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Rat muss Bürger erreichen

Papiertiger?

Vier Jahre Anlaufzeit sind wahrlich lang, um den Bürgern des Landkreises mit Migrationshintergrund eine unabhängige Plattform zumindest in Aussicht zu stellen. Dabei sprechen die nackten Zahlen für sich: Acht Prozent der Kreisbevölkerung sind Ausländer, fast jeder fünfte Bürger in Hameln-Pyrmont hat einen Migrationshintergrund. Höchste Zeit also, diesen Menschen die Möglichkeiten zu geben, sich stärker in die Kommunalpolitik einzubinden.

veröffentlicht am 06.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 21:46 Uhr

Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Sollte der Kreistag der Bildung eines Migrationsrates zustimmen, geht die Arbeit jedoch erst richtig los. Ein Gremium auf dem Papier zu haben, heißt noch längst nicht, dass es funktioniert und die Menschen erreicht, für die es gedacht ist. Wie kann man überhaupt zur Wahl eines Migrationsrates bewegen, wenn selbst die Beteiligung an einer Kommunal- oder Landtagswahl zu wünschen übrig lässt? Und wie sind Frauen aus Kulturkreisen zu erreichen, die eher von Männern dominiert werden? Ist eine Briefwahl überhaupt der richtige Weg? Eine Abstimmung im Wahllokal wäre verlässlicher.

f.neitz@dewezet.de KOMMENtAR

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