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SPD auf Selbstfindungskurs

Absurdes Theater

Die beruhigende Botschaft: Die Stadt wird kein neues Spitzenpersonal einstellen, nur weil der Rat nicht in der Lage ist, sich auf das vorhandene zu verständigen. Selbst die Hamelner Skala für Absurditäten ist nach oben hin begrenzt. Am Ende, das weiß auch die SPD, wird Hermann Aden den Posten übernehmen. Aber darum geht es in dieser Politposse gar nicht.
 Gerade weil absehbar ist, dass die Wahl auf Aden zuläuft, stellt sich die Frage, warum sich die Sozialdemokraten mit so viel Theaterdonner in den Weg stellen. Wie klein können die Karos in der Ratspolitik eigentlich sein? Sichtbar wird, dass die SPD ihr Scheitern bei der Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl noch immer nicht verdaut hat.
 Alles könnte so einfach sein, würde man sich auf die unter Demokraten nicht völlig abwegige Gepflogenheit verständigen, dass entscheidet, wer die Mehrheit hat. Die SPD dagegen verhält sich so, als hätte sie beim „Mensch ärgere Dich nicht“ schlecht gewürfelt, aber immerhin die Chance, den Gegner noch vom Brett zu schmeißen. Verlierer dieser Strategie sind alle Beteiligten. Die beiden Dezernenten werden beschädigt, die Stadt muss Kosten und juristische Unwägbarkeiten in Kauf nehmen und die SPD führt den Beweis, dass ihr Selbstfindungskurs in der Opposition noch längst nicht abgeschlossen ist.

veröffentlicht am 23.07.2014 um 10:01 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:23 Uhr


Von Frank
Werner



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