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Noch viel Arbeit

Ohne Zweifel: Politik und Verwaltung in Emmerthal können erleichtert sein, mit einer komfortablen Mehrheit im Gemeinderat die Reform des Bildungswesens einleiten zu können. Bei allen Vorteilen, die sich aus dieser Umstrukturierung ergeben, ist es schließlich ein hochsensibles Thema, da geschätzte und vor Ort wichtige Einrichtungen wie die Grundschule in Grohnde sowie die Kindertagesstätten in Hajen und Esperde, aber auch, wenn nicht von so großen Protesten begleitet, in Hämelschenburg geschlossen werden sollen.

veröffentlicht am 24.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Ohne Zweifel: Politik und Verwaltung in Emmerthal können erleichtert sein, mit einer komfortablen Mehrheit im Gemeinderat die Reform des Bildungswesens einleiten zu können. Bei allen Vorteilen, die sich aus dieser Umstrukturierung ergeben, ist es schließlich ein hochsensibles Thema, da geschätzte und vor Ort wichtige Einrichtungen wie die Grundschule in Grohnde sowie die Kindertagesstätten in Hajen und Esperde, aber auch, wenn nicht von so großen Protesten begleitet, in Hämelschenburg geschlossen werden sollen. Eine kaum umkehrbare Entscheidung, die mit vielen Emotionen verbunden ist – besonders vor diesem Hintergrund sind zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen nahezu als gering einzuschätzen.

Doch: Die Verantwortlichen dürfen bei diesem Abstimmungsergebnis nicht vergessen, dass in den Ortschaften Börry und Grohnde der Widerstand groß war. Die Ortsräte votierten mehrheitlich dagegen, Eltern protestierten. Mit der Ratsentscheidung sind die Bedenken nicht vom Tisch, für die Betroffenen sind die Einschnitte schmerzlich.

Für die Verantwortlichen fängt die Überzeugungsarbeit jetzt erst richtig an, um Gräben wieder zuzuschütten. Die Ankündigungen, alle Beteiligten ins Boot zu holen, um an einem pädagogischen Konzept für die Bildungshäuser mitzuarbeiten, sind hilfreich. Vielleicht entdecken dann einige der Kritiker in der Reform doch noch Vorteile.

c.branahl@dewezet.de



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