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Frage der Glaubwürdigkeit

Steuererhöhungen, Stellenstreichungen, Zuschusskürzungen an allen Ecken und Enden – nie zuvor gab es in Bad Münder derart radikale Sparpläne. Aus gutem Grund: Die Stadt steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Bürgermeisterin Silvia Nieber hat mit Recht darauf hingewiesen, dass es keine heiligen Kühe mehr geben, nichts und niemand ausgenommen werden darf.

veröffentlicht am 16.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:36 Uhr

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Auch nicht die Politik! Wenn sie den Bürgern neue Belastungen zumutet, und auch die Verwaltung Federn lassen muss, dürfen die Kommunalparlamentarier nicht kneifen. Die Stunde der Wahrheit ist gekommen: Wie ernst ist es ihnen wirklich mit dem Sparen, wenn es um die eigenen Pfründe geht?

Symbolische Beiträge reichen nicht aus – an der Abschaffung der teuren Ortsräte führt kein Weg vorbei. Andere Städte, auch solche, die es sich im Gegensatz zu Bad Münder noch leisten könnten, zeigen schon seit Jahren, dass die Demokratie nicht untergeht, wenn Ortsvorsteher die Interessen der Gemeindeteile vertreten.

Es geht um Geld und um Glaubwürdigkeit. Wenn die Ratsmitglieder sich jetzt selbst verschonen, darf sich niemand mehr über Politikverdrossenheit wundern.



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