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Machtkampf im politischen Revier

Wo ist der Skandal?

Landrat Bartels stellt Fragen zur Sicherheit in Grohnde, denkt laut und ziemlich frohlockend über ein früheres Abschalten nach und wähnt sich dabei an der Seite einer großen Mehrheit. Wo ist der Skandal?

veröffentlicht am 16.07.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:23 Uhr

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Man kann anderer Meinung sein. Und wenn man derselben Auffassung ist, kann man sich wenige Jahre nach der spaltenden Atomdebatte einen behutsameren, mehr auf Ausgleich bedachten Stil wünschen. Aber in politischen Statements dieser Güteklasse angestrengt nach einem Dienstvergehen zu suchen, ist ein abenteuerlicher Versuch, Landratsamt und Meinungsfreiheit neu zu erfinden.

Lang und lebhaft hat der Kreistag über den Atomausstieg diskutiert, obwohl es eigentlich um etwas ganz anderes ging. Um die unausgesprochene Frage nämlich, wer politische Deutungshoheit im Landkreis besitzt. Gestandene Kreispolitiker versuchen, einem selbstbewussten Landrat die Grenzen im neuen Revier zu zeigen.

Keine Frage: Es ist wünschenswert, dass sich die Politik nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Allzu oft ist dies der Fall, wenn Spitzenbeamte der Verwaltung ihren Kompetenzvorsprung gegenüber den Ehrenamtlichen ausspielen. Aber man wird sich daran gewöhnen müssen, dass Bartels sein Amt nicht nur verwaltungstechnisch, sondern ausgesprochen politisch versteht. Und das ist für einen Landrat kein Makel.

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