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Studie: Bewegungen, auf die Frauen abfahren

Wie Männer auf dem Tanzparkett balzen

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 17:41 Uhr

John Travolta wusste, wie man Mädchen beeindruckt: In „Saturday Night Fever“ tanzte er so hinreißend, dass sie reihenweise schwach wurden. Wer sexy tanzt, hat beim anderen Geschlecht gute Karten. Das ist bei den Menschen nicht anders als im Tierreich, wo oft mit Balztänzen die Weibchen umworben werden. Auch auf dem Parkett können Männer punkten. Das haben deutsche und britische Wissenschaftler in einer Studie untersucht und sind dabei auf den Schlüssel zum guten oder schlechten Tänzer gestoßen: Beim Tanz, so die Forscher, sollten Männer auf bestimmte Körperzonen achten. Was Frauen anmacht: ein gut trainierter Oberkörper, eine flotte linke Schulter und ein beweglicher Hals zum Nicken und Schütteln des Kopfes. Doch nicht nur auf Schultern und Brustkorb ruht der Blick der Frau – auch das rechte Knie und der richtige „Twist“ darin findet Beachtung, haben Wissenschaftler der Universitäten in Göttingen und dem britischen Newcastle festgestellt und in den „Biology Letters“ der britischen Royal Society veröffentlicht. Demnach sollen Frauen von den Tanzbewegungen eines Mannes Rückschlüsse auf dessen Gesundheitszustand, Stärke und Fähigkeit zur Fortpflanzung ziehen können.

Für die Studie wurden 19 Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren mit einer 3 D-Kamera gefilmt, während sie nach einem einfachen Rhythmus tanzten. Ihre Bewegungen wurden dann im Computer auf gesichtslose Figuren übertragen. 35 Frauen sahen diesen Computerwesen beim Tanzen zu – und bewerteten dann überraschend übereinstimmend die Bewegungen. Die Ergebnisse würden einen starken Konsens bei der Beurteilung zeigen, was ein guter oder schlechter Tanz ist, argumentieren die Forscher nach Sichtung des Materials. „Vor allem weite Bewegungen von Kopf, Hals und Torso bekommen positive Aufmerksamkeit“, heißt es.

Perfekt. Jetzt braucht man(n) nur noch entsprechenden Nachhilfeunterricht zu nehmen – und schon liegen ihm die Frauen beim Tanzen zu Füßen. Theoretisch.

In der Praxis scheitert das oft am Phlegma. Tanzen? Nein, danke! Da bleibt er doch lieber gleich am Tresen kleben oder entdeckt – rein zufällig – „dort drüben“ einen alten Kumpel, von dem er schon seit ewigen Zeiten nichts mehr gehört hat. Aber auch ihr mag die Lust aufs Tänzchen vergehen, wenn sie sich die Schwitzehändchen des Tischnachbarn auf ihrem rückenfreien Abendkleid vorstellt. Für alle Fälle – hier ein paar Ausreden, wenn man (oder frau) nicht tanzen mag:

mäßig originell: „Sorry, chronische Sportverletzung“ oder „Ich bin unmusikalisch geboren“.

diplomatisch: „Sehr gern, aber lieber nicht, weil man ja relativ eng beieinander tanzt und meine Freundin damit ein Problem hätte.“

geheimnisvoll: „Ich tanze aus religiösen Gründen nicht.“

absichtsvoll: „Ich kann nur an der Stange tanzen.“

ehrlich: „Ich bin über 40 – da lass ich lieber die Hormone tanzen.“

machomäßig: „Ich lasse lieber die Puppen tanzen.“ kar



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