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Drei aus Hameln-Pyrmont im Bundestag

Nächtlicher Nachrücker

Die große Dame der hiesigen SPD rümpfte schon ein klein wenig die Nase, als bei der Dewezet-Wahlparty in der „Elefantenrunde“ zur Bundestagswahl spekuliert wurde, ob Michael Vietz infolge des besonders guten Bundesergebnisses der Union als dritter Abgeordneter der Region ins Parlament einziehen könnte. Auch der Vorsitzende der CDU in Hameln selbst wollte zu diesem Zeitpunkt kein Fell lebender Bären verteilen und lieber noch abwarten. Vietz musste dann tatsächlich noch bis nach 3 Uhr in der Nacht ausharren, bis er seinen persönlichen Erfolg vermelden konnte – auch wenn der CDU-Kreisvorsitzende Otto Deppmeyer behauptet, das Ergebnis „mit dem kleinen Einmaleins“ schon gegen 23 Uhr ausgerechnet zu haben …

veröffentlicht am 24.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

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Autor:

von thomas thimm

Mit der erfahrenen und gewieften SPD-Abgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller, der nach allen Seiten streitbaren Linken Jutta Krellmann und eben Vietz sitzen nun tatsächlich drei Abgeordnete für den Wahlkreis und die Region im Deutschen Bundestag. Das kann möglicherweise zu einem Vorteil für das Weserbergland werden. Denn so sehr die drei Abgeordneten bei großpolitischen Debatten, wie zum Beispiel beim Mindestlohn inhaltlich auseinander sind, so sehr eint sie auch ihre Verpflichtung gegenüber ihrem Wahlkreis. Sollte es zumindest. Alle drei versprechen, im Sinne der Region zusammenarbeiten zu wollen, das ist ja sonnenklar. Doch wird sich erst im Berliner Polit-Alltag zeigen, wie sehr sich aus den Dreien von CDU, SPD und Linken ein echtes Trio fürs Weserbergland schmieden lässt.

Dabei wird auch wichtig sein, wie deutlich der Neue im Bunde sein politisches Profil schärfen kann. Vietz hat es in der Kommunalpolitik noch nicht allzu häufig geschafft, sich wirkungsvoll mit Themen zu etablieren und eigene Akzente zu setzen. Will Vietz in Berlin wirklich etwas für die heimische Region bewegen, dann wird er genau das ändern und seine Botschaften sehr viel deutlicher rüberbringen müssen – auch wenn es im Vergleich zur Kommunalpolitik ungleich schwieriger ist, sich in Berlin in Szene zu setzen.

Nichtsdestotrotz sollten sich die Menschen von Bad Münder über Holzminden bis nach Uslar freuen, dass sie nun drei Vertreter in Berlin haben. Hameln-Pyrmont profitiert am meisten davon, denn alle drei kommen von hier. Für ländliche Regionen ist das selten in der Republik.

t.thimm@dewezet.de KOMMENtAR



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