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Herr Minister, das musste nicht sein

Mit einem Schlag ist die Soltec-Messe in Hameln zum Politikum geworden: Die Grünen boykottieren den Messeauftakt – und geben ihrem Protest gegen Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander eine neue Qualität. Sanders Politik stinkt der Umweltpartei schon lange und gewaltig – im Landtag sind die Grünen und der FDP-Mann schon öfter aneinandergerasselt. Tatsächlich fragen sich nicht nur Grüne, wie ausgerechnet ein Mann wie Sander im Kabinett Wulff Umweltminister werden – und was noch schlimmer ist, bleiben konnte.

veröffentlicht am 02.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

02. September 2009 19:00 Uhr

Thomas Thimm
Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Mit einem Schlag ist die Soltec-Messe in Hameln zum Politikum geworden: Die Grünen boykottieren den Messeauftakt – und geben ihrem Protest gegen Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander eine neue Qualität. Sanders Politik stinkt der Umweltpartei schon lange und gewaltig – im Landtag sind die Grünen und der FDP-Mann schon öfter aneinandergerasselt. Tatsächlich fragen sich nicht nur Grüne, wie ausgerechnet ein Mann wie Sander im Kabinett Wulff Umweltminister werden – und was noch schlimmer ist, bleiben konnte.

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Mit einem Schlag ist die Soltec-Messe in Hameln zum Politikum geworden: Die Grünen boykottieren den Messeauftakt – und geben ihrem Protest gegen Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander eine neue Qualität. Sanders Politik stinkt der Umweltpartei schon lange und gewaltig – im Landtag sind die Grünen und der FDP-Mann schon öfter aneinandergerasselt. Tatsächlich fragen sich nicht nur Grüne, wie ausgerechnet ein Mann wie Sander im Kabinett Wulff Umweltminister werden – und was noch schlimmer ist, bleiben konnte. So ist Sander erkennbar kein großer Freund erneuerbarer Energien, stattdessen lässt sich der Minister schon mal von der Atomlobby vor den Karren spannen.

Auch deshalb ist die Soltec hinter den Kulissen schon länger ein Politikum. Die Grünen offenbaren dies nun, indem sie die Soltec ins Rampenlicht zerren. Das Umweltministerium hatte darauf bestanden, dass ein ausgewiesener Fachmann der Solarbranche nicht zur Messeeröffnung nach Hameln kommt. Der Vizepräsident von Euro-Solar war aus politischen Gründen plötzlich nicht mehr willkommen. Dass diese Ausladung darin ihren Grund hat, dass Hans-Josef Fell auch ein Bundestagsabgeordneter der Grünen ist, darf angenommen werden.

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Unglücklich ist die Sache für den Messeveranstalter. Fell war eingeladen worden, weil er etwas zum Thema zu sagen hat und seine Meinung in Fachkreisen gehört wird. Es hätte einer großen Portion Rückgrat bedurft, die Bedingungen des Umweltministers zurückzuweisen. Die Soltec hätte das in jedem Fall verdient gehabt. Den Schwarzen Peter hat aber Minister Sander.

t.thimm@dewezet.de



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