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Hameln droht verlorenes Jahr

Neuanfang vertagt

Vor einigen Wochen hätten politische Insider darauf gewettet, dass Hamelns Oberbürgermeisterin ins Foyer der Staatskanzlei wechselt und zur „Landesbeauftragten“ ernannt wird. Warum sonst hätte sie der Hamelner SPD einen Korb geben und auf die OB-Kandidatur verzichten sollen? Alles passte ins Bild. Doch das Berechenbare an Politik ist ihre Unberechenbarkeit.

veröffentlicht am 11.12.2013 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:25 Uhr

Frank Werner

Ob Lippmann tatsächlich Ambitionen hegte, in der Nomenklatura der Landesregierung aufzusteigen oder ob sie von Anfang an zu jenen kommunalen Größen gehörte, die den mit begrenzten Befugnissen und zweifelhafter Legitimation ausgestatteten Posten dankend ablehnten, bleibt ihr Geheimnis. Und es ist müßig, lange bei dieser Frage zu verweilen, denn für Hameln geht es um etwas ganz anderes. Wann löst sich endlich die Blockade zwischen Rat und Verwaltung? Wann nimmt jemand den Fuß von der Bremse?

Seit gestern steht zu befürchten, dass diese Frage noch einmal vertagt werden muss. Lippmann wird an Einfluss verlieren, je näher das Ende ihrer Amtszeit rückt, die OB wird zur „Lame Duck“, die das Amt nur noch dekorativ bekleidet. Und der im Mai gewählte Neuanfang verharrt bis November in den Startlöchern. Das ist keine Konstellation, die einen politischen Aufbruch verspricht. Hameln droht ein verlorenes Jahr.

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