dem Lehrgang zur B2-Prüfung Nachhilfeunterricht gegeben. In einem halben Jahr ist es leider nicht möglich, die deutsche Grammatik perfekt zu beherrschen. Deshalb konnte sie den schriftlichen Teil der Prüfung noch nicht bestehen. Die Ausbildung zur Altenpflegerin dauert drei Jahre. Das ist schon eher ein Zeitraum, in dem man Defizite ausgleichen kann. Aber leider wurde die Finanzierung ja abgelehnt. Da wundere ich mich nicht, dass es schwer ist, Menschen für die Altenpflege zu gewinnen. Der Herr Gesundheitsminister war zur Anwerbung von qualifizierten Pflegekräften nach Mexiko gereist. Möge es gelingen, dort Menschen zu finden, die perfekt Deutsch sprechen und schreiben können.

27.09.2019 18:51 Uhr Abgaswall

Nachdem seine Bäume entfernt worden sind, steht der Wall unbekleidet da. Seine Kastanien schmückten und charakterisierten ihn jahrzehntelang. Nun ist er Wall, nichts als Wall. Sein Name sollte wieder vervollständigt werden. Was könnte den „Wall“ ähnlich erhaben klingen lassen wie „Kastanienwall“? Er ist Wall, wie nie einer war: Mit seiner atemberaubenden Kraft, CO2 in unsere Körper einzulagern. Nennen wir also das Unsichtbare beim Namen, damit der Wall wieder Charakter bekommt! Nennen wir ihn Abgaswall!

27.09.2019 18:48 Uhr Gegendarstellung zum Leserbrief

Uwe Schmiedecke behauptet: „Zum Volkstrauertag 2018 versammelt „Kriegsgräber-Repräsentant“ Helmut Eichmann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seine Schäfchen um sich (Stadt, Politik, Kirche, Gäste von nah und fern) und lässt die gar nicht so ehrenhafte Nazi-Vergangenheit am Ehrenmal mit schönen Reden auferstehen.“

Richtig ist: Gesprochen haben als eindrucksvolle Anklage g e g e n die verheerenden Kriegsfolgen der schlimmen Nazivergangenheit Bürgermeister Blome von der Stadt Bad Pyrmont, Pfarrerin Burkhardt, evangelisch-lutherische Gemeinde Bad Pyrmont, der Vertreter der russischen Delegation, Vladimir Anzukov, Monique Schulz von der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Helmut Eichmann, Vorsitzender Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Bad Pyrmont. Kein Teilnehmer, kein Besucher hat „mit schönen Reden die Nazi-Vergangenheit auferstehen lassen“.

27.09.2019 18:47 Uhr Der Fahrer war es

Man darf doch annehmen, dass ein SUV keineswegs ambitioniert einen Menschen oder Tier tötet. Ist ja kein Lebewesen, sondern ein Ding! Der Fahrer eines SUV hat eine Fußgängerin getötet, tragisch, was jedoch fallgemäß mit jedem beliebigen Fahrzeugtyp ebenfalls so geschehen wäre. Anstatt den Fall aufreißerisch darzustellen, hätte mal wieder eine Diskussion bezüglich regelmäßiger Überprüfung der Reaktionsfähigkeit von Fahrzeuglenkern, gleich welchen Alters, der dann tatsächlich Taten folgen, angeregt werden können!

27.09.2019 18:46 Uhr Zeichen der Zeit immer noch nicht ausreichend verstanden

Haben die Kirchen – in Sonderheit die Evangelische Kirche – den Schuss nicht gehört, oder wollten sie ihn nicht hören? Wie schrieben schon 1967 zwei Studenten in Hamburg auf schwarzem Trauerflor „Unter den Talaren – Muff von tausend Jahren“. Wenn auch dieser provokative Text sich zunächst an die Hochschule, ihre Strukturen und Traditionen richtete, die sich weitgehend immer noch am „Tausendjährigen Reich“ ausrichteten, so konnten sich doch alle Institutionen in der Gesellschaft, in denen es Talare, ähnliche Strukturen und Traditionen gab, angesprochen fühlen! Und wenn Michael B. Berger heute Prof. Gerhard Wegner zitiert, der den Kirchen zu mehr „Mut“ rät und schreibt: „... das muffige Image müsse nicht bleiben“, dann erinnert er indirekt an die Zeit von 1967 ff., als dieser Protestaufruf eine Wende in der gesamten Gesellschaft und im Zeitgeist einleitete. Heute stehen die Kirchen immer noch in Gefahr, die Zeichen der Zeit immer noch nicht ausreichend verstanden zu haben. Es mangelt dringend an einer Studienreform für Pastoren. Eine Anpassung an die heutige Zeit, den Wandel der Werte, kann die Kirche nur mit modern ausgebildeten Pastoren erreichen, nicht aber mit überforderten und im lebenslangen Praxisschock lebenden Pastoren.

Danach folgt in der Prioritätenliste der nötigen Reformen das theologische und kirchliche Know-how, inklusive Veränderungen der Gottesdienste in Zeit, Form und Inhalt. Überhaupt, Kirche sollte ein neues Bild von sich entwerfen, greifbarer in der Symbolik, konkret genug, dem Leben, der Zukunft, dem Erhalt des Planeten zugewandt. Nach den Vorgaben und Reformen Martin Luthers konnte die evangelische Kirche mutiger voranschreiten. Sie kennt keine Dogmen mehr, muss weniger theologischen und kirchlichen Ballast mit sich herumtragen, sie lebt gut ohne einen Vatikan. Was noch fehlt, sind selbstbewusste, ohne Ängste vor der „ewigen Verdammnis“ lebende Christen und Gemeinden. Hier dürfte das neue Lernziel in einer modernen Pastorenausbildung liegen. Denn das alte Leitbild vom „Hirten und der Herde“ ist mindestens missverständlich und für aufgeklärte, in der eigenen persönlichen Entwicklung vorangekommene Menschen emanzipatorisch kaum mehr vermittelbar.

27.09.2019 18:44 Uhr Testkosten ausnahmslos übernehmen

Angesichts von etwa 100 000 Schwangerschaftsabbrüchen pro Jahr in Deutschland – das entspricht zirka 400 pro Arbeitstag, die meisten ohne medizinischen Grund –, an deren Kosten die gesetzliche Krankenversicherung nicht unerheblich beteiligt ist, erscheint es sinnarm, über die Kostenübernahme für die vorgeburtlichen Tests zu diskutieren. Die ausnahmslose Kostenübernahme für die Tests ist aus meiner Sicht geboten. Wenn die Testergebnisse auch nur einige in Erwägung gezogene Schwangerschaftsabbrüche verhindern, ist schon etwas gewonnen. Die Kosten dürften sich in Grenzen halten und – auch gegenüber dem Abtreibungssektor – im sogenannten Peanuts-Bereich liegen.

26.09.2019 00:10 Uhr Gesellschaftspolitische Prozesse mitgestalten

Zu: „,Depressive Grundstimmung‘ in der Kirche“, vom 21. September

Die Kirchen berufen sich auf Jesus Christus und wollen eigentlich ihn als den Lebendigen unter uns Lebenden verkünden, ihn bezeugen. Wie kann das so gelingen, dass die Schöpferkraft Gottes sich wie ein Flächenbrand ausbreitet? Nicht lebenszerstörend, wie ein Holzfeuer, sondern heilend, rettend. Lebensbedrohliche Gefahren sind in klarer Schärfe zu erkennen. Die öffentlichen Medien berichten täglich darüber. Wer ist bereit, im Vertrauen auf Gottes Dienst an uns Menschen, Zeit und Handlung einzubringen, um gesellschaftspolitische Prozesse mitzugestalten? Vor allem ist notwendig, die nachwachsende Generation – alle Babys – in den ersten drei Lebensjahren sicher zu begleiten durch qualifizierte Fachkräfte. Neurobiologen, Heilerzieher, Sonderpädagogen sollen an der Erstellung dieses Programmes beteiligt sein. Der Staat soll Rahmenbedingungen geben und die notwendigen Finanzmittel bereitstellen, die praktische Durchführung jedoch gemeinnützigen Organisationen überlassen, ähnlich der Hospizbewegung. Erwachsene und Heranwachsende sollen gleichzeitig in die Wissensvermittlung und Einübung einbezogen werden.

Alle ökonomischen und politischen Entscheidungen sind an dieses Projekt anzugleichen beziehungsweise seinen Bedürfnissen unterzuordnen! Was könnte mit solch einem Ansatz für Leben in die Kirche einziehen? Die Gottesdienste an Heiligabend sind fast überall überfüllt. Sie sprechen indirekt genau diese Thematik an und deuten auf die Aufgabe: Lasst (mich) Gott in die Welt kommen! Wer ist bereit, an dieser Stelle mit mir weiterzudenken?

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