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Ein genialer Schachzug

Die Krise ist im Landkreis angekommen, ein Ende der Auswirkungen noch nicht in Sicht. Es kann sogar noch schlimmer kommen. Kreiskämmerer Carsten Vetter hat die Zeichen der Zeit erkannt, stemmt sich mutig dem aufkommenden Sturm, der noch zum Orkan werden kann, entgegen. Das ist aller Ehren wert. Vetter lamentiert nicht, sondern sagt als Wahlbeamter mutig seine Meinung, nimmt in Kauf, sich unbeliebt zu machen und spart sogar den eigenen Arbeitgeber, die Kreisverwaltung, nicht aus. Das verdient größten Respekt, schreit nach Nachahmern.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Hans-Joachim Weiß Reporter zur Autorenseite

Die Krise ist im Landkreis angekommen, ein Ende der Auswirkungen noch nicht in Sicht. Es kann sogar noch schlimmer kommen. Kreiskämmerer Carsten Vetter hat die Zeichen der Zeit erkannt, stemmt sich mutig dem aufkommenden Sturm, der noch zum Orkan werden kann, entgegen. Das ist aller Ehren wert. Vetter lamentiert nicht, sondern sagt als Wahlbeamter mutig seine Meinung, nimmt in Kauf, sich unbeliebt zu machen und spart sogar den eigenen Arbeitgeber, die Kreisverwaltung, nicht aus. Das verdient größten Respekt, schreit nach Nachahmern. Alles, was Vetter in seine Streichliste aufgenommen hat, ist nachvollziehbar und kann nur ein Anfang sein. Denn ausgespart hat Vetter bislang eine zumutbare Verkleinerung des Kreistages, den Verkauf von Beteiligungen oder die Durchforstung sämtlicher sozialer Leistungen. Nun sind die Parteien am Zug, den politisch neutralen Vorschlägen zu folgen. Den Politikern Hausaufgaben zu geben, ist ein genialer Schachzug des Kämmerers, denn ein „weiter so“ und ein Kürzen einzelner Posten um wenige Euros ist nun nicht mehr möglich. Jetzt sind unpopuläre Beschlüsse gefordert, will die Politik glaubhaft bleiben.

h.j.weiss@dewezet.de



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