weather-image

Kleines Einmaleins

Die Berechnung der Unterrichtsversorgung ist schon immer eine ganz besondere Angelegenheit gewesen. Egal wer in den vergangenen Jahrzehnten in Hannover regiert hat – eines war immer dasselbe: Da gehörte das Schönrechnen der Unterrichtsversorgung schon mal zum Einmaleins von Kultusministern. Und egal ob unter CDU- oder SPD-Verantwortung – die Unterrichtsversorgung liegt offiziell sehr oft nur knapp unter 100 Prozent.

veröffentlicht am 16.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Eltern, die nicht über eine solche besondere Gabe mathematischer Kunst verfügen, dafür aber immer wieder erfahren, dass bei ihren Kindern Unterricht ausfällt, reiben sich da schon verwundert die Augen. Und das umso mehr, seitdem es in den Schulen offiziell sogar Mangelfächer gibt: Latein, Mathematik, Musik und Naturwissenschaften. An den Gymnasien sind Schüler wie Lehrer ohnehin durch das aus falschem politischem Ehrgeiz eingeführte Abitur nach zwölf Jahren arg gebeutelt – wenn dann auch noch ein Fachlehrer mal für mehrere Wochen ausfällt, dann ist der Unterrichtsstoff in manchen Fällen kaum noch zu schaffen. Die Folge: Es gibt Schüler, denen Grundlagen fehlen und die lange Zeit dem Klassenziel hinterherlaufen.

Zu große Klassen, unzureichende Förder- und Fordereinheiten, keine Ersatzbank mit Fachlehrern – das ist die Situation an den Schulen. Eine prozentuale Angabe der Unterrichtsversorgung mag Statistiker glücklich machen. An den Schulen trifft sie nicht den Nerv der täglichen Praxis.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt