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Paket mit schwerem Inhalt

Von Kerstin Hasewinkel
Geld auszugeben für die Sanierung von maroden Gebäuden und damit Infrastrukturmaßnahmen sollte Politikern eigentlich Freude bereiten. Dass die Finanzspritze den Salzhemmendorfern – bei aller auch vorhandener Freude – dennoch Stiche versetzt, hat mehrere Gründe. Denn an der finanziellen Grundsituation der Gemeinde ändert sich nichts; im Gegenteil: Bei der Kreditaufnahme ist die Schmerzgrenze langsam erreicht.

veröffentlicht am 28.04.2009 um 15:36 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:59 Uhr

Von Kerstin Hasewinkel
Geld auszugeben für die Sanierung von maroden Gebäuden und damit Infrastrukturmaßnahmen sollte Politikern eigentlich Freude bereiten. Dass die Finanzspritze den Salzhemmendorfern – bei aller auch vorhandener Freude – dennoch Stiche versetzt, hat mehrere Gründe. Denn an der finanziellen Grundsituation der Gemeinde ändert sich nichts; im Gegenteil: Bei der Kreditaufnahme ist die Schmerzgrenze langsam erreicht. Und niemand kann abschätzen, ob sich nicht noch Folgekosten ergeben. Kommt das Tempo hinzu – das Paket scheint vielen zu schnell geschnürt. Zwar wurde das Thema Hallenbad bereits im Vorfeld beraten – die Meinungsbildung ist aber längst nicht abgeschlossen. Ob jetzt in die Schwimmhalle Geld investiert wird oder nicht – das ist eine der folgenschwersten Fragen für die Zukunft des Fleckens, und sie muss auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit gestellt werden. Die Salzhemmendorfer haben Angst, am Ende wie die Hamelner in die Kritik zu geraten, die Geld aus dem Konjunkturpaket für die „Aufbereitung der Rattenfängersage“ bereitgestellt haben, ohne das Projekt genau zu kennen. Die Sorge ist berechtigt: Bevor das Paket endgültig auf die Reise geschickt wird, sollten die Inhalte wirklich genau bekannt sein – denn dazu wiegen sie zu schwer.

k.hasewinkel@dewezet.de



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