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Nicht neu - aber gefährlich

Von Hans-Ulrich Kilian

Kurdirektor Blome kann es nicht mehr hören. Gebetsmühlenartig erzählt er immer wieder, warum das Staatsbad auf Zuweisungen des Landes angewiesen ist. Dass die Unterhaltung der denkmalgeschützten Gebäude, des Kurparks der Heilquellen und der kurörtlichen Infrastruktur sehr viel Geld kostet und dass das Staatsbad, könnte es all das in Rechnung stellen, keine Verluste machen würde. Und da der Diplom-Kaufmann bei der Landesregierung einen guten Ruf hat, hört man ihm stets aufmerksam zu und lobt ihn.

veröffentlicht am 27.05.2009 um 18:56 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:59 Uhr

Von Hans-Ulrich Kilian

Kurdirektor Blome kann es nicht mehr hören. Gebetsmühlenartig erzählt er immer wieder, warum das Staatsbad auf Zuweisungen des Landes angewiesen ist. Dass die Unterhaltung der denkmalgeschützten Gebäude, des Kurparks der Heilquellen und der kurörtlichen Infrastruktur sehr viel Geld kostet und dass das Staatsbad, könnte es all das in Rechnung stellen, keine Verluste machen würde. Und da der Diplom-Kaufmann bei der Landesregierung einen guten Ruf hat, hört man ihm stets aufmerksam zu und lobt ihn.
 Den Landesrechnungshof von dessen kritischer Haltung abzubringen, ist Blome aber nicht gelungen. Die Kritik ist nicht neu, sie kommt aber diesmal zu einem gefährlichen Zeitpunkt. Angesichts von Steuerausfällen des Landes in Milliardenhöhe stellt Finanzminister Möllring alle Ausgaben auf den Prüfstand. Vereint mit einer Neiddebatte der Politik könnte sich daraus eine explosive Gemengelage zum Nachteil von Bad Pyrmont bilden, das finanziell wohl kaum in der Lage wäre, für das Land in die Bresche zu springen.

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