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Schaufenster öffnen!

Hamelns Untergrund gibt seine Geheimnisse preis: Mit jedem Relikt aus der Vergangenheit, auf das die Archäologen stoßen, enthüllt sich ein Stück Stadtgeschichte, werden aufregende Zeitfenster geöffnet. Für kurze Zeit nur. Leider. Denn das, was da freigelegt, vermessen, kartiert, fotografiert und akribisch dokumentiert wird, verschwindet bald wieder unter der Erde.

veröffentlicht am 03.06.2010 um 10:17 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:31 Uhr

Von Karin Rohr

Hamelns Untergrund gibt seine Geheimnisse preis: Mit jedem Relikt aus der Vergangenheit, auf das die Archäologen stoßen, enthüllt sich ein Stück Stadtgeschichte, werden aufregende Zeitfenster geöffnet. Für kurze Zeit nur. Leider. Denn das, was da freigelegt, vermessen, kartiert, fotografiert und akribisch dokumentiert wird, verschwindet bald wieder unter der Erde. Es als Sichtfenster in Hamelns Vergangenheit zu erhalten, ist nicht geplant. Überhaupt dienen diese Baugruben, in denen so viel Stadtgeschichte steckt, ja eigentlich nur der Fußgängerzonensanierung. Alternativpläne gibt es nicht. Auch keinen „Plan B“ für überraschende oder gar sensationelle Funde. Sanierte Fußgängerzonen haben inzwischen viele Städte. Die Rattenfängerstadt könnte etwas Besonderes bieten, wenn sie das Neue mit dem Alten verbindet und durch eine Glasabdeckung den Blick auf Schätze im Untergrund freigibt. Technisch machbar ist das. Eine Attraktion wäre es allemal. Schon jetzt zeigt das gewaltige Interesse der Schaulustigen an diesen Ausgrabungen, wie spannend sie Hamelns Vergangenheit finden. Durch ein Schaufenster auf mittelalterliches Pflaster oder die Überreste eines historischen Brunnens würde überlieferte Geschichte zu anschaulicher Stadtgeschichte. Das ist hochspannend und hochinteressant. Hameln sollte diese Chance nicht verschenken.

k.rohr@dewezet.de KOMMENTAR



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