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Rode im Regen

Von Hans-Joachim Weiß

veröffentlicht am 28.05.2010 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:31 Uhr

Herbert Rode hat angesichts knapper Finanzen ein Ende der Klientelpolitik gefordert, dem Bürger mutig spürbare Einschnitte angekündigt, damit Unbequemes ausgesprochen und offensichtlich in ein Wespennest gestochen. Dass der Sozialdemokrat jetzt von der Mehrheitsgruppe und insbesondere von der eigenen Partei in den Regen gestellt wird, zeigt deutlich, welchen Stellenwert der Bürgermeister, Bauausschussvorsitzende und stellvertretende Leiter des Finanzausschusses tatsächlich hat. Und dass die kritische Meinung Rodes vom eigenen Fraktionschef als Alleinstellungsmerkmal dargestellt wird, ist eine schallende Ohrfeige obendrein. Die Strafe für einen unbequemen Mahner. Und es klingt nach einem „weiter so“. Doch mit dem weiteren Einsparen eher kleiner Beträge, wie es SPD, FDP und Grünen noch immer vorschwebt, ist weder ein Schuldenabbau möglich, noch der Haushalt auszugleichen. Die Gruppe hinkt Rode hinterher. Er wird bestätigt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit.

h.j.weiss@dewezet.de Kommentar



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