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Schwierige Betteltour

Langsam sind wir es leid! Die Geschichte der Weihnachtsbeleuchtung in der Hamelner Innenstadt ist eine unendliche, dauert bereits zehn, 15 Jahre oder sogar noch länger an. Jahr für Jahr sorgen viele Händler in Hamelns guter Stube mit ihrem Scherflein dafür, dass während der Adventszeit in der Altstadt eine heimelige Atmosphäre entsteht, und zwar dank einer festlichen Illumination. Und Jahr für Jahr gibt es Trittbrettfahrer, darunter vor allem Filialisten, die sich einer Beteiligung verweigern, aber trotzdem gerne davon profitieren, dass es rechts und links andere gibt, denen eine weihnachtlich beleuchtete Altstadt etwas wert ist – nicht zuletzt im eigenen Interesse.

veröffentlicht am 05.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:27 Uhr

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Stadtmanager Dennis Andres hat deshalb keinen leichten Stand, wenn er auf Betteltour geht. Schon seine Vorgänger sind vielfach daran gescheitert, den innerstädtischen Handel in seiner Gesamtheit zum Mitmachen zu bewegen. Statt der Drohgebärde, Hameln zur Vorweihnachtszeit künftig eben dunkel zu lassen, sollte Andres aber vielleicht mal den Blick ins nahegelegene Hannover werfen, das – Großstadt hin oder her – vielleicht auch in Hameln als Vorbild dienen könnte: Hier schafft die City-Gemeinschaft gerade das weltweit größte zusammenhängende Beleuchtungskonzept, dessen Kosten sie sich mit der Stadt teilt, 85 sogenannte „Sternenpaten“ inklusive.

Auch in Hannover gibt es Filialisten. Aber vermutlich solche mit etwas mehr Weitblick. Die haben offenbar erkannt, dass der Stern von Bethlehem einst nicht nur den Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe gewiesen hat, sondern dass auch rund 2000 Jahre später ein Stern richtungsweisend sein kann – für die Käuferströme in die Geschäfte.



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