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Der alte Mann und das Mehr

Er war zweifelsfrei viele Jahre eine Galionsfigur der Kommunalpolitik. Doch nun ist Fritz Rieger auf dem besten Weg, zu einer tragischen Figur zu werden, denn der inzwischen 73-Jährige kann nicht loslassen. Im Gegenteil: Er erwägt sogar eine neuerliche Kandidatur, wenn die Hamelner 2016 zum nächsten Urnengang aufgerufen sind, um einen neuen Rat zu wählen. Rieger wäre dann mindestens 77 Jahre alt.

veröffentlicht am 23.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:36 Uhr

Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Mit seiner politischen Heimat, die die Bürgerliste für viele Jahre war, hat Rieger auch sein politisches Gespür verloren. Statt in Würde abzutreten und das Feld Jüngeren zu überlassen, will er weiter mitmischen, will er immer noch mehr. Nämlich Mitbestimmung und Macht. Wenn schon nicht mehr in der Bürgerliste, dann bei den Grünen oder in der CDU. Aber wer Rieger nimmt, holt sich auch Ärger ins Haus. Zu unstet, zu unberechenbar ist der „alte Mann“ inzwischen in seiner politischen Arbeit geworden. Bei den Christdemokraten indes steht die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, sollten sie Rieger tatsächlich ins (Partei-)Boot holen. Zum Nulltarif wird er auch als Gestrauchelter nicht zu bekommen sein. Ihm geht es um Posten und Pöstchen. Das ist einziger und trauriger Grund seiner Neuorientierung.



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