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Nominiert als Mannschaft des Jahres: Hamelns A-Junioren-Achter ist deutscher Vize-Meister auf der Sprint-Strecke

Wie ein Schweizer Uhrwerk

HAMELN. Vom Bug bis zum Heck: Es kommt auf die Besetzung an, damit ein Ruder-Achter wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert und ein Rädchen ins andere greift. Denn beim Kampf um die Medaillen zählt jede Hundertstelsekunde.

veröffentlicht am 12.01.2017 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 09.02.2017 um 13:21 Uhr

Deutscher Vize-Meister über die Sprint-Strecke: Der A-Junioren-Achter des RV Weser gewann in Krefeld die Silbermedaille. foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Wie bei der deutschen Sprint-Meisterschaft in Krefeld, wo der A-Junioren-Achter des RV Weser Silber gewann. Im Ziel hatten Maximilian Gümpel, Nick Armgardt, Mario Danger, Felix Finkeldey, Marek Petrick, Moritz Quast, Jonathan Schlösser, Florian Wissel und Steuerfrau Julia Klemm einen hauchdünnem Vorsprung von sechs Hundertstelsekunden vor Frankfurt. Trainer Sebastian Stolte hatte seiner achtköpfigen Boots-Crew zwar eine Medaille zugetraut: „Aber bei der starken Konkurrenz kann man sich nicht sicher sein, denn auf der kurzen 350-Meter-Strecke wird jeder Fehler bestraft.“ Deshalb wurden im Training immer wieder verschiedene Kombinationen ausprobiert, bis die acht Plätze vom Bug bis zum Heck vergeben waren.

Für die anspruchsvollen Positionen im Bug, wo sich ein Achter während der Fahrt am unruhigsten bewegt, hat Hamelns Coach bewusst Marek Petrick und Nick Armgardt ausgewählt: „Beide harmonieren sehr gut, weil sie in dieser Saison auch gemeinsam Doppelzweier gefahren sind. Die Zweier-Partner kennen und ergänzen sich sehr gut und wissen, wie der andere in gewissen Situationen reagiert.“

Moritz Quast und Mario Danger sorgen im Mittelschiff dafür, dass die Arbeit an der Verbindungsstelle des Achters Früchte trägt. Hier entscheidet sich, ob sich der im Heck des Achters vorgegebene Rhythmus bis in den Bug entfalten kann. Komplettiert wird das Mittelschiff von Florian Wissel auf Position fünf, der sogenannten Co-Übernahme, die körperlich sehr anspruchsvoll ist. Im „Maschinenraum“, wie das Mittelschiff auch genannt wird, sitzen laut Stolte häufig die Ruderer, „die physisch sehr stark sind und technisch sehr konstant arbeiten“.

Jonathan Schlösser gibt auf der Übernahmeposition die vorgegebene Schlagfrequenz an die Mannschaft weiter und hält dem Schlagmann Maximilian Gümpel, der die Frequenz und den Rhythmus des Ruderschlages vorgibt, den Rücken frei. Auf der entgegengesetzten Bootsseite gibt Felix Finkeldey als Co-Schlagmann den Takt vor.

Der sogenannte Steuermann ist beim RV Weser übrigens eine junge Frau: Julia Klemm gibt im Hamelner A-Junioren-Achter während des Rennens die Richtung vor und ist für den geraden Kurs des Bootes auch bei schwierigen Bedingungen verantwortlich. Außerdem hat sie das Renngeschehen und die Gegner im Blick, feuert die Mannschaft an und kümmert sich mit dem Coach zusammen teilweise auch um organisatorische Dinge. Sie ist im Boot quasi die rechte Hand von Trainer Sebastian Stolte, der vom Ufer aus das Renngeschehen beobachtet: „Aufgrund der großen Entfernung ist mein Einfluss begrenzt, deshalb ist es wichtig, dass ich mich als Trainer und auch die Mannschaft auf unsere Steuerfrau verlassen können“, sagt Stolte, der bereits einen Tag nach dem Gewinn der Silbermedaille mit der Planung für die neue Saison beschäftigt war. „Die Hälfte der Mannschaft wechselt in die nächsthöhere U23-Altersklasse. Mit Jonathan, Felix, Marek und Nick bleiben vier A-Junioren übrig, die gerade versuchen, sich auf Landesebene für Renngemeinschaften zu empfehlen.“



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