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Gedämpfter Applaus

Mit ihrer Sparpolitik ist die Mehrheitsgruppe auf dem richtigen Weg. Nur so hat Hameln eine Chance, handlungsfähig zu bleiben. Und doch fällt der Applaus gedämpft aus. Denn was von den ambitionierten Plänen am Ende übrig blieb, ist überschaubar.

veröffentlicht am 21.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Immerhin, ein externes Controlling der Verwaltung soll es geben, davon kann man sich einiges versprechen. Aber braucht man es, um zu erkennen, dass die Stadt in vielen Bereichen gemeinsame Sache mit dem Landkreis machen muss?

Mit der Zusammenführung der Rechnungsprüfungsämter wäre der Anfang gemacht, doch das ist nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Warum zum Beispiel gibt es nach dem IGS-Debakel keine Debatte über eine gemeinsame Schulträgerschaft? Die würde die Stadt spürbarer entlasten.

Keine Frage, verglichen mit der jahrelangen Besitzstandswahrung hat der Rat Fortschritte gemacht. Aber die Schrittweite kann man sich schon noch etwas größer vorstellen.

Von den Bädern bis zum Betriebshof hat die Mehrheitsgruppe ihre guten Ansätze wieder aufgeweicht. Angst vor der eigenen Courage? Die Gruppe wäre gut beraten, ihre Mehrheit selbstbewusster zu nutzen und Widerstände auszuhalten. Denn die Vorstellung, man könne radikal umsteuern und zugleich nach allen Seiten konsensfähig bleiben, ist so faszinierend wie falsch. Zumindest, wenn die Zeit gegen die Reformer arbeitet.



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