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Ein Abschied für immer

Stell dir vor, es ist Soltec, und keiner geht hin – was US-Schriftsteller Carl Sandburg einst dem Krieg gewidmet hat, lässt sich leicht auf die Hamelner Solarmesse übertragen. 16 000 Besucher und über 150 Aussteller auf dem Höhepunkt der Veranstaltung, gerade noch 2500 Interessierte in diesem Jahr und die Zahl der Präsentierenden gedrittelt. Und das Ganze gefördert mit 18 754 Steuer-Euros aus leerer Stadtkasse. Wer eine solche Messe angesichts eines 22-Millionen-Defizites noch aus nicht vorhandenen Bordmitteln unterstützt, handelt am Bedarf des Bürgers vorbei und unverantwortlich.

veröffentlicht am 31.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:36 Uhr

Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Deshalb zieht Susanne Lippmann zum rechten Zeitpunkt die Reißleine. Wenn die Politik heute der Oberbürgermeisterin folgt, sollte aber auch klar sein, dass das den Abschied der Soltec einläutet; einer Veranstaltung, die ihren Zenit längst überschritten hat. Mit Solarenergie lässt sich in Zeiten der Energiewende und des Energiemixes kein Mensch mehr locken. Soltec und Hameln – dieser Drops ist gelutscht. Jetzt die Berliner „expotec“ als Alleinschuldigen des Scheiterns festzumachen, wird der Sache jedoch nicht gerecht. Viel zu lange ist an alten Konzepten festgehalten worden.



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