weather-image
10°
×

Kein Platz für Alleinherrscher

Die Bürgerliste ist der Verlierer der Kommunalwahl schlechthin. 2006 noch überraschend mit sieben Mandaten in den Hamelner Rat eingezogen, ist der Verein nun auf eine einzige Stimme geschrumpft. Und die gehört ausgerechnet dem Despoten Fritz Rieger. Doch die Zeit der Alleinherrscher ist längst Geschichte, und nach dem aktuellen Wahldesaster wird auch in der Bürgerliste nicht mehr geschwiegen.

veröffentlicht am 15.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:03 Uhr

Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

Autor

Reporter zur Autorenseite

Zu Recht, denn „Fritze“ Rieger hat durch zu viele Alleingänge und öffentlich ausgetragene Scharmützel mit ihm unbequemen Mitgliedern die Bürgerliste sukzessive zerlegt und befindet sich auf dem besten Weg, sie gänzlich vor die Wand zu fahren. Das hat der Wähler jetzt erbarmungslos quittiert.

Der einstige Leitwolf läuft Gefahr, durch Engstirnigkeit und einen gehörigen Schuss Größenwahn sein Lebenswerk dauerhaft zu zerstören. Mahnung sollte ihm sein politischer Ziehvater und späterer Gegner Siebelt Eden sein. Der einstige ostfriesische Dickschädel war bekanntlich vom bewunderten Ortsfürsten in Klein Berkel zu einer tragischen Figur der Kommunalpolitik mutiert. Darunter hatte damals auch der junge Politiker Rieger zu leiden.

Derzeit wird der einzig verbliebene Ratsvertreter der Bürgerliste als Mehrheitsbeschaffer einer schwarz-grünen Koalition gehandelt. Doch Rieger wird sich auf den letzten Metern seiner politischen Karriere ändern müssen. Er wäre gut beraten, „seine“ Bürgerliste in jüngere und demokratische Hände abzugeben. Nur dann bliebe ihm das Schicksal Edens erspart und sein Lebenswerk erhalten. h.j.weiss@dewezet.de

KOMMENTAR



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige