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Verwaltung frustriert Bürger

Macht ohne Gespür

Die Stadtverwaltung, genauer das Ordnungsamt, hat Tatsachen geschaffen, die den Anwohnern das Leben ein Stückchen schwerer machen. Das mögen die Mitarbeiter belächeln, aber es entspricht der Lebenswirklichkeit. Sicher, Sicherheit geht vor, und diese ist in diesem Fall Aufgabe der Stadt. Und ja, die Anwohner werden sich abfinden – was sollten sie auch anderes tun? Weiterhin protestieren? Erneut Unterschriften sammeln? Gegen Mitarbeiter der Verwaltung, die sich nicht die Mühe macht, ihre Bürger aktiv einzubeziehen? Mit ihrer Konsequenz ist die Stadt im Recht; sie schützt jene, die durch Zu-schnell-Fahrer gefährdet werden. Doch genau dieses Recht gepaart mit der Befugnis, es ohne Abstimmung durchzusetzen, verpflichtet auch: Dazu, die Mehrzahl der Anwohner – nicht nur die einzelnen Beschwerdeführer –  ernst zu nehmen und ihre Interessen zu berücksichtigen. Vielleicht hätte sich gemeinsam doch eine befriedigendere als die jetzige Lösung finden lassen. Das Mindeste aber wäre gewesen: sich bei den Info-Veranstaltungen blicken zu lassen und persönlich Antworten zu geben. So bleiben wieder einmal Hamelner zurück, die sich frustriert der Macht der Verwaltung beugen müssen.

veröffentlicht am 07.07.2014 um 11:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:23 Uhr



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