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So einfach geht es nicht

Im Laufe der endlos währenden Debatte um die Hamelner Fußgängerzone haben sich die Positionen verhärtet. Organisierte Gegner und erklärte Befürworter suchen schon lange nicht mehr das Gespräch miteinander, sondern sind nur noch darauf bedacht, ihre Macht zu behaupten. Zwischen den beiden Blöcken stehen die Bürger, die sich weder auf der einen noch auf der anderen Seite wiederfinden. Das Forum hat sie zusammengeführt – und trotzdem ist nichts Greifbares dabei herausgekommen. Wie auch? Haben Rat und Verwaltung allen Ernstes gehofft, 45 Bürger könnten die abgesteckten Fronten aufweichen?

veröffentlicht am 23.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:59 Uhr

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Im Laufe der endlos währenden Debatte um die Hamelner Fußgängerzone haben sich die Positionen verhärtet. Organisierte Gegner und erklärte Befürworter suchen schon lange nicht mehr das Gespräch miteinander, sondern sind nur noch darauf bedacht, ihre Macht zu behaupten. Zwischen den beiden Blöcken stehen die Bürger, die sich weder auf der einen noch auf der anderen Seite wiederfinden. Das Forum hat sie zusammengeführt – und trotzdem ist nichts Greifbares dabei herausgekommen. Wie auch? Haben Rat und Verwaltung allen Ernstes gehofft, 45 Bürger könnten die abgesteckten Fronten aufweichen? Hat der Moderator allen Ernstes daran geglaubt, innerhalb von vier Stunden das Porzellan kitten zu können, das in den Jahren zuvor zerschlagen wurde? So einfach geht es eben doch nicht bei einem Thema mit so vielen Facetten. Und schon gar nicht mit einem Moderator, der merkwürdig desinteressiert wirkte; mit einer Architektin, die ihr Konzept leidenschaftslos präsentierte. Und einem Veranstaltungsablauf, der die Geduld der Anwesenden mit fast drei Stunden Information strapazierte, aber nur eine Stunde Zeit für die Meinungsfindung ließ. Das ist viel zu wenig.

b.niemeyer@dewezet.de



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