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Kein guter Eindruck

Barack Obama hat es bei seinem Wahlkampf in den USA vorgemacht: Wahlkampf im Internet, „yes we can!“. Und wie sieht’s damit in Deutschland aus? Leider nicht so gut wie in Amerika und ein bisschen halbherzig. Videos bei Youtube scheinen für die meisten Politiker schon modern genug, um junge Wähler anzusprechen. Vernachlässigt werden die Communities, in denen junge Menschen schon ab zehn Jahren viel Zeit verbringen. Politikerprofile bei Netzwerken wie StudiVZ, Facebook oder MySpace sind rar.

veröffentlicht am 08.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

Autor:

Julian Mau

Barack Obama hat es bei seinem Wahlkampf in den USA vorgemacht: Wahlkampf im Internet, „yes we can!“. Und wie sieht’s damit in Deutschland aus? Leider nicht so gut wie in Amerika und ein bisschen halbherzig. Videos bei Youtube scheinen für die meisten Politiker schon modern genug, um junge Wähler anzusprechen. Vernachlässigt werden die Communities, in denen junge Menschen schon ab zehn Jahren viel Zeit verbringen. Politikerprofile bei Netzwerken wie StudiVZ, Facebook oder MySpace sind rar. Sucht man nach heimischen Abgeordneten, wird man nicht fündig, obwohl das Anlegen eines Profils nicht viel Zeit in Anspruch nimmt: Name, Alter, was mag ich, und ein Foto – und schon wäre jeder Politiker mit seinem Profil ein bisschen näher am Neuwähler. Twitter pauschal als Informationsportal für sich auszuschließen, macht auf Jungwähler keinen guten Eindruck. In Zeiten der immer größeren Informationsflut, gilt es zu lernen, politische Standpunkte auch in den begrenzten 140 Zeichen unterzubringen – zumindest, um Wähler erst einmal zu erreichen und sie dann für mehr zu interessieren.

j.mau@dewezet.de

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