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Kein Freifahrtschein für Ersatz-Pädagogen

Wehret den Anfängen!

Eigentlich ist es eine gute Sache: Unternehmen springen ein, wo in der Schule Nachhilfebedarf besteht. Sie helfen beim Bewerbungsschreiben, geben Einblick in den betrieblichen Ablauf, unterrichten Finanzexpertise. Auf den ersten Blick spricht nichts dagegen. Doch auf den zweiten Blick wird klar: Jedes Unternehmen hat dabei Hintergedanken – vor allem den, das eigene Haus in positives Licht zu rücken. Schule darf aber nicht zu einer Plattform für Werbung werden, sondern zu selbstständigem Denken erziehen. Zudem haben Schüler oft keine Chance, dem Einfluss zu entkommen. Ein kritischer Blick auf die Kooperationen ist notwendig.

veröffentlicht am 17.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN

Unternehmen sollten nur als Impulsgeber dienen und keinesfalls einen Freifahrtschein als Ersatz-Lehrer bekommen. Sonst besteht die Gefahr, dass Informationen einseitig in den Köpfen der Schüler landen. Es ist Aufgabe von Lehrern, Eltern und auch der älteren Schüler selber, dies zu überwachen. Denn in Zeiten knapper Staatskassen und überlasteter Lehrer ist zu befürchten, dass Unternehmen immer häufiger Lücken im Stundenplan füllen. Doch was in den Köpfen der Schüler landet, sollte nicht die Ressourcenknappheit der Bildungspolitik diktieren. Es ist immer noch Aufgabe der Lehrer zu unterrichten. Nicht Aufgabe der Wirtschaft.

a.tiedemann@dewezet.de KOMMENtAR



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