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Faktencheck spricht für das Schulkonzept

Die gute Nachricht

Das böse Wort „Neubau“ – plötzlich stand es wieder im Mittelpunkt einer Debatte, die wie so oft zuvor verbal zu entgleisen drohte. Verständlich, dass über Schulschließungen nicht emotionslos diskutiert werden kann. Der Kampf um den Erhalt der eigenen Schule vor Ort ist nachvollziehbar. Auch, dass Eltern Planungssicherheit wünschen.

veröffentlicht am 07.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

Kerstin Hasewinkel

Autor

Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite

Während in anderen Städten oder Gemeinden Entscheidungen noch getroffen werden müssen, gibt es in Salzhemmendorf aber bereits einen Ratsbeschluss: Drei von vier Schulen müssen geschlossen werden. Niemand ist darüber glücklich. Doch der Politik blieb kaum eine andere Wahl. Das belegt das Gutachten der unabhängig tätigen Niedersächsischen Landgesellschaft nur allzu deutlich.

Richtig ist – Grundlage für den Auftrag war das bereits beschlossene Grundschulentwicklungskonzept. Vorgabe war, zu prüfen, ob an der Grundschule Salzhemmendorf als der künftigen zentralen Schule ein Um- oder Anbau erfolgen müsse. Ergebnis: Es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Das ist für die finanzschwache Gemeinde zunächst einmal eine gute Nachricht. Bereits heute von der Politik eine Entscheidung zu fordern, die erst in zig Jahren greifen könnte, ist irrwitzig.

Nach wie vor wird das Schulkonzept von mancher Seite torpediert, wollen die Oldendorfer nicht loslassen. Im Bemühen um die beste Lösung für die Kinder könnte hier ein Faktencheck weiterhelfen: Die Schule im Kernort ist gut zu erreichen. Wäre die alleinige Schule in Oldendorf, müsste auch dort angebaut werden. Die Schule im Saaletal bleibt solange bestehen, wie die Zweizügigkeit gewährleistet ist. Niemand weiß heute, wann Oldendorf tatsächlich geschlossen werden muss. Für diesen Fall gibt es bereits eine Idee für die Nachfolgenutzung: die Kooperation der Feuerwehren unter dem Dach des Schulgebäudes nach Thüster Erfolgsmodell. So könnte am Ende sogar Geld eingespart werden.

Der alles entscheidende Fakt: Die Schülerzahlen werden weiterhin abnehmen. Mit Stand Ende Mai hat es in der Gemeinde in diesem Jahr bisher insgesamt zwölf Geburten gegeben.

k.hasewinkel@dewezet.de KOMMENtAR

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