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Etwas mehr Transparenz, bitte!

Wir Deutschen sind bekanntlich Weltmeister im Müllsortieren. Und das ist erstmal gut so! Denn wer Urlaub in den südlichen Ländern Europas macht, kann sich mühelos davon überzeugen, wie dort nach wie vor Abfälle aller Art und selbst alte Schrottautos die Landschaft verschandeln.

veröffentlicht am 29.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

Autor:

Christa Koch

Dass das System „Gelber Sack“ trotz nicht zu leugnender Fehlwürfe weitgehend funktioniert, ist aber nicht allein der Aufgeklärtheit des Bürgers zu verdanken. Oder aber der Transparenz dieses Systems. Die nämlich lässt zu wünschen übrig. Oder wie sonst wäre es zu erklären, dass Blumentöpfe aus Plastik in besagten Sack gehören, sofern der Inhalt ausgepflanzt wird, dass diese Art Entsorgung aber immer dann tabu ist, wenn es sich um Zierpflanzen fürs Haus handelt?

Zu vermuten: Allein ein gewisses Obrigkeitsdenken führt dazu, dass die allermeisten doch richtig trennen. Und sogar – man höre und staune! – in vorauseilendem Gehorsam die wertvolle Ressource Wasser zum Becherspülen verschwenden, obwohl das gar nicht angesagt ist. Andererseits: Wer seinen Abfall richtig trennt, hilft der Umwelt und sich selbst, denn er hält nicht zuletzt auch die Gebühren für den Restmüll niedrig.

Gerade Bewohner von Mehrfamilienhäusern, wo oft der eine trennt und der andere einfach getreu dem Motto „Nach mir die Sintflut“ entsorgt, können ein Lied davon singen, wenn sie für die Nachlässigkeit ihrer Nachbarn zur Kasse gebeten werden. Bleibt nur zu wünschen, dass die Verpackungsindustrie dem Verbraucher weiterhilft – und zwar mit einer ganz und gar unmissverständlichen Kennzeichnung.

c.koch@dewezet.de

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