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Nominiert als Sportlerin des Jahres: Mandy Kern vom Kanu-Club Hameln

„WM-Bronze war für mich das i-Tüpfelchen“

veröffentlicht am 31.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 15:41 Uhr

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Bei ihrer ersten Klub-EM holte die Emmerthalerin Mandy Kern 2013 mit dem All Sports Team, der Drachenbootmannschaft des Hannoverschen Kanuclubs, gleich viermal Gold. Aber das i-Tüpfelchen war für die 24-Jährige der Gewinn der Bronzemedaille mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der Drachenboot-Weltmeisterschaft in Szeged (Ungarn).

Nicht nur, weil es für die deutschen Frauen die erste Medaille bei einer Weltmeisterschaft seit der WM 2004 in Shanghai war, sondern auch, weil es bis zum 200-Meter-Finale nicht so gut lief wie erhofft. „Auf den Langstrecken sind wir ziemlich untergegangen. Über 2000 und 1000 Meter sind wir nur hinterhergefahren. Doch je kürzer die Strecke wurde, umso besser lief es.“

Schon nach dem 200-Meter-Vorlauf hatte Mandy Kern ein gutes Gefühl. Und das täuschte sie nicht. „Vor dem Finale waren wir alle ziemlich nervös“ – und umso glücklicher waren die deutschen Frauen, als sie nach einem furiosen Endspurt hinter Weltmeister Kanada und China ins Ziel kamen – knapp vor den USA. „Wir hatten uns extra einen Deutschland-Bikini angezogen, in der Hoffnung, dass er Glück bringt. Das hat offenbar geholfen“, sagt die 24-Jährige, die eigentlich nicht abergläubisch ist. Dass sie im Sternzeichen Wassermann geboren wurde, hat für sie nichts zu bedeuten. „Mit Sternzeichen habe ich nichts am Hut. Ich lese auch keine Horoskope“, sagt Kern, die ursprünglich aus Riesa stammt und früher eine richtig gute Schwimmerin war. Bis sie vor fünf Jahren bei einer Fun-Regatta nicht nur ihre Liebe zum Drachensport entdeckte, sondern wenig später beim Wettkampf in Hannover auch ihren zukünftigen Ehemann Enrico Korschinek: „Der Hochzeitstermin steht schon fest, wird aber noch nicht verraten.“ Beide trainieren zusammen fünf- bis sechsmal pro Woche. Denn wie in anderen Sportarten gilt auch beim Drachenboot: Ohne Fleiß kein Preis. Denn vor dem Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt.

Auch im Winter gönnen sich die beiden Drachenboot-Sportler aus Emmerthal keine Pause: „Wir trainieren auch draußen in der Kälte, aber beim Paddeln wird’s einem ja warm“, sagt Kern, die ihr nächstes sportliches Ziel schon fest im Visier hat: die Klub-Weltmeisterschaft 2014 in Italien. aro



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