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Wer hätte das gedacht: Schulpolitik aus einem Guss erscheint machbar

Schlechter Tag für Kirchturmdenker

Gibt es einen falschen Zeitpunkt, das Richtige zu tun? Die endlich entflammte Debatte um eine Fusion der Schulträgerschaft beim Landkreis legt bei der CDU seltsame Rückzugslinien frei. Wann denn sonst, wenn nicht vor den millionenschweren Schulinvestitionen in Hameln und Bad Pyrmont, muss diese Weiche gestellt werden? Sollen die Städte die Verantwortung etwa abtreten, nachdem sie gerade Millionen in ihre Schulen gepumpt haben? Nicht auszudenken, welches Delikt die strafrechtsorientierte Terminologie der CDU für eine solche Reihenfolge parat hätte, wenn schon das rechtzeitige Angebot zur finanziellen Entlastung als „Erpressung“ gewertet wird.

veröffentlicht am 18.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:25 Uhr

Frank Werner

Autor:

Frank Werner

Kritikwürdig an der Debatte ist allenfalls, dass sie nicht schon früher geführt wurde. Es ist allerhöchste Zeit, die Verteilungskämpfe zu beenden. Je kleiner die Zahl der Schüler, desto sinnloser und teurer ist die Konkurrenz der Standorte.

Die Mehrheitsgruppe gab gestern ein ermutigendes Beispiel, wie Kirchturmdenker zu zähmen sind. Die spannende Frage ist jedoch, wie salonfähig die Überwindung der Kleinteiligkeit in den Bürgermeister-Wahlkämpfen in Hameln und Bad Pyrmont sein wird. Die Zusammenführung der Schulträgerschaft ist kein Anschlag auf die Selbstverwaltung der Städte, sie sichert vielmehr deren finanzielle Handlungsfähigkeit. Daraus ließe sich auch im Kampf um die Rathäuser ein Argument machen.

Tjark Bartels ist zuzutrauen, dass der große Wurf sogar gelingt. Für gewöhnlich werden einem neuen Landrat 100 Tage gewährt, bevor ein Urteil erlaubt ist. Eine Vorschau sei an dieser Stelle gestattet. Schulpolitisch ist Bartels imposant aus den Startblöcken gekommen.

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