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Das Dilemma der CDU

Dankeschön, CDU! Endlich wird die Politik um Posten nicht mehr von alten Haudegen in dunklen Hinterzimmern vorbereitet und erledigt. Die Basis hat nunmehr tatsächlich das Sagen. Erfrischend ist auch, dass mit Matthias Koch ein junger Mann an die Spitze der Kreis-CDU strebt. Die christliche Union könnte sich mit ihm ein junges, dynamisches Image geben – müsste dafür aber den alten Platzhirschen Otto Deppmeyer vor den Kopf stoßen. Die CDU hat die Wahl: Alt oder jung, erfahren oder aufstrebend, satt oder hungrig.

veröffentlicht am 21.04.2010 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:32 Uhr

Das Votum der CDU in Emmerthal sowie in Aerzen bedeutet noch keine Entscheidung. Deshalb dürfte es noch sehr spannend werden, ob einer der beiden Bewerber freiwillig das Feld räumt oder ob es im Mai zur Kampfabstimmung kommt.

Die CDU muss sich bei alledem fragen, ob Koch wirklich der neue Kopf sein soll: Er polarisiert anstatt zu vereinen, er provoziert statt auszugleichen. Was die CDU aber braucht, ist ein starker Kopf, der den ganzen Laden zusammenschweißen kann – und der dabei perspektivisch und populär denkt. Das macht Deppmeyer nicht, aber Koch schon gar nicht. Das ist das eigentliche Dilemma der Kreis-CDU. t.thimm@dewezet.de

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